Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kehrtwende und Spannung ?
#1
Hallo :hallo:

Ich habe mal eine für mich wichtige Frage!

Es geht um die Kehrtwende und um die Spannung beim arbeiten.Fangen wir aber mal an mit der Kehrtwende :whistling:


Mein Hund kommt zwar rum und alles, aber sie ist dabei viel zu langsam und macht in meinen Augen auch einen zu großen Bogen anstatt direkt hinter den Beinen her zu kommen. Ich hatte mir mal ein paar Sachen überlegt und wollte die hier mal alle durchkauen lassen Confusedquint:


Plan eins war....Ich locke Sie mit einem leckerchen rum und bestätige direkt wenn sie in der GS ist. Plan zwei, den halte ich aber nicht mehr so für gut und zwar würde ich wenn sie halb rum ist mit einem Ball rum locken. Sprich sie ist hinter mir und ich werfe den Ball. Da habe ich aber dann die Sorge das sie danach zu schnell vorschießt und alles vergisst. Dann wäre ja alles für die Katz.


Dann wollte ich bei der Akira wieder die Spannung aufbauen. Sie hat manchmal so eine tolle Spannung und arbeitet so toll mit, aber dann gibt es wieder Tag wo sie total unmotiviert ist (glaube sie merkt manchmal das ich selber sehr müde bin und dementsprechend die Lust vorhanden ist). Manche sagen, sag einfach mal pass auf oder wo sie total scharf drauf ist...aber ich weiß nicht, nutzt sich so ein wort nicht nach einer Zeit ab ? Mein Plan war dann wieder zum Beispiel wenn sie in der GS ist und lange und toll mich anguckt ganz unerwartet den Ball schmeiße. Aber ich weiß nicht ob das so die Spannung aufbaut....




So..... Ich freue mich über viele gute tipps :help: :help: :help:
Zitieren
#2
Grundsätzlich... Locken macht Hunde reaktiv, und ein reaktiver Hund baut keine Spannung auf, jedenfalls keine die stabil auch auf ner Prüfung gezeigt wird.

Erst die Arbeit,m dann der Lohn! Und zwar IMMER unerwartet.

Es hört sich auch ein bisschen so an als wüßte Dein Hund nicht, daß er auch arbeiten MUSS. Bring ihr bei was Du möchtest und dann setze in allen Lebenslagen durch daß der Hund das Erlernte auch zeigt... und gib Dich dann nicht mit halbem Kram zufrieden.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
Zitieren
#3
Hallo


Halben Kram mag ich sowieso nicht, da bin ich sehr konsequent auch wenn sie noch hier und da mal probiert zu hinterfragen.
Die Arbeit ist für Sie bis jetzt das größte und macht auch immer und gerne mit, daher kann ich jetzt nicht sagen das sie nicht wüsste wann geschafft wird.
Ich mache das auch immer so, das EGAL wo ich bin einfach mal geschafft wird, sei es nur eine kurze Fuß einheit oder eine Sitz, Platz..hier schieß mich tot einheit.
Zitieren
#4
Hi,
wie Bettina sagt, Lockarbeit macht einen aktiven Zweibeiner und eine passiven Vierbeiner.;-)

Auf einige grundsätzliche Dinge solltest du deine Arbeit mal überprüfen.

Gibt es Signale, die die Arbeit "einläuten"?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, das er richtig arbeitet?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, das er etwas falsch macht?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, bleib im Verhalten ?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, dein Verhalten war richtig, du darfst aus dem Verhalten?

Die ganze Belohnung und Bestätigungsart ist später intermetierent und für den Hund nicht vorhersehbar, aber zu Beginn bekommt er bei richtiger Ausführung immer ein Bestätigungssignal und eine Bestätigung.

Wenn du keinen Rahmen hast, worin der Hund lernt, richtig, falsch, Bestätigung, keine Bestätigung, Aktivierungen usw. fällt es dem Hund schwer aktiv und motiviert zu bleiben. Über Frustration kann man Geschwindigkeit fossieren, bei zu viel Frustration eben das Gegenteil....Motivation bringt Spaß und Ausstrahlung, zuviel davon keine Korrektheit..usw.

