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Trieb runterfahren..aber wie?
#1
Mein Rüde (10 Monate) ist sehr Beutebezogen. Was ja ansich super ist.

Beim Training haben wir nun folgendes"Problem"?

In der UO: -Er fährt sich schon beim Rausholen aus der Box hoch, so das er fiept und jammert. Während des übens wirds vom fiepen her nach 5 Minuten etwas ruhiger, dafür sieht man wenn er mal im Sitz ist, das er extrem unter Spannung steht (zittern). Ich versuch durch Abwechslung und weniger Beute in den Übungen Ruhe reinzubekommen..

Habt ihr da noch andere Tipps?



Das ganze zieht sich nun auf den SD herüber, er dreht extrem auf, schreit fast schon beim Anhetzen,

Wir haben bis dato am Pfahl gearbeitet da er zu Anfang die ersten Anbisse nicht genommen hatte, was er jetzt aber souverän macht und auch richtig zu macht. Nur ist es nun so, das wenn er die Beute hat fiept und auch schwer ruhig zu bekommen ist. Auch in den Ruhephasen ist er fiepig, hält aber weiter den Griff. Sobald der Helfer den Junghundarm wieder anfassen will, knurrt er.

Die letzten 2 male haben wir nun ohne Pfahl geübt.

Der Hund geht ins Platz, Helfer steht ruhig vor ihm ohne zu fixieren, der Hund ist auf spannung und fiepst, Helfer dreht sich weg vom Hund und versucht die Spannung zu nehmen, Hund ruhig =Anbiss..

Hat er den Arm, fiepst er wieder, hält aber den Griff bis zum Anschlag und lockert auch nicht. Wir lassen ihn tragen sobald er ruhig ist.

Der Helfer sagt ich soll Trieb abbauen in der UO, weil sich das auch auf den SD auswirkt...

Tipps?

Problem 3 kommt dann am Auto... er gibt den Arm nicht raus, wenn ich ihn ins Platz schicke dreht er sich anschliessen zu mir und will knappsen..

Nun lasse ich ihn mit Arm ins Auto und lass ihn erstmal runterfahren... nach ein paar Minuten kann ich dann durch Beutetausch den Ärmel abnehmen, was vorher draussen vor dem Auto nicht möglich wäre...



Der Hund ansich schon einen enormen Gehorsam für sein alter... nur sobald Beute ins Spiel kommt dreht er sehr hoch. Einige Vereinskollegen haben jetzt zu mir gesagt, ich müsse das unbedingt in den Griff bekommen, da der Hund mit zunehmenden Alter immer schwerer Händelbar für mich werden würde...
Gruß Steffi ...
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#2
Das ist eine wirklich schwierige Situation.

Wir haben auf dem Platz genauso ein schwierigen Kandidaten.

Das dauert lange um den zu Regeln, und jede falsche Situation bringt ihn wieder zurück.

Ich persönlich habe auch eine sehr hochgedrehte Mali-Dame, mit dem Unterschied, dass sie nur beim rausholen aus der Box total frei dreht.

Ein einziges rumgefiepe, winden, jammern, springen.....

Das ist so schlimm, dass ich sie nicht mal angeleint bekomme.


Das dauert ganze 5 - 10 Minuten bis dann ruhe reinkehrt.

Aber im Schutzdienst ist sie komplett ruhig, das zeigt sie sich wieder gelassen und "ausgeglichen Triebstark".

Ich denke aber mal, dass man in deinem Falle das von weiter weg schlecht beurteilen kann, weil für so ein Verhalten viel Faktoren eine Rolle spielen können. Smile
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#3
Steffi Arpe,index.php?page=Thread&postID=86470#post86470' schrieb:Mein Rüde (10 Monate) ist sehr Beutebezogen. Was ja ansich super ist.

Beim Training haben wir nun folgendes"Problem"?

In der UO: -Er fährt sich schon beim Rausholen aus der Box hoch, so das er fiept und jammert. Während des übens wirds vom fiepen her nach 5 Minuten etwas ruhiger, dafür sieht man wenn er mal im Sitz ist, das er extrem unter Spannung steht (zittern). Ich versuch durch Abwechslung und weniger Beute in den Übungen Ruhe reinzubekommen..

