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Jähzorn
#1
Einfache Frage


Gibt es jähzornige Hunde, dh in einer bestimmten Stuation kriegt sie ihren Ausraster.Der Hund geht gegen den Führer, wenn er den Hund dann doch regelt sucht sie sich jemand anderes Hund oder zu Not auch Mensch.
Je älter sie wird desto schlimmer. Es ist sonst ein ganz normaler leicht führiger Hund.

Beste Grüße
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#2
Ich würde den Hund mal gut durchchecken lassen. Mir ist ein solches Verhalten von Hunde bekannt die Schilddrüsenprobleme hatten, einen Gehirntumor oder einen Gendefekt (= die sog. "Cockerwut", von der u.a. auch Golden Retriever und Hovawart betroffen sein können).

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#3
Und sollte Antjes absolut sinnvoller Vorschlag keinen Erfolg haben, würde ich mir über die Art der "Reglementierung" des Hundes Gedanken machen....kann er sie verstehen? Einordnen? Umsetzen?
Bei jedem noch so führigen Hund kann Aggression enstehen (vorausgesetzt, diese ist angelegt), die dann im Falle des Nicht-Verstehens bestimmter Maßnahmen "nach Hinten" losgehen kann.
Sollte also gesundheitlich alles ok sein, würde ich meine Ausbildungsstrategie überdenken.

Sabine Jüdes
Ein guter Hund ist immer auch ein schöner Hund....!!
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#4
Kann auch was mit Stress zu tun haben.
Die Farbe beißt nicht
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#5
Ich hatte mal ein einen Rüden, der ähnliches Verhalten aufzeigte, es war ein Boxer-Dogge-Pit Mix.
Er neigte auf einmal zu Jähzorn. Das äusserte sich in vielen Situationen in denen er (wurde mir später erst bewusst) in folgenden Zusammenhängen:

Er konnte Widerspruch
überhaupt nicht vertragen, hatte oft einen sehr
herrischen Eindruck. Er war reizbar
und jähzornig. Wollte ich ihn in seine Schranken
verweisen oder sogar strafen, wendet er sich gegen mich.
Es kam auch vor, daß er versuchte, mich zu beißen.
Seine Aggressivität zeigt sich immer dann, wenn seine
Führungsrolle in Frage gestellt wurde.



Er begleitet sein
Tun oft mit Knurren. Sein Gegenüber griff er allerdings
nie plötzlich oder unerwartet an, er warnte vorher; er war also nicht falsch.


Allerdings mochte er es selber
überhaupt nicht, wenn andere Menschen oder Tiere
zudringlich wurden, er besaß ne Zurückhaltung, über
die man sich nicht hinwegsetzen durfte.

Ich bin dann zu einem TA gefahren und hab ihn komplett durchchecken lassen, soweit war alles OK bei ihm...
Da sich das Verhalten nicht änderte bin ich später zu einer Tierheilpraktikerin gefahren.... Sie hat ihn eingehend in absprache mit dem TA untersucht und sein Verhalten beobachtet.
Sie hatt ihm dann ein Bärlauchpräperat verschrieben gehabt... Soweit ich mich noch erinnern kann hat es nach einigen Tagen auch Wirkung gezeigt und Robby änderte etwa sein Verhalten...
Später stellte sich noch ein Gallenproblem heraus welches auch auslöser dieses Verhaltens sein sollte...
Ganz haben wir es nie in den Griff bekommen, er war immer etwas mit Vorsicht zu handhaben.
Ich würd auf jeden Fall den Hund auf Organische Probleme untersuchen lassen, ebenso auf Tumore etc...
Gruß Steffi ...
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#6
Besten Dank

Der Hund ist durchgecheckt.........Schilddrüse usw alles okay.

Stress passt in diesen Situationen glaub ich recht gut. Danke auch für die Tipps. Ich denke wir werden es gemeinsam lösen können.

Die Situationen in denen der Hund "sauer" wird sind an sich auch klar geregelt.5 mal ok das sechste mal, heute jetzt nicht

Danke auch für die PNS

Beste Grüße
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#7
Das kenne ich, nur zu gut, bei meinen 2 Jungs.



Doch seit dem ich in Ruhe mit ihnen arbeite, hat sich das weitgehenst gelegt. Funktioniert jetzt mittlerweile

auch im Schutzdienst.



Gruss Andy
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#8
Ich würde auf einen Choleriker tippen.

Das Wesen des Hundes

Das Wesen des Hundes setzt sich zusammen aus Temperament, genetisch bedingten Eigenschaften, erworbenen Fähigkeiten, charakterlichen Eigenschaften und den trieblichen Eigenschaften.

Typen:
•Melancholiker (schwacher Typ)
•Choleriker (starker, unausgeglichener, leicht erregbarer Typ)
•Sanguiniker (starker, ausgeglichener, beweglicher Typ)
•Phlegmatiker (starker, ausgeglichener, träger Typ)



Der Melancholiker ist schwermütig, traurig und zu Pessimismus geneigt.
Nach Pawlow führt beim melancholischen Hund die Angst zu Meideverhalten. Der Hund ist nicht daran interessiert, mit einer bestimmten Umgebung oder Situation konfrontiert zu werden. Er hält stärkere Beanspruchung nicht aus und ist häufig unberechenbar. Angstbeisser. Diese Typen haben ein begrenztes Lernvermögen und sind keine Familienhunde.
Ein solches Tier braucht Behutsamkeit und Geduld. Eine positive Beeinflusung ist nur von einem ruhigen, ausgeglichenen und geduldigen Menschen möglich.

Der Choleriker ist schwierig in der Erziehung, Eingewöhnung und Ausbildung. Er gehört in Hände erfahrener Hundeleute. Dieser Typ ist stark, wenig ausgeglichen und somit nicht immer berechenbar. In Konfliktsituationen kann er aufbrausend aggressiv erscheinen.
Das Gefährliche am Choleriker ist nicht der Hund selber, sondern in erster Linie die Haltungs-, Umgangs- und Erziehungsumstände, mit denen er sich konfrontiert sieht. Eine Bereitschaft zu absoluter Konsequenz und gewisser Härte ist gefragt.

Der Phlegmatiker gewöhnt sich schnell ein und ist ein unkomplizierter Hund. Er hat zwar eine gewisse Sturheit, doch die ist handelbar. Für Leistungssport ist er nicht zu haben, er hat schnelle Reiz- und aktionsspezifische Ermüdung. Manchmal hat er einfach keine Lust.

Der Sanguiniker steht zwischen dem starken, lebhaften Choleriker und dem starken, trägen Phlegmatiker. Er ist ausgeglichen, weitgehend berechenbar und für nahezu alle Varianten der Hundehaltung geeignet. Er ist ein guter Gebrauchshund und umgänglicher Familienhund. Er kann sehr schnell umschalten in seinen Reaktionen. Der Sanguiniker lässt sich sehr gut in Erregung versetzen und daraus wiederum rasch in die Ruhephase
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#9
cool..ich hab zwei sanguiniker...

sollten diese "sangis" nicht das ideal des sporthundes sein (ich lass den begriff "gebrauchshund" absichtlich weg) ?
LG, Birgit und Chaotenrudel



Neid ist der Ärger über Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude...
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