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schnelleres Bringen
#1
Also,

gestern hatte ich mit meiner 2 jährigen Hündin ein ernsteres Gespräch über die Art und Weise, wie ich ihr Bringen haben möchte ! :w:

Sie weiß was Bringen ist. Ich habe es ihr in den 3 Stufen halten, aufnehmen, bringen mit moderatem Zwang beigebracht.
Erstmal die positiven Seiten - sie hält das Holz sehr ruhig und würde es mir nie vor die Füsse schmeißen, sitzt schön vor.
Getauscht wird dann mit Ball.
Ich übe es nicht ständig, sondern eher nach Lust und Laune einmal die Woche. Wenn ich mit dem Bringholz ankomme sieht man Ihr das Unbehagen schon an. Man kann sie aber durch die Ballbestätigung immer wieder schön hochziehen. Gestern probierte sie es nun mal aus, wie es ist, nach dem Bringen und der Ballbestätigung den Platz zu verlassen, so nach dem Motto - keine Lust mehr auf den Sch... !!!
Deswegen die Aussprache!
Jetzt habe ich folgende Fragen.
Gehe ich zu schnell vor. Wenn man das Bringholz wirft läuft sie hin - stoppt etwas vor der Aufnahme - nimmt auf und kommt im gemäßigtem Galopp zurück. Wenn ich das Holz ohne Sitz oder anderen Gehorsam werfe und ich sie mit dem Ball animiere ist das Tempo natürlich schnell und das Bringen triebiger.
Nehme ich sie an die kürzere Leine und werfe es nur einen Meter weg bringt sie blitzschnell - nach dem Motto, die Alte steht ja dabei - so würde ich es gern bei der Prüfung sehen.
Ich habe das Gefühl, das es verkehrt ist, sie mit dem Ball zu bestätigen - ich denke, ihr muß beigebracht werden, das sie es immer schnell bringen muß.
Mache ich da einen Denkfehler?
Ich denke auch, ich habe die Apportausbildung noch nicht ganz beendet und möchte mich eigentlich nur mit dem Ball bei ihr wieder beliebt machen, weil ich keinen meidenden Hund will.
Damit arbeitet die kleine Ziege.
Wie würde bei Euch der weitere Aufbau aussehen?
Jeden Tag Bringholz?
Trieb drauflegen, damit sie schneller wird?
Oder mit kurzer Leine arbeiten, bis sie weiß, das sie es in jeder Situation so zu bringen hat?
Nur zur Klarstellung - ich habe diesen Weg gewählt, weil sie eh kein großer Spieler ist. Sie will zwar alles haben, aber danach ist Spielzeug für sie relativ uninteressant. Mit den Bällen tauschen klappt es jetzt ganz gut als Mo, was aber auch eine Lern- und keine Herzenssache ist.

Viele Grüße Hillu
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#2
Hallo Hillu,
also ich tausche jedes Mal bei der Bringübung. Als Mo-objekt habe ich ne Beißwurst. Ist der Hund auf halbem Weg zum Bringholz mache ich schon Trieb mit der Beißwurst. Mein Rüde geht ganz schnell zum Holz und bringt es flott um ja so schnell wie möglich die Beißwurst zu bekommen. Habe so die besten Erfahrungen gemacht! War nur anfangs etwas schwierig bis er kapiert hat, daß er nicht sofort ohne Bringholz zu mir kommen darf nachdem ich Trieb gemacht habe. Ich verzichte auch von Zeit zu Zeit auf den korrekten Vorsitz vor der Bestätigung! Sobald er reinkommt werfe ich die Beißwurst hinter mich. Er darf das Holz fallenlassen und dem Mo-Objekt nacheilen.
Gruß Joachim

Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede (Louis Armstrong)
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#3
Hallo Hillu,

ich habe bei meinem Rüden den Apport nach Lind aufgebaut...was ich bei dieser Art ganz gut finde, er macht erst sehr viel Trieb auf das Holz (einer hält den Hund fest du machst vorne Gas), lässt tragen und dann wieder kämpfen.

Womit ich bei dem Rückweg positive Erfahrung gemacht habe ist, er lässt den Hund sitzen, legt das Holz vor den Hund und geht von dem Hund weg. Dann kommt das Kommando bring, er nimmt auf und kommt ja auch direktem Wege zu dir...weil er auch immer die Erwartung hat das dort mit ihm gespielt wird. Bis man da ist ist es zwar nen langer Weg, aber vielleicht kann dir das für deine Hündin helfen...
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#4
Hallo,

vielen Dank für die Antworten!

@ Yellow

Ich habe einen Hund, den ich für die Ekhard Lind Methode nicht geeignet halte.
Für meine Hunde war Bringen eher Arbeit und kein Kampfspiel.
Es ging mir jetzt um den zeitlichen Ablauf, falls jemand seinen Hund auch so aufbaut.
Grundsätzlich Bringen tut sie, aber ich möchte es eben noch schneller.
Wenn ich so angefangen habe, muß ich es so weiter verfolgen, sonst habe ich einen unabgesicherten Hund, der bringt, wenn man mit ihm spielt und einem bei der Prüfung den Stinkefinger zeigt.

Viele Grüße Hillu
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#5
Hi,

was willst Du? Einen Hund, der gerne zu Dir kommt? Oder einen, der das eben muss?

Wie ist Euer grundsätzliches Verhältnis?

