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Hund bellt ständig 'Pfote an .... Übersprungshandlung??
#1
Hallo zusammen,

ich weiß leider nicht mehr weiter

Mein Hund (DSH 10Jahre, Rüde) hat im Januar eine Kralle entfernt
bekommen, da diese unter Eiter stand. Dies ist super schnell verheilt, 1
Woche darauf habe ich keinen Verband mehr dran gemacht, zum rausgehen
nur noch einen Schuh. Seitdem kein Verband mehr drauf ist, bellt er
ständig seine Pfote an. Also ging es wieder ab zum TA, wir haben ihn
Schmerzmittel gegeben, auch etwas gegen Juckreiz und brennen. Doch
leider hört er noch nicht damit auf.

Ich lies ihn röntgen, ohne Befund. Großes Blutbild alles top in Ordnung.

Da hier alles top ist, haben wir Medis gegeben (Clomipramin-neuraxpharm
75mg), davon bekommt er jetzt seit gestern 1,5 Tabletten (3mg pro KG),
leider bis heute keine Veränderung.

Ich muss ihn jetzt ständig mitnehmen, egal wohin es geht, da er zuhause
im Haus, Garten oder Zwinger nur am bellen ist und ich den Stress mit
den Nachbarn vermeiden möchte und auch weil er sich total fertig macht

Wenn er im Auto in der Box dabei ist, egal ob ich im Büro, bei Kunden
oder sonst wo bin ist er still. Beim Gassigehen hab ich nur noch einen
Maulkorb dran, weil er sonst nur an seiner P'fote hängen würde...

Leider weiß ich nicht mehr was ich sonst noch anstellen soll, habe ihn
einen Treibball gekauft, mit dem spielt er ca. 30min - 45min dann geht
er wieder auf die Pfote, Abwechslung hätte er eigentlich genügend.

Im Dezember musste ich leider meine Hündin einschläfern, dann kam der
Gedanke auf, dass ihn das evtl, auf den Kopf schlägt, also ging ich mit
einer anderen Hündin spazieren, und hier gab er 2 std lang ruhe.

Vielleicht habt Ihr schon mal sowas gehört oder selber damit die
Erfahrung gemacht und könnt mir evtl. weiter helfen, denn das ganze geht
schon ziemlich an meine Substanz und bin ziemlich fertig.
Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
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Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten

