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Spoton Zeckenmittel ab welchem alter ?
#21
Ich danke auch für alle Antworten.

Bierhefe gebe ich normalerweise als Kur beim Haarwechsel. Da bekommt der Hund über etwa 3-4 Wochen täglich 8-10 Tabletten. Das wäre bei kontinuierlicher Gabe über den ganzen Sommer für meine vier Hündinnen doch etwas happig.
Ich werde auf die "Pferdekur" zurück greifen und außerdem Knofi und weitere erwähnte natürliche Mittel nutzen.
Sicher ist es schön, wenn die Hunde völlig zeckenfrei sind, aber mit welchen Nebenwirkungen? Ich war da schon immer recht skeptisch. Wenn man Spot on`s oder Scalibor u.ä. Halsbänder regelmäßig anwendet, haben die Hunde fast das halbe Leben lang eine hoch giftige Substanz auf dem (oder im ??) Körper. Gesund kann das einfach nicht sein.

Anne
Man kann auch ohne Hunde leben. Es lohnt sich nur nicht.
(weises Zitat von Heinz Rühmann)
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#22
Hallo Antje, du schreibst, dass 80% der Hundepopulation Antikörper gegen Borreliose trägt.

Ist das so zu verstehen, wenn ein Hund diese Antikörper hat, er nicht mehr an Borreliose erkranken kann? Dann könnte man ja diesen Titer bestimmen lassen, und müßte sich anschliessend vielleicht nicht mehr so große Sorgen machen bei einem Zeckenbefall?

Gruß,

Barbara
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#23
Hallo Barbara,

ein Tierarzt hat mir mal zwei Studien über Borreliose beim Hund gezeigt. Die eine war eine Herstellerstudie zur Borrelioseimpfung, nach welcher 80% der Versuchshunde nach der Impfung einen belastbaren Schutz gegen Borreliose hatten (= durch Kontakt mit dem Erreger nicht erkrankt sind). Eine zweite, unabhängige Studie kam zu dem Ergebnis, daß 80% der Hundepopulation sowieso Antikörper gegen Borreliose trägt, ohne daß es bei ihnen zum Ausbruch der Erkrankung kommt. D.h. die meisten Hunde (= Hunde mit einem Intakten Immunsystem) bauen bei ihren ersten Kontakten mit Borrelien eine natürliche Immunität auf, so wie durch eine Impfung .Viele Tierärzte haben daraufhin das Impfen gegen Borreliose (zum Glück, denn die Nebenwirkungen können bei dieser Impfung beträchtlich sein) damals eingestellt. Wie Du schreibst, durch eine Titerbestimmung kannst Du bei einem ungeimpften Hund feststellen, ob er Antikörper gegen Botrreliose besitzt (und dadurch geschützt ist) oder nicht.

Natürlich gibt es auch Hunde bei denen eine Borreliose ausbrechen kann. Bei einem chronisch kranken Hund würde ich besonders gut auf einen ausreichenden Zeckenschutz achten. Hinzu kommt daß wir durch die Klimaveränderung immer mehr Probleme bekommen werden mit der durch die Mercatorzecke übertragene Babesiose. Und im Gegensatz zur Borreliose führt diese unbehandelt sehr schnell zum Tod des Hundes. Zeckenschutz ist also schon sehr wichtig und wird künftig noch wichtiger werden. Die Frage ist nur ob es etwas nützt wenn man den Teufel (Borreliose, Babesiose) mit dem Belzebub (Nervengiften) austreibt oder man nicht doch besser einen anderen Weg wählt.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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