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erwin,'index.php?page=Thread&postID=107143#post107143' schrieb:was ist dann zum beispiel mit deinem kleinen schnautzer auch erst nach anderrer ausbildung aufgebaut reiht sich zumindest im verhalten bei den anderen ein
erwin
Hallo Erwin,
verstehe ich nicht... meinst Du meinen Rüden oder die Hündin von meiner Frau? Mein Rüde wurde quasi gar nicht richtig "aufgebaut", da ich selber keinen Helfer hatte und da auch lange nur unregelmässig rumgemurkst wurde. Auch da machen wir Mischmasch. Das ist nicht der Aufbau den ich meine, den Rüden haben wir ja auch erst mit 6 Monaten bekommen, da war schon viel Basis weg.
Die Hündin steht am Anfang... die wirst Du zuletzt gesehen haben, als sie 12 Wochen alt war... das ist ja nun auch schon wieder etwas her. Mittlerweile wird es gut, warten wir es ab...
Wie schon gesagt, deutlich wird es, wenn Du einen einjährigen Hund siehst, der von Anfang an über die Schiene aufgebaut wurde. Dann sieht man die Unterschiede...
Viele Grüße
Sören
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Hallo Alf,
ich hab das schon hinterblickt, denke ich zumindest. Vielleicht klingt Neugierverhalten besser und moderner (läßt sich vielleicht besser in unserer supersozialen Gesellschaft vermarkten) , inhaltlich denke ich geht das am Thema vorbei.
Das angesprochene Neugierverhalten ist meiner Meinung nach nicht zu gebrauchen in der Schutzdienstarbeit.
Begründung: Neugierverhalten: (von einer verhaltensbiologischen Page)
Das Neugierverhalten wird gezeigt, wenn ein neues Objekt/Reiz aus der Umwelt auftaucht. Es ermöglicht dem Tier eine Verbesserung seiner Überlebensaussichten und ein Kennenlernen seiner Umwelt.
Die Auslöser für Neugierverhalten sind unspezifisch. Es erfolgt eine schnelle Habituation, d.h. schon nach kurzer Zeit wird der Gegenstand nicht mehr beobachtet.
Will irgendjemand gerade den letzten Nachsatz? Du selbst möchtest einen , nach HZ, ständig aufmerksamen Hund. Also wie jetzt?
Was kommt dann? Reizerhöhung, damit das Neugierverhalten wieder aktiviert wird? Wie hält man die Neugier aufrecht?
Alf, jetzt wird es Zeit mal die Katze aus dem Sack zu lassen und einen Aufbau mit einem normalen Hund zu beschreiben.
Ich bin wirklich neugierig geworden.
Grüsse Ingo P.
suum cuique
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Ingo Petrofsky,index.php?page=Thread&postID=107149#post107149' schrieb:Die Auslöser für Neugierverhalten sind unspezifisch. Es erfolgt eine schnelle Habituation, d.h. schon nach kurzer Zeit wird der Gegenstand nicht mehr beobachtet. [/b]
Will irgendjemand gerade den letzten Nachsatz? Du selbst möchtest einen , nach HZ, ständig aufmerksamen Hund.
Ich bin langsam etwas müde, mich so oft wiederholen zu müssen.
„Wir sprechen den Hund also in seinem natürlichen Neugierverhalten an und zeigen ihm mit welcher Reaktion er mehr solche erwünschten Reize bekommt. Sehr schnell wird der Hund aktiv und animiert den Helfer. Man kann richtig sehen, wie es dem Hund gefällt, den Helfer zu aktivieren.“
Das mit dem HZ und dem aufmerksamen Hund, hast du leider auch missverstanden.
