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Dominanztraining
#71
Frohes neues Jahr,

das mit dem Helfer treiben -dominieren ist doch nichts neues mehr.

Hab ich in meinen Anfängen als Helfer schon gelernt von einem HF u. Züchter der so schon lange gearbeitet hat.

Der Ausdruck kanalisieren wird nicht benötigt gefällt mir dabei nur nicht, da der Hund sehr wohl in den Ärmel kanalisiert wird. woanders darf er auch nicht.



mfg ingo
dick und rund durch sport mit dem hund
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#72
Julia T. schrieb:der schmale Grad zwischen Meiden und Dominanz besteht eben!

Jetzt muss ich mal ganz dumm fragen, kann ja sein ich bin nur begriffsstutzig!?

Für mich gab es immer aktive Formen (Triebe(Aggression, Beute, Sexual. etc.)) und reaktive Formen (Verhalten(Meiden und Wehren)).

Bei mir lagen immer, die reaktiven Verhaltensformen nah bei einander, wie spielt dort die Dominanz mit rein???
""Bei uns gilt nicht der Schönste, sondern der Tüchtigste.
Dieser Tüchtigste ist, recht verstanden, dann aber auch der Schönste,
weil jede Leistung verbürgende Zweckmäßigkeit in ihrer Vollkommenheit ist schön.""
*** v. Stephanitz 1928***
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#73
@ Kevin... tut mir leid... Meiden und Aggression! Hab wohl zu schnell geschrieben!!!
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#74
Sorry,
hab mir die Frage soeben selbst beantwortet, ein nicht dominanter Hund, rutsch bei Belastung eher ins Meiden als ein dominanter, der wird sich eher Wehren!?
""Bei uns gilt nicht der Schönste, sondern der Tüchtigste.
Dieser Tüchtigste ist, recht verstanden, dann aber auch der Schönste,
weil jede Leistung verbürgende Zweckmäßigkeit in ihrer Vollkommenheit ist schön.""
*** v. Stephanitz 1928***
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#75
Kevin B.,index.php?page=Thread&postID=107007#post107007' schrieb:ein nicht dominanter Hund, rutsch bei Belastung eher ins Meiden als ein dominanter, der wird sich eher Wehren!?

Das spielt bei meiner Methode nicht die entscheidende Rolle.
Der eine halt früher, der andere halt später.
Entscheidend ist mein Aufbau, der allen Hunden erlaubt, ihre Potenzial optimal zu entfalten.
Nicht jeder Hund kann Weltmeister werden, aber jeder Hund kann durch meine Methode besser werden als durch das alte „Triebwechsel“ und „Kanalisation“.

Gruß Alf
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#76
Hallo Alf,

aus welcher Gegend kommst Du? Würde gern mal ein WE bei uns auf den Platz diese modernen Methoden ausprobieren und uns darüber austauschen. Hätte bestimmt auch interessierte Sportfreunde dabei. Leider feiert man in meinem Umfeld Toporeck, bellon und Raiser noch als die Krönung des Hundesports. Wünschte mir, wir hätten mehr von Deiner Sorte, auch bei uns im Bereich, dann hätte ich auch wieder mehr Interesse am VPG-Sport. Wir sind im Süden von Berlin.

VG Uwe
Gewalt beginnt dort, wo Wissen aufhört
und wo Verzweiflung ihren Anfang nimmt!
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#77
Alf,'index.php?page=Thread&postID=107008#post107008' schrieb:Nicht jeder Hund kann Weltmeister werden, aber jeder Hund kann durch meine Methode besser werden als durch das alte „Triebwechsel“ und „Kanalisation“.
wow, ..... das nenne ich mal eine ansage!
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#78
Andreas Bolz,'index.php?page=Thread&postID=106970#post106970' schrieb:
Bine DSH,'index.php?page=Thread&postID=106967#post106967' schrieb:Das sehe ich anders! Dominantes Verhalten ist wie fast jedes Verhalten eine Mischung aus ererbt und erworben. Ich kann einen Hund anhand meiner Arbeit stärken oder schwächen in seiner Selbsteinschätzung.

LG

Bine
Das ist wohl so richtig, Bine. Aber wenn der Hund nicht zur Dominanz neigt, wirst du ihm durch diese Ausbildung ein ähnliches Verhalten erlernen können, aber was nicht ist, wird auch nicht sein. Das ist nicht Prüfungsrelevant, aber eine Tatsache.

