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Tragen der Beute im SD
#1
Hallo miteinander. Wir hatten heute im Verein beim SD-Training eine Diskussion über das Tragen der Beute, nachdem der Hund den Hetzarm vom Helfer bekommen hat. Einige legen Wert darauf, dass der Hund die Beute ruhig trägt, dann wird der Hund gestellt und man versucht weiter Ruhe in die Situation zu bekommen. Andere Vereinskameraden sind der Meinung, dass der Hund, wenn er dann den Hetzarm bekommen hat, damit machen kann was er will (unruhiger Griff, Schütteln, usw.). Wie geht Ihr in dieser Situation vor, bzw. wie ist Eure Erfahrung?
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#2
Ich mache es vom Hund abhängig!
Mein Letzter hat nicht getragen, war der Helfer weg, war der Ärmel uninteressant.
Aber unruhigen Griff würde ich nicht haben wollen.
Schütteln ist Ansichtssache. Würde ich, je nach Hund evtl. zulassen.
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#3
Schütteln wäre mir persönlich noch egal. Unruhiger Griff nicht.
Meiner trägt mit ruhigem Griff, aber nur beim Laufen.
Bleibe ich stehen, lässt er ab und hofft aufs weitermachen. Erst nach 4-5 anbissen hält er auch im stehen/sitzen. Wichtig ist mir aber generell, das der Griff ruhig bleibt.
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#4
Der Griff muss am Helfer passen...

Soll der Erhalt des Ärmels als eine Art Bezahlung für gutes Verhalten am Helfer dienen, so verringert sich m.M. nach eher der Wert der Bezahlung, wenn ich bestimme, was der Hund danach damit zu tun hat. Mit Pech beginnt der Hund dann dort mit knautschen und umsetzen, wo ich nicht an ihn ran komme...

... am Helfer...

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#5
Hallo
@ Tinka, ich sehe das ein wenig anders. Ich muss daraus ja kein Zwangsapport machen aber ich erwarte auch das der Hund ruhig trägt .
Warum ?
Weil er Beute gemacht hat und sich dann auch so verhalten soll . Ich kann den Hund auch ohne Druck dazu kriegen ruhig zu tragen .

Es gibt eine Ausnahme ( aus meiner Sicht ) , der wehrige Hund der kein Interesse am Arm hat , der nicht tragen möchte aber am Helfer einen ruhigen festen Griff macht. Der müsste bei mir nicht tragen, der darf wenn der Arm geschenkt wurde diesen Ausspucken und den Helfer beobachten ( natürlich dann abgesichert). Knautschen und den Arm vergewaltigen darf er trotzdem nicht.
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#6
Hallo,

ich habe noch nie einen Hund kennen gelernt, der durch die Ausbildung, einen Ärmel ruhig zu tragen und zu halten, dieses Verhalten auch auf den Helfer umgesetzt hat.

Andererseits kenne ich genug Hunde, die am Helfer ruhige und harte Griffe setzen, nach dem Schenken aber "wilde Sau" spielen.

Das eine hat mit dem anderen Nichts zu tun und sind für den Hund zwei völlig unterschiedliche Dinge. Wenn man als Hundeführer auf das ruhige Halten besteht, macht man nach meiner Ansicht mehr kaputt als es nützen kann. Man baut sich da u. U. Konflikte rein, die der Hund auch dann ins Beißen am Helfer bzw. in die Zusammenarbeit mit dem Hundeführer mitnimmt.

Kurz: Es ist mir völlig egal, was der Hund mit dem geschenkten Ärmel macht, und bisher habe ich noch keine negativen Effekte auf die Arbeit am Helfer feststellen können. Wenn der Hund ruhig hält, fördere ich das, weil es angenehmer ist zu arbeiten und auch "materialschonender" ist... wenn der Hund sich dafür nicht anbietet, verschwende ich keine Energien darauf. Ich lasse den Ärmel dann schneller abnehmen, weil ich keine Lust habe ständig neue Überzüge zu kaufen... das ist aber auch das Einzige.

Wenn der Hund gewinnt, dann gewinnt er und kann dann machen was er will... das gehört zu einem "Gewinner". Nehme ich ihm da etwas von seinem Freiraum, mindere ich seinen "Gewinn"....

Wie gesagt, meine Meinung und meine Erfahrung.

