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Verbellen nach Heuwinkel
#31
Sven Kronfoth,index.php?page=Thread&postID=87214#post87214' schrieb:
Strakur,index.php?page=Thread&postID=87208#post87208' schrieb:Hallo Sven,
die Welpen lernen schon von klein auf den Helfer zu dominieren.
Der Helfer kommt aus dem Versteck der Hundeführer steht mit seinem Hund auf dem Platz. Der Hund lernt den Helfer durch Bellen und an der Leine nach vorne treiben zum "Teufel zu jagen".(zurück ins Versteck) Dabei wird der Hund verbal vom Hundeführer unterstützt!!! Der Helfer agiert erst einmal nicht zu viel steigert sich aber von Mal zu Mal, je nachdem wie schnell sich der Jungen Hunde entwickeln. Letzt endlich steht der Helfer laut verbal mit knallender Peitsche und drohgebärden auf dem Platz und der Hund vertreibt ihn und gewinnt dabei!!!! Der Welpe/ Junghund lernt ein großer,selbstbewuster und starker Hund zu sein. Der sogar den Bösen Mann verjagt! Das Spiel wird immer weiter gesteigert. Der Hund geht immer als selbstbewuster Gewinner vom Platz!
Der Hund bekommt in dieser Phase keinen Anbiss. Es wird auch keine Beutearbeit parallel gearbeitet.
Aggression und Beute werde erst einmal ganz getrennt gearbeitet.
Ich hoffe ich konnte es einiger maßen erklären???
Das diese Methode funktioniert hat das Team Heuwinkl die letzten Jahre zu genüge demonstriert!!!!

sportliche Grüße
Jenny.
Danke..!!
Gruss Sven

Ähh, das liest sich aber ein wenig so, wie Helmut Raiser das schon in den 80zigern in seinem Buch beschrieben hat. Finde ich aber gut das diese Methode einen Welpen/Junghund aufzubauen immer noch Bestand hat.

Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#32
OG- Schwabmünchen
Haben eine sehr gute HP. :daumenhoch:

Thomas' Philosophie im Schutzdienst


Das
folgende Statement soll meine „Philosophie“ in der Schutzdienstarbeit
verdeutlichen. Es entstand innerhalb einer Diskussion mit sehr
unterschiedlichen Meinungen zum Aufbau der Hunde:


Der
Wehrtrieb als solches und ursprünglich ist eigentlich nicht nutzbar.
Diese Arbeit bewirkt, dass der Hund im Affekt agiert. Dies ist immer
mit vielen Konflikten (selten positiv lösbar im Sinne des Sports)
verbunden und führt vor allem zu einer Unkontrollierbarkeit, weil der
Hund nicht zielorientiert handelt, sondern lediglich versucht durch
Kampf zu vermeiden, oft einfach nur Schmerz. Vor allem geht diese
Arbeit meist mit unfairem Helferverhalten einher, welches der Hund
allzu oft auch in dieser Art beantwortet. Unmotivierte Beißhandlungen
und sehr viel Misstrauen sind die Folge.


Wehrreize
(Fixieren, Distanzverkürzung, Bedrohung, Belastung, in der Folge und
bei entsprechender Beantwortung der Angriff etc.), sind allerdings sehr
wohl dynamische oder auch teilweise statische Handlungen des Helfers,
die auch vom jungen Hund, ab dem ersten SD und ab einer gewissen Reife
entsprechend erwidert werden können und müssen.

Der geschickte Helfer reagiert hier sehr natürlich und durchaus emotional. Aktionen des
Hundes werden altersentsprechend aber immer adäquat beantwortet. (Beispielhaft: ein
Schubs an die Schulter darf nicht einen gespielten "Knock-out" auslösen).

Durchaus darf die Intention des Hundes zunächst ein gewisses Vermeiden beinhalten.
Und zwar das Vermeiden der eigentlichen Kampfhandlung auch verbunden mit einem
gewissen Unbehagen und Respekt vor dem Gegner (Helfer). Aber, und das ist was aus
dem kleinen Jungen mal den selbstsicher agierenden großen Jungen mit einem
Riesenherz werden lässt - immer im Bewusstsein der aktuell vorhandenen Stärken. Um
es noch mal zu "vermenschlichen": Aufgrund der oben genannten Reize (z. B. Fixieren,
Verkürzung der Distanz) entschließt sich der Hund zu sagen "Geh!". Der Helfer
beantwortet dies, indem der die Distanz noch etwas verkürzt, dabei allerdings den Blick
leicht abwendet. Der Hund sagt daraufhin mit Nachdruck "Geh, ich hab gesagt Geh!". Der
Helfer tritt zurück, sagt Okay und geht. Wohlgemerkt - er geht. Er läuft nicht und er
flüchtet nicht. Er hat Respekt.

Wichtig dabei ist natürlich, dass man beim jungen Hund Optionen offen lässt und nicht
meint ein Verhalten (z. B. durch den HF) hervorrufen zu müssen. Der Hund muss die
Entscheidung für das gewünschte Verhalten treffen. Dem vorweg gehen natürlich sehr oft
Verhaltensweisen wie - am HF hochspringen, Schnuppern am Boden etc.