Gruß Alf
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Ingo Petrofsky,'index.php?page=Thread&postID=107149#post107149' schrieb:Das Neugierverhalten wird gezeigt, wenn ein neues Objekt/Reiz aus der Umwelt auftaucht. Es ermöglicht dem Tier eine Verbesserung seiner Überlebensaussichten und ein Kennenlernen seiner Umwelt. Die Auslöser für Neugierverhalten sind unspezifisch. Es erfolgt eine schnelle Habituation, d.h. schon nach kurzer Zeit wird der Gegenstand nicht mehr beobachtet. [/b] hallo ingo,
das hatte ich mir auch schon überlegt, denke aber das man hier eines beachten muß.
ein reiz der den hund neugierig macht ist erstmal ein neutraler reiz, wird aber in verbindung mit einem nicht konditionierten reiz (z.b. bewegung des helfers oder verschwinden des helfers) ein konditionierter reiz. der hund lernt auf diesen gleichen oder selben reiz mit einem lernverhalten zu antworten (z.b. bellen hetzen vertreiben). es findest also eine konditionierung eines bedingten reflexes statt. bei erfolg, bekommt der ehemals neutrale reiz mehr wertigkeit und der erlernte reflex wird intensiver ausgeprägt gezeigt.
der unterschied, so wie ich es verstanden habe, zu der früher oft praktizierten wehrtrieb förderung ist, das auf das lernverhalten des hundes bewußter und eher eingegangen wird. das heißt man gibt dem hund die zeit sich zu entwickeln, man sorgt nicht dafür.
einen anderen vorteil sehe ich durchaus darin, das man ebend gerade nicht in der präge oder aufbauphase diese motivationen (triebenergien) in eine beute kanalisiert. dadurch verhindert man das die beute zu viel wertigkeit bekommt, das evt. in der folge ja wiederum dazu führt dem hund klar machen zu müssen sich von dieser zu trennen was dann auch den hund depremieren kann.
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Zitat:Die Auslöser für Neugierverhalten sind unspezifisch. Es erfolgt eine schnelle Habituation, d.h. schon nach kurzer Zeit wird der Gegenstand nicht mehr beobachtet. [/b]
Hallo Ingo,
so verhält es sich mit Reizen, denen keine lustbetonte Aktion/beängstigende Aktion folgt. Die primäre Motivation des Hundes ist Neugier gekoppelt vielleicht auch mit etwas Unsicherheit - normal bei Unbekanntem. Es folgt aber ein für den Hund lustvolles Erlebnis - das "Etwas" läßt sich in die Flucht schlagen. Das wiederum hat den Effekt, den jede Form von Lust/Vergnügen/Erfolg hat: Man will es nochmal. Dem Hund geht es da nicht anders. Und wenn er erst mal begriffen hat, dass sich der Gegner "lenken" läßt, wird es wohl kein Halten mehr geben.
Das Ganze läuft, nach meinem Verständnis, bei halbwegs gefühlvollem Helfer, rein erfolgsbetont ab. Überforderungen sind gut zu vermeiden. Dadurch hat man einen sehr stressfreien Aufbau, der eine hervorragende Grundlage für alles Weitere gibt. Und dadurch, dass die Beute im Hintergrund steht, das Bellen und Treiben aber im Vordergrund, werden auch hier für die Zukunft Grundsteine für konfliktfreies (vor allem auch mit dem HF!!) Arbeiten gelegt.
Mir gefällt's!
LG
Bine
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Hallo Detlef, halle Bine,
super gecheckt und treffend erklärt!
Und das, wo andere sich noch vor Unverständnis schlapp lachen ;-)
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moin detlef
das ist sicherlich richtig so,bleibt allein die frage aus was für einer motivation heraus wird der hund aktiv und in was für bereichen spielt sich das ab.was lernt er durch seine aktivität.
aus meiner sicht agression,wennn der helfer sich schleicht. und fixieren aus dem versteck heraus ist meiner meinung nach doch auch schon deutliches drohen.
immerhin erfolgt das ja nicht auf eine neutrale handlung hin sondern es wird auch hier provoziert .
erwin
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Alf,'index.php?page=Thread&postID=107150#post107150' schrieb:Ingo Petrofsky,index.php?page=Thread&postID=107149#post107149' schrieb:Die Auslöser für Neugierverhalten sind unspezifisch. Es erfolgt eine schnelle Habituation, d.h. schon nach kurzer Zeit wird der Gegenstand nicht mehr beobachtet. [/b]
Will irgendjemand gerade den letzten Nachsatz? Du selbst möchtest einen , nach HZ, ständig aufmerksamen Hund.
Ich bin langsam etwas müde, mich so oft wiederholen zu müssen.
