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Rückentransport
#1
Hallo,
hat jemand die eine oder andere gute Idee für einen schönen Rückentransport? Mein Hund greift gut an, prellt aber leider immer ein bisschen vor. Habe es auch schon ohne Helfer versucht, leider übernimmt sie das dort gezeigte Verhalten nicht in den Schutzdienst.Kommt viel Zwang von mir, guckt sie nicht mehr nach vorne sondern zu mir (obwohl sie das auch nicht wirklich am Vorprellen hindert Wink ). Mit drittem Mann an langer Leine bleibt sie auch schön bei Fuss (schlau ist sie leider auch schon).Also irgendeine gute Idee um den Hund direkt fürs Fussgehen zu bestätigen?
Gruss,Josie
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#2
Also wenn dein Hund auf einen Zwang kein Verhalten zeigt, sprich Position korrigieren und blick stabil Richtung Helfer, würde ich sagen dein Hund hat die Übung nicht verstanden.

Da einen Tipp zu geben, der dir etwas bringt,
ohne dich, deinen Hund, den Aufbau des Rückentransport und eure Arbeitsweise im SD zu kennen ,ist nahezu unmöglich.

MfG Alex
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#3
ich würde dem Hund den Schulterkontakt zum Bein mit Blick nach vorne auf ein HZ nochmal in niedriger Reizlage beibringen, also mit toter Beute, er sollte, wenn das rechte Bein vorne ist, am linken hinten bleiben, später würde ich immer wieder leicht nach hinten und seitlich raustreten aus dem Hund, und die Korrektur des Hundes, das wieder Kontakt machen zum Bein durch Anbiss bestätigen, dann kann ihn auch jemand leicht nach vorne aus der Position ziehen und sobald er versucht zurück ans Bein zu drücken, wieder bestätigen....kann man sehr schön allein vorarbeiten und auch zwischendurch immer wieder mal festigen.

LG-Nadin
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#4
josie,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25417-Rückentransport/?postID=173297#post173297 schrieb:Also irgendeine gute Idee um den Hund direkt fürs Fussgehen zu bestätigen?
meine überlegung dazu:
ist die erhoffte bestätigung des hundes beim rückentransport nicht die beute die ca. 5m vor ihm vom helfer getragen wird? eine triebhandlung geht auch immer in richtung der bestätigung. wenn also der rückentransport überwiegend im angriff des helfers endet, wird das bestreben des hundes dort hin zu kommen auch immer latend bestehen bleiben.

ein guter verstärker für eine handlung (oder übung) kann auch eine neue übung sein. anstatt also den hund für eine richtige positionierung nach vorne durch den angriff des helfers zu belohnen, könnte man mal versuchen dem hund zu lernen, ....bist du richtig positioniert, bleibe ich (HF) stehen (neue übung und 1. belohnung) du setzt dich hin, der helfer tritt vor den hund und läßt ihn dort beissen (2. belohnung).

durch genügend viele wiederholungen bekommt der hund für diese übung ein anderes verständnis. anstatt gedanklich nach vorne zu arbeiten, wird er ein stehen bleiben antizipieren (im besten fall durch richtige positionierung geziehlt provozieren) damit der helfer zunächst einmal sachlich zurück kommt.

läßt sich der hund darauf ein und lernt, kann man mal angreifen und mal stehen bleiben, je nach dem wie sich der hund zeigt.
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#5
Nein, besser gleich mit den richtigen Bildern beginnen, die Idee von Nadin ist für den Hund logischer und deshalb einfacher:

ich Hund kann durch mein Verhalten die Bestätigung, also den Angriff des Helfers, auslösen.
Ich muß nur auf den „Knopf“ drücken, der sich am linken Knie des HF befindet. Das ist dann der korrekte Schulterkontakt.

Ein Clickerhund lernt das extrem schnell in wenigen Minuten, weil er den Click mit richtigem Verhalten verbindet. Der Helfer startet auf Click dann sofort den Angriff. Am Anfang muß sofort bestätigt werden, wenn der Hund auf den „Knopf“ drückt. Danach lernt er länger zu drücken bis die Bestätigung kommt.

Es geht natürlich auch ohne Click, dauert dann nur etwas länger, weil der Hund nicht sofort den Schulterkontakt als Auslöseknopf versteht. Wichtig ist, auf keinen Fall den Hund in die Position zu rucken, weil er sich dann nicht mehr als Herr des Geschehens begreift. Evtl. passives Zurückhalten durch einen Leinenmann reicht, der die Leine lockert, wenn der Hund in Position bleibt. Wenn das vorher mit toter Beute geübt wurde, erübrigt sich der Leinenmann sehr schnell.

