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Fährtenproblem
#1
Hallo zusammen,

ich habe mit meinem Hund ein ernstes Problem in der Fährte. Ich habe ganz normal mit ihm angefangen step by step mit leckerlie in jedem Fusstritt. Irgendwann habe ich dann nur noch jeden 3, dann jeden 5 usw. Dann sah es auch sehr gut aus. Leider musste ich jetzt doch feststellen, dass er keine Verknüpfung hat. Daher trift er die Winkel auch nicht. Es ist mehr ein Stöbern und kein Suchen.

Wahrscheinlich liegt das Problem daran, dass er nicht wirklich auf Belohznung oder Bestätigung über Futter abfährt. Daher möchte ich jetzt umsteigen und mit Trieb in der Fährte arbeiten.

Wie würdet ihr das aufbauen? Hatte jemand von euch vielleicht auch schonmal einen solchen Fall?

MfG

Oli
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#2
Hi Olli,

könntest Du etwas über Deinen Hund mitteilen?
Alter, Temprament, Spiel- Beuteverhalten, Fressgewohnheiten, Dauer des Aubauversuches usw.

Was meinst Du mit: "...über Trieb in der Fährte aufbauen..?"

freundliche Grüße
Iwan1
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... [Bild: smilie_happy_288.gif] (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
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#3
Oli,

dir stehen da verschiedene Wege offen:
1. Jackpott am Ende
2. umstellen auf Schleppen
3. Döschenmethode nach Föry
4. oder Bälle vergraben

Aber bevor du umstellst, solltest du genau wissen, warum der Hund die Verknüpfung nicht gemacht hat. Ist das Leckerchenfressen wirklich der Grund?
Lag es daran, dass er mit schauen immer Erfolg hatte (flurschaden getrampelt und rosa leuchtende Würstchen auf braunem Acker)
Dass du die Leckerchen ungünstig im wind hattest
dass du ihn einfach hast machen lassen ohne "Führung"
hast du ihn immer an den LEckerchen "ausgebremst" nur damit er es frisst
hast Du selber nicht gewusst wo Deine Fährte war und er Hund musste sich immer alles erkämpfen und kam zum ziel

wenn einer dieser Punkte hier zutrifft, dann liegt es an Dir und eine Umstellung wäre nicht unbedingt nötig, denn auch bei der Triebziel / Jackpott-Varianten musst du darauf achten.
Ich habe auch einen Nicht-Fresser - er hat einfach nichts auf der Fährte gefressen, weil er beim Arbeiten darauf keinen Bock hatte. Schleppen war das richtige für ihn.
mit Ball brauchst du ein Hund, der optimal umstellen kann (spiel dann Ruhe und Konzentration)

Lg
Nicole
Nicole & Paros & Puschka
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#4
@ Iwan

DSH-HZ-Rüde, 18 Monate alt, Totaler Spiel-und Beutehund, Fressen macht er nur nebensächlich. Auf dem Platz spuckt er sogar die Leckerlies aus und will das Bringsel, Ball oder sonst was...

Mit Trieb in der Fährte meinte ich das so, dass er ein Triebziel hat, wofür er auch arbeiten will (Ball oder so), denn ich denke nicht, dass er für die Leckerlies richtig gerne was machen will und dann auch mit eifer dabei ist.

@happynic

Leider trifft keines der Sachen zu :crying:
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#5
Hi Olli,

danke für die zusätzlichen Angaben.
Ich finde es gut, wenn man sich im Vorfeld Gedanken zu einem Ausbildungskonzept macht, was auch auf den zutreffenden Hund passen könnte. Denn ständiges Wechseln zwischen den Aufbauarten ist nie günstig.
So wie Du Deinen Hund charakterisiert hast und auch unter Berücksichtigung des Alters, würde ich mir schon überlegen, ob Du bei "Triebarbeit" im Aufbau nicht mit dem Gaspedal bremsen willst...denn Triebaktivitäten müssen auch "gehändelt" werden...
Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit triebigen Hunden im Fährtenaufbau mit Schlepp- Tupffährten am Anfang gemacht, mit dem Ziel, dass das Triebziel die Fährte ist - ohne Futter in der Fährte -.
Da Dein Hund nicht "bekloppt" auf Fressen ist, ansonsten jedoch sehr aktiv veranlagt ist, bietet sich dieser Aufbau an, die trieblichen Aktivitäten in der Lernphase im unteren Level zu halten.
Aber es kommen bestimmt noch genügend weitere, interessante Anregungen hier im Thread...
Sollten Dich Einzelheiten meines Aufbaues interessieren, stehe ich gerne zur Verfügung.