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#2
Hallo Yvo,
offen gesagt, habe ich auch keinen Rat. Doch ich habe selbst die Erfahrung gemacht, wie Hunde auf den Verlust eines Partners reagieren. Mag sein, dass Dein Rüde den Verlust der Hündin mit den (beginnenden?) Schmerzen in der Kralle verknüpft hat und das ihm nun nicht 'nur die Kralle fehlt. Ich weiß nicht, ob der Rüde sich bewusst von der Hündin verabschieden konnte. Darin habe ich einen Unterschied entdeckt. So konnte sich damals Chouy bewusst von Kimmy verabschieden. Schnuppern und das Dabeisein, als sie im Garten begraben wurde.
Von seiner Freundin, einer Landserhündin, konnte er sich hingegen nicht verabschieden. Er war sichtlich 'durch-den-Wind', als ich die neue Hündin mit ihm besuchte. Er suchte nach seiner Freundin, wie wahnsinnig, wollte die neue Hündin aus dem Garten vertreiben.
Was ich tun würde, wenn es geht. Solltest Du noch etwas haben, das den Geruch der Hündin hat, würde ich es damit versuchen. Vielleicht bringt ihm das ein Stück Sicherheit zurück. Oder ich habe auch schon eine dünne Decke von mir als Unterlage gegeben.
Ansonsten habe ich mit Rinderknochen zum Kauen gute Erfahrungen gemacht. Doch das ist keine Dauerlösung. Vielleicht gelingt es ihm ja zu der anderen Hündin langsam eine Beziehung aufzubauen - so wie es Chouy gelang. Am Ende hatte er es akzeptiert, dass Tessie nicht mehr da war. Und so wurde Mogli zur neuen Spielpartnerin.
Die Arbeit am Treibball lässt sich vielleicht in zwei Abschnitte einteilen und somit langsam verlängern, sprich morgens und abends.
Ich finde es bewundernswert, dass Du so um Deinen Rüden kämpfst.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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#3
klingt ein wenig nach Phantomschmerz - da wüsste ich aber auch keine Lösung für - hast du schonmal versucht wieder einen Verband drauf zu machen so dass ein wenig Druck an der fehlenden Kralle entsteht dann kann er diesen Teil der Pfote wieder wahrnehmen und schließlich hat er damit angefangen als der Verband runter war .... das Gekläffe würde ich ansonsten auch mal mit Nachdruck unterbinden manchmal lösen sich solche Verhalten auch auf wenn der Eigentümer wieder Führungsstärke beweist Smile viel Glück
Das Leben ist das was passiert, während du etwas anderes planst !
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#4
@kimmy
leider konnte er sich nicht richtig verabschieden, denn damit hab nicht mal ich gerechnet, dass ich ohne mein Mädl nach hause komm :-(
Habe ihre Decke auch nicht gewaschen, da liegt er auch immer drauf. Aber es ist auch nicht das erstemal, dass ein Hund gehen muss in der Zeit und sowas hatte er damals auch nicht gezeigt. Mit meine Freundin und ihrer Hündin war ich gerade wieder über 2 Std unterwegs, war alles wieder toll, ab u zu würde er da in das Verhalten wieder rein fallen, im Auto heimwärts war er auch still und jetzt wo wir wieder zuhause find, fängt er schon wieder an. Kausachen bekommt er auch genügend, aber zuviel davon ist ja auch nicht gut Undecided

@GrahamsJubilee
Den Verband mach ich ihn auch immer wieder dran, weil er dann wieder aufhört, doch unter Tags reißt er ihn wieder ab, abends und in der Nacht lässt er ihn dran. Früh aufgestanden fängt er schon wieder an damit. Klar war ich in letzter Zeit, seitdem meine Hündin nicht mehr ist, bisschen nachsichtig mit dem Gehorsam. Aber mit Druck und Gehorsam untern spazieren gehen und zuhause habe ich es schon probiert, keine Chance :-(

Bin echt ratlos, dass ganze geht zeimlich an meine Nerven und ich könnt nur noch heulen ;(
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#5
Hallo Yvo,
das kann ich mehr, als gut verstehen, dass Dir das an die Substanz geht! Warum war denn die Kralle vereitert? Ich frage deshalb, da die Hündin einer Freundin sich einen Dorn in den Ballen trat. Dieser wurde entfernt - wunderbar. Doch dann fing die Hündin wieder an zu hinken. Was war geschehen? Der Dorn war gebrochen und ein Teilstück war im Ballen, an einer anderen Stelle. Also wieder zum TA....aber - Ende gut.
Hast Du es schon einmal mit einem Trichter versucht oder wird er dann zu nervös/panisch? Und, wie sieht die Wunde aus? Weißt Du, Kimmy ist einmal beim Spaziergang in eine Glasscherbe getreten und hatte sich 'wüst geschnitten'. Ich verband ihre Pfote leider 'zu gut', so dass die Wunde nicht gut durchlüftet wurde und sich entzündete. Beim TA wurde ich darüber aufgeklärt, dass das hätte richtig problematisch werden können.
Die Hündin Deiner Freundin scheint ihm gut zu tun. Können die beiden nicht zusammensein, während dem, dass Du arbeitest? Oder zumindestens eine Zeitlang? Das mit der Box kenne ich. Viele Hunde fühlen sich darin sicher. Ist sie festmontiert oder kann sie herausgenommen werden? Eventuell
Wichtig ist, dass Du aufhörst Dich selbst unter Druck zu setzen! Glaube mir, ich weiß, was ich sage. Als mein 'Großvädderle' immer kränker wurde, bin ich 'im Dreieck gelaufen'. Habe alles versucht. Unter anderem, dass ich kleine Futterbröckchen im Haus verteilte und er sie suchen musste. Ihm kleine Aufgaben gab. Das Schlimmste für ihn war das 'Warten auf Nichts, Irgend-etwas'. Chouy musste wissen, dass er gebraucht wird. Er brauchte eine Aufgabe. Und wenn es nur war, dass ich ihn auf eine Decke ablegte, von wo aus er das Tor bewachen durfte. Er zum 'Begrüßungskomitée' gehörte, wenn Gäste kamen. Das hat ihm unglaublichen Auftrieb gegeben.
Ich wünsche Dir, dass Du bald eine Lösung findest!
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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#6
@kimmy

