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Dt. Schäferhund vs Malinois
#21
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=96265#post96265' schrieb:Wenn man sich mal die Welpenzahlen DSH und die Welpenzahlen Malinois anschaut, die in den letzten Jahren geboren wurden, sollte es mit Sicherheit genauso viele gute DSH wie Malis geben.
Nun ist die Frage ob der Vergleich hinkt?
wie bewertet man dabei die Hochzucht des DSH ?[img]wcf/images/smilies/8.gif[/img]
mfg.Jochen
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#22
M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=96272#post96272' schrieb:Wieso nehmen dann die meisten Leistungsleute lieber einen Mali?
Wo steht das? Hast DU Zahlen?

mfg.Jochen
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#23
Ksdarko,'index.php?page=Thread&postID=96274#post96274' schrieb:
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=96265#post96265' schrieb:Wenn man sich mal die Welpenzahlen DSH und die Welpenzahlen Malinois anschaut, die in den letzten Jahren geboren wurden, sollte es mit Sicherheit genauso viele gute DSH wie Malis geben.
Nun ist die Frage ob der Vergleich hinkt?
wie bewertet man dabei die Hochzucht des DSH ?[img]wcf/images/smilies/8.gif[/img]
mfg.Jochen

Nu ja, bei einer Welpenzahl in 2009 von 15.870 DSH (ist übrigens um über 10.000 runter gegangen seit 1998 ) wird ja wohl der eine oder andere Leistungs-DSH dabei sein oder?
Und noch ist es eine Rasse DSH, egal ob HZ oder LZ.

Im Vergleich dazu der Malinois: 522 !! Welpen in 2009.
Hier hat die Zucht um 100 Exemplare seit 1998 zugenommen.
Im übrigen gibt und gab es auch bei den Malis Schönheitslinien.
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#24
Ziny,'index.php?page=Thread&postID=96285#post96285' schrieb:Und noch ist es eine Rasse DSH, egal ob HZ oder LZ.
Die Einen sagen ja! die Anderen nein!

mfg.Jochen[img]wcf/images/smilies/thumbup.png[/img]
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#25
ich gebe Nadin recht. Zum einen, weil sie offenbar weiß, wovon sie redet - zumindest hört sich da so für mich an. Zum anderen, weil sie eine von denjenigen ist, die nicht ausschließlich ist.....

Ich sage jetzt mal ganz provokant daß jeder, der einen guten DSH hat, aber diesen immer nur in seinen eigenen Reihen geführt hat, im Grunde genommen weiß, daß es noch etwas Besseres gibt. Die einen bleiben in ihren Reihen weil sie die Wahrheit nicht wahrhaben möchten, die anderen wissen es, aber ihnen geht es ganz gut dort, so wie grade sind...

Das ist alles legitim.

Unlauter wird die ganze Sache dann, wenn man zwar weiß, daß es etwas Besseres gibt, aber seine ganze Energie darauf verschwendet, den Hasen im Peffer (oder wie auch immer das heißen mag) zu finden.

Die Wahrheit ist die: es mag sein, daß es den Malis in der einen oder anderen Situation an Nerven und Härte fehlt. Das haben die Führer erkannt und wissen, wie man mit diesen Hunden umzugehen hat. Die Wahrheit ist auch, daß diese Hunde mittlerweile anders gezüchtet werden als zu den Anfangszeiten. Man möge mir verzeihen, aber mittlerweile werden diese Hunde darauf selektiert, im Sport zu brillieren und das tun sie auch. Früher waren es unglaublich schwierige, angekratzte Hunde, die trotz ihres Nervenkostüms eine atemberaubende Arbeitsweise an den Tag gelegt haben. Damit mußte man zurecht kommen. Es gab einige Leute, die das konnten. Die können es übrigens heute noch - auch mit einem anderen Hundetyp und es kamen noch eine ganze Menge anderer dazu.

