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Hasenpest im Raum Konstanz ! Hunde anleinen, Kadaver nicht anfassen
#1
Konstanz (aho) – Bei einem im Raum Möggingen tot aufgefundenen Feldhasen wurde die Hasenpest (Tularämie) festgestellt. Das teilte heute das Landratsamt mit. Der Feldhase wurde von einem umsichtigen Jäger gefunden und über das Veterinäramt zur Untersuchung eingeschickt.

Bei der Tularämie handelt es sich um eine durch das Bakterium “Francisella tularensis” hervorgerufene, bei wildlebenden Hasenarten und Nagetieren sporadisch auftretende Infektionskrankheit. Die Krankheit kann auch auf Menschen und Hunde übertragen werden. Hunde sollen deshalb an der Leine gehalten werden – Menschen und Jäger sollten engen Kontakt mit infizierten Tieren vermeiden, so das Landratsamt.

Die beim Hasen aus Möggingen festgestellte Unterart des Bakteriums verursacht allerdings beim Menschen in der Regel nur lokale Infektionen der Haut oder der Schleimhäute.

Daher sollten kranke oder tot aufgefundene Hasen oder Kaninchen nicht angefasst, sondern der Jagdrevierinhaber (z. B. über die Gemeinde) informiert werden. Der Jäger sollte das Tier mit Handschuhen aufnehmen und verpackt (z.B. in einer Plastiktüte) beim Veterinäramt des Landratsamtes zur Untersuchung abgeben.

Das Vorkommen der Tularämie bei Feldhasen ist nichts Ungewöhnliches. Sie ist in Deutschland und Europa verbreitet. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2009 sechs Fälle von Hasenpest nachgewiesen. Erkrankungsfälle beim Menschen sind äußerst selten, so das Landratsamt in Konstanz.
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#2
In dem Zusammenhang sollte erwähnt werden dass neben der Auwaldzecke, welche bei den Hunden Babesiose übertragen kann, inzwischen auch die Reliktzecke...

http://www.morgenweb.de/nachrichten/foto...82979.html

...bei uns gebietsweise heimisch geworden ist (bisher nachgewiesen in Brandenburg), welche als Überträger der Hasenpest auf den Menschen gilt. (Die Klimaveränderung lässt grüssen.)

Die Hasenpest ist übrigens gar nicht so harmlos für den Menschen. Zwar ist die Gefährdung zu erkranken relativ gering wenn man ein erkranktes Tier berührt, aber beim Ausnehmen geschossener Tiere ist eine Infektionsgefahr bis hin zum tödlichen Ausgang relativ groß. In Deutschland hat es dadurch unter Jägern schon mehrere Todesfälle gegeben.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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