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Durchfall bei alter Hündin
#1
Hallo an alle,

ich habe mich lange gesträubt, aufgrund des manchmal "komischen" Meinungsaustausches, hier meine Fragen loszuwerden, aber ich versuchs halt mal möchte bitte nur ernstgemeinte, hilfreiche Tipps und Hinweise.

Meiner mittlerweile 13-jährigen DSH-Hündin geht es an und für sich, Alters entsprechend, gut. Allerdings bekommt sie seit ca. einem dreiviertel Jahr in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Durchfall. Sie bekommt natürlich altergerechtes hochwertiges Futter und frisst auch beim Gassi gehen nicht irgendwelchen Dreck. Für mich ist somit die Durchfallerkrankung unerklärlich. Nach meiner Behandlung mit medizinischer Kohle und einer ca. 3 tägigen Reisschleim Diät geht es ihr gewöhnlich besser.

Kann der Durchfall tatsächlich nur altersbedingt sein?
Kann man irgendwie vorbeugen?
Ich habe mich schon mit Propolis beschäftigt, aber keinerlei Erfahrung damit. Kann mir bezüglich Propolis jemand eigene Erfahrungen und Hinweise geben?

PS: Natürlich wurde die Hündin bereits mehreren Tierärzten vorgestellt, die allerdings auch nur teure Darmregulierende Medikamente gaben.
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#2
Im Herbst 2012 hatte mein Jungrüde von einem Tag auf den anderen fürchterlichen Durchfall.
Durch Zufall las ich hier damals von diesem Rezept der "Möhrensuppe". Fantastisches Rezept! Wirkte praktisch über Nacht.

Möhrensuppe bei Durchfall des Hundes

500g geschälte Karotten in einem Liter Wasser 1 ½ Stunde kochen, durch
ein Sieb drücken oder im Mixer pürieren. Die Gesamtmenge auf einen Liter
Wasser auffüllen. Drei Gramm Kochsalz (ein knapp gestrichener
Teelöffel) hinzufügen. Fertig - Ich nehme meist 1 Kilo Möhren und
verdoppel die Wassermenge dementsprechend

(Und so wird die Suppe zubereitet: 500 g geschälte Karotten in einem
Liter Wasser eine Stunde kochen, dann durch ein Sieb drücken oder im
Mixer pürieren, mit gekochtem Wasser wieder auf einen Liter auffüllen
und drei Gramm Kochsalz zugeben.)

Für Hunde kann man die Zubereitung ändern indem man zusammen mit den
Möhren ein Suppenhuhn oder ein paar Hühnerschenkel mit kocht. Wenn sich
oben auf der Suppe Fett absetzt kann man dieses abschöpfen oder mit
einem Stück Küchentuch absaugen. Nach dem Kochen das Hühnerfleisch von
den Knochen lösen und erst mal in den Kühlschrank stellen. Anschließend
die Suppe so zubereiten wie Dinah beschrieben hat und am ersten Tag pur
verfüttern. Am nächsten Tag kann man bereits etwas von dem gekochten
Huhn pürieren und in die Möhrensuppe geben.

Viele Hunde, die die Möhrensuppe nach dem Originalrezept nicht mögen, fressen die "Hühnervariante".

Auch in der Humanmedizin wurde dies empfohlen http://http://www.aerztezeitung.de/mediz...legen.html

mfg Chris
"Alle klugen Menschen wissen, dass die Wahrheit nicht die Hauptspeise ist,
sondern nur ein Gewürz dazu"
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#3
Moin,
die Möhrensuppe ist immer ein guter Tipp !
Ansonsten würde ich bei der Hündin mal ein Blutbild machen lassen - Vit. B12 Mangel kann zB Durchfall verursachen. Parasiten sind ausgeschlossen ?
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#4
Oberlausitzer,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25497-Durchfall-bei-alter-Hündin/?postID=174542#post174542 schrieb:Kann der Durchfall tatsächlich nur altersbedingt sein?

Jain. Der Magen/Darmtrakt wird im Alter halt manchmal empfindlich. Ich habe selbst eine Hündin die im November 14 Jahre alt wird. Bis letztes Jahr hatte sie den sprichwörtlichen "Magen eines Pferdes", konnte alles fressen, auch durcheinander (z.B. Frischfleisch mit Trockenfutter gemischt), auch Sachen die sie bisher nicht gewöhnt war hat sie immer sehr gut vertragen. Durchfall war früher eigentlich nie ein Thema bei ihr.

Ende Oktober ist sie dann, zusammen mit ihrer Tochter, während meiner Abwesenheit in den Vorratsraum eingebrochen. Eine ganze Kiste mit diversen Leckerchentüten wurde komplett von den beiden geplündert, zwei ganze Ochsenziemer und diverse andere Trockenkauartikel waren verschwunden (u.a. ca. 10 Rinderohren), jede Menge Äpfel haben gefehlt, und am Trockenfutter hatten sie natürlich auch "all you can eat". Die Beiden haben also richtig schön Party gemacht, waren so kugelrund dass sie kaum noch laufen konnten, haben gegrinst als hätten sie was geraucht 8) , hatten natürlich Durst ohne Ende, und es stellte sich dann postwendend in der Nacht bei beiden Durchfall ein.

