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Hallo,
bei meinem Kleinen (8Monate) hat der Tierarzt eine erhöhte Menge von Dermodex-Milben diagnostiziert.
Symptome: Haarausfall an einem Ohr. Häufiges Kratzen im Ohrbereich und "Beißen" an den Pfoten.
Er bekam eine Pipette Advocat (Leider nicht der Eierlikör)vor 14Tagen. Mittlerweile ist es etwas besser geworden. Nächste Woche ist noch ne Pipette fällig.
Frage: Hat jemand Erfahrung mit den lieben Tierchen. Kann man zusätzlich was machen?
Über konstruktive Antworten würde ich mich freuen.
Grüße
Birgit
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Da ich ja bei meiner damaligen Dobi-Mix Hündin Demodikose hatte und bei meinem jetzigen Rüden der Verdacht von Demodikose bestand (was nun zum Glück durch eine Biopsie ausgeschlossen wurde) hatte ich mich in diese Richtung schon schlau gemacht... Hier mal das wa ich dazu weiß:
("kann gern ergänzt werden wenn nicht ganz korrekt")
____
Heute geht man davon aus, dass die generalisierte Demodex ohne
erworbene Immunschwäche, also Cortison-Behandlung, Tumore etc.,
Ausdruck eines erblichen, vermutlich autosomal rezessiv vererbten
spezifischen Immundefektes gegenüber den Demodexmilben ist. Durch die
bei einer Erkrankung erfolgende massenhafte vermehrung der
Demodexmilben wird eine Substanz im Serum der Tiere induziert, die
ihrerseits zu einer generalisierten Unterdrückung von bestimmten
weissen Blutkörperchen, den so genannten T-Zellen führt. Diese
Blutkörperchen sind für die zellvermittelte Immunität verantwortlich.
Wenn man die Milben behandelt, normalisieren sie die T-Zellen wieder.
Nur durch tiefe Hautgeschabsel, die unter dem Mikroskop untersucht
werden, kann man Demodex feststellen. Lebende Milben in allen Stadien
müssen nachweisbar sein, zum Beispiel acht Milben pro Gesichtsfeld.
Ist Demodex ansteckend? Nein, bis auf die Ausnahme, dass Welpen
sich in den ersten drei Tagen nach der Geburt bei ihrer Mutter
anstecken können. Bei der Behandlung von generalisierter Demodex
braucht man einen langen Atem. Etwa 70 Prozent sind heilbar. Es gibt
leider kein Mittel, das auf die zellgebundene Abwehr eingreift. Das
heisst: man muss alles tun, um die Gesamtkondition des Hundes gut zu
halten.
Gutes Futter, keine bakteriellen Hautinfektionen, Würmer und so weiter.
Auch eine extra Gabe von Vitamin E kann einen guten Einfluss haben.
Der Hund muss geschoren werden, das ist vor allem bei langhaarigen
Typen wichtig. Einmal in der Woche sollte man den Hund mit einem
Anti-Seborreo-Shampoo waschen, um einer übermässigen Talgproduktion
entgegen zu wirken.
Das einzige, momentan offiziell zugelassene Mittel gegen Demodex ist
Amitraz, Markenname Ectodex (Bayer). Es gibt ausserdem noch TacTic, das
jedoch meist für Grosstiere eingesetzt wird und dementsprechend stärker
dosiert ist. Man badet den Hund jeden Tag mit einer genau dosierten
Lösung Ectodex, einen Tag die vordere Hälfte, den nächsten die hintere.
Es gibt noch zwei Alternativen: In Tablettenform Interceptor von
Ciba Geigy, und zum oralen Gebrauch Ivomec von MSD. Ivermectine in Form
von Injektionen ist nicht wirksam. Diese beiden Mittel nie mit anderen
Mitteln gebrauchen! Sie sind in einigen europäischen Ländern nicht
zugelassen (Rassen wie zum Beispiel Bobtail dürfen nicht behandelt
werden) und somit nur auf eigene Verantwortung zu gebrauchen.
Aus Amerika kommt Milbemycine Oxime, das auch in Tablettenform gereicht
wird. Es ist sehr teuer und auch noch nicht genügend getestet.
Wenn plötzlich ganze Würfe an generalisierter Demodex erkranken,
dann ist das ein Alarmzeichen für die Züchter und die Rasse allgemein.
