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Verletzung der Halswirbelsäule
#1
Hallo,
nun hat es auch meinen "Kleinen" erwischt.
Nach einem heftigen Aufschrei beim Verbellen und minimalem Humpeln diagnostizierte der TA nach Röntgenbild vor 9 Wochen eine Entzündung am 2. Halswirbel. Er verordnete 6 Wochen Ruhe. Nach der Zeit bin ich wieder hin, erneutes Röntgen; Entzündung war nicht mehr zu erkennen, alles wieder erlaubt.
Nach dem 3. SD schrie mein Hund beim Anbiss auf und war wieder minimal am Humpeln. Ab dem nächsten Tag verschlimmerte sich sein Zustand, er schrie vor Schmerzen, konnte gar nicht laufen, nicht richtig liegen, wollte nicht fressen und keinen Haufen machen. Er kam dann ins MRT. Dort wurde festgestellt, daß die Entzündung NICHT weg war; Nervenstränge vom Hals Richtung Bein machten das Humpeln. Er bekam auf die Entzündung eine Cortisonspritze, 7 Tage Metacam gegen die Schmerzen und 10 Tage nach dem MRT war ich bei der Chiropraktikerin, um zu sehen, ob er Blockaden am Hals hat, weil die auf dem MRT nicht zu sehen waren. Er hatte eine Blockade im Lendenwirbelbereich, eine am 1. Halswirbel (Atlas). Sie hat die Blockaden entfernt, nächsten Tag lief der Hund wieder schlechter, ist aber wohl normal.
Der TA hat nun 6 MONATE strikte Ruhe verordnet, nur gehen im Geschirr, keine hektischen Bewegungen mit dem Kopf, logo kein Sport. UND... NIE WIEDER SD ...
Daraufhin bin ich zur Physiotherapeutin. Nun bekommt er 2x die Woche Unterwasserlaufband, 1 x Massagen (er war komplett verspannt auf der Hinterhand und natürlich am Hals). Wenn die akute Entzüdung raus ist, soll er Rad fahren im gestreckten Trab, Cavalettis gehen, Schweres tragen (mit leichtem Gewicht anfangen). Die Massagen kann ich ihm bald selber machen, lasse mich gleich mit unterrichten, so bin ich nicht terminabhängig.
Der TA meint, wenn er erst einmal so eine Verletzung hatte, wird das immer wieder auftreten. Der TA vermutet eine Verletzung bei einer "Rolle", evtl. beim Toben mit meinem anderen Hund. Was mich hoffen lässt ist, es gibt keinerlei Veränderung am Rückenmark, Knochen, Nervenstränge - alles ok. Er hat eine Entzündung, die - weil er das nie angezeigt hat - immer wieder belastet wurde und so immer wieder gereizt wurde. Wenn sie nun ausgeheilt ist, die Halsmuskulatur entsprechend trainiert wird, hoffe ich, daß nach diesen 6 Monaten der Hund wieder Sport machen darf. Es wäre wirllich super schade drum, er ist kein schlechter. Ausserdem ist jetzt nach 1,5 Wochen Ruhe schon ziemlich traurig, wie soll das erst werden, wenn er gar nix mehr machen darf?
Leider ist er auch noch ein "Linksdreher". Wenn es losgeht, egal womit, dreht er sich immer im Kreis und immer links herum. Dieses auch in seiner Box im Auto. Die ist 62 cm breit, der Hund aber viel länger. Das ist sicherlich nicht gut für seine Wirbelsäule. Nun muß ich die Boxenbreite verändern, aber wie? So klein machen, daß er nicht mehr drehen kann? Dann kann er aber auch nicht mehr entspannt liegen. Oder größer machen, damit er Platz hat zum drehen, was dann aber bestimmt für seine Wirbelsäule nicht so gut ist. Wie ich das abstellen soll, weiß ich nicht, bisher hat das kein Hund bei mir gemacht.
Futter bekommt er morgens Trofu und abends Fleisch. Kann ich da noch irgendwas zugeben, was seinen Wirbelbereich unterstützt?
Hat jemand von euch Erfahrungen damit, oder vllt. noch weitere Tipps, was ich machen kann, damit er wieder fit wird?
Er ist jetzt 2 Jahre alt.
Danke vorab mal wieder für eure Antworten.
LG Petra
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#2
ohhh jeehhhhhhh
so wie du die lage beschreibst hast du ja das maximale an möglicher unterstützung bereits eingeleitet.....ich denke das du genau das richtige machst ....aber die dinge wirklich ihre zeit brauchen......
meine hündin hatte nach einer rückenmarknakose für einen kaiserschnitt mit 4 jahren schlimme beschwerden mit dem rücken.....das hüpftier wollte nicht mal mehr ins auto springen noch spielen oder länger laufen......ich bin dann so wie du beschrieben hast zu einer erfahrenen physiotherapeutin gefahren und habe insgesammt 1 jahr.....allerdings wurden die sitzungsabstände nachher länger.......gebraucht bis sie wieder beschwerdefrei war.......richtigen schutzdienst..... und ohne leine mit anderen toben..... habe ich sie aus sorge nie wieder machen lassen......
heute fast 6 jahre später.....ist meine yenny immer noch pumpel gesund....sie springt problemlos aus dem stand in große autos....fängt wieder bälle stöckchen und katzen ;-))
radfahren schafft sie locker noch 10 km.....allerdings wenn sie müde wird ist asphalt gift....ich lasse sie wenn vom frühjahr bis in den späten herbst fast täglich schwimmen......und ich bin mir sicher das das zur gesunderhaltung erheblich beiträgt....
ich wünsche dir die nötige geduld um dem hund genügend zeit zu geben.....
ich weis wie schwer das sein kann....vor allem wenn die viecher so sehr aktiv sind und sich ungestüm bewegen wollen
klickerspiele die den hund psychisch fordern haben damals geholfen....