„Wir sprechen den Hund also in seinem natürlichen Neugierverhalten an und zeigen ihm mit welcher Reaktion er mehr solche erwünschten Reize bekommt. Sehr schnell wird der Hund aktiv und animiert den Helfer. Man kann richtig sehen, wie es dem Hund gefällt, den Helfer zu aktivieren.“
Das mit dem HZ und dem aufmerksamen Hund, hast du leider auch missverstanden.
Gruß Alf
Hallo Alf,
ich denke, es ist soweit alles gesagt und das Prinzip wurde hinreichend erklärt. Jeder der es verstehen will hat es verstanden. Ob man sich nun damit identifizieren kann oder will, das ist jedem selbst überlassen. Ich denke, mehr kann man in einem Forum nicht erklären, wer sich nun wirklich damit auseinandersetzen will, der muss dann eben ein Seminar z. B. bei den Heuwinklern, also den Knoches oder Scherk und Knabl besuchen. Ich habe das in der Vergangenheit auch schon oft genug versucht theoretisch zu erklären, bisher immer von Angesicht zu Angesicht, also nicht schriftlich übers Internet. Es ist mir immer nur begrenzt gelungen, verstanden wurde das erst, wenn man es nun wirklich mal live gesehen hat.
Letztendlich wirst Du übers Forum niemanden "bekehren". Warum auch? Es ist nicht die einzige Methode einen Hund zu arbeiten und die anderen Methoden klappen ja auch irgendwie. Dazu kommt noch, das bei den meisten bei einer VPG 3 auf OG Ebene ohnehin Schluss ist, und sowas bekommen selbst begrenzt talentierte Helfer hin. Wir führen hier also eine Luxusdiskussion über Dinge, die für die Meisten aufgrund des fehlenden Helfers, des Umfelds und der eigenen Einstellung sowieso nicht in Frage kommen. Dazu kommt eben auch, dass es in vielen Vereinen nicht umsetzbar ist, einfach aufgrund des Publikums. Das Argument "der beißt ja nur in die Beute und das ist alles nur Spiel" ist dann nämlich nicht mehr möglich. Ich musste mir auch schon anhören, dass diese Art der Arbeit ja wohl nun unverantwortlich ist, da man damit ja die Hunde zivil abrichtet und sie auch wirklich den Helfer beißen würden... was m. E. ja auch stimmt. Daher ist diese Art der Arbeit vor den Augen vieler "Gelegenheitssportler" sowieso nicht möglich. Das gibt nur Ärger.
Es ist sicherlich ein schöner Weg, der aber insgesamt passen muss. Ich kenne das ja auch als Helfer. Nur mal ein paar Hunde über diese Schiene aufbauen und den Rest dann klassisch funktioniert nicht. Entweder der komplette Verein zieht mit, es steht jeder dahinter und jeder korrigiert den anderen, oder das ganze Ding ist, wie mit jeder neuen Methode, zum Scheitern verurteilt. Und nicht jeder Helfer ist dafür geeignet. Wenn jemand wirklich aufgrund seiner inneren Einstellung gerne der "liebe Beute-Onkel" ist, dann wird der auch in 100 Jahren diese Arbeit nicht auf die Reihe bekommen. Innere Einstellung und Ausstrahlung gehört dazu, die kann man nicht lernen, die ist da oder nicht.
Wie gesagt, ich denke, es wurde so viel wie möglich geschrieben. Alles weitere müssen sich dann die Interessierten in der Praxis ansehen.
Viele Grüße
Sören
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Hallo Bine,
gut erkannt. Es geht um angenehme Gefühle und die Lernerfahrung:
auf dieser Bühne kann ich Superhund diese Puppe (nach den Regeln meines HF) tanzen lassen.
Mein System beruht sowohl in der UO als auch im SD auf angenehmen Gefühlen.
Gruß Alf
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hi,
war vor jahren auf einem scherkl seminar.
hier ist ein video vom ersten schutzdienst meiner nikyta zu sehen.
das war mit 4 monaten.
http://www.working-dog.eu/dogs-details/6...ssenstein/
schaut unter 1. Schutzdienst mit 4 Monaten.
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