Viele Grüße

Sören
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#7
@ schwamm

der wehrige Hund...

wenn es ein Hund braucht, dass er über den Beutegewinn erstmal Energie ablassen muss, dann ist das für mich normal.

Den Hund, den Du als wehrig bezeichnest, der muss nicht unbedingt aus dem Motiv, welches ein Wehren erfordert, reagieren.

Oftmal spielt da viel eher Ressourcenverteidigung eine Rolle, wenn der Figurant Beutekonkurrent ist, das auch so aufgebaut.

Bewußt oder unbewußt...

Viele Hunde hören mit dem Spucken oder Griffänderung oder umsetzen
am Ärmel auf, wenn sich der Helfer nach dem Gewinn aus dem persönlichen Bereich des Hundes zurückzieht... also meidet.

Ansonsten bin ich da zu 100% Sörens
Ansicht.


Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#8
Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25839-Tragen-der-Beute-im-SD/?postID=178440#post178440 schrieb:Das eine hat mit dem anderen Nichts zu tun und sind für den Hund zwei völlig unterschiedliche Dinge. Wenn man als Hundeführer auf das ruhige Halten besteht, macht man nach meiner Ansicht mehr kaputt als es nützen kann. Man baut sich da u. U. Konflikte rein, die der Hund auch dann ins Beißen am Helfer bzw. in die Zusammenarbeit mit dem Hundeführer mitnimmt.

Genauso sehe ich das auch.
Meine aktuellen Hunde rennen erst mit dem Ärmel ne Runde und kommen dann mit der Beute zu mir, setzen sich neben mich und fahren runter. Ich streichel sie dann ruhig und lasse sie den Moment genießen. Greife ich dann ins Halsband, spucken sie den Ärmel und es geht weiter. Mit unserem DSH Ice ging das Laufen mit Beute nicht, der versuchte sich den Ärmel immer weiter ins Maul zu schieben, indem er den Arm auf den Boden aufsetzte und nachschob (obwohl er eh schon fast daran erstickte Wink ). Ihn konnte man neben sich halten und dann hielt er ruhig bis zum Aus.
Manche Hunde wollen das nicht, sie wehren sich dann gegen das Halten und das sehe ich kontraproduktiv, weil das Verhältnis zwischen Hund und HF gestresst wird.
LG
Nora
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#9
separatorhund,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25839-Tragen-der-Beute-im-SD/?postID=178429#post178429 schrieb:Wie geht Ihr in dieser Situation vor, bzw. wie ist Eure Erfahrung?

gerade heute spielt der griff,die fülle , die ruhe im griff und das halten bis in die endphase(aus)eine große rolle bei der beurteilung.
nicht nur deshalb ist es wichtig das der hund in der beute auch seine ruhe finden kann.

tragen und halten sind doch nur hilfsmittel mit dem ich den zustand im hund verändere.

tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25839-Tragen-der-Beute-im-SD/?postID=178441#post178441 schrieb:wenn es ein Hund braucht, dass er über den Beutegewinn erstmal Energie ablassen muss

z.b. dann gebe ich ihm die möglichkeit das durch bewegung zu tun,und laß ihn sich nicht am ärmel austoben.macht für mich mehr sinn.
deswegen ist er nicht weniger sieger.und ich lenke auf diesen weg schon mal verhalten in geregelte bahnen.

Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25839-Tragen-der-Beute-im-SD/?postID=178440#post178440 schrieb:ich habe noch nie einen Hund kennen gelernt, der durch die Ausbildung, einen Ärmel ruhig zu tragen und zu halten, dieses Verhalten auch auf den Helfer umgesetzt hat.

grundsätzlich bin ich der meinung das griff und griffverhalten von der genetik bestimmt werden.
trotzdem kenne ich genug wo durch entsprechende arbeiten tragen und oder halten,auch durch klickern (ausbilden von technik)und so erlerntes verhalten am helfer umgesetzt haben.

hält sicherlich nicht bei allen aber da gibts schon möglichkeiten verändrungen herbei zu führen.

mfg erwin
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#10
Ich habe die Frage so verstanden, ob man das Beuteln nach dem Schenken zulassen sollte oder nicht.

Die Frage hatte für mich nicht den Bezug, dass es jetzt um ein allgemeines Griffproblem am Helfer geht...

Am Helfer würde sich dann die Frage stellen, ob es ein technisches, oder
ein Einstellungsproblem des Hundes gibt.

Aber die Frage war m.M. nach nicht gestellt.

Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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