Ich vermute er hat sie sich irgendwo eingezwickt, ich habe es recht früh bemerkt (d.h. sie war noch total fest drin, normal sind die Krallen dann schon locker und riechen evtl).
Habe ihn deswegen auch röntgen lassen und nichts war alles schaut gut aus.
Auch mit dem Trichter bellt er seine Pfote an, da lässt er sich nicht beeindrucken davon.
Eine ander Box hab ich auch schon ins Haus gestellt, aber da dreht er genau so auf, ebenso im Zwinger...
Darüber habe ich auch schon nachgedacht, ob ich nicht eine Hündin für ein paar Tage zu mir nehme und dann mal sehen was er macht... Die andere Hündin kommt jetzt dann in die Standhitze, so krass brauch ich das dann auch nicht ;-)
Das schlimme ist nur, wenn es jetzt dann wärmer wird, kann ihn da ja nicht im Auto sitzen lassen :-( ist mir jetzt schon unangenehm, dass er soviel in der Box sitzen muss..
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#7
Hallo,
ist zwar blöd, aber ich würde ihm ein Antibell dran machen und vllt mal nen aufblasbaren Halskragen dran machen um selbst mal
zu Ruhe zu kommen. Mußte bei einer Hündin im ähnlichen Alter ne Zehe amputieren lassen, die ist vorher problemlos gelaufen und
hat nach der OP mindestens ein viertel Jahr gebraucht bis sie die Pfote wieder normal benutzt hat. Dafür gab es laut Klinik keinen
Grund. Schätze Du wirst es aussitzen müssen Sad
lg
feuerteufel
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#8
Hallo Yvo,
die Idee mit einer anderen Hündin wäre vielleicht nicht die Schlechteste. Da wäre er in Gesellschaft. Denn Du hast vollkommen Recht - Stunden in der Box bei steigender Wärme ist nicht wirklich optimal. Aber ich vermute auch, wie GrahamsJubilee, dass es sich um einen Phantomschmerz handeln könnte. Sprich doch einmal Deinen TA auf den aufblasbaren Kragen an. Du hast ja schon einiges versucht Deinem Rüden zu helfen. Ich weiß nicht, ob Du Familie/Freunde hast, welche stundenweise als 'Hundesitter' einspringen könnten, sprich er wäre nicht alleine, hätte Ansprache....?
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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#9
@Feuerteufel

Ja Antibell hab ich heut auch schon im Kopf gehabt.. Also der Trichter ist ihm egal, an ausblasbaren Kragen hab ich noch nicht gedacht.

@kimmy

Das Problem ist das fast jeder im meinen Unkreis entweder arbeitet, meine Schwägerin könnte schon mit ihm gehen und ihn nehmen, aber da ist meine kleine Nichte immer dabei, mit der er sich super gut versteht, aber man weiß nicht wie er ist wenn er da wieder anfängt und sich so reinsteigert, nicht das was passiert. Also ist mir dabei nicht gerade wohl, wenn ich ihn da ohne meine Aufsicht lasse. :-(
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#10
@yvo,
bleibt nur der Versuch mit der Hündin?
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