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Meutetrieb
#1
Im letzten DSH-Spezial war ein interessanter Artikel zum Thema Meutetrieb. Ich würde gerne wissen, ob es hier im Forum jemanden gibt, der ihn gezielt fördert und in der Ausbildung nutzt. Außerdem frage ich mich, woran genau ich einen (hohen) Meutetrieb erkenne und wie genau ich ihn fördern kann.
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#2
hallo Dumbledore,

am schnellsten erkennst du einen hohen meutetrieb wenn du mal keinen ball oder futter einstecken hast, und dein hund dennoch hohes interesse an dir zeigt !
einen wirklich stabilen, tiefen meutetrieb erkennst du daran das ein hund selbst nach neg. erfahrungen mit dir (von sich aus) intensiv die nähe zu dir sucht......

meutetrieb beschreibt für mich die starke emotionale bindung am partner, anfangs mama (ggf. papa) und geschwister, und dann später mehr oder weniger der hundeführer.

für mich ist diese emotionale bindung super wichtig, ohne kann ich z.b. keine gutes team mit dem hund sein. ein hund der nur über triebbestätigung oder gehorsam arbeitet wäre nicht mein ding.
ich fördere diese bindung von anfang an über reine handfütterung um dem hund eine ähnliche bedeutung zu simulieren wie seine mutter für ihn hatte. ich gebe dir was du exestenziell brauchst, nahrung. baue dieses beim welpen dann gleich in die arbeit mit ein. bis der hund 6 monate ist bekommt er ausschließlich über meine hand futter. auch später, gerade in prüfungsvorbereitungen baue ich das immer wieder mit ein. 2 bis 3 wo. vor der prüfung bekommt der hund nur futter von mir, nicht mehr in der hand sondern in döschen, aber ich fixiere wieder diese gelegte exestenzielle verbindung. hier wird zwar der futtertrieb als mittel zum zweck benutzt, aber durch die exestenzielle bedeutung, also nicht zusätzlich leckerchen/wurst die der hund zwar nehmen kann aber nicht wirklich brauch, sondern nahrung die er zum leben brauch bekommt der hundeführer eine wichtige bedeutung. überspitzt gesagt er erhält dadurch den hund am leben, das gibt eine tiefe emotionale bindung.......
als nächstes sehe ich körperliche nähe als wichtigen faktor. hunden bedeutet es sehr viel an mama oder papa zu liegen, oder schon als welpen zus. mit den geschwistern im kneul zu kuscheln. genau dieses biete ich dem hund auch an. aber wie gesagt anbieten, nicht erzwingen. sucht der junge hund meinen körperkontakt massiere und streichel ich ihn, sodaß er meine nähe als sehr angenehm empfindet und immer wieder aufsuchen will.
als letztes halte ich zuverlässigkeit als einen ganz wichtigen faktor für hohe meutebindung ! ich bin von klein auf zu den hunden nicht zimperlich, sowohl im alltag wie auch im sport. ABER ich versuche dabei ein sehr gleichbleibendes bild abzugeben. sprich nicht heute so, morgen so. es gibt bei menschen einen ausdruck der heißt "emotionale zuverlässigkeit", viele menschen suchen sich auf der basis dieses gefühles einen partner. auch für den hund hat dieses gefühl eine hohe bedeutung, er muß immer wissen wo er bei dir dran ist, das gibt ihm sicherheit. unklare situationen, schwammige regeln und unkontrollierter zwang sind gift für eine stabile beziehung.

ich habe die erfahrung gemacht das ein tiefe bindung über die meute den hund sehr stabil arbeiten lässt, weil er eben nicht rein über ein triebziel arbeitet, sondern auch über das gefühl ich will es dem hundeführer recht machen.
der große nachteil ist das diese tiefe bindung auch sehr anfällig, verletztlich ist ! ist man unfair zum hund ist es viel schwerer wieder das nötige vertrauen herzustellen als bei reiner arbeit über beute. da ist nix mit bällchen zweimal schmeißen und wieder alles gut, sondern es dauert eine ganze zeit bis der hund wieder das nötige vertrauen in die beziehung zum hundeführer bekommt. der meutehund ist wesentlich schneller "beleidigt" als andere hunde, und brauch dann auch wieder länger um das aufzulösen....