Die entsprechende Handlungsweisen und die Reaktion(en) darauf profilieren Verhalten,
schaffen ein positives Bild, welches der Hund für eine entsprechende Steigerung beim
nächsten Mal benötigt und auch nutzt.

Die eigentliche Beißhandlung ist in diesen Phasen völlig zweitrangig. Ein Hund mit
entsprechender Einstellung muss das Beißen nicht trainieren und schon gar keinen Griff.

Einen Anbiss erhält der Hund vom versierten Helfer dann, wenn aus dem "Geh!" ein
"Komm!" geworden ist.

Wenn man diesen Weg (so in etwa) geht, dann weiß man zu schätzen, solche Hunde auf
ihren Weg gebracht zu haben.
Genau deshalb sage ich: Dieses Einfügen als "letzter Schritt", kann und wird nie
funktionieren.

Vielleicht in einem gewissen Rahmen, den ich allerdings nicht wertschätzen kann.
Geprägt von Kompromissen und Ausreden.

Und aus meiner Sicht ist es nicht fair, dem Hund aus vermeintlicher Punktegeilheit,
zunächst die "heile Welt" mit Säckchen, Springherum und vielleicht noch mit Bällchen
vorzugaukeln - "schau mal der Helfer dein 'Spielkamerad' ist da" - Um dann als "letzten
Schritt Ernsthaftigkeit einzufügen".

Ganz abgesehen davon, dass der Hund nicht wirklich ein zufriedenstellendes Verhalten
zeigt. Sicher, er geht auf den faulen Deal ein. Okay, jetzt ist der Typ doch böse, kein
Spielkamerad mehr. Aber ihm wurde ja lange genug gezeigt, wie er sich in seinen
vermeintlichen Ruhepunkt, das Ärmelchen zu retten hat.

Und Punkte, Erfolg etc. stellen sich mit der von mir beschriebenen Weise ganz genauso
ein. Auch und vor allem unter Beachtung der hier bereits genannten Bedingungen
moderner, an Lerngrundsätzen orientierter Ausbildung.

Aber irgendwas macht mich zufriedener bei den Hunden mit denen ich so arbeite.
Vielleicht ist es die Tatsache, dass man das Gefühl hat den Hunden nicht ihren Stolz zu
nehmen.

Auch wenn jetzt hier wieder jemand behauptet, dass es ein solches menschliches Gefühl
nicht geben kann. Deshalb ist es ja emotional und muss gar nicht wissenschaftlich
dokumentiert sein. Es ist dann schon in Ordnung so. Ein gutes Gefühl eben!
... erhalten von Kultur heißt nicht das bewahren der Asche, sondern das weiterreichen von Feuer... das verbinden von alten und neuen Werten !
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#33
moin @ll

jetzt scheine ich einiges nicht verstanden zu haben.

wenn ich davon ausgehe das ich in nichtbeißphasen einen hund haben mochte der im agressionsbereich arbeitet

scheint doch das mit dem ball oder ärmel wegwerfen aus meiner sicht konträr zu sein.

stellt sich die frage, haben wir sport oder gebrauchshunde.

für einen guten gebrauchshund ist der schutzdienst immer auch eine ernsthafte auseinandersetzung mit dem helfer.

erwin
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#34
Hab mal ne dumme Frage, aber da ich ja noch Neuling bin darf ich das ja Big Grin - Was ist genau mit "Aggressionsverhalten"/"Aggressionstrieb" gemeint? Lese das immer wieder. So wie ich das gelernt habe hat der Hund drei angeborene Triebe - Beute-, Wehr und Rudeltrieb und andere Triebe wie "Balltrieb" sind nur methaphorisch gemeint weil z.B. "Balltrieb" nix anderes als Beutetrieb ist. Manchmal les ich von "Beute- und Aggressionstrieb" manchmal von "Wehr- und Aggressionstrieb"... bezeichnen manche jetzt einfach nur den Wehr- als Aggressionstrieb oder ist Aggressionstrieb jetzt noch wieder was anderes? Wollte das nur endlich mal Fragen weil mich das immer voll durcheinander bringt!
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#35
hier findest du eine übersicht aller triebe zum download.

http://www.sv-duesseldorf.de/index.php?o...Itemid=156

@mika,

das rad wurde auch in heuwinkl nicht neu erfunden, das behauptet dort aber auch keiner, s. interview mit peter scherk

im aktuellen gebrauchshund.



@uwe

in heuwinkl wird jeder hund zum anbiss an mindestens zwei leinen geführt.
Was du nicht willst, das man dir tut....

Regina :hot:
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#36
Hallo,
Die Heuwikler haben den VPG Sport sicher nicht neu erfunden!
Ihr Aufbau ist sehr gut durchdacht und gut strukturiert! Ob es in irgendeiner Form schon mal Sequenzen hier und dort gegeben hat spielt doch wirklich keine Rolle!
Mir persönlich gefällt ihre Ausbildung extrem gut!!!