Habt ihr da noch andere Tipps?

Der Hund ansich schon einen enormen Gehorsam für sein alter... nur sobald Beute ins Spiel kommt dreht er sehr hoch. Einige Vereinskollegen haben jetzt zu mir gesagt, ich müsse das unbedingt in den Griff bekommen, da der Hund mit zunehmenden Alter immer schwerer Händelbar für mich werden würde...
Ich würde die Beute komplett weglassen und durch Futter ersetzen. Der Hund scheint mir in der Beute komplett überdreht, das würde ich radikal abbauen.
Viele Grüße
Peter A.

Niveau ist keine Hautcreme
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#4
Peter A.,index.php?page=Thread&postID=86484#post86484' schrieb:
Steffi Arpe,index.php?page=Thread&postID=86470#post86470' schrieb:Mein Rüde (10 Monate) ist sehr Beutebezogen. Was ja ansich super ist.

Beim Training haben wir nun folgendes"Problem"?

In der UO: -Er fährt sich schon beim Rausholen aus der Box hoch, so das er fiept und jammert. Während des übens wirds vom fiepen her nach 5 Minuten etwas ruhiger, dafür sieht man wenn er mal im Sitz ist, das er extrem unter Spannung steht (zittern). Ich versuch durch Abwechslung und weniger Beute in den Übungen Ruhe reinzubekommen..

Habt ihr da noch andere Tipps?

Der Hund ansich schon einen enormen Gehorsam für sein alter... nur sobald Beute ins Spiel kommt dreht er sehr hoch. Einige Vereinskollegen haben jetzt zu mir gesagt, ich müsse das unbedingt in den Griff bekommen, da der Hund mit zunehmenden Alter immer schwerer Händelbar für mich werden würde...
Ich würde die Beute komplett weglassen und durch Futter ersetzen. Der Hund scheint mir in der Beute komplett überdreht, das würde ich radikal abbauen.

Das hilft aber im Schutzdienst nicht weiter und umgeht das Problem nur............
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#5
daran das den Hunden zu weing zeit gegeben wird alles richtig zu kanaliseiren habe selber ein extremes Beuteschwein 15Monate jung,du solltes den Hund zwar anbeissen lasen aber dann sofort versuchen bei gutem griff natürlich loszugehen laufen wie auch immer das er stressbabau hat über die gesicherte beute! und den helfer erstmal komplett rausnehmen nach dem anbiss weg vom hund der helfer! er verstärkt durch reine anwesenheit bei diesr Art Hunde nur das qietschen fiepen knautschen was auch immer er ist dadurch nach wie vor in hoher Erwartungshaltung also geh ich in die Bewegung rein laufen bis der arzt kommt bzw gehen und er sich runterfährt! deine Kollegen haben da schon recht ferndiagnose ist schwer aber wenn er sich so extrem zeigt auch im griff und nichts wieder abgibt, dann trenn ich ihn durch klares Bild auch mit 10 Monaten ! Arbeite eine ähnlich gelagerte Hündin seit ca 3wochen mit bestem erfolg trägt wunderbar und hat dabei ihre ruhe gefunden und alles ausserhalb vom Hundeplatz !!! oft sehr wichtig weil die verknüpfung da ist! zum Platz!Mache auch die anbisse für diese Hündin ausserhalb und geh dann langsam wieder zumm Platz zurück wenn die sichedrheit und ruhe da ist! und arbeite die Hunde in mehreren Steps das heisst nur ein zwei Anbisse die möglichst Top kommen sollten und dann weg nach ner std wieder ein zwei usw ! 2-3 einheiten pro training! wenn du echt gute leute um dich herum hast dann geh zur tischarbeit wenn die möglichkeit gegeben ist für dich bzw euch!

gruss Holländer
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#6
Hi,

erst mal zu Deinem letzten Prob - weils am Leichtesten zu händeln ist. Lasse ihm den Ärmel, so lange er ihn haben möchte und spiele nicht den Beutekonkurrenten. Das kann am Anfang sehr lange dauern. Wenn er den Arm ablegt, lässt Du ihn dort liegen und packst Deinen Hund in die Box.

