08-09-2009, 15:09
britta_vamos,index.php?page=Thread&postID=75796#post75796' schrieb:3.(Darüber habe ich mich schon mit Martin P. gestritten) Einen Hund der tiefsitzende negative Erfahrungen gemacht hat , darf man meiner Meinung nach nicht shapen . Das ist für diesen Hund unnötiger Stress und psychischer Druck.Hmm, das scheint unter Clickerern wirklich ein strittiger Punkt zu sein. 8o
Bedeutet denn Shapen deiner Meinung nach immer Stress und Druck für den anfangs mit Zwang und/oder motivativ aufgebauten Hund? Freies Shapen genauso wie Shapen am Gegenstand? Erzähl mal.
Ich sehe das Shapen eigentlich nur dann als unter Tierschutzaspekten problematisch an, wenn der Hund es nicht schrittweise und systematisch erlernt hat, wenn der HF den Hund auf seinem operanten Lernweg versauern lässt (zu wenig Clicks) oder wenn der HF einen zu hohen Erwartungsdruck hat und den Hund dadurch mental mobbt.
Außerdem würde ich von einem clickerunerfahrenen Hund zumindest zu Beginn kein freies Shaping verlangen, weil er überhaupt kein Verhaltensrepertoire hat, das er anbieten kann.
Ich kenne ein paar Cross Over Hunde, die erst sehr spät umgestellt worden sind und trotzdem noch begeisterte Shaper geworden sind. Die Herangehensweise im Einzelfall dürfte über Erfolg und Misserfolg, Lustgefühle bzw. Stress beim Hund entscheiden.
Man wird wohl nur vom Cross Over Hund nicht ganz so viel Aktivität und Enthusiasmus erwarten können, vor allem nicht in kurzer Zeit. Denn in Konfliktsituationen (und das Shapen ist für den Cross Over Hund eine solche..) wird der Hund leider immer wieder auf seine (negativen) Erstlernerfahrungen zurückgreifen.
Die wahre Stärke des Clickers entfaltet sich deswegen wirklich erst dann, wenn man einen Hund von Anfang an damit aufbaut.
LG + danke für die Korrekturen
Nina
All great dogs, like all great men work because they have to, but because they want to action is their chief medium of happiness.


tumm: