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Dominanztraining
Hallo Alf,

Du meinst, Du machst es eher wie es Sören beschrieben hat - einfach Anbiß, Beute, Helfer ergreift die Flucht? Ohne diesen "Übergang"?

LG

Bine
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Dieser „Übergang“ ist ein Relikt aus der Idee vom „Triebwechsel“. Er schafft Konfusion beim Hund, er schwächt den Hund, oft werden die Griffe schlecht.

Ja: Anbiß, Helfer schenkt Ärmel, Helfer scheicht sich verängstigt weg (keine wilde Flucht), Hund macht mit dem Ärmel das, was er will.
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Alf,'index.php?page=Thread&postID=107063#post107063' schrieb:
Dino,index.php?page=Thread&postID=107059#post107059' schrieb:Dann wurde das Helfertreiben und Beutezukicken noch als Zwischenschritt zwischen Helfertreiben und Verbellen gezeigt.....
Nach einem späteren Helferwechsel wurde der Hund beim Verteidigungsspiel (Beute liegt auf dem Boden, Helfer bedroht)

In meinem System kommt das nicht vor, da gibt es keinen Streit um die Beute, da wird nicht eine Beute verteidigt.

Hallo,

naja, das mache ich teilweise schon. Nicht bei jedem Hund und nicht ständig. Das Zuwerfen der Beute bzw. das Flüchten und die Bestätigung in der toten Beute baue ich schon mit ein. Wichtig hierbei ist aber, dass der Hund das vom Helfer fordert und das diese Beutebestätigung immer mit der Flucht des Helfers einher geht.

Zuwerfen deshalb, weil es meine Vorbereitung für das Verbellen ist. Aber auch hier nur, wenn der Hund klar Dominieren will und klar treibt, und zwar nicht Richtung Beute sondern immer Richtung Helfer. Der Hund muss mich beeindrucken, wenn er die Beute haben will.

Wobei die Reaktion danach dieselbe ist. Der Hund reagiert sich in der Beute ab, stellvertretend für den Helfer. Nach ein paar Sekunden ist die i. d. R. wieder uninteressant und es geht wieder Richtung Helfer.

Aber auch hier immer abhängig vom Hund. Das macht längst nicht jeder. Wenn ich einen Hund über diese Schiene bestätigen kann, weil er beutemässig gut gelagert ist, dann ist das okay. Wenn der Hund das nicht will und lieber den lebenden Helfer hat, dann ist das genauso okay. Wichtig wie gesagt nur: Der Anbiß am Helfer, die Griffruhe und die Sicherheit in der Belastung. Alles andere sind Nebenschauplätze und nicht PO-relevant.

Viele Grüße

Sören
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Alf,'index.php?page=Thread&postID=107065#post107065' schrieb:Ja: Anbiß, Helfer schenkt Ärmel, Helfer scheicht sich verängstigt weg (keine wilde Flucht), Hund macht mit dem Ärmel das, was er will.

und wie geht es dann weiter (zum 2. Anbiss) ?
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Trine,'index.php?page=Thread&postID=107070#post107070' schrieb:
Alf,'index.php?page=Thread&postID=107065#post107065' schrieb:Ja: Anbiß, Helfer schenkt Ärmel, Helfer scheicht sich verängstigt weg (keine wilde Flucht), Hund macht mit dem Ärmel das, was er will.

und wie geht es dann weiter (zum 2. Anbiss) ?

Hallo,

gar nicht... der kommt dann erst beim nächsten Übungsbetrieb... und in 5 Jahren macht der Hund dann die 1. :i_

Naja, wie soll es weitergehen, irgendwann lässt der Hund vom Ärmel ab bzw. wenn er es nicht freiwillig tut wird getrennt (was meistens nicht nötig ist), der Helfer belastet wieder, nimmt unterschwellig den Arm oder hat ein 2. Beißdings dabei und dann geht es weiter.

Eigentlich mehr oder weniger klassisch... oder man baut kurze Gehorsamsteile rein, oder was immer gerade geübt werden soll. Verstehe die Frage nicht... der Schutzdienst wird ja nun damit nicht neu erfunden. Manche Sachen bleiben auch einfach gleich....

Viele Grüße

Sören
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@ Sören,
es gibt ja nun diverse Möglichkeiten, wie man nach dem Trennen des leeren Ärmels weiter machen kann. Z.B. Hund muß sitzen / liegen - Hf bringt Ärmel zum Helfer; Hf tritt den Ärmel vom Hund weg zum Helfer; Ärmel wird da liegen gelassen, wo der Hund ihn abgelegt hat und es wird z.B. mit Fuß gehen weitergemacht oder Hund richtet seinen Fokus sofort wieder auf den Helfer.
Da sicher nicht alle Varianten zum Dominanztraining passen, meine Frage an die, die diese Form der Ausbildung praktizieren.........
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Trine,index.php?page=Thread&postID=107070#post107070' schrieb:und wie geht es dann weiter (zum 2. Anbiss) ?

Hallo Trine,

hoffe, daß ich deine Frage richtig verstanden habe.

Hund lässt Ärmel fallen, Helfer ist hinter dem Versteck verschwunden, Hund ins Platz (das kennt er schon aus der Zeit, wo er noch nicht beißen durfte, und macht es meist schon unaufgefordert),
Helfer kommt wieder drohend (ohne Ärmel) aus dem Versteck, Hund vertreibt ihn, man läßt den Hund an der Leine sich nach vorne arbeiten (der Ärmel liegt jetzt hinter dem Hund), Helfer ist verschwunden, Hund legt sich ins Platz, wird kurz gelobt, jemand bringt den Ärmel zum Helfer ins Versteck
Helfer kommt mit Ärmel ohne große Körperspannung und Reizbewegungen in einem Bogen, also nicht frontal, auf den Hund (der sich beim Anblick des Helfers natürlich aufgestellt hat) zu, geht an ihm vorbei und lässt ihn dabei in den Ärmel beißen (je nach Ausbildungsstand mit oder ohne Kampfhandlung), schenkt den Ärmel, Helfer schleicht sich etwas gebeugt zum Versteck und verschwindet, Hund hat den Ärmel fallengelassen und liegt im Platz,
Helfer kommt wieder drohend (ohne Ärmel) aus dem Versteck, Hund vertreibt ihn, man lässt den Hund an der Leine sich nach vorne arbeiten (der Ärmel liegt jetzt hinter dem Hund), Helfer ist verschwunden, Hund legt sich ins Platz, wird etwas ausgiebiger gelobt, darf aufstehen, und wird dann vom Platz geführt

Verständlich?
Gruß Alf

PS: zurück bleiben ein leerer Ärmel und ein besiegter Helfer
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Hallo Trine,

achso... naja, kommt auf den Ausbildungsstand an.

Ich "stelle" z. B. keine Hunde ab. Solche Scherze wie "sitzen lassen und HF gibt Helfer den Arm" gibt es nicht. Das ist m. M. auch ein Vertrauensbruch und hebt den Ärmel nur weiter hervor. Meistens trennt ja der Hund von sich aus, dann geht es wieder ins Treiben Richtung Helfer, damit entfernt sich der Hund automatisch vom Ärmel. Entweder der Helfer hat nun einen zweiten Ärmel dabei, oder er lässt sich wieder auf den ersten Ärmel zutreiben, nimmt den auf und es geht damit weiter.

Grundsätzlich gibt es kein "Abstellen". Nachdem der Hund (wieauchimmer) getrennt hat, macht es Gas Richtung Helfer. Daraus entwickelt man dann die weitere Übung, je nach Ausbildungsstand. Entweder mit Führigkeit oder Transporten, Verbellen, Revieren, etc. pp.. Diese Sachen werden immer aus dem Trieb heraus entwickelt und der Hund rechnet in jeder Sekunde mit Freigabe und Anbiß. Dadurch fällt er in den Gehorsamsteilen nicht aus dem Trieb... das ist ein alter Hut und wird ja nun schon länger so gemacht.

Wie gesagt, es unterscheidet sich in erster Linie alles durch den Aufbau und die erzeugte Grundstimmung beim Hund. Je näher man nun in Richtung PO-Ablauf trainiert, desto mehr gleicht sich das dann wieder an. Ich verzichte nur bewußt auf alles, was nicht in der PO vorkommt. Da muss der Hund nicht vor der toten Beute Platz machen, der HF trägt das Ding nicht über den Platz und der Hund muss auch keine albernen Gehorsamsteile wie Sitz, Platz, etc. vor dem Helfer ausführen. Es wird nur das geübt was in der PO vorkommt, immer in anderer Reihenfolge, aber alles rigoros auf die Basis reduziert... keine Spierenzchen, nur die Pflicht. Das hat aber nix mit dem Aufbau zu tun, das ist einfach meine persönliche Einstellung dazu.

Viele Grüße

Sören
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@ Alf und Sören,
Danke !!!!
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Sören,index.php?page=Thread&postID=107077#post107077' schrieb:Da muss der Hund nicht vor der toten Beute Platz machen,

Hallo Sören,

mein System unterscheidet sich offensichtlich in einer Reihe von Dingen.

Warum z.B. Platz vor dem fallengelassenen Ärmel? Erstens will ich ihn nicht wegnehmen und damit evtl. aufwerten. Der leere Ärmel ist immer uninteressant, da wird sich nie drum gestritten. Zweitens bringt es gespannte Ruhe in den Hund, er fixiert im Liegen das Versteck, weil er ja weiß, daß der Helfer da evtl. wieder rauskommt. Drittens emfindet der Hund dabei Überlegenheit: ich bin ein so cooler Sieger, daß ich mich sogar traue mich hinzulegen. Viele Tiere zeigen nach einem Kampf z.B. dem Besiegten so ihre Dominanz: sie legen oder setzen sich demonstrativ gelassen hin.

Mein System beruht auf biologischen Beobachtungen und Erkenntnissen. Es arbeitet mit und nicht wie das "Triebwechselkonzept" gegen die Natur des Hundes.

Gruß Alf
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