Hunde, die vorprellen, sehen den Angriff nicht als Ergebnis ihres Verhaltens, sondern als überraschend auftauchendes Ereignis, auf das sie keinen Einfluß haben, außer ihn irgendwie zu antizipieren. Daraus ergibt sich dann meist eine Zwangsarbeit gegen den Hund.
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#6
Plan B: Hf läuft hinter dem Helfer her. Hund in Fußposition. Hund läuft "richtig" - Hf (hält an, Hund auch und) geht einen Schritt zurück - Hund auch. Daraufhin (und nur dann) dreht sich der Helfer zum Angriff um (Helfer braucht auch einen Helfer, der ihm mit Informationen zuarbeitet). Nach vorn ist nun nicht mehr zielführend.

Zuerst kurze Distanzen, ggf. Detlefs Rat annehmen, daß der Helfer zum Hund geht. Aber nicht oft und dann sofort ins Zielverhalten. Es ist empfehlenswert, alle Kommandos etc. wegzulassen. Sie sind verschlissen. Nonverbales arbeiten, wo sich der Hund den Erfolg selbst erarbeitet, auch mittels Versuch und Irrtum. Eine negative Bestätigung im Sinne und in der Intensität von Hilfe und nicht Strafe ist hilfreich.

Am Bein bleibend und auf den Angriff warten ist passiv und führt zum Konflikt - der im Grunde ja schon da ist, sonst gäbe es den Thread nicht.

Wenn der Hund "zurück gehen" will, wird er aktiv, ohne gegen Regeln zu verstoßen. Einen Konflikt gibt es ggf. mit mir, wenn er nicht mehr so schnell nach vorn mitlaufen will Big Grin

Morgen Detlef, wollen wir auch mal ein Ausbildungswochenende veranstalten?

Gruß, Frank
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#7
Der Hund kann durchaus wieder lernen, dass zurück arbeiten ihn nach vorne bringt, dass kann also schon auch zielführend sein zumal man da mehr im Bild einer Prüfung bleibt, natürlich führen aber viele Wege nach Rom ;-)

LG-Nadin
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#8
Guten Morgen, Nadin,

bist also auch ein Frühaufsteher Smile

Natürlich führen viele Wege nach Rom. Im Sinne der IPO-Prüfung (Ablauf-Ausbildung) sehe ich den Vorteil, wenn der Hund nur nach vorn oder hinten geht, dies sind nur 2 Richtungen oder nur 2 Fehlerquellen.

Ansonsten hast Du recht, Übungen einfach neu zu beginnen.

Gruß, Frank
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#9
Wenn der Helfer nach dem Gehen beim Rückentransport zum sitzenden Hund geht, ist das nicht nur ein anderes Bild, sondern es verändert auch die Einstellung des Hundes. Nie in der Prüfung tritt der Helfer an den wartenden Hund heran, stellt sich vor ihn und beginnt dann eine Kampfhandlung. Die Einstellung des Hundes zum Helfer würde von der aktiven Dominanz in eine passive Duldsamkeit verkehrt. Der Helfer wäre der dominierende Bestimmer des Ablaufes.

Bei der Kontaktknopfmethode bleibt die mentale Ausrichtung nach vorne erhalten, durch den aktiven Schulterkontakt als Auslösepunkt bleibt der Hund in dominierender Einstellung, denn er ist es, der den Helfer so zur Kampfhandlung zwingt, dh. aus seiner Sicht den Ablauf bestimmt. Seine Spannung und Ausrichtung nach vorne bleibt erhalten, ohne daß er vorprellt oder eine vorgeschaltete Sitzübung erwartet. Diese Spannung kann sich dann bei Angriff explosionsartig ohne Zeitverzögerung durch eine falsche Erwartungshaltung lösen, was ja erwünscht ist.

Eine Handlungskette gehen-sitzen-warten-beißen erzeugt eine ganz andere, falsche Erwartungshaltung und Einstellung als gehen-kontaktieren-beißen. Die Anhänger der falschen Handlungskette bauen auf den Effekt der Abstumpfung und Beruhigung „es lohnt sich nicht, die Position zu verlassen, weil sowieso kein Angriff kommt, sondern erst Sitz und warten“. Die Kontaktpunktmethode setzt auf zielgerichtete Aktivität des Hundes unter ständiger Beibehaltung der Erwartungshaltung nach vorne. Die scheinbar logische Idee, da der Hund Sitz oder Rückwärtsschritte erwartet, will er nicht nach vorne die Position verlassen, ist naiv und kontraproduktiv, weil sie einer offensiven Einstellung zum Schutzdienst widerspricht und beim Überfall aus dem Rückentransport zu unerwünschten Verzögerungen führen kann „Der Hund sollte schneller, druckvoller...“.
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#10
Hallo!
ja, Rückentransport macht oft bei den triebstarken Hunden große Probleme.
Daß ein Kampf mit Korrekturen keine gute Lösung ist, wurde hier ja schon festgestellt.
Die hier gemachten Vorschläge setzen allerdings ein "bestätigungswürdiges" Verhalten voraus, das ja auch erst mal gezeigt werden muß. Wie geht das?
Also wie vermittle ich dem Hund den Kontakt zum Knie als Auslöser für die Bestätigung?

Viele Grüße
Petra
Viele Grüsse
Petra
www.vom-lahnblick.de
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