Alles hat einen Gegenspieler, den der Hund kennenlernen muss, nur so bewegt er sich offen, frei und aktiv mit dir und in den Kommandos.

also was würde dich bespielsweise bei deinem Hund abhalten, erstmal den Beginn des Weges um dich herum zu betätigen, startet er schnell bekommt er schon hinter deinem Rücken den Ball, dann später, neben dir, und dann wieder direkt nach dem Start,...versteht du? ich würd ihn allerdings nicht wegwerfen sondern immer dich an deinem Körper halten, so bekommst du einen engen Bogen...
Zitieren
#5
Wenn du das Gefühl hast, daß es auch an deiner Lust und Einstellung zum Arbeiten liegt, solltest du vielleicht auch an dir arbeiten.
Seit ich mich vorm Arbeiten selber mehr mental in die richtige Stimmung bringe, klappt es bei uns viel besser.
Liebe Grüße
Sandra Büter
mit
Fly vom Lappwald
Frisbee del Camino Duro
Zitieren
#6
Stimmt Sandra, das halte ich allerdings für selbstverständlich, wenn ich nicht gut drauf bin oder fit, arbeite ich grundsätzlich nicht mit meinem Hund. Ich geh Spazieren atme tief durch, oder fahre Fahrrad mit meinem Hund.

tschöö mitö
Zitieren
#7
Das ist halt dann schwierig, wenn Du nur einmal pro Woche einen Trainer/Ausbildungswart oder Helfer zur Verfügung hast. Da muss man sich schon mal überwinden... darum würde mich interessieren, wie Du, Sandra, Dich mental auf das Training einstellst. Ich versuche das nämlich gerade auch - bei meiner Hündin ist es so, dass sie auf dem Platz unter einer extremen Spannung und Erwartungshaltung steht und ich mich selber innerlich komplett ruhigstellen muss, um vernünftig mit ihr zu arbeiten. Was mir zugegebenermaßen etwas schwerfällt, deshalb bin ich dankbar für Tipps.
Gruß Gaby
Zitieren
#8
Ich komme mit deiner Beschreibung nicht so klar.



Geht es dir um den Abschluss (Hund sitzt vor und muss in die Position Sitz links neben dir [Grundstellung] wechseln) oder um die Kehrtwendung (aus dem Fußlaufen drehen in entgegengesetzte Richtung)?



Wie führt dein Hund das aus? Läuft er um dich herum oder dreht er vor dir nach links weg und parkt neben dir ein?



Wie oft bestätigst du?

Hast du ein Muster, nach dem du bestätigst? (Immer, jedes 5. Mal, im Schnitt alle 5 Mal jedoch variabel, variabel aber Top-Verhalten immer)

Noch keine Gedanken dazu gemacht? Dann schau mal hier unter 6.3.3 http://www.fspsy.uni-freiburg.de/wp-cont...rnen-2.doc



Zum Hund:

Wie ist der Trieb auf Futter und wie der auf Spielzeug? Hoch, mittel oder schlecht?

Kennt er Klicker/Freigabekommandos/Marker?

Wie alt ist er?

Wie lange macht er das schon so langsam/wie gefestigt ist das Verhalten?

Ist es eher ein spritziger Typ oder eher der gemächliche?





Ob du Bock hast oder nicht ist dem Hund ziemlich egal.

Wenn er gelernt hat wenn du keinen Bock hast gibt es keine Bestätigung hat das schon eine Auswirkung. Dann hat er keine Hoffnung auf eine Belohnung.





"Mein Plan war dann wieder zum Beispiel wenn sie in der GS ist und lange und toll mich anguckt ganz unerwartet den Ball schmeiße. Aber ich weiß nicht ob das so die Spannung aufbaut...."



Guter Ansatz:



Grundstellung

-> wenn der Hund wegschaut nerve ihn! ([size=14]ständiges ziehen an der Leine) bist er das wieder so macht wie es sein soll. (Das soll nicht weh tun, sondern nur unangenehm sein!)[/size]

-> ist der Hund gut aufmerksam -> Freigabekommando -> noch 0,5 Sekunden warten dann Ball/Futter aus der Tasche holen und Hund geben



Freigabekommando kann jedes Signal sein. Ich benutzt für den Ball "pack" und für Futter "ok".
Bedeutet: Übung ist zu Ende. Du bekommst deine Belohnung auf jeden Fall.

Anlernen: ohne jede Übung sagst du "pack" kramst den Ball aus der Tasche und wirfst ihn. Wenn du merkst, dass der Kopf des Hundes zu dir rumfliegt wenn du "pack" sagst hat er es verstanden.







Mache nur ganz kleine Schritte!!!

Am Anfang 2-3 Sekunden Aufmerksamkeit schon bestätigen.

