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Stockschlag- Grifflockerung
#1
Hallo,

Wir haben einen Hund auf dem Platz der einen guten soliden Schutzdienst macht.
Er hat eigentlich bis jetzt keine Probleme gezeigt. Er steht jetzt kurz vor der VPG III die eigentlich am nächsten Monat machen sollte.
Nun kam vor vier Wochen der Schock er ging beim zweiten Stockschlag raus zwar sofort wieder rein, aber. Wir trainierten es weiter mit Absicherung Langer Leine auf Spannung und dann beim bedrängen die Schläge auch hier zeigt er sich unruhig. Beim Training in dieser Woche zeigt er verstärkt wieder das Problem das er entweder den Griff lockerte oder los lies.
Er zog sich etwa vor einem Jahr mal bei einem Stockschlag eine leichte Verletzung zu aber zeigte im anschließenden Training kaum bis gar keine Probleme mehr. Der Hund wurde auch Ärztlich durchgeschaut – alles in Ordnung.
Wir können uns das einfach nicht erklären.
Nun wissen wir nicht wie wir den Hund trainieren soll die Meinungen gehen auseinander.
Wie würdet ihr den Hund trainieren?
Was für ein Übungsablauf?
Hat von euch jemand schon so ein Problem gehabt und was/wie habt ihr das hinbekommen?
Wie lang hat das gebraucht?

Gruß Südpfälzer.
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#2
Hm, der Schlüssel liegt wahrscheinlich darin, warum der Hund auf einmal diese Probleme hat, denn so wie ich es verstanden habe, hatte er das Problem ja vorher nicht...
Irgendwas muss also passiert sein, wenn der Hund wirklich gesundheitlich ok ist!
(Einer Bekannten ist mit ihrem Hund etwas ähnliches passiert, es stellte sich dann aber raus, dass der Hund an einer Mandelentzündung litt, sowas kann natürlich auch die Ursache sein