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Fährte Korrektur
#1
Hallo,

ich habe vor c.a. einem Jahr eine Hündin "gebraucht" übernommen, sie war damals drei. wir kommen prima miteinander klar, wenn die Fährte nicht wäre.

Als ich sie übernommen habe, hat sie das Fährtentaferl regelrecht gemieden, inzwischen freut sie sich auf die Fährte, ist eigentlich recht schnell gegangen.

Die Fährtenarbeit selbst ist gut und recht sicher, etwas zu schnell und natürlich macht sie auch ab und an Fehler. Jetzt das Problem: ich kann die Hündin nicht über die Kette korregieren, ein kleiner Zupfer und sie bleibt stehen, hebt den Kopf und nimmt trotz reiner Futterfährten die Arbeit nicht mehr selbstständig auf. Weiter reagiert sie auf Einflüsse von außen, weniger die mitgehenden Personen, Geräusche wie eine raschelnde Jacke, Papier oder ein klimpernder Schlüsselbund. Sie bleibt stehen, hebt den Kopf bis hin zum zurück Kommen.

Ich dachte, ich versuche es mit einem Fährtengeschirr. Aber Einwirkungen mit dem Brustgeschirr, oder der Fährtendecke sind eher schwierig, da die Leine ja am Rücken eingehenkt wird, bei einer zweiten Korrekturleine habe ich wieder das oben geschilderte Problem. Böttcher-Geschirr kenne ich nur in der Theorie, habe noch nicht damit gearbeitet und kenne auch niemanden, der das tut.

Einwirkungen in UO oder Schutz sind problemlos.

Vielen Dank für euren Rat!

Wäre echt schade, wenn wir uns die ansonsten sehr guten Leistungen auf der Fährte zunichte machen und gar die Prüfungen nicht bestehen.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#2
hallo chacko!



mein ausbildungsschnauzer hat das gleiche problem gehabt. bei einwirkungen hat sie den kopf hochgenommen und sich blümchen und schmetterlinge angesehen..

nach der umstellung auf das böttger-geschirr (einfach drum und los,gar kein ding) kann ich nun auch mal einwirken, ohne dass der hund meidig wird, aber die einwirkungen annimmt..

bei dem schnauzer ist es aber auch so,dass sie sie recht gut an der leine läuft und recht sensibl auf rucke reagiert,das kommt vom züchter..

ich lasse kiss (schnauzer) nun auch mal etwas an der straffen leine ziehen und rucke auch einfach mal so ein kleines bisl zur desensibilisierung..ich denke,da besteht ein zusammenhang mit der einwirkung auf der fährte,also versuch es ruhig mal mit einem böttger-geschirr..bei meiner kiss hat es sehr gut funktioniert. wir haben innerhalb von 4 wochen gute fortschritte erzielt, da sie nun kontinuierlich sucht und sich nun nicht mehr permanent hinlegt oder einfach stehen bleibt...

viel erfolg!

lg,birgit und rudel
LG, Birgit und Chaotenrudel



Neid ist der Ärger über Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude...
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#3
Danke,

Ich habe eben die Hoffnung, dass ein Böttger-Geschirr auf eine Art und Weise einwirkt, die die Hündin nicht kennt und somit nicht negativ vorbelastet ist.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#4
Zweiter Mann/Frau, zweite Leine. Hundeführer ist nur am Ansatz und an den den Gegenständen aktiv. HF führt den Hund an lange Leine und alles andere ( Lob und Tadel ) macht der zweite HF der immer neben dem Hund geht. Hat sich der Hund an diese Ausbildung gewöhnt, wird alles gut. Falls dich dieser Weg interessiert dann melde dich und ich werde dir näheres dazu erklären.


Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#5
Genauso ist die Hündin ausgebildet worden. Zweiter Mann, zweite Leine, diese Leine im Stachel und dann hat es richtig Zoff gegeben.

Sicher läuft deine Methode etwas anders ab, aber ich bin sicher, wenn damit wieder anfange weckt das in der Hündin ganz schlechte Erinnerungen.

Daher hat die Hündin auch zum Teil schon einen Konflickt wenn jemand neben ihr her geht.

LG Chaco
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#6
Ich denke du wirst sie an die Ablenkungen (Mensch neben ihr etc.) gewöhnen müssen indem das halt hundertfach passiert, aber eben nix passiert - ausschleichen. Da ist auch ein Jahr gar nichts an Zeitraum.
Wieso musst Du überhaupt einwirken bei ihr? Nachdem sie auf Leine so reagiert, egal woher würde ich genau das lassen und nur mit Stimme arbeiten bzw. über die Fährte an sich.

tschau Anja
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#7
Chaco,index.php?page=Thread&postID=74924#post74924' schrieb:Genauso ist die Hündin ausgebildet worden. Zweiter Mann, zweite Leine, diese Leine im Stachel und dann hat es richtig Zoff gegeben.

Schade das es falsch gemacht wurde, eigentlich ist es eine absolut sichere Methode die noch dazu für den Hund recht angenehm ist weil keine Gewalt angewendet wird und er nicht durch den HF gestört wird.


Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#8
Leine kurz, Du bleibst max. 3-4m hinter der Hündin, und wenn sie Mist baut, korrigier sie halt verbal.

Lange Leine erst wenn sie sicher und vernünftig sucht.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#9
Verbale Korrektur höhrt sich gut an!

Ich wirke eigentlich nur ein, um das Tempo zu drosseln. Fehler macht sie sonst eher wenig (ehrlich) und ich habe sie auch schon soweit, dass sie sich selbst korregiert. Schaft sie es nicht bleibe ich einfach stehen, dann bricht sie aber oft das Fährten ab.

Zur Zeit nur reine Futterfährten mit einem regingem Abstand zum Hund.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#10
Chaco,index.php?page=Thread&postID=74965#post74965' schrieb:. Schaft sie es nicht bleibe ich einfach stehen, dann bricht sie aber oft das Fährten ab.
Und dagegen hilft: einfach stehenbleiben und Kontakt zum Hund vermeiden. Unser gern suchender (!) Rüde hatte mal eine kurze Rüpel-Phase, da standen wir Anfangs auch mal so schlappe 10min stumm auf dem Acker rum und haben uns Wölkchen angeschaut. Hund versuchte: stehenbleiben, hinsetzen, hinlegen, anstarren, Fuß setzen usw.... und irgendwann nahm er zögerlich die Nase auf die Fährte und wurde gelobt. Bei Futterfährten finden sie ja dann auch allsbald eine Bestätigung. Die Phase dauerte nur ca 3-4 Fährten, bis er begriffen hatte, der Weg vom Acker geht nur über die Fährte Wink
VG Astrid

Man lebt ruhiger, wenn: - man nicht alles sagt, was man weiß, - nicht alles glaubt, was man hört und - über den Rest einfach nur lächelt.
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