Bei der Jüngeren war nach zwei Tagen fasten dann alles wieder in Ordnung. Aber die Ältere hat sich ihre Darmflora damals so richtig ruiniert (an den Trockenkauartikeln sind ja oft irgendwelche Bakterien und/oder Hefen, was die Hunde im Normalfall eigentlich gut wegstecken). Seitdem ist sie extrem empfindlich. Ein Wechsel zwischen Trockenfutter, Frischfutter und/oder Reinfleischdose hat seitdem meist immer Durchfall zur Folge, auch mit Leckerchen der verschiedensten Arten bin ich nach schlechten Erfahrungen sehr vorsichtig geworden. Was ich sehr schade finde, denn die Abwechslung ist meinen Hunden immer gut bekommen.

Mit Propolis wäre ich vorsichtig, das verwende ich zum Wurmprophylaxe. Und etwas zu viel davon kann eine "durchschlagende" Wirkung besitzen.

Was alten Hunden, die mit dem Darmtrakt empfindlich geworden sind, oft hilft, ist Heilerde, täglich zum Futter gegeben. Man muss mit der Menge experimentieren. Meine Tierärztin meint sie hätte mehrere alte Hunde in ihrer Praxis denen das mit Erfolg regelmässig beigefüttert wird. Eine Darmaufbaukur, z.B. mit Symbiopet, kann auch in manchen Fällen helfen dass die Darmflora wieder richtig zusammengesetzt wird.

Die Moro'sche Möhrensuppe ist super, aber halt nur dort wo es um akute Infektionen mit bakteriellen Infektionen geht. Bei regelmässigem oder chronischem Durchfall kann man besser mit geriebenem rohen Apfel (pektinreiche Sorten verwenden) oder mit rohem Sauerkraut versuchen den Stuhl etwas zu festigen. Beides kann man, wenn es der Hund frisst, täglich dem Futter beifügen.

Natürlich spielen auch andere Ursachen im Alter eine Rolle. Einzelne Organe arbeiten ggf. nicht mehr so gut, das Immunsystem ist aus irgend einem Grund nicht mehr so fit etc. Da kann man natürlich in Einzelfällen auch mit Mitteln, die das Immunsystem stärken, Erfolg haben. Meist hilft bei so alten Hunden, wenn sie häufiger Verdauungsprobleme haben, aber eine symptomatische Behandlung über stuhlfestigende Nahrungsmittelzusätze am besten, in Verbindung damit dass man das halt künftig weg lässt, was sie nicht mehr so gut vertgragen.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#5
Moin.
Bei meinem 12jährigen Erko war leichte Nierenprobleme Schuld an Durchfall. Wie bei deiner Hündin auch.......Durchfall ließ sich gut behandeln......kam aber paar Tage später wieder.
Ein umstellen auf ein Getreidefreies Seniorfutter hat endgültige Abhilfe geschaffen.
Erko bekam von mir HappyDog Supreme.
Danach hatte er keinen Durchfall mehr.
LG Silke
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#6
Ich danke euch fürs erste. Da sind schon gute Informationen dabei.

Trine,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25497-Durchfall-bei-alter-Hündin/?postID=174548#post174548 schrieb:.... Parasiten sind ausgeschlossen ?

Ja, Parasiten sind ausgeschlossen.
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#7
Buster hatte im Alter nicht ständig Durchfall aber viel zu weiche Kot.

Heilerde jeden Tag im Essen hat sich das normalisiert.
Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
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#8
Bedenke bitte: Heilerde nicht täglich ins Futter geben! http://www.pawtie.com/heilerde-fuer-hunde/
VG Astrid

Man lebt ruhiger, wenn: - man nicht alles sagt, was man weiß, - nicht alles glaubt, was man hört und - über den Rest einfach nur lächelt.
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#9
Es werden hier leider nur Lösungen vorgeschlagen, um die Symptome zu behandeln. Viel wichtiger wäre doch herauszufinden, woher der Durchfall kommt. Wenn sich der Durchfall nach der 3-tägigen Futterumstellung gebessert hat, steht doch nahe zu vermuten, dass es vielleicht doch am Futter liegt. Was für Futter bekommt Sie denn? Muss ja nicht an der Qualität hängen, sondern möglicherweise an der Struktur. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade ältere Hunde kein extrudiertes Trockenfutter mehr vertragen. Dieses enthält kaum Feuchtigkeit (Restfeuchtigkeit etwa 7%) und die harten "Krümmel" entziehen der Magenschleimhaut Wasser. So wird der Schutzfilm der Magenwand geschädigt. Bei älteren Hunden regeneriert sich dieser nicht mehr so gut und es kommt zu einer Magenschleimhautentzündung. Vielleicht wären Gedanken in diese Richtung sinnvoll.
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#10
Astrid,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25497-Durchfall-bei-alter-Hündin/?postID=174573#post174573 schrieb:Bedenke bitte: Heilerde nicht täglich ins Futter geben! http://www.pawtie.com/heilerde-fuer-hunde/

Wir reden hier über sehr alte Hunde. Wenn bei denen der Magen-/Darmtrakt nach wiederkehrenden Problemen mit täglicher Gabe von Heilerde wieder 100%ig in Ordnung kommt , gebe ich das ggf. so weiter bis ans Lebensende. Über irgendwelche Langzeitschäden, die vielleicht in ein paar Jahren auftreten könnten, mache ich mir bei einem Hund, der kurz vor der Schwelle zum 15. Lebensjahr steht, nicht mehr so wirklich grosse Gedanken.

In anderen Fällen, in denen ich Heilerde bei jüngeren Hunden mit akuten Problemen geben, gebe ich die nicht ins Futter, sondern biete sie pur und trocken ad libidum an. Der Hund nimmt dann soviel davon auf wie er braucht.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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