Schon früher waren es außergewöhnliche Hunde. Was heute dazu kommt ist, daß sie einen anderen Typ verkörpern als damals - mein Eindruck ist, daß sie "schäferhundtypischer" werden in manchen Bereichen und doch meilenweit davon entfernt sind, stumpfe, hartschlägige Hunde zu sein. Heute haben diese Hunde ein anderes Nervenkostüm, sie arbeiten aus anderen Motivations bereichen. Und immer noch sind es die schwierigeren Hunde in der Ausbildung, weil sie eben nicht stumpf sind - immer noch nicht..... (die meisten von ihnen jedenfalls).

Ich habe keinen Bock mehr auf dieses ganze Theater "wer ist besser". Ich weiß, wer besser ist. Und komischeweise halten diejenigen, die tatsächlich besser sind, einfach den Mund und machen ihr Ding. Und jedesmal kriegen alle anderen aufgezeigt, wo sie stehen. Und jedesmal geht das Gezeter los, daß diese Hunde irgendeinen "außerirdischden" Status haben weil das alles nicht mehr normal ist.... Fein - sollen doch alle denken. Solange diese Hunde die Szene beherrschen und zwar seit Jahren und auf einem absolut außergewöhnlichen Niveau haben sie es auch gar nicht nötig, sich zu rechtfertigen. Tun sie auch nicht. Tun nur all diejenigen, denen das immer versagt sein wird, solange sie so weitermachen wie bisher. Ist doch in Ordnung! Allein schon die Tatsache, daß man sich einfach nicht beruhigen kann, wieso diese Hunde immer die Nase weit vor denen haben, die angeblich die Leistungsbereitschaft gepachtet haben und der Allrounder im Gebrauchshundesport ist und man eigentlich ja locker mithalten könnte, braucht es doch gar keiner Worte mehr!

Und nochwas - nur so zum Nachdenken:

in früheren Zeiten ist der Erfolg der Malis mit der Fährte gestanden oder gefallen. Da hatten sie ihre Schwachstelle. Auch da konnte man mit ihnen nicht so arbeiten, wie mit z.B. einem DSH. Seit einigen Jahren stelle ich fest, daß auch hier die Bastion gefallen ist. Das ist DER Garant dafür, daß nun alles zu gewinnen ist, was man gewinnen kann. Die Leute, die hinter diesen Hunden stehen, haben erkannt woran es liegt, haben sich umgestellt und arbeiten anders. Und heute sind die Hunde so zuverlässig wie alle anderen auch auf der Fährte. Weil man auch hier neue Wege ging und sich an die Bedürfnisse in Sachen Ausbildung an die Hunde angepaßt hat. Das allein ist schon Aussage genug, wer die besseren Hunde hat und vor allen Dingen, wer die Dinge erkennt und sie beeinflußt. Das sind die Hundeführer. Deshalb hat der DMC die besten Hundeführer und die besten Hunden - weil das Leute sind, die über das, was sie tun, nachdenken und hinter dem, was sie an der Leine haben stehen.
Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht
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#26
Danke für diesen Beitrag.

LG,
Corinna
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#27
Interessante Argumentationen sind hier zu lesen. Da ich nun offiziell "registriert" bin, kann ich auch wieder mit schreiben. Zur Einsicht. Seit 1970 Hundeausbildung. 1983 habe ich im Rahmen eines Vortrages in Hamburg gesagt:" Die Roten werden den Dt. Schäferhund weltweit als Nr. 1 ablösen". Schallendes Gelächter war die Reaktion. Nun, mein eigener Mali, ein Erika-Enkel und Eik- Sohn (ist für Insider) bestätigte das beeindruckend. Damals dachte ich, es gibt nichts besseres. 2009 hielt ich einen Vortrag in Göttingen (CC MItte)Anatomische Grundlagen und Unterschiede zwischen Wolf und Dt. Schäferhund. In der Vorbereitung dieses Vortrages kamen mir erhebliche Zweiffel. Da gibt es nähmlich noch den seit ca. 100.000 Jahren existierenden Leistungscaniden. Den Wolf. In den Rescherschen ging es hin und her. Wölfe haben zwar Ähnlichkeit mit dem Dt. Schäferhund aber auch mit dem Mali. Sie sind groß und schwer. Dabei aber langbeinig und auch wieder leicht. Von den Triebmäßigkeiten mal abgesehen. Welche Anatomie ist denn nun die bessere oder besser, die beste? immerhin haben wir ja eine 100.000jährige Vorlage.