Gruss Andreas

Hallo Andreas,

Spass an der Dominanz hat jeder Hund. Sicherlich hat nicht jeder Hund den Drang sich ständig gegen Widerstände durchzusetzen und sich ständig aufzulehnen (wobei das wieder die Frage aufwirft, ob man das im Sport überhaupt will), dennoch lässt jeder Hund gerne den "Großkotz" raushängen, gerade die Halbstarken mit 4-8 Monaten gehen in dieser Arbeit völlig auf. Ob das nun genetische oder "gemachte" Dominanz ist, sei mal dahin gestellt. Das "Dominieren wollen" ist bei jedem Hund da und jeder Hund hat Spass daran. Das ist ein Überlebenstrieb, der genauso wie Aggression ausgelebt werden will... wenn man den Hund lässt und wenn man es in "seinem Rahmen" individuell gestaltet. Der Grad, wie weit man gehen kann und wann die Grenze erreicht ist und das alles u. U. kippt variiert von Hund zu Hund. Hier kann man sicherlich die Veranlagung nicht außer Kraft setzen.

Ich selber praktiziere diesen Aufbau, angeregt durch die Heuwinkler (denn gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht) seit ca. 3 Jahren. Es ist natürlich erstmal ein Sprung über den eigenen Schatten, denn auch ich habe den Aufbau ganz klassisch über die Schiene Beute => Konflikt => Kanalisieren in die Aggression => Auflösen über Beute gelernt und auch jahrelang erfolgreich praktiziert. Mich davon zu lösen und nicht mehr als "netter Spielonkel mit dem Lederlappen" aufzutreten, war natürlich erstmal ein Sprung ins kalte Wasser. Die Resultat waren aber nach kurzer Zeit sehr überzeugend.

Heute habe ich so viele hervorragende Junghunde auf dem Platz wie nie zuvor. Und ich habe diese ganzen "Baustellen" wie Konflikte mit dem Hundeführer, Konflikte mit dem Aus, Zwänge und Unsauberkeiten beim Verbellen, Stress in Belastungen etc. pp. nicht mehr. Das liegt eben daran, dass der Hund sein "Fundament" nicht mehr in der Beute hat, diese also absolut zweitrangig ist, sondern Spass an der Arbeit mit dem Helfer hat, indem er dominiert und ihn quasi treibt. Die Intensität des Hundes bestimmt den Zeitpunkt des Anbisses. Und weil der Hund eben nie gelernt hat, sich in der "ruhigen Beute" wohl zu fühlen und nicht das "Beute machen" das Ziel ist, sondern das Beißen des Helfers und das Treiben, daher habe ich heute weit weniger Probleme mit dem "Aus" und mit diesen gesamten Gehorsamsteilen. Die Hunde sind klarer, nicht so überdreht und strahlen mehr Überlegenheit und Ruhe aus.

Und dazu muss ich sagen: Das sind meistens keine überdurchschnittlich veranlagten Hunde. Sicherlich sind ein paar dabei, der Großteil ist aber Durchschnitt. Trotzdem hat da keiner lockere Griffe, nahezu alle sind wahnsinnig schnell im langen Teil und in den Anbissen und auch die Bewachungsphasen sind sicher und stabil. Natürlich gibt es Grenzen, man macht aus einem Esel kein Rennpferd, wie das auch schon richtigerweise gesagt wurde. Man macht also alleine mit Ausbildung aus einem Durchschnittshund keinen Weltmeister... aber sicherlich holt man aus einem Durchschnittshund das Optimum raus. Und aus einem Spitzenhund genauso.

Es ist aber wie gesagt für einen Helfer erstmal ein Sprung das so zu machen. Da gehört schon am Anfang viel Umstellung und Selbstdisziplin dazu, nicht doch bei einem talentierten Junghund die Beißwurst rauszuholen und den klassischen Aufbau zu machen. Da habe ich am Anfang auch sehr viel mit mir selbst gekämpft, heute ärgere ich mich, dass ich das nicht schon viel länger so mache.

Viele Grüße

Sören
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#79
Wie sehen denn die einzelnen Grundschritte dieses Systems aus? Und sollte der HF dabei unterstützen oder schweigen?
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#80
Tira,'index.php?page=Thread&postID=107015#post107015' schrieb:Wie sehen denn die einzelnen Grundschritte dieses Systems aus? Und sollte der HF dabei unterstützen oder schweigen?
Theoretisch erläutert sprengt das sicherlich hier den Rahmen, zumal die individuell benötigte Unterstützung durch den HF von Hund zu Hund variiert.

Praktisch sollten die meisten hier einfach mal eines der Seminare von Michaela und Horst Knoche besuchen, die das seit vielen Jahren in Perfektion praktizieren. Gerade den Zweiflern ("Ob das wohl mit jungen Hunden geht?") wird es da wie Schuppen von den Haaren fallen. Aus meiner Sicht das biologisch artgerechteste Konzekt, lerntheoretisch sinnvoll aufgebaut und mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Aufzucht des Hundes und dem Junghundaufbau!

Alf hat recht und dort kann man's sehen.

Grüße

Peter
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