Ralf Mey,index.php?page=Thread&postID=89866#post89866' schrieb:Gibt es probleme für den Hund beim SD mit einem Reißzahn weniger ??
Hat jemand Erfahrung
Meine Hündin hat sich mit genau 18 Monaten in der langen Flucht den oberen linken Reißzahn kurz oberhalb des Zahnfleisches abgebrochen. Da es natürlich Wochenende war, wurde der Zahn nach Rücksprache mit dem Tierarzt am Montag Wurzelbehandelt und mit einer Amalganfüllung verschlossen. Der Tierarzt sagte damals, dass der Hund nie wieder einen Griff wie vorher haben wird (mein Gott, welche Panik sowas in einem Auslösen kann...), hatte aber absolut unrecht! Meine Hündin macht immernoch bzw. wieder im Schutzdienst gut zu
Das Einzige was ich beachten würde, dass man so lange auf den Schutzdienst (und am besten auch Apport und Beutespiele, eben alles was mit dem Maul zu tun hat) komplett verzichten würde, so lange nicht alles 100% verheilt ist (und am besten noch ein paar Tage länger), damit man sich ja keine Fehlverknüpfungen einhandelt. Der Tierarzt bei dem wir waren meinte damals, dass wir drei Monate Pause machen müssen, da die Füllung recht groß ist und lange aushärten muss, aber nach Rücksprache mit mehreren (Human-) Zahnärzten haben wir nach ca. 3,5 Wochen wieder langsam mit dem Training angefangen. Allerdings war bei meiner Hündin der Zahn "nur" abgebrochen, das Zahnfleisch war nur leicht irritiert durch den Eingriff, nicht weiter verletzt. Wenn der Zahn bei Dir ganz raus muss, dann würde ich auf jeden Fall warten, bis der Zahnkanal komplett verheilt ist und der Hund bei Druck mit dem Finger auf die Stelle keinerlei Anzeichen von Unwohlsein mehr zeigt.
Das einzige Problem was bei meiner Hündin entstanden ist war, dass sie neu lernen musste das Apportholz im Mund neu zu sortieren, weil einfach hinter die Reißzähne klemmen nicht mehr funktioniert hat. Das hatte dann eben Knautschen zur Folge.
Ich wünsche Deiner Hündin gute Besserung und würde mich freuen, wenn Du mal berichtest, wie bei Deiner Hündin weiter behandelt wird.
Grüße
Madlen