als letztes noch was interessantes: ich war kürzlich auf einem seminar, bei einem der erfolgreichsten hundeführern momentan, und er erklärte wie er seine welpen aussucht. und siehe da er macht vorallem teste die auf den meutetrieb zielen. er hat es so nicht benannt, und keine ahnung ob ihm der zusammenhang bewußt ist oder er rein instinktiv handelt. aber sein derzeitiger meisterschaftshund z.b. ist super stabil und ich meine die arbeit der beiden auch dahingehend einschätzen zu können getragen von hoher bindung über die meute........................

lg thommy
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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#3
Hallo Thommy,

danke für Deine Ausführungen. Mich würde interessieren, woran genau Du einen meutetriebstarken Welpen im Wurf ausmachst / erkennst.
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#4
hallo dumbeldore, der bergiffzusatz "trieb" legt nahe das es sich um biologische drangerlebnisse handelt die wie bei anderen trieben auch immer nach dem selben muster ablaufen. ein reiz lößt ein instinktverhalten aus das zu bestätigung drängt. mein eindruck ist das der meutetrieb gerade für den noch sehr jungen hund sehr lebenswichtig ist, garantiert doch die nähe zur meute nicht nur sicherheit sondern auch andere wichtige ressourcen.

Dumbledore,'index.php?page=Thread&postID=147616#post147616' schrieb:Ich würde gerne wissen, ob es hier im Forum jemanden gibt, der ihn gezielt fördert und in der Ausbildung nutzt.
ich denke jeder der einen hund hat fördert diese eigenschaft weil sie gleichzeitig ein menschliches bedürfniss abdeckt, nämlich die pflege eines uns anvertrauten lebewesens. es ist eine win win situation für hund und hundeführer, beide profitieren davon.

ich habe den von dir angesprochenen artikel interessiert gelesen und finde die informationen super interessant, trotzdem bin ich der meinung das einiges ganz einfach im auge des betrachters liegt. um ganz deutlich zu sein, ich denke nicht das erfolgreiche hundesportler deswegen eine so beständige leistung ihrer hunde abrufen können weil sie sich den "meutetrieb" zu nutze machen.

ich möchte den beitrag von thomas nutzen um meine sichtweise etwas zu verdeutlichen. vorneweg sei erwähnt das ich das was thomas schreibt überhaupt nicht falsch finde, wie bereits vorher erwähnt liegt ja immer alles ein wenig im auge des betrachters.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=147617#post147617' schrieb:am schnellsten erkennst du einen hohen meutetrieb wenn du mal keinen ball oder futter einstecken hast, und dein hund dennoch hohes interesse an dir zeigt!
besteht hier nicht eine sehr hohe warscheinlichkeit das der hund auf grund von lernerfahrungen, ohne den ball (belohnung) offensichtlich zu sehen, diese trotzdem bei dem hundeführer antizipiert? ich denke schon. es wäre zu einfach zu denken, ich habe keine belohnung dabei, jetzt zeigt mir mein hund sein meuteverhalten.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=147617#post147617' schrieb:einen wirklich stabilen, tiefen meutetrieb erkennst du daran das ein hund selbst nach neg. erfahrungen mit dir (von sich aus) intensiv die nähe zu dir sucht.
wie verhält es sich mit hunden die eine sehr gute "härte" haben? die eigenschaft sich von unangenehmen erlebnissen nicht lange beeindruckt zu zeigen scheint mir hier, unanbhängig vom meutetrieb, ein wichtiges kriterium zu sein.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=147617#post147617' schrieb:bis der hund 6 monate ist bekommt er ausschließlich über meine hand futter. auch später, gerade in prüfungsvorbereitungen baue ich das immer wieder mit ein. 2 bis 3 wo. vor der prüfung bekommt der hund nur futter von mir, nicht mehr in der hand sondern in döschen, aber ich fixiere wieder diese gelegte exestenzielle verbindung.
handelt es sich hierbei nicht viel mehr um eine abhänngigkeit zum hundeführer die ganz bewußt als lernerfahrung vermittelt wird. ist es nicht sehr viel warscheinlicher das der hund die nähe sucht weil er ganz einfach hunger hat?