Mein Verdacht ist, das der Vergleich Mali vs Dt.Schäferhund auf zwei Ebenen disskutiert werden sollte. Einmal die Anatomie und zum anderen die Triebmäßigkeiten (Intensivitäten).

Bin gespannt, was noch kommt und Kompliment an die bisherigen Schreiber. Erfreulich sachlich.



Jo,
Die Wahrheit anderer ist alle mal interessanter als die eigene. Die kennt man ja schon!
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#28
Hallo Jo,
Dein Satz "die Roten werden den DSH weltweit als Nr.1 ablösen" bezieht sich worauf ? Diensthund, Sporthund, Blindenhund etc. ?
Ich persönlich finde, dass man den Wolf nicht als Massstab / Vorbild für unsere Hunde nehmen kann - die müssen ja einiges anderes leisten, als der Wolf in seinem (freien) Leben.
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#29
Nun, diese meine Aussage war ja in den achtzigern. Und gemeint war damals eindeutig: Als Dienst und Sporthund. Für Blindenhunde sind sie wohl doch etwas zu nervig.

"Den Wolf nicht als Maßstab nehmen kann..... Wenn wir über Leistung sprechen in einem Leistungshundeforum, warum nicht? Beispiel. Wölfe können in einer Nacht 100 km laufen (Ausdauerprüfung). Lange Flucht, 1,5 Km bei unebenem Boden mit anschließendem Beutegriff. Fährten will ich gar nicht erwähnen. Im Vergleich müßten unsere Hunde kilometer lange FH`s suchen. Lediglich in der Unterordnung müssen sie keine zirkusreifen Nummern beherrschen aber perfekte Feinabstimmung.

Warum sollte der Wolf als Vergleich also nicht betrachtet werden?

Jo,
Die Wahrheit anderer ist alle mal interessanter als die eigene. Die kennt man ja schon!
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#30
honig,'index.php?page=Thread&postID=96232#post96232' schrieb:Dazu haben die Rassen auch noch ein unterschiedliches Erscheinungsbild, was es meines Erachtens nach etwas unfair macht, die beiden zu vergleichen. Der DSH ist größer, wuchtiger, bei ihm sehen manche Aktionen einfach plump aus, auch wenn er genauso präzise wie der Mali arbeitet. Alleine dieses "himmelsgucken" bei der UO sieht beim Mali toll und präzise aus, während es beim DSH oft etwas merkwürdig aussieht...
So sehe ich das auch, ein Rottweiler hat noch mal andere Erscheinungsbilder, wie ein Dobermann, oder ein Riesenschnauzer, ein Hovawart, AT oder andere Gebrauchshunde. Anatomie und Bewegungsmöglichkeiten spielen da eine große Rolle und auch in welchen Augen die gemessen werden. Im wahren Leben wäre es vielleicht egal ob der Rotti den "Täter" zehn Meter später stellt als der Mali. Die Anatomie und das Wesen machen es nicht leichter. Auch wenn Mali und DSH wahrscheinlich am ehesten zu vergleichen sind, sind sie doch sehr unterschiedlich. Es liegt auch immer daran, wer nach welchen Kriterien wie bewertet. Ein schnelle wendige Arbeit vom Mali und eine kraftvolle Fluchtvereitlung vom Rotti? Ich finde es so einfach nicht besonders fair, die Rassen so gegenüber zustellen. Ich glaube kaum das man so zu einem Urteil kommt was irgendeiner Rasse gerecht wird.
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen!
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