Vor allem, wenn die Form so aggressiv ist, dass einige Hunde nicht
überleben, und der Rest es nur nach wochenlanger mühsamer Behandlung
„auf dem Nippel" schafft.
Man sollte sich nichts vormachen: Ectodex ist ein Teufelszeug, das
auch für eventuell andere im selben Haushalt lebende Hunde negative
Auswirkungen haben kann. Bei Durchlesen des Beipackzettels wird einem
sowieso Angst und Bange.
Gruß Steffi ...
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Ich würde bei einem 8 Monate alten Hund erst einmal von einer juvenilen Demodikose ausgehen. Die Demodexmilbe gehört zur normalen Besiedelung der Haut, zum Problem wird sie durch eine übermäßige Vermehrung dann wenn das Immunsystem schwach ist. Was u.a. durch einen erblich bedingten T-Zell-Defekt der Fall sein kann.
Beim Junghund muß sich das Immunsystem erst stabilisieren und wird z.B. durch die Zahnung auf eine harte Probe gestellt. Auch die erste Läufigkeit einer Hündin oder ein Infekt können das Immunsystem schwächen und dadurch zu einem Demodexschub führen. In neun von zehn Fällen, in denen Demeodex im ersten Lebensjahr auftritt, haben die Hunde später nie wieder ein Problem damit. In den wenigen Fällen, in denen auch erwachsene Hunde betroffen sind, sollte man von einem erblichen Hintergrund ausgehen.
Ich würde in erster Linie das Immunsystem stärken. Ein erfahrener Homöopath kann dabei eine gute Hilfe leisten.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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Hi Birgit,
ich drück dir die Daumen, Antje hat recht, und wenn du Glück hast, stabilisiert sich das Ganze.
Claudia :daumenhoch: :daumenhoch:
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HI Birgit
hatte auch ne Hündin die das hatte, hab mir ne homöphatin gesucht die hat das Mittel für den Hund gefunden das für ihn war, in ihrem Fall Phosphor und nach zweimaliger gabe einer c 200 Potenz war das Thema gegessen.
Kann also nur Antje zustimmen, such dir nen Homöophaten dann bekommt ihr das in den Griff.
LG
Sabine
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Hallo,
danke für eure Anregungen. Dann werd ich mich mal auf die Suche machen. Werd berichten, was draus geworden ist.
Grüße
Birgit
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Hallo Gini
Auch mein Rüde Django hatte Diese Milbe.Mein Tierarzt gab ihn Stronghold.Die grosse Pimpette.Das 4 Monte lang.Jeden Monat eine.Es ist eine langwidriege Sache.Die Läufe und der Bauch hatten derbe was abbekommen. Fast nackt.Aber jetzt ist er wieder gut drauf.Du musst nur viel Geduld haben.Aber wo hat er die sich bei diesem wetter eingefangen?War er mit einem Kranken Hund zusammen?
Lg. Indya
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Hallo,
bei einer meiner Boxerhündinen war es so wie Antje sagt. Als Junghund Demodex. Mein TA sagte, nur das Immunsystem stärken z. B. mit einer Kräutermischung. Ich habe damals Hokamix genommen, sonst hat sie gar nichts bekommen. Die Milbe ist verschwunden und nie wieder aufgetaucht.
LG
Nora
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Hallo Indya,
bist Du Dir sicher dass es sich bei Deinem Hund um eine Demodikose gehandelt hat und nicht um Sarkoptes-Räude? So wie Du das beschreibst (starker Haarausfall, Befall von Bauch und Beinen) hört es sich nämlich so an.
Die Demodexmilbe lebt auf jedem Hund, gehört also zur normalen Hautbesiedelung des Hundes. Im Gegensatz zur Sarkoptesräude ist sie nicht ansteckend, sondern die Milbe verbreitet sich übermässig dann wenn das Immunsystem des Hundes, aus welchem Grund auch immer, geschwächt wird. Dafür können (müssen aber nicht) auch genetische Faktoren verantwortlich sein. Bei Junghudnen kann sie auftreten weil deren Immunsystem noch nicht so stabil ist.
Im Gegensatz dazu ist die Sarkoptes-Räude ansteckend und recht langwierig zu bekämpfen. Diese Milben zählen auch nicht zur natürlichen Hautbesiedelung des Hundes.
Grüße
Antje
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