redtool,'index.php?page=Thread&postID=147617#post147617' schrieb:ich habe die erfahrung gemacht das ein tiefe bindung über die meute den hund sehr stabil arbeiten lässt, weil er eben nicht rein über ein triebziel arbeitet, sondern auch über das gefühl ich will es dem hundeführer recht machen.
eine einstellung die ich immer öfter lese und höre. die praxis zeigt mir aber zweifelsfrei, das ein verhalten das über die bereiche "beute" oder "aggression" gelernt und abgerufen wird, sehr viel intensiver und beständiger ist. für hundeführer die sich im leistungsbereich etabliert haben sicherlich ganz ganz wichtig, hängt davon doch die bewertung ab.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=147617#post147617' schrieb:der große nachteil ist das diese tiefe bindung auch sehr anfällig, verletztlich ist! ist man unfair zum hund ist es viel schwerer wieder das nötige vertrauen herzustellen als bei reiner arbeit über beute.
hier tut sich mir ein wiederspruch auf. wenn ich eine gute, bewußt geförderte meutebeziehung zu meinem hund habe, sollte das doch ein garant sein das er mir "1. mehr vertraut" und "2. schneller verzeiht", .... wenn man diese begriffe überhaupt so benutzen kann.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=147617#post147617' schrieb:als letztes noch was interessantes: ich war kürzlich auf einem seminar, bei einem der erfolgreichsten hundeführern momentan, und er erklärte wie er seine welpen aussucht. und siehe da er macht vorallem teste die auf den meutetrieb zielen.
das scheint mir auf grund der limitierten optionen der beurteilung eines welpen nur logisch zu sein. man wird ja im welpenalter schlecht überprüfen können wie hoch der hund in der beuteaggression steht, ob er sich von unliebsamen erlebnissen schnell erholt oder wie ausgeprägt sein tatsächliches beute/jagdverhalten ist.

ich bin mir darüber im klaren das gerade die erfolgreichen hundesportler von allen möglichen optionen gebrauch machen um erfolgreich sein zu können, aber der meutetrieb scheint mir nicht das wichtigste zu sein. in den letzten jahren hat sich die ausbildung dahin gehend geändert auch schon im welpenalter mit hunden zu trainieren, und gerade zu diesem zeitpunkt scheint mir die nutzung des meutetriebes sinn zu machen, ist er doch zu diesem zeitpunkt instinktiv sehr ausgeprägt. die beständigen und ausserordentlichen leistungen die man von erwachsenen spitzenhunden sieht scheinen mir aber eine andere grundlage zu haben.
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#5
Hallo Detlef,

interessante Ausführung !

Ich hatte teilweise ähnliche Gedankengänge. Z.B. wenn der Meutetrieb mit Futter bestätigt wird, zeigt der Hund dieses "Meuteverhalten" dann nicht nur, um ans Futter zu kommen ? Ich finde, den Begriff "Meutetrieb" verdient das Ganze auch nur dann, wenn sich "die Belohnung" bzw. "das Triebverhalten" ausschließlich in dem Bereich abspielt. Also der Hund WIRKLICH für körperliche / verbale Zuwendung arbeitet, ohne nach dem Streicheln etc. auf Futter zu warten.

Die Verknüpfung : erst loben (bei Prüfungen möglich) und danach kommt Futter oder Spiel nutzen ja einige Hundeführer, um eben auf Prüfungen ggf. den Trieb hochzufahren bzw. oben zu halten.

Ich habe schon oft gehört, dass sich Hundesportler gerne einen "eigenständigen" Welpen aussuchen. Also den, der im Wurf sein eigenes Ding unabhängig von Mutter und Geschwistern macht. Das wird wahrscheinlich nicht der mit dem höchsten Meutetrieb sein, oder ?

