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chronische Pankreatitis
#1
Hallo,

mein Hund (Schäferhündin 3 1/2 Jahre) setzt seit einiger Zeit große Mengen an weichem Stuhl ab. Ausserdem trinkt sie sehr viel (Uriniert daher auch viel) und sie wird immer dünner. Wiegt jetzt nur noch 27 Kg.

Habe es erstmal mit einer Wurmkur versucht. Aber die Symptome sind unverändert. Ausserdem habe ich das Futter von Bosch Adult auf Mera Dog Active umgestellt, aber auch das ändert nix an ihren Symptomen.War heute beim Tierarzt. Der hat Blut abgenommen (Ergebniss ist noch nicht da). Ausserdem wird Stuhl eigeschickt und ich habe eine Urinprobe abgegeben die allerdings unauffällig war.

Der TA hat den Verdacht auf eine chronische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung). Jetzt meine Frage: Hat jemand eine Idee was es ansonsten sein könnte? Oder hat jemand Erfahrung mit dieser Erkrankung? Wie ist die Prognose und könnte ich weiter mit ihr Schutzhundsport machen?

Vielen Dank im vorraus

Katrin
Schön ist, was dem Gebrauch dient
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#2
hallo katrin,

mein rüde hatte pakreatitis mit den gleichen sympthomen. der TA meinte, wenns früh genug festgestellt wird, gibt es eine chance auf heilung. so war es dann auch. ich hatte glück! mein rüde bekam zu medikamenten gegen die entzündung verdauungsenzyme mit ins futter (almazyme oder kreon). als futter gabs ein leichverdauliches "lightfutter".
nach ca 1 jahr habe ich sein futter wieder auf normalfutter umgestellt, weil alles wieder im lot war.
gearbeitet habe ich erst wieder, als sein gesamtzustand für längere zeit stabil war, also wieder zugenommen hatte.

gruß yvonne
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#3
Hallo,
die Ergebnisse bestätigen meine Befürchtungen. Es ist jetzt eine chronische Pankreasinsuffizienz festgestellt worden. Tritt bei Schäferhunden wohl leider häufiger auf. Habe von meinem Ta ein Pulver mitbekommen. In diesem Pulver befinden sich Enzyme die mein Hündchen nicht mehr ausreichend produzieren kann. Muss das Pulver ca 20min vor dem füttern dem Futter zumischen. Hoffe mal das sie jetzt wieder ein bissl zunimmt und nicht mehr soviel ausscheidet.
Mein Ta meinte das er bisher gute Erfahrungen damit gemacht hat und das es nur selten einen dramatischen Verlauf nimmt. Diese Krankheit heilt leider nicht mehr aus, da das Organ schon atrophisch ist.
Würde mich aber noch über ein paar Erfahrungberichte freuen.

Mfg
Katrin
Schön ist, was dem Gebrauch dient
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#4
Hallo Kartin

Wir haben leider schon die zweite Hündin mit einer chronische Pankreasinsuffizienz. Beide haben ein Pulver namens Pankreatin erhalten. Dessi hatte die Krankheit schon als wir sie im Alter von 1.5 Jahren übernomen haben. Leider hatte Sie auch eine Lebererkrankung und wir mussten Sie mit 7 Jahren erlösen. Medusa hat die Krankheit erst im Alter von 8 Jahren bekommen. Sie kommt das Pulver und wird Roh ernährt. Sie ist für Ihre 11 Jahre fit. Sobald sich der allgemein Zustand Deiner Hündin normalsiert hat, würde ich mit ihr weiter arbeiten. Ich wünsche Euch alles Gute! Viele Grüsse Karin
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#5
Wir hatten damals auch den Verdacht und Gott sei dank hatte es sich nicht bestätigt .Er hatte nur das Futter nicht vertragen .Wir sind damals auf Marengo umgestiegen da wir im Internet viel gutes von Hundehaltern mit Pankreas erkrankten Hunden hörten , und wir wurden dort auch sehr gut beraten .Ich kann dir das Futter nur ans Herz legen , da es auf reine Naturbasis ist und ohne jegliche Chemie .Du kannst dir dort ja mal Infomaterial zuschicken lassen .Das war sehr Interissant .
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#6
Hi Katrin,

unsere Hündin hatte mit 6 Jahren dieselbe Diagnose. Zuvor war sie bis auf 22 Kilo abgemagert. Wir haben ihr dann für eine Weile Diätfutter vom Tierarzt und zusätzlich Enzyme (Almazyme) gefüttert.

Nach einem halben Jahr hat sie jedes Hundefutter, dass höchstens 10 % Fettanteil hatte vertragen. Auf die Enzyme konnten wir nicht verzichten. Außerdem durfte sie auch keine fettreichen Leckerlis bekommen.

Hundesport hätte sie bis ins hohe Alter machen können wenn sie nicht noch andere Probleme gehabt hätte.

Wir mußten sie mit 10 Jahren erlösen (Cauda Equina und schwere HD). An der Pankreasinsuffizienz ist sie aber nicht gestorben. Solange wir bei der Fütterung aufgepaßt haben, ging es ihr in dieser Hinsicht immer gut.

Kpof hoch, bei entsprechender Fütterung geht es Deiner Hündin bald wieder gut.

