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Es wird ein Zusammenhang mit HD/ED vermutet.
Hier ist etwas zu lesen.
potius stans mori quam vivere posito genu
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Sehr interessant. Ich selbst hatte einen Hund mit LÜW und verschieden starker HD, welche dann an CES erkrannkte. Ebenso hat nun eine gute Bekannte von mir einen Hund, ebenfalls mit LÜW und verschieden starker HD.
Ich bin mal gespannt, ob zukünftig manche Welpenkäufer und/oder Züchter die kleinen vorab röntgen lassen. Ich möchte mir nicht vorstellen, was dann mit denen passiert, die über einen solchen Wirbel verfügen.
Lg
Sabine
LG Sabine
Jeder Tag ohne Hund ist ein schlechter Tag.
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Sabine,
dass ist ja auch ein Gedankengang beim Thema Genetischer HD-ZW. Was passiert mit einem Welpen, der einen Wert von zB 120 hat ?
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Man muss bei den Studien zu den Übergangswirbeln ein bissel aufpassen. Gerade in älteren Studien wird der Übergangswirbel Grad 1 manchmal nicht zu den Übergangswirbeln gezählt. Das verfälscht dann natürlich das Bild wenn man über die Korrelation von Übergangswirbeln und dem Auftreten von CES spricht.
Hier mal eine Doktorarbeit zu dem Thema, in der eigentlich alle Aspekte angesprochen werden:
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/...18.pdf.pdf
Darin wird u.a. angegeben dass bei der Auswertung von ca. 5000 Röntgenbildern (von DSHs) kein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Übergangswirbeln und dem Auftreten von HD zu finden war. Mit der Ausnahme dass Hunde mit einem asymetischen Übergangswirbel häufiger zu einseitiger HD neigen. Bei knapp 29% der geröngten DSHs wurde ein Übergangswirbel gefunden, wobei davon 78% einen Übergangswirbel Grad 1 hatten, 10% einen Übergangswirbel Grad 2 und 12% einen Übergangswirbel Grad 3.
Dr. Tellhelm sagte mir dass in Bezug auf von CES betroffenen Hunden das Verhältnis zwischen Hunden ohne Übergangswirbel und mit Übergangswirbel Grad 1 in etwa gleich wäre, während Hunde mit Grad 2 und 3 doch merklich häufiger betroffen sind. Neben dem Vorhandensein eines Übergangswirbels spielen bei CES aber auch noch andere Faktoren eine Rolle, z.B. enge Wirbelkanäle oder eine stärkere Stufenbildung zwischen den Wirbeln. D.h. man hat nicht wirklich etwas gewonnen wenn man einen Hund ohne Überganswirbel besitzt, der enge Wirbelkanäle hat und/oder eine stärkere Stufenbildung.
Und in wie weit ein Überganswirbel Grad 1 genetisch mit Grad 2 und 3 in Zusammenhang stehen (oder auch nicht) weiss man eben noch nicht wirklich. Ist es so wie bei HD, dass eine a2-Hüfte ein Übergang zwischen a1 und a3 ist? Oder sind für die Ausprägung eines Übergangswirbels Grad 1 ganz andere genetische Faktoren verantwortlich als für Grad 2 und 3? Vom Aufbau der Wirbel her ist das ja schon ein Unterschied. Das wird wohl erst die Zukunft zeigen, wenn die Vererbung der Übergangswirbel über mehrere Generationen beobachtet werden und vielleicht auch die Molekularbiologie zu mehr Klarheit verhelfen kann.
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Enzo,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24454-Vererbung-LÜW/?postID=163838#post163838 schrieb:Ich bin mal gespannt, ob zukünftig manche Welpenkäufer und/oder Züchter die kleinen vorab röntgen lassen. Ich möchte mir nicht vorstellen, was dann mit denen passiert, die über einen solchen Wirbel verfügen.
Was soll denn mit ihnen passieren? Die meisten von Übergangswirbeln betroffenen Schäferhunde haben einen ÜW Grad 1. Damit sind sie weder häufiger von HD betroffen noch vom CES, im Vergleich zu Hunden ohne ÜW. Ein ÜW Grad 1 in Verbindgung mit z.B. engen Wirbelkanälen wäre schlimmer. Enge Wirbelkanäle ohne einen UW allerdings auch...
Im übrigen bringt es nicht viel wenige Wochen alte Welpen röntgen zu lassen. Die Kreuzbeinwirbel fusionieren erst nach der Geburt durch Verknöcherung der Zwischenwirbelspalten.Vollständig abgeschlossen ist dieser Prozess erst mit anderthalb bis zwei Jahren. Von daher wird sich vor dem üblichen Vorröntgenalter wohl kaum eine vernünftige Aussage über das Vorhandensein und die Ausprägung von Übergangswirbeln machen lassen.
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Antje,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24454-Vererbung-LÜW/?postID=163842#post163842 schrieb:Und in wie weit ein Überganswirbel Grad 1 genetisch mit Grad 2 und 3 in Zusammenhang stehen (oder auch nicht) weiss man eben noch nicht wirklich. Ist es so wie bei HD, dass eine a2-Hüfte ein Übergang zwischen a1 und a3 ist? Oder sind für die Ausprägung eines Übergangswirbels Grad 1 ganz andere genetische Faktoren verantwortlich als für Grad 2 und 3? Vom Aufbau der Wirbel her ist das ja schon ein Unterschied. Das wird wohl erst die Zukunft zeigen, wenn die Vererbung der Übergangswirbel über mehrere Generationen beobachtet werden und vielleicht auch die Molekularbiologie zu mehr Klarheit verhelfen kann.
Ich habe erst kürzlich ein Veranstaltung bei der Dr. Tellhelm bezüglich HD/ED Auswertung und LÜW/OCD referiert hat besucht. So wie ich es verstanden habe, geht man inzwischen davon aus, das Grad 1 genetisch mit Grad 2|3 zusammen hängt, teilweise gibt es auch Übergangsformen bei der die Zuordnung zu Grad 1 oder 2 sehr schwer ist. Bei der Erblichkeit vermutet man auch, das es sich ähnlich wie bei HD A3 verhält, sprich ein Grad 1 wird vermutlich im Schnitt nicht viel besser vererben als 2|3. Dennoch ist wohl die erste Empfehlung erst mal nur bei Grad 2|3 auf die Zucht zu verzichten, da es sich bei diesen 2 Typen ja um offensichtliche Veränderungen handelt und Grad 1 vorläufig aufgrund der hohen Anzahl betroffener Hunde weiterhin nutzt.
Ein Hauptproblem momentan ist eben, das LÜW eine freiwillige Untersuchung ist, das viel TA's oft nicht Typ 1 von Typ 0 unterscheiden können und das so wie man teilweise miteinander umgeht, die meisten gar nicht ehrlich mit Ergebnissen ungleich Typ 0 umgehen wollen/können.