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Dt. Schäferhund vs Malinois
#81
Monika Grünen,index.php?page=Thread&postID=96642#post96642' schrieb:Ich denke, es ist die Kombination von beidem. Wobei der Hund, der flinker im Kopf, reagibler in den einzelnen Situationen,arbeitsbereiter, teamfähiger und "unterordnungsbereiter" ist, auch der Hund ist, mit dem es schöner ist zu arbeiten. Man arbeitet nicht gegeneinander sondern miteinander. Das alles hat nichts damit zu tun, daß diese Hunde nicht ebenso hart und kompromißlos sein können, wie diejenigen, denen man vieles über Zwänge zeigen und lernen muß.
Jupps, so sehe ich es auch, zunächst mal wäre es nicht schlecht, von dem Denken wegzukommen, dass nur ein "echter" einer ist, der nicht kooperiert und bei jeder Einwirkung gleich guten Tag sagt, denn oft und ich betone oft, nicht immer, kommt dies eben nur aus dem Konflikt heraus, Zwänge nicht zu verstehen und daher nicht umsetzen zu können, und genau an der Stelle sind wir wieder bei der Ausbildung.

Alles hat seine Vor-und seine Nachteile, es ist in manchen Beziehungen einfacher mit einem Hund zu arbeiten, der, wie Monika schreibt, sehr flink im Kopf ist und höchst arbeitsbereit und intelligent , Übereifer und "Vorausdenken", auch das Erinnerungsvermögen können manchmal in der Ausbildung aber genauso ein Problem darstellen, welches ein derber und stumpfer Hund nicht hat. Von daher glaube ich eben nicht, dass der Mali grundsätzlich leichter auszubilden ist, aber ich denke an der Basis und das sind ja nun mal die vielen Hundeplätze überall, wird sich vom "gemeinen" Mali-HF eher auf den Hund eingestellt, Hundeführer sind bereit, zu probieren, was und welche Arbeit zum Hund passt und das ist bei vielen DSH-HF einfach nicht so. Es wird mit jedem Hund gleich gearbeitet, völlig ungeachtet dessen, wo seine Talente liegen und was man fördern müsste, soweit wird oft gar nicht gedacht.

Unbestritten gibt es ja schon ein Umdenken im DSH"Lager" und es machen immer mehr auch eine sehr ansehnliche Arbeit, aber es gibt auch noch viele "gestrige", und dies schon deshalb weniger bei den Malis, weil die Rasse noch gar nicht soo lang so populär ist.

Ich weiss nicht, inwieweit züchterisch bei den DSH gehandelt werden müsste und in welche Richtung und ob überhaupt nötig, denn wie ich auch schon sagte, ich sehe doch viele gut veranlagte DSH-Welpen und Junghunde, die alles haben, was man sich für Sport und Dienst, soweit man es altersmässig sagen kann, wünscht.

Ich denke, ein Fakt, der auch nicht unberücksichtigt bleiben sollte, warum Mali-Leute Malis haben und keine DSH ist auch die Gesundheit, freilich ist auch der Malinois kein Hund mit Garantie auf ewige Gesundheit und HD/ED ,Herzgeschichten, Epilepsie, Atemwegsprobleme sollten keine Fremdwörter für Züchter sein, aber noch ist die Wahrscheinlichkeit einen Mali lange gesund führen zu können wohl einfach höher als einen DSH .Zumindest höre ich in meinem Trainingsumfeld öfter von "platten" DSH als von "platten" Malis.



LG-Nadin
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#82
@ Trine

Ja genau... Idea Big Grin
... erhalten von Kultur heißt nicht das bewahren der Asche, sondern das weiterreichen von Feuer... das verbinden von alten und neuen Werten !
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#83
Trine,'index.php?page=Thread&postID=96648#post96648' schrieb:@ Monika,kann Dir nur beipflichten. Aber viele im DSH-Bereich meinen ja immer noch, dass nur der Hund "was taugt" und "hart" ist, der sich mindestens 1x in der Woche gegen seinen Hf stellt.
Big Grin also Susanne, für diesen Ausspruch wär ich letzte Woche fast gefoltert worden :whistling:
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#84
Zitat: Ich denke, ein Fakt, der auch nicht unberücksichtigt bleiben sollte, warum Mali-Leute Malis haben und keine DSH ist auch die Gesundheit, freilich ist auch der Malinois kein Hund mit Garantie auf ewige Gesundheit und HD/ED ,Herzgeschichten, Epilepsie, Atemwegsprobleme sollten keine Fremdwörter für Züchter sein, aber noch ist die Wahrscheinlichkeit einen Mali lange gesund führen zu können wohl einfach höher als einen DSH .Zumindest höre ich in meinem Trainingsumfeld öfter von "platten" DSH als von "platten" Malis
Eben. Beim DSH ist es üblich mit 6 oder 8 Monaten zum Vorröntgen zu gehen um dann endlich "richtig" anfangen zu können. Ich hab noch keinen meiner Malis jemals vorröntgen lassen, warum auch?