Gruß

Martina
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#7
Vielen Dank für Eure Antworten. Die machen einem doch richtig Mut.
Almazyme heißt auch das Pulver was ich zumischen muss. Sie hat heute immerhin schon mal wieder 28,2kg auf die Waage gebracht :mod: und ist auch wieder um einiges aktiver.
Was kann ich ihr denn für Leckerchen geben? Mir gehts vor allem um die Fährte. Habe ihr sonst immer Wurststückchen gegeben, aber das ist nun ja wohl hinfällig. Schmecken tut ihr alles.

Mfg
Katrin
Schön ist, was dem Gebrauch dient
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#8
Kisu,index.php?page=Thread&postID=44856#post44856' schrieb:Was kann ich ihr denn für Leckerchen geben? Mir gehts vor allem um die Fährte. Habe ihr sonst immer Wurststückchen gegeben, aber das ist nun ja wohl hinfällig. Schmecken tut ihr alles.

Puten-Wiener und gebratene Leberstückchen waren bei uns ein prima Ersatz.

Liebe Grüße

Rita
Die Hoffnung stirbt zuletzt
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#9
Meine Hündin litt leider auch unter der chronischen Pancreasinsuffizienz. Sie sah bevor es endlich diagnostiziert wurde fürchterlich aus, 10 kg abgemagert! Ich habe mir beim Metzger, später beim Schlachthof über eine Freundin, frische Bauchspeicheldrüse vom Rind oder Kalb (je nachdem, was es gerade gab) besorgt. Dies habe ich klein geschnitten und portionsweise ( zwei Hände voll) eingefroren. Die Portionen habe ich nach dem Auftauen in einer Küchenmaschine, die nur nur hierfür bestimmt war - es war ein billiger (25,- Euro) Häcksler, zu Brei zerkleinert, in eine Tupperschüssel gefüllt und je zwei Esslöffel unter das Futter gerührt. Eine Portion hat für ca. 4 Mahlzeiten gereicht. Ich habe es wie beim Pancrex 20 - 30 min. stehen lassen und danach gefüttert.

Die Hündin hat das Futter so besser vertragen und außerdem habe ich Hunderte an Euro gespart.

Vielleicht hast Du auch die Möglichkeit an frische Bauchspeichekdrüsen zu kommen, ich kann es wirklich empfehlen.

Normale Leckerli hat sie übrigens ohne weiteres vertragen, ebenso mal ein Snack zwischendurch, bzw. Wienerle o.ä. auf der Fährte.
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#10
Hi Katrin!

Ich weiß ja nicht, wie viel du über Pankreasinsuffizienz weißt, also hier mal kurz was von der medizinischen Seite:

Das Pankreas stellt Verdauungsenzyme zur Verfügung, die im Verdauungskanal dem 'Nahrungsbrei' zugesetzt werden und die Bestandteile so weit aufspalten, dass sie vom Körper aufgenommen werden können. Fehlen diese Enzyme, sind die Nahrungsbrocken zu groß, um durch die kleinen Kanälchen in der Darmwand aufgenommen werden zu können. Die Folge sind dann Mangelerscheinungen beim Tier, Abmagerung und vor allem die große Menge dünnbreiigen sauer-riechenden Kots.

Die Behandlung dieser Erkrankung muss also darauf abzielen, die Aufspaltung der Nahrung zu ermöglichen!

Dazu sollte man hochverdauliches Futter mit moderatem Fettgehalt füttern und in der Regel Pankreasenzyme zusetzen. Falls dies nicht ausreicht, gibt es auch noch die Möglichkeit, das Futter extrakorporal (außerhalb des Körpers) vorzuverdauen: 1 g Pankreatin auf 100 g Futter - gründlich mischen - 4 Stunden bei Raumtemperatur oder 24 Stunden im Kühlschrank einwirken lassen (Gerüchsveränderung möglich!). Dabei sollte man auf jeden Fall auf die reichliche Zufuhr von essentiellen Fettsäuren, Zink und fettlöslichen Vitaminen achten! Schön wäre es, den Hund dreimal täglich zu füttern, ist aber wohl meistens unpraktikabel. Bei abgemagerten Hunden bis zum Erreichen des Normalgewichtes zunächst 20-30 Prozent über Erhaltungsbedarf füttern.

In schweren Fällen sollte man eine spezielle Mischung füttern aus Speisequark, Öl, Eigelb, ... (Rezept könnte ich besorgen)

Anstatt der Enzyme kann auch Pankreas direkt verfüttert werden. Darin sind ebenso Enzyme, die genutzt werden können. Hier sollte man allerdings nur zum Schlachter seines Vertrauens und sich vorher auch noch mal erkundigen, in welchen Mengen zugefüttert werden sollte.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen!

LG, capper



:k: : Die Pankreasenzyme sind übrigens auch der Grund, warum man nicht plötzlich auf ein neues Futter umstellen sollte! Die Zusammensetzung der Nahrung bestimmt, welche Enzyme produziert werden müssen, um alles aufschliessen zu können. Gibt man von einem Tag auf den anderen ein neues Futter, können die bisherigen Enzyme nichts ausrichten, da sie für diese Zusammenetzung nicht bestimmt sind. Also muss das Pankreas erst nachprüfen, was nun für Enzyme benötigt werden und dann die Produktion dieser ankurbeln. Das dauert allerdings ein paar Tage bis die Enzymproduktion komplett angepasst ist!!! In der Zeit kann die Nahrung nicht vernünftig verdaut werden und der Hundhat Durchfall!
real doctors treat more than one species!!!
cand. med. vet. capper
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