Im Allgemeinen gilt wohl immer noch die Regel, dass sich Triebe "abnutzen". Wie ist das mit dem Meutetrieb ? Muss ich, um ihn in vollen Umfang nutzen zu können, sozusagen stauen ? Also z.B. den Hund nicht mehr "einfach so" streicheln etc., sondern nur noch gezielt bei der Arbeit ?
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#6
was ihr hier beschreibt,ist für mich beschwichtigungsverhalten.( meutetetrieb)???
beschwichtigen ist nicht negativ,gehört zur rangordnung.punkt..
immer müssen alle verhaltensformen mit "trieben" beschrieben werden.vielleicht sind es motivationen. schon mal darüber nachgedacht.die triebe der caninen sind ja bekannt.
servus. meiner hat ein katzekotfresstrieb!!!!!!!!!!!
Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.
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#7
@Dumbledore

Ich bevorzuge z.B. eigenständige Welpen, die sich unabhängig von Mutter und Geschwistern auf die Socken machen. Trotzdem habe ich eigentlich immer Hunde, die sich grundsätzlich in meiner Nähe aufhalten, bei offenen Türen lieber in dem Raum schlafen, in dem ich mich aufhalte, etc., sich nur von mit lösen, wenn die eine klare Aufgabe sehen.
Und Abnutzen tut sich diese enge Vertrauheit absolut nicht. Für meine Hunde ist die Interaktion mit mir das Wichtigste. Beißwurst, Ball oder Futter sind nur noch das Sahnehäubchen oben drauf. Da sein muss es aber nicht.
Und ich benutze beim Welpen viel Futter und Spielzeug. Außerdem arbeite ich von zuhause aus, lasse die Hunde kaum allein, schlafe mit ihnen in einem Raum und lasse mich auch noch zum Streicheln oder Spielen auffordern, wenn die Arbeit gerade miserabel läuft. Big Grin Das verwöhnte Pack hätte alle Gründe, mich als selbstverständlich anzusehen.

Soziale Strukturen beinhalten sicherlich Triebe, Instinkte, eine gesunde Portion Opportunismus und Abwägen der Vor- und Nachteile. Aber eben dann doch nicht nur das.
Eine Ehe lässt sich schließlich auch nicht nur auf diese nachvollziehbaren Gründe reduzieren. :nurgag:


Grüßle
ursus
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#8
hallo bomber, wir unterhalten uns hier über einen artikel der im DSH-spezial abgedruckt war. dort gibt es eine zusammenfassung von informationen über den meutetrieb. interessanter weise wird dort in einigen absätzen auf super erfolgreiche hundeführer verwiesen und ihre einstellung zum meutetrieb angerissen. hast du den artikel gelesen?

bomber,'index.php?page=Thread&postID=147659#post147659' schrieb:was ihr hier beschreibt, ist für mich beschwichtigungsverhalten.(meutetetrieb)???
wen meinst du und an welcher stelle wird das beschrieben? es wäre hilfreich und sinnvoll die kommentarfunktion zu benutzen.

bomber,'index.php?page=Thread&postID=147659#post147659' schrieb:immer müssen alle verhaltensformen mit "trieben" beschrieben werden. vielleicht sind es motivationen. schon mal darüber nachgedacht. die triebe der caninen sind ja bekannt.
dem eingangsbeitrag ist zu entnehmen das die fragestellung sich in erster linie auf den meutetrieb, und nicht auf verhaltensformen, bezieht. ich bin mir sehr sicher das gerade die in einem forum diskutierenden personen sich sehr viel gedanken über das was sie fragen oder schreiben gemacht haben. es steht jedem frei sich an diesen diskussionen zu beteiligen, dann aber am besten sachbezogen. vielleicht kannst du ja mal den unterschied von trieb und motivation definieren und in wie fern sich das auf die meutebeziehung zwischen einem hund und seinem hundeführer auswirkt.

bomber,'index.php?page=Thread&postID=147659#post147659' schrieb:servus. meiner hat ein katzekotfresstrieb!!!!!!!!!!!
ich bin mir nicht sicher aber ich denke das es sich hier um eine eher ironische randbemerkung handelt, die aber keinem wirklich weiter hilft.
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#9
ursus04,'index.php?page=Thread&postID=147660#post147660' schrieb:Soziale Strukturen beinhalten sicherlich Triebe, Instinkte, eine gesunde Portion Opportunismus und Abwägen der Vor- und Nachteile. Aber eben dann doch nicht nur das. Eine Ehe lässt sich schließlich auch nicht nur auf diese nachvollziehbaren Gründe reduzieren.
@ursus :thumbup:
obwohl als "Gag" deklariert steckt doch auch wahrheit dahinter. das wird mich bestimmt etwas beschäftigen.
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#10
ja es ist schon so, da wird man oft verschiedenste blickwinkel haben. zumal sich meute, beute und futtertrieb auch mischen und je nach situation nicht immer als reinform vorliegen.