Wenn das dann wirklich sicher klappt (wird ohne Korrektur immer gut ausgeführt) die Zeitspanne verlängern aber immer variieren: mal nach 30 Sekunden, aber auch wieder mal nach nur 2 Sekunden!!



Bevor das aufmerksame neben dir Sitzen nicht funktioniert übe nicht den Abschluss aus dem Vorsitz!

Wenn der Hund richtig schnell in die Position neben dir läuft aber dann unaufmerksam ist kannst du ihn nicht bestätigen, weil du sonst nicht nur das schnelle Laufen, sondern auch die Unaufmerksamkeit bestätigts!





Gruß Henning
Zitieren
#9
Claudia Ph.,'index.php?page=Thread&postID=155415#post155415' schrieb:Hi,
wie Bettina sagt, Lockarbeit macht einen aktiven Zweibeiner und eine passiven Vierbeiner.;-)

Auf einige grundsätzliche Dinge solltest du deine Arbeit mal überprüfen.

Gibt es Signale, die die Arbeit "einläuten"?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, das er richtig arbeitet?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, das er etwas falsch macht?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, bleib im Verhalten ?
Gibt es Signale, die dem Hund vermitteln, dein Verhalten war richtig, du darfst aus dem Verhalten?

Die ganze Belohnung und Bestätigungsart ist später intermetierent und für den Hund nicht vorhersehbar, aber zu Beginn bekommt er bei richtiger Ausführung immer ein Bestätigungssignal und eine Bestätigung.

Wenn du keinen Rahmen hast, worin der Hund lernt, richtig, falsch, Bestätigung, keine Bestätigung, Aktivierungen usw. fällt es dem Hund schwer aktiv und motiviert zu bleiben. Über Frustration kann man Geschwindigkeit fossieren, bei zu viel Frustration eben das Gegenteil....Motivation bringt Spaß und Ausstrahlung, zuviel davon keine Korrektheit..usw.

Alles hat einen Gegenspieler, den der Hund kennenlernen muss, nur so bewegt er sich offen, frei und aktiv mit dir und in den Kommandos.

also was würde dich bespielsweise bei deinem Hund abhalten, erstmal den Beginn des Weges um dich herum zu betätigen, startet er schnell bekommt er schon hinter deinem Rücken den Ball, dann später, neben dir, und dann wieder direkt nach dem Start,...versteht du? ich würd ihn allerdings nicht wegwerfen sondern immer dich an deinem Körper halten, so bekommst du einen engen Bogen...
Hallo

erst einmal wollte ich mich für die lange und auch ausführliche Antwort bedanken.

Wie bzw. was meinst du damit, mit dem Signal die arbeit einzuläuten ? Meinst du damit ein bestimmtes arbeitshalsband anzuziehen oder ein bestimmtest ritual ?
Ein Signal bzw. ich bezeichne es als signal, ist bei uns die Arbeitsleine die ich immer dabei habe. Wenn die dran ist wird geschafft. Allerdings lege ich sie Abends nicht mehr an, wenn ich spazieren gehe und ein bisschen übe....uuuupppppssss ich sehe da ein fehler :

Ein Signal für Falsch ist bei mir das NEIN und der Ruck an der Kette. Wenn sie z.b. beim fuß laufen zu weit vorne ist, bleibe ich stehen und sage nochmal laut fuß. Sie kommt dann auch direkt im Rückwärtsgang in die GS. Wenn sie meint sie muss diskutieren klopfe ich aufs bein und es gibt ein ruck.

Wenn sie was richtig macht wird sie mit dem Ball oder einem leckerchen bestätigt. Wenn ich sie aus einem bestimmten Kommando ablöse sage ich okay/ab.



Ich verstehe Smile

DANKE
Zitieren
#10
Moorjumper,'index.php?page=Thread&postID=155417#post155417' schrieb:Wenn du das Gefühl hast, daß es auch an deiner Lust und Einstellung zum Arbeiten liegt, solltest du vielleicht auch an dir arbeiten.
Seit ich mich vorm Arbeiten selber mehr mental in die richtige Stimmung bringe, klappt es bei uns viel besser.
An manchen Tagen, wenn ich überhaupt keinen Antrieb habe lasse ich auch die ganze arbeit sein, weil ich weiß ja auch eigentlich das sich Stimmung auch auf den Hund auswirkt. Ist das Fraule schlecht gelaunt hat der Hundi auch keine lust :vschw
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste