17-04-2012, 14:04
Ich weiß nicht wie oft ich gehört habe, dass früher der Sport härter war, die Hunde besser, und die Qualifikation zu höheren Sportarten schwieriger. Ich glaube es nicht, wenn ich dieses Video eines bekannten Vererbers sehe mit dem Wissen, dass es dafür 92/90 gab.
BSP 1987
Mal davon abgesehen, dass er heute für eine solche Unterordnung kein SG mehr bekäme, im Schutzdienst wäre es eine glatte Disqualifikation (Hund angefasst und leicht gemaßregelt). Ob der Hund wirklich in der Ausbildung mehr "mitmachen musste" als die heutigen "dressierten Paradepferdchen"? Ich bezweifle es, denn die damalige PO und Richtweise waren nicht so anspruchsvoll.
Ich weiß ja nicht wie ihr ausbildet und früher ausgebildet habt, aber heute wird schon am Welpen "dressiert", früher durften die jungen Hunde wachsen und stark werden, wurden dann mit Hetzen noch stärker gemacht und kurz vor der Prüfung kam die Brechstange für den Gehorsam. Methoden wie Zwangsbeißen lass ich jetzt mal außen vor, das gibt es ja wohl heute noch. Durch die Brechstangenmethode blieben viele Hunde, die eigentlich nicht schlecht waren, auf der Strecke, andere haben sich ins Beißen gerettet. Das waren dann wohl die Guten...
Heutzutage werden im höheren Sport immer noch nicht die Wattebäusche geworfen, es wird nicht weniger trainiert (eher im Gegenteil), also schließe ich mich Kristina an, dass ein Hund der über mehrere Jahre gleichbleibend auf Landes- oder Bundesebene vorgeführt wird/wurde, über eine überdurchschnittliche Qualität verfügt. Was vererbt wird, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Siehe das Video, vererbt hat Gildo wohl ganz gut.
Und zum Thema "Ernsthaftigkeit, Dominanz, Alpha"... Ein Hund der im Alltag nicht geregelt und auf dem Platz noch stärker gemacht wird, kommt dominanter rüber (ist es vielleicht auch) als einer, der aus Haltungsgründen von vornherein untergeordnet wird und auf dem Platz in der Unterordnung geschult wird, BEVOR er seine ersten Anbisse bekommt. Wenn von letzterem noch genau so viel Wucht und Drang gegen den Helfer kommen wie von dem, dessen HF nix zu melden hat, DAS ist für mich Gebrauchsqualität. Nervenstärke ist für mich ebenfalls Gebrauchsqualität.
Bin zwar nur ein kleiner Wachdienstfuzzi, aber ich denke die diensthundehaltenden Behörden können genauso wenig einen Hund gebrauchen, der sich aus Frustration gegen den HF richtet, wie ein Wachdienstfuzzi oder ein Hundesportler. Denn wir alle müssen am nächsten Tag aufstehen und für unser Geld arbeiten, mit oder ohne Hund. Übrigens auch der Helfer.
BSP 1987
Mal davon abgesehen, dass er heute für eine solche Unterordnung kein SG mehr bekäme, im Schutzdienst wäre es eine glatte Disqualifikation (Hund angefasst und leicht gemaßregelt). Ob der Hund wirklich in der Ausbildung mehr "mitmachen musste" als die heutigen "dressierten Paradepferdchen"? Ich bezweifle es, denn die damalige PO und Richtweise waren nicht so anspruchsvoll.
Ich weiß ja nicht wie ihr ausbildet und früher ausgebildet habt, aber heute wird schon am Welpen "dressiert", früher durften die jungen Hunde wachsen und stark werden, wurden dann mit Hetzen noch stärker gemacht und kurz vor der Prüfung kam die Brechstange für den Gehorsam. Methoden wie Zwangsbeißen lass ich jetzt mal außen vor, das gibt es ja wohl heute noch. Durch die Brechstangenmethode blieben viele Hunde, die eigentlich nicht schlecht waren, auf der Strecke, andere haben sich ins Beißen gerettet. Das waren dann wohl die Guten...
Heutzutage werden im höheren Sport immer noch nicht die Wattebäusche geworfen, es wird nicht weniger trainiert (eher im Gegenteil), also schließe ich mich Kristina an, dass ein Hund der über mehrere Jahre gleichbleibend auf Landes- oder Bundesebene vorgeführt wird/wurde, über eine überdurchschnittliche Qualität verfügt. Was vererbt wird, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Siehe das Video, vererbt hat Gildo wohl ganz gut.
Und zum Thema "Ernsthaftigkeit, Dominanz, Alpha"... Ein Hund der im Alltag nicht geregelt und auf dem Platz noch stärker gemacht wird, kommt dominanter rüber (ist es vielleicht auch) als einer, der aus Haltungsgründen von vornherein untergeordnet wird und auf dem Platz in der Unterordnung geschult wird, BEVOR er seine ersten Anbisse bekommt. Wenn von letzterem noch genau so viel Wucht und Drang gegen den Helfer kommen wie von dem, dessen HF nix zu melden hat, DAS ist für mich Gebrauchsqualität. Nervenstärke ist für mich ebenfalls Gebrauchsqualität.
Bin zwar nur ein kleiner Wachdienstfuzzi, aber ich denke die diensthundehaltenden Behörden können genauso wenig einen Hund gebrauchen, der sich aus Frustration gegen den HF richtet, wie ein Wachdienstfuzzi oder ein Hundesportler. Denn wir alle müssen am nächsten Tag aufstehen und für unser Geld arbeiten, mit oder ohne Hund. Übrigens auch der Helfer.
Gruß, Taarna


