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Konzentration beim Fuß laufen
#1
Hallo,
mich würde mal interessieren wie Ihr es machen würdet.

Hund
ist ca. 9 Monate, wurde mit Futtertreiben aufgebaut, dann weiter
Konzentration, Futter. Jetzt Fuß laufen, ab und zu nur noch Futter, mal mehr, mal weniger.
Nun fängt er an, bei den ersten Schritten unkonzentriert zu sein,erst nach 4-5 Schritten ist er wieder voll da.
Habe schon überlegt das Triebziel zu erhöhen, also Beisswurst oder Ball.
Da er aber sehr triebig ist, hat man das bis dato noch unterlassen.
Hat jemand von Euch eine Idee wie man das Spielzeug einsetzen kann und er trotzdem nicht zu hoch kommt? Oder weiter mit Futter machen?

Gruß
Neli
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#2
Wenn er auf den ersten Schritten nicht schaut, hat er wahrscheinlich keine Erwartungshaltung.
Er könnte gelernt haben, dass es auf den ersten 4-5 Schritten eh keine Belohnung gibt.
Einfach auch mal nach 2-3 Schritten bestätigen.
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#3
ja, das habe ich auch schon gedacht, werde mal wieder mehr mich beobachten müssen.
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#4
wir bilden beim jungen hund konzentration zum hf ausschließlich in der grundstellung aus !

normalerweise paralle zum fußlaufen, bevor das futter im fußlaufen deutlich reduziert wird... (also im grunde genau in dem alter wo dein hund jetzt ist !)

sprich grundstellung, hund schaut perfekt-belohnung...
dann mit kleinen, kurzen ablenkungen von ausen. schaut er dennoch-belohnung... schaut er weg-kleine einwirkung... verbessert er sich wieder-belohnung...
dann größere ablenkungen. gleich prinzip wie bei kleinen ablenkungen...
und als letzter step bekommt er nur noch belohnung wenn er den ablenkungen GANZ wiedersteht. schaut er trotz ablenkung-belohnung... schaut er weg-einwirkung... hat er sich verbessert-KEINE belohnung sondern ein schritt vor, neue grundstellung und das selbe von vorne....

der große vorteil an der seperaten konzentrationsarbeit ist:
- der hund muß nicht position beim laufen halten und schauen, somit konzentration leichter und besser erlernbar...
- der hf kann sich ebenfalls nur aufs konzentrieren des hundes fixieren, muß sein eigenes laufen und die postion des hundes nicht zusätzlich steuern...
- und, finde ich das wichtigste, der hund verknüpft falls einwirkungen kommen dies nicht sofort mit dem laufen. fummelt man nämlich zu viel während des laufens am hund rum wegen konzentration wird das laufen oft deutlich schlechter....

hat der hund die konzentration in der grundstellung bombenfest drauf machen wir einen schritt. hält der hund diesen schritt die konzentration-belohnung... dann zwei, drei, unsw...

zum spielzeug gibts sicher versch. meinungen. wir bei uns im team nehmen spielzeug ERST wenn der hund eine übung perfekt mit futter beherrscht !!!
erstens kann durch zu hohen trieb ggf. der hund hektisch und unsauber im lernen werden...
und zweitens sollen unsere hunde nicht ausschließlich fürs spielzeug arbeiten, sondern dieses bekommen sie später ab und an mal als jackpot für spitzenleistung... somit bleibt das spielzeug sehr hochwertig und wird nicht schon im aufbau des hundes als "lockvogel" für grundlagenarbeit abgenutzt....
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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#5
Hallo redtool,

so wie du es beschreibst wurde er aufgebaut. Erst Konzentration in Gst. dann mit Ablenkung, 1. Schritt- Bestätigung usw.
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#6
Ich finde es relativ normal, wenn ein Hund in dem Alter (wieder) anfängt wegzuschauen. Das ist doch normal das Rüpelalter in dem alles andere interessanter ist. Hat man doch auch oft in der Fährte, dass der Hund plötzlich wieder schlechter arbeitet als er schon zeigte.
Je nachdem wie sich der Hund sonst zeigt, würde ich evtl. nochmal einige Schritte zurückgehen und eben genau Grundstellung etc. fördern und noch mehr festigen, aber ohne die Methodik zu wechseln - manchmal ist es einfach eine Phase, die man überstehen muss. Denn umgekehrt pressiert es ja noch nicht und in dem Alter dann schon mit Zwang absichern finde ich persönlich zu früh.

VG
Anja
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#7
Ich finde das nicht normal...der Übergang vom Treiben zum freien Fußlaufen war einfach falsch...
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#8
Neli,'index.php?page=Thread&postID=151877#post151877' schrieb:Hallo redtool,

so wie du es beschreibst wurde er aufgebaut. Erst Konzentration in Gst. dann mit Ablenkung, 1. Schritt- Bestätigung usw.

@Neli,

nach deinem Profileintrag hast du Erfahrung auf Bundesebene also BSP SV.

Was erwartest du von einer Ferndiagnose ohne Basis hier, ohne zu wissen wie du ausbildest (Methodik).

Ich gehe doch davon aus, dass du bei der Erfahrung/Erfolg auch ein kompetentes Umfeld hast.