Zu den anderen Punkten:

Je mehr Sress ihr macht, desto schlimmer wird das. Es hilft eigentlich nur souveränes Führen und Ausbilden ohne viel Tamtam. Ich sehe das eher als ein Problem mit der Reizschwelle und dem Nervenkostüm des Hundes, das verhindert, dass dieser Hund seinen Trieb händeln kann. Oft wird behauptet, dass diese Hunde überzogen triebstark sind. Aber das ist eher selten der Fall.

Wie schon geschrieben - aus der Ferne schwer zu beurteilen.

Martin
Den Charakter eines Menschen kann man danach beurteilen, welche Behandlung er seinen Tieren angedeihen lässt.
(Friedrich der Große)
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#7
Vielen Dank für die ersten Tipps...

Ja es ist schwer, wenn nicht dabei steht und den Hund sieht...

Das man den Hund mit der Beute laufen lässt, machen wir, auch entferne ich mich dann vom Helfer, komme im Halbbogen dann wieder zu diesem zurück, sieht er den Helfer, geht der Pinsel hoch und die Ohren auch ;-)...

in dieser Phase ist er ruhig, das fiepen fängt erst an sobald der Helfer den Ärmel nimmt und in die Konterphasen gehen will... ich hoffe ich kanns richtig rüberbringen... im Kontern fängt der Hund an zu Knurren oder eben fiepst sich hoch. Einige sagen ja, das wäre unsicherheit, aber da kenn ich meinen Rüden gut und weiß das er nicht unsicher ist...ich denk eher an ne "Macke" da er das auch schon als Junghund/Welpe gemacht hat wenn er "Beute"hatte... nur eben nicht so extrem wie jetzt....
Gruß Steffi ...
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#8
Peter A.,index.php?page=Thread&postID=86484#post86484' schrieb:Ich würde die Beute komplett weglassen und durch Futter ersetzen. Der Hund scheint mir in der Beute komplett überdreht, das würde ich radikal abbauen.
Gute Idee, so mache ich das auch, da können die Hunde auch besser lernen, und wenn der Hund es gelernt hat, was ja 1000-2000 Wiederholungen braucht. Dann die Reizlage erhöhen. Und im Schutzdienst haben wir verbellen und jagen einfach getrennt, damit hat das Kreischen bei meiner Hündin abgenommen. Sie hat gelernt, das man die Beute sowieso bekommt, und als Jäger hält man den Mund.
Der Helfer hat sich zunächst versteckt, und als der Hund die Aufmerksamkeit auf den Helfer in seinem Versteck gerichtet hat einfach Kommando und ab gehts. Nach ein paar Mal prägt sich der Hund das ein und ist auch ruhig wenn der Helfer sichtbar ist.
Bei uns hats gut geklappt!
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen!
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#9
Hallo, was soll er denn dabei lernen wenn du ihn mit dem Arm in den Hänger läßt, damit löst du doch das Problem nicht, sondern verschiebst es nur. Er sollte schon lernen das AUS auch AUS bedeutet, und wenn es nicht nett und freundlich geht dann muß man halt etwas nachhelfen. Aber auf gar keinem Fall würde ich das durchgehen lassen. Was machst du denn wenn das aus am Helfer kommt, darf er dann mit Helfer in den Hänger? Da wirst du ein richtges Problem bekommen, wenn er noch nicht einmal die tote Beute aus läßt. Ich bin auch gegen Tauschgeschäfte, also Arm gegen Ball oder Bringsel etc.! Sauber trennen wird belohnt, entweder neuer Anbiß oder etwas anderes, aber den Ablauf bestimmst immer du und nicht der Hund.

Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#10
Hallo,
wenn der Hund die Beutespiele schon in der reinen Unterordnungsarbeit nicht geregelt bekommt, warum es dann im Schutzdienst versuchen? Das kann in meinen Augen so nicht klappen. Im Gegenteil, der Hund wird soweit "hochgefahren", dass er nicht mehr in der Lage ist zu lernen.

Mit einem 10-monatigen Hund kann man ruhig eine zeitlang auf den Schutzdienst verzichten ...


Manni
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