freundliche Grüße
Iwan1
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... [Bild: smilie_happy_288.gif] (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
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#6
Wenn Dein Hund mehr stöbert als spurtreu sucht hat das meiner Meinung nach nichts mit zu wenig Trieb zu tun - wenn er zu wenig Trieb hätte, würde er eher das Suchen abbrechen, als zu stöbern. Er hat wohl einfach noch nicht verknüpft, dass er NUR AUF der Fährte sein Futter findet.
Besteht das Stöberproblem "nur" am Winkel oder auch auf der Geraden ?
Wie hast du die Winkelarbeit aufgebaut ?
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#7
Hi Oliver.
Ich glaube es bringt wenig dieses Problem per Ferndiagnose zu lösen. Du solltest mit jemandem Fährten gehen der etwas davon versteht, denn dann kann man auch sehen woran es tatsächlich liegt das er faselt.
Oder geh zu einem Fährtenseminar. Im CC-Mitte (Hirtenbrunnen) hält Helmut Raiser voraussichtlich anfang April eins.
Liebe Grüße
Kati
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#8
Ich kann KatiR nur zustimmen. Jede Ferndiagnose ist für die Füsse. M.E. ist es wie so oft mehr ein Problem der Umsetzung/ des Handlings statt der Methode. Dies kann aber nur im direkten beobachten der Arbeitsweise analysiert werden. Die Idee mit dem Fährtenseminar im CC-Mitte ist sicherlich der erfolgversprechendste Weg.

Gerald
Wenige wissen vieles; niemand weiß alles -
und doch wollen viele alles besser wissen.
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss,
um zu wissen, wie wenig man weiß!
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#9
Mich interessiert noch mal der Beitrag von Iwan1...

ich hab bei einer Schleppfährte Angst, dass der Hund die falsche Verknüpfung bekommt und nachher sagt, da wurde nichts langgezogen und deshalb muss ich auch nichts suchen... Besteht die Gefahr nicht???
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#10
LosNerkos,index.php?page=Thread&postID=64485#post64485' schrieb:ich hab bei einer Schleppfährte Angst, dass der Hund die falsche Verknüpfung bekommt und nachher sagt, da wurde nichts langgezogen und deshalb muss ich auch nichts suchen... Besteht die Gefahr nicht???

...die Gefahr, dass in der Ausbildung etwas schief läuft, besteht immer. Ursache ist aber selten die Ausbildungsart. Vielmehr sind die Fehlerquellen meistens beim Hundeführer zu suchen. Grunsätzlich besteht die Gefahr nicht, wie Du sie in Deiner Frage geschildert hast - im Gegenteil!

Es ist sicherlich richtig, dass man hier im Forum aus der Ferne keine "Kochanleitung" oder ein Patentrezept für die Ausbildung seines Hundes erhalten kann.
Hier tut praktische Anleitung vor Ort Not!!! Auch die Teilnahme an einem Seminar ist ohne Zweifel sehr zu empfehlen - aber da Du später wieder selbst mit Deinem Hund im Acker stehst, ist der Erfolg mit einem Seminarbesuch nicht grenzenlos. Das Erlernte muss erst mal in Erfahrung umgesetzt werden...und wenn dann mal die Bilder nicht so aussehen wie Du sie auf dem Seminar erlernt und gesehen hast, ist guter Rat teuer.
Das günstigste ist für jemanden ohne große Erfahrungen immer die gemeinsame, kontinuierliche praktische Arbeit mit erfahrenen Leuten zusammen.

Aber Du hast hier nicht nach Ausbildungstipps und Ratschläge zur Fährtenarbeit Deines Hundes gefragt, sondern nach gemachten Erfahrungen mitlesender Hundsportler als Diskussionsbeitrag und gebeten diese mit zu teilen.

Hierzu kann ich Dir einen etwas älteren Thread empfehlen
[size=12]LINK [/size] , in welchem die verschiedensten Fährtenarbeiten "kontrovers" diskutiert wurden -auch die der Schleppfährtenarbeit stand auf dem "Prüfstand".

Viel Spaß
freundliche Grüße
Iwan1
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... mindestens 1 IQ mehr zu haben als sein Hund, erleichtert die Hundeausbildung ungemein... [Bild: smilie_happy_288.gif] (Zitat: weiß nicht, aber wahr...)
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