Zitat:besteht hier nicht eine sehr hohe warscheinlichkeit das der hund auf grund von lernerfahrungen, ohne den ball (belohnung) offensichtlich zu sehen, diese trotzdem bei dem hundeführer antizipiert? ich denke schon. es wäre zu einfach zu denken, ich habe keine belohnung dabei, jetzt zeigt mir mein hund sein meuteverhalten.
also ob ein hund in einer indirekten erwartungshaltung auf ball oder futter zu mir kontakt sucht oder rein meine nähe kann man deutlich unterscheiden. hier kam ja das bsp. von der offenen türe und das die hunde sich dann lieber in räumen aufhalten indem der partner ist. da ist keine belohnung zu erwarten, bei uns zumindestens nicht...

Zitat:wie verhält es sich mit hunden die eine sehr gute "härte" haben? die eigenschaft sich von unangenehmen erlebnissen nicht lange beeindruckt zu zeigen scheint mir hier, unanbhängig vom meutetrieb, ein wichtiges kriterium zu sein.
bei einem harten hund fängt die sog. neg. erfahrung nur später an, er verträgt mehr. ist die grenze des guten überschritten ist er den selben gegenbenheiten ausgesetzt wie der weiche hund...

Zitat:handelt es sich hierbei nicht viel mehr um eine abhänngigkeit zum hundeführer die ganz bewußt als lernerfahrung vermittelt wird. ist es nicht sehr viel warscheinlicher das der hund die nähe sucht weil er ganz einfach hunger hat?
ich schrieb ja, den futtertrieb beim welpen extrem stark genutzt um bindung zu schaffen. ich bin fest davon überzeugt das ein hund, der eben nicht aus der schüssel fressen bekommt sondern aus der hand, sich dieses tief einprägt als pos. erlebniss gegenüber dem hf. erinnert euch an eure mutter, intensive bindung im normalfall ! denkt ihr heute an essen oder körperliche nähe wenn ihr sie seht ? im normal nein, aber der pos. effekt bleibt bestehen...

Zitat:eine einstellung die ich immer öfter lese und höre. die praxis zeigt mir aber zweifelsfrei, das ein verhalten das über die bereiche "beute" oder "aggression" gelernt und abgerufen wird, sehr viel intensiver und beständiger ist. für hundeführer die sich im leistungsbereich etabliert haben sicherlich ganz ganz wichtig, hängt davon doch die bewertung ab.
die arbeit über meute schließt für mich weden beute noch aggression aus. ich sehe eine hohe meute als zusatz, keinesfalls als alternative für beute und aggression...

Zitat:hier tut sich mir ein wiederspruch auf. wenn ich eine gute, bewußt geförderte meutebeziehung zu meinem hund habe, sollte das doch ein garant sein das er mir "1. mehr vertraut" und "2. schneller verzeiht", .... wenn man diese begriffe überhaupt so benutzen kann.
ich nehme wieder den vergleich von menschlichen bindungen. wer kann dich am ehesten, und tiefsten verletzen ? die menschen die dir am nähesten sthen. wo brauch man am längsten um dies zu verkraften ? bei menschen die einem nahe stehen, weil man es dort am wenigsten erwartet hat, am meisten enttäuscht ist...

ob der meutetrieb nun letztlich von großer bedeutung ist hängt sicherlich auch von der trainingsmethode ab, bzw. von der philosophie im umgang mit sport und hund. für mich persönlich ist er sehr wichtig. weniger weil er nutzen hat, mehr weil ich ihn brauche um zu einem hund optimal im kontakt zu sein. reines arbeiten über beute ist für mich ein bischen wie ballsport, und ich habe genügend fußball und tischtennis runter in meinem leben...
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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