lieben gruß und gute nerven

:hallo: carola
freunde sind menschen die dich mögen.....obwohl sie dich kennen https://de.working-dog.com/dogs-details/...von-Arlett
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#3
Hallo Petra,
wenn möglich kannst Du ihm Drehungen rechts herum beibringen. Damit trainierst Du die häufig weniger beanspruchten Muskelgruppen, da Dein Hund durch die links Drehungen vermutlich auch einseitig stärker ist.
Bye Uwe
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#4
Uwe Junker,'index.php?page=Thread&postID=129682#post129682' schrieb:Hallo Petra,
wenn möglich kannst Du ihm Drehungen rechts herum beibringen. Damit trainierst Du die häufig weniger beanspruchten Muskelgruppen, da Dein Hund durch die links Drehungen vermutlich auch einseitig stärker ist.

ein sinnbringendes clickerspiel ;-)) :geist:
freunde sind menschen die dich mögen.....obwohl sie dich kennen https://de.working-dog.com/dogs-details/...von-Arlett
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#5
@Tuppes, die Zeit bekommt er. Ohne es zu versuchen, will ich nicht aufgeben. Jetzt, nach 2 Wochen Ruhe, schraubt er sich schon ein wenig hoch, ich hoffe, wir bekommen die 6 Monate gut rum. Ja, Geduld werden wir ALLE haben müssen.
@Uwe, gute Idee, schon um die rechte Seite mit zu trainieren. ABER: das Drehen an sich ist echt Gift für ihn zur Zeit und wenn er nicht damit aufhört, wird der Rücken immer wieder von Blockaden belastet und das ist natürlich gar nicht gut.
Ihm das Rechtsdrehen beizubringen, geht wohl, aber damit beende ich nicht sein eigentliches Problem.
Ich muß das generell abstellen, aber wie?
LG Petra
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#6
Wie wäre es mit einem Frustrationstraining? Denn das Drehen kommt ja davon, dass er die Aufregung/ Anspannung/ Trieb nicht mehr aushält und so diese Übersprungshandlung macht. Von daher könnte ich mir ein Konzentraions- und Frustrationstraining mit evtl. angebotenen Ersatzhandlungen gut vorstellen. Setzt aber voraus, dass man in der Trainingsphase, Situationen meidet, welche das Verhalten auslösen.

Bsp. Auto
Dazu müsste er vielleicht zeitweise erst einmal vorn im Auto mitfahren bzw. dann auch nicht in diesem verbleiben. Wenn er das Drehen auch vor dem Spaziergang (an der Haustür) zeigt, dann würde ich das Anleinen in einem anderen Raum verlagern, bzw. die Leine (ein Stück davon) vorerst immer mal dran haben, wieder ab machen usw., so dass er nicht mehr den Weg zur Tür mit Aktion verbindet.

Und eine intensives Suchtraining (nicht unbedingt Fährte, sondern ähnlich Sprengstoffsuche) sollte ihn auslasten und nicht so sehr belasten. (Bsp. kl. Ball, Gegenstand auf einer großen Wiese auslegen/ auswerfen)

Silvana
Gruß Silvana
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#7
Vorab erstmal danke für die nützlichen Tipps. Auch das Rechtsdrehen beibringen macht Sinn. Die Physiotherapeutin sagt, dreht er einmal links und zweimal rechts, gleicht das wieder aus. Also bringe ich ihm das bei - habe ja Zeit dafür.
Grundsätzlich abstellen... ich kann natürlich alles anders machen, wenn es aus dem Haus raus geht. Im Auto wird schon schwieriger, weil die Hunde im Transporter hinten in festen Boxen liegen - vorne geht gar nicht.
Aber den Tipp mit dem Ball suchen, der ist gut. Ich habe das vorher auch schon einige Male gemacht, er ist sehr motiviert dabei und freut sich natürlich, wenn er den Ball dann hat. Allerdings muß ich mit all den "beweglichen" Arbeiten warten, bis die akute Entzündung raus ist. Das dauert noch ein bisschen.
Massiert habe ich ihn heute auch mal allein und es war schon fast gut; aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.
Insgesamt bin ich sehr positiv eingestellt und gebe die Hoffnung nicht auf, daß doch noch alles gut wird.
Nochmal danke
LG Petra
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#8
Hi Petra,
bring ihm doch bei, verschiedene Gegenstände auf Kommando bei, sprich Diferenzieren von Gegenständen, da muß er sich nicht viel Bewegen sondern sein Köpfchen gebrauchen ;-) Später versteckt du sie auf kurze Distanz im Haus dann im Garten und dann sind die 6 Wochen schon um...
Claudia
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#9
Villeicht könnte das Dein Drehproblem beheben
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#10
Guck mal hier. Da ist sicher auch was für Dich dabei!!!

http://www.benecura.de/
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