Damit überhaupt jemand dazu eine fundierte Bewertung abgeben könnte, müsstest du ein Video dazu einstellen.

lg Uwe
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#9
Neli,'index.php?page=Thread&postID=151877#post151877' schrieb:Hallo redtool,

so wie du es beschreibst wurde er aufgebaut. Erst Konzentration in Gst. dann mit Ablenkung, 1. Schritt- Bestätigung usw.

okay, dann bleibt die frage was du zur zeit tust wenn der hund die ersten schritt unkonzentriert ist ? wirkst du ein, wennja wie ?

wenn der hund tatsächlich eine gute rundlage im konzentrationstraining bekommen hat und weiß was er auf das kommando fuß zu machen hat, dann fange ich in dem alter an ihm auch zu sagen das er es machen muß auch wenn ihm nicht danach ist, rüpelphase hin oder her. natürlich seinem alter angepasste einwirkungen...

mehr trieb über höheres triebziel würde ich persönlich nicht machen, aber was helfen kann ist den hund nicht aus der ruhigen grundstellung zu führen, sondern VORHER trieb machen-sprich ihn z.b. an dir hochspringen lassen oder mit einem stück futter in der hand ihn "anzufixen" (ähnlich wie anreizen mit dem ball/geht mit futter genauso). und dann diesen trieb mitnehmen ins fußlaufen, also direkt aus der gelockerten stimmung fuß sagen und loslaufen. da wird er ziemlich sicher auch die ersten schritte schön schauen, und anfangs dann gleich nach paar schritt auflösen und belohnen. erneut anfixen und wieder direkt ins fußlaufen...

einfach um den hund eine neue variante zu bieten. es kann sein, wenn du sehr intensiv gearbeitet hast die letzten monate, das der hund das fußlaufen nicht mehr so spannend findet, es sich weng abgenutzt hat in der routine !
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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#10
Neli,'index.php?page=Thread&postID=151871#post151871' schrieb:Hund ist ca. 9 Monate, wurde mit Futtertreiben aufgebaut, dann weiter Konzentration, Futter. Jetzt Fuß laufen, ab und zu nur noch Futter, mal mehr, mal weniger.
beim futtertreiben darf man nicht vergessen, das der hund einer ständigen stimulation unterliegt die zunächst einmal tolle ergebnisse garantiert. der hund ist aktiv und durch die art und weise wie das futter in der hand gehalten wird auch sehr gut positioniert. das sieht man doch gerne und fühlt sich auch selber dabei wohl. ich frage mich ob das nicht manchmal zu lange praktiziert wird? der hund lernt dabei auch eine bereitschaft zum tun nur in verbindung mit einer stimulation (futter) zu zeigen. der nun folgende zwischenschritt, mal mehr und mal weniger futter zu geben birgt die gefahr in sich, das der hund lernt nach hinweisreizen zu suchen die ihm sagen, jetzt lohnt es sich, eine belohnung ist möglich, jetzt lohnt es sich nicht, es gibt eh nichts zu holen. verstärkt wird diese situation durch das natürliche bedürfnis des hundeführers eine zufrieden stellende reaktion des hundes zu bekommen, man macht dann das eine oder andere um den hund bei laune zu halten. konzentration scheint mir in diesem zusammenhang nichts anderes zu sein als erwartungshaltung, hohe erwartung, hohe konzentration, beständiges verhalten. die frage ist, was sollte der hund erwarten??

Neli,'index.php?page=Thread&postID=151871#post151871' schrieb:Nun fängt er an, bei den ersten Schritten unkonzentriert zu sein, erst nach 4-5 Schritten ist er wieder voll da.
es wäre tatsächlich interessant, ob der hund nach den 4-5 schritten von sich aus in das gewünschte verhalten geht, oder ob er es als reaktion auf die eine oder andere reizlage des hundeführers zeigt. sollte der hundeführer, auch unbewußt, den hund dazu motivieren aktiver und konzentrieter zu arbeiten, wären das genau diese hinweisreize die dann ein hund braucht um in stimmung zu kommen. oftmals kommt es dann noch zu einer belohnung, immerhin macht der hund nun das was der hundeführer gerne sieht, was den hund in seiner suche nach hinweisreizen noch bestärkt.

Neli,'index.php?page=Thread&postID=151871#post151871' schrieb:Habe schon überlegt das Triebziel zu erhöhen, also Beisswurst oder Ball. Da er aber sehr triebig ist, hat man das bis dato noch unterlassen.
ist nicht genau das ein grund schon jetzt dem sehr triebigen hund den umgang mit einer beutetrieblichen belohnung zu lernen?? wenn er älter wird, und durch reife so wie lernverbindungen in seinem beutetrieb noch besser, wird es doch nur umso schwieriger? ich denke eine möglichkeit an der fehlenden konzentration (erwartungshaltung) zu arbeiten wäre es übungen zu trainieren die erstmal gar nichts mit dem fußlaufen zu tun haben. impulskontrolle fördert auch immer die konzentration und die fähigkeit des hundes auf eine belohnung etwas länger zu warten.

Neli,'index.php?page=Thread&postID=151871#post151871' schrieb:Hat jemand von Euch eine Idee wie man das Spielzeug einsetzen kann und er trotzdem nicht zu hoch kommt? Oder weiter mit Futter machen?
ich denke es ist wichtig das der hund zunächsteinmal lernt sich von seiner beute, spielzeug oder belohnung zu trennen. das ablassen sollte unter signalkontrolle stehen, damit es nach einer belohnung keinen kampf mit dem hundeführer gibt und er dadurch zum konkurenten für den hund wird.
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