Gruß
Martin
Den Charakter eines Menschen kann man danach beurteilen, welche Behandlung er seinen Tieren angedeihen lässt.
(Friedrich der Große)
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#6
Zitat:Original von Hillu
Wenn ich so angefangen habe, muß ich es so weiter verfolgen, sonst habe ich einen unabgesicherten Hund, der bringt, wenn man mit ihm spielt und einem bei der Prüfung den Stinkefinger zeigt.
Viele Grüße Hillu
diese denkweise gibt es also wirklich noch? .... ein hund der die pruefung als chance erkennt seinem hundefuehrer eins auszuwischen? donnerschlag !?!?!? und ich dachte auf einer pruefung sieht man das ergebnis der ausbildung des hundefuehrers?
das argument "wenn ich so angefangen habe, muss ich es so weiter verfolgen" laesst leider keinen spielraum fuer ideen, die entscheidung fuer das zukuenftige training ist ja anscheinend schon getroffen. nur soviel zum besten, ... der ewige kreislauf von "du must machen" und das daraus resultierende "meidige verhalten" wieder mit trieb bzw reizlage zu kompensieren fuehrt in den seltensten faellen zum erfolg.
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#7
Zitat:Original von berensmann
Zitat:Original von Hillu
Wenn ich so angefangen habe, muß ich es so weiter verfolgen, sonst habe ich einen unabgesicherten Hund, der bringt, wenn man mit ihm spielt und einem bei der Prüfung den Stinkefinger zeigt.
Viele Grüße Hillu
diese denkweise gibt es also wirklich noch? .... ein hund der die pruefung als chance erkennt seinem hundefuehrer eins auszuwischen? donnerschlag !?!?!? und ich dachte auf einer pruefung sieht man das ergebnis der ausbildung des hundefuehrers?
das argument "wenn ich so angefangen habe, muss ich es so weiter verfolgen" laesst leider keinen spielraum fuer ideen, die entscheidung fuer das zukuenftige training ist ja anscheinend schon getroffen. nur soviel zum besten, ... der ewige kreislauf von "du must machen" und das daraus resultierende "meidige verhalten" wieder mit trieb bzw reizlage zu kompensieren fuehrt in den seltensten faellen zum erfolg.

:ls: berensmann, das war Klartext und auch genau meine Meinung !! Ich hätte es nicht besser umschreiben können !!!! :mod: :mod: Gruß Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#8
@ Martin

Mein Hund kommt gern zu mir, aber in diesem Fall ist es mir lieber er weiß, das er muß!

@ behrensmann

deswegen zeigt er ja den Stinkefinger, weil er keine vollständige, konsequente Ausbildung bekommen hat.
Ich bin ganz Deiner Meinung!!!
Jetzt kann ich es noch abändern, aber nicht in der Form von erhöhter Reizlage, sondern in Form von müssen.
Wenn ich keine neuen Ideen, oder unterstützende andere Meinungen bräuchte, würde ich nicht fragen.Ich finde, auch in der Hundeausbildung ist es gestattet mal Selbstzweifel zu haben.

Viele Grüße Hillu
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#9
Zitat:Original von Hillu
Wenn ich keine neuen Ideen, oder unterstützende andere Meinungen bräuchte, würde ich nicht fragen. Ich finde, auch in der Hundeausbildung ist es gestattet mal Selbstzweifel zu haben.
sich zu hinterfragen ist immer ein schritt in die richtige richtung. nur hast du ja selber geschrieben, "Wenn ich so angefangen habe, muß ich es so weiter verfolgen." eigentlich ist es ganz einfach. zu erst sollte man nicht die methodik hinterfragen, sondern die eigene philosophie der ausbildung. danach richtet sich dann das training. so viel steht fest, im zwangsbereich zu arbeiten bedarf einer hohen konsequenz und vor allem grosser erfahrung und verantwortung gegenueber dem hund. man muss auch irgendwie der typ fuer so etwas sein, halbe sachen fuehren nur zu konflikt und meidiges verhalten.

Zitat:Original von Hillu
Jetzt kann ich es noch abändern, aber nicht in der Form von erhöhter Reizlage, sondern in Form von müssen.
die form von "muessen" an die du denkst bedarf auch einer reizlage, naemlich die des zwanges und davon ist der hund oftmals viel mehr abhaengig (reaktiv) als von positiv trieblichen reizen. deswegen glaubt man beim training, wow das klappt ja prima, ... aber in der pruefung fehlen diese signale und reize und dann funktioniert der hund auch nicht.

um auf deine Eingangsfragen zurueck zu kommen:

arbeitest du mit positiven verstaerkern, trainiere jeden tag.
arbeitest du mit negativen verstaerkern, trainiere 2x die woche, aber dann mit der entsprechenden ernsthaftigkeit und konsequenz, deinem hund zu liebe.
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#10
Zitat:Original von martin
Hi,

was willst Du? Einen Hund, der gerne zu Dir kommt? Oder einen, der das eben muss?

Wie ist Euer grundsätzliches Verhältnis?

Gruß
Martin

Martin,
richtig aufgebaut und abgesichert wird ein Hund auch (oder gerade) gern zurück kommen weil er muß. Dann bezieht sich nämlich Meideverhalten nicht auf den HF sondern höchstens auf die Situation zwischen HZ und Vorsitz mit Holz.

MfG
Maik
MfG
Maik
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