Und auch hier merkt man Unterschiede im Denken. Während die meisten Malileute bereits ihre Welpen sanft und spielerisch vorbereiten, Grundlagen bereits in jungem Alter legen, Triebe und Anlagen fördern, wird ein Großteil der DSH doch ersteinmal "groß". Freilaufen gibt es ebenso nicht, er könnte sich ja vertreten und außerdem kann er noch kein "Hier". Er wird stark gemacht aber selten in Bahnen gelenkt. Dann wird er vorgeröngt und dann gehts los: ab auf den Platz und nun zur Sache - logisch lehnt der Hund sich dann auf (was oftmals mit Stärke verwechselt wird) "Boah, der tuts aber richtig!"

Und nun müssen dem Hund einige Dinge, die er schon ganz einfach vor Monaten hätte lernen können, richtig beigebracht werden. Statt den Hund mit Vertrauen zur Arbeitsbereitschaft zu erziehen und ihm diese Arbeitsfreude zu vermitteln, wird reingehauen, eingewirkt und sonstiges um dem wiederspenstigen zu zeigen wo der Hammer hängt. Im Schutzdienst erstmal nur beißen und bellen - Gehrosam bringen wir ihm später schon bei. Dann ist er aber schon 2 Jahre und so gestärkt und gefestigt das es ein hartes Stück Arbeit wird, für Hund und HF. Das solche Hunde später bei der Arbeit eine andere Arbeitseinstellung und Arbeitseinsatz zeigen, erschließt sich wohl von selbst. Und da sind anatomische Merkmale mal ganz nebensächlich.
Gruß Lupo
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#85
Hoho Brauner - ganz so hinter dem Mond leben auch wir Schäferhundleute nicht mehr Big Grin . Es soll auch im DSH-Lager durchaus Leute geben, die mit ihren jungen Hunden etwas sinnvolles anstellen.

Ist es denn wirklich so, dass der Mali noch gesünder ist - oder war er das mal?
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#86
Was kommt denn eigentlich noch alles, um zu "beweisen", daß beim Mali auch nicht alles Gold ist was glänzt........... ??? :fluch
Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht
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#87
um Deine Frage zu beantworten, Dürken. Ich sage ja, er ist der absolut gesünder Hund.
Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht
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#88
Aber Dürken, das weiß ich doch Wink aber du kennst doch die anderen OGs auch noch hier, da hat sich nicht viel geändert.
Gruß Lupo
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#89
Ich schreibe selten hier, aber das Thema hat mit sehr interessiert.

Monika Grüenen - Deine Beiträge sind Klasse. Das Beispiel mit dem Beisswurst im Maul, um der Hund nicht zu umerziehen, sondern ihn seine Triebe zu lassen, fande ich gut.

Auch deine andere Beiträge waren für mich sehr interessant.

Wir besitzen 2 DSH, einer über Ahron Granit Rose und einer über Sid Pixner der eher wie ein Malinois ist und ganz anders behandelt werden muss wie sein Kolleg!

Ich bin Engländerin, und die Deutsche Sprache nur mässig mächtig, aber lesen bereitet mir überhaupt keine Mühe.

Ich mag der DS , mich würde es überhaupt nicht stören vom Malinois geschlagen zu werden weil er besser wäre. Ich würde einfach meine Resultate vergleichen mit meiner Ausbildung.

Ich habe ein bisschen Mühe zu begreifen, dass es "nur" an die Ausbildung liegt. Schliessllich ist die "Ausbildung" für jede Rasse "offen".
Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
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#90
Monika Grünen,'index.php?page=Thread&postID=96661#post96661' schrieb:um Deine Frage zu beantworten, Dürken. Ich sage ja, er ist der absolut gesünder Hund.

Ich denke, das liegt u.a. an der Größe. Je größer ein Hund gezüchtet wird, um so eher entwickeln sich vor allem Skelettprobleme.

Beim DSH herrschte lange (und bei vielen noch!) die Tendenz, an der Größengrenze oder noch größere Hunde zu favorisieren, dies auch in der Leistung. Entsprechend wirken Hunde mit echter Mittelgröße heute oft klein...

Größe und entsprechend eben auch höheres Gewicht machen einen Hund anfällig für Knochenprobleme. Sie gehen auf Kosten der Wendigkeit und Belastbarkeit. Insofern wäre natürlich schon mindestens ein Faktor gegeben, auf den die Zucht definitiv Einfluss hätte.

LG

Bine
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