Nochmal,es ist sicher ganz sinnvoll, wenn man mehr über diese Ausbildungsmethode wissen möchte, es sich life anzuschauen!!!!!!!!
Der Aufbau von Heuwinkl läßt sich schwer Beschreiben! Es ist halt auch eine recht komplexe Angelegenheit! Es läßt sehr viel platz für Mißverständnisse wenn man es nur Schwarz auf Weiß liest. Ich habe mir den Aufbau mehrfach auf Seminaren angeschaut.
Dadurch bin ich ganz sicher aber kein Experte!

Hallo Uwe,
es wird mit Zwischenschritt gearbeitet.
Die Beute liegt auf dem Boden ein kleines Stück entfernt vom Hund.
Der Helfer geht in die Belastungen der Hund antwortet auf die Belastung(Wie er es vorher gelernt hat) und agiert an strammer Leine zur Belohnung wird ihm der Ärmel/ das Kissen vom Helfer zugeschossen. Oder der Helfer flüchtet und der Hundeführer läßt den Hund als Auflösung zum Ärmel/Kissen. Das wird je nachdem Variert.

Sportliche Grüße
Jenny.


[size=14]Selig sind die geistig Armen!
[/size]
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#37
erwin,index.php?page=Thread&postID=87233#post87233' schrieb:stellt sich die frage, haben wir sport oder gebrauchshunde.

wenn ich mir die Entwicklung im SchH Sport ansehe, glaube ich die Antwort zu kennen...

Gruß Peter
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#38
Minchen,index.php?page=Thread&postID=87239#post87239' schrieb:hier findest du eine übersicht aller triebe zum download.

http://www.sv-duesseldorf.de/index.php?o...Itemid=156

Zitat:Der Aggressionstrieb
Der fälschlich benutzte Begriff umfasst den reaktiven {7. Wehrverhalten) und
den aktiven (8.Geltungstrieb) Bereich aggressiven VerhaltensDer Aggressionstrieb
Einen eigenständigen Aggressionstrieb gibt es nicht. Aggressives Verhalten ist
immer eine Reaktion auf äußere oder innere Reize, abhängig von der jeweiligen
Erfahrung und Signalgesteuert.

Danke, jetzt seh ich wieder klar!
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#39
Strakur,index.php?page=Thread&postID=86829#post86829' schrieb:Ganz ehrlich es spielt absolut keine Rolle ob ein Hund die Tote Beute ruhig hält! In welcher Prüfungssituation muß ein Hund die tote Beute still halten????
Wenn der Hund in der Prüfung mit der toten Beute über den Platz läuft ist eh etwas ganz gründlich schief gelaufen!!!

:appl: Ihr fragt euch sicher warum ich klatsche? Ein SDH bestand bei mir darauf, meinen Hündin erst wieder zu arbeiten, wenn sie den Arm ( Beute ) ruhig und lange hält. War anderer Meinung als er, und so mbekam ich keinen SD mehr bei Ihm.

Achja noch eine Frage bitte. Wenn der Hund den Arm trägt, und soll ihn ausgeben, wie macht ihr daß ? Der eine sagt den Hund ins Platz bringen mit der Hand den Arm auf den boden drücken und aus sagen, sobald der Hund den Arm loslässt. wegwerfen. Oder aber andere sagen, den Hund am Halsband solange in hochhalten, bis er ausmacht, da er ja irgendwann keine luft mehr bekommt. Also ich mach es lieber im Platz.

LG VonderfrechenMeute
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#40
VonderfrechenMeute,index.php?page=Thread&postID=87257#post87257' schrieb:Ihr fragt euch sicher warum ich klatsche? Ein SDH bestand bei mir darauf, meinen Hündin erst wieder zu arbeiten, wenn sie den Arm ( Beute ) ruhig und lange hält. War anderer Meinung als er, und so mbekam ich keinen SD mehr bei Ihm.

Achja noch eine Frage bitte. Wenn der Hund den Arm trägt, und soll ihn ausgeben, wie macht ihr daß ? Der eine sagt den Hund ins Platz bringen mit der Hand den Arm auf den boden drücken und aus sagen, sobald der Hund den Arm loslässt. wegwerfen. Oder aber andere sagen, den Hund am Halsband solange in hochhalten, bis er ausmacht, da er ja irgendwann keine luft mehr bekommt. Also ich mach es lieber im Platz.

Hallo, wie sollte dein Hund lernen den Arm ( die Beute ) ruhig zu halten wenn er deinen Hund nicht mehr arbeitet bis er ruhig hält ??

Das AUS bringe ich schon meinem Welpen in Ruhe bei, später hatte ich noch nie Probleme damit, weder beim Schutzdienst und auch nicht am Hänger/ Box. Ich habe schon oft beobachten können, das gestandene SchH3 Hunde es nicht gelernt hatten die tote Beute auf einmaliges Hörzeichen zu trennen ( das wurde uns sogar schon nach Ärmelübergabe, im Stadion bei einer BSP vorgeführt ). Wenn mein Hund gelernt hat die " tote Beute" ruhig zu halten, dabei Hörzeichen wie Sitz, Platz etc. auszuführen, ist das trennen ein Klacks. Das ist nur ein positiver Nebenefekt von " tote Beute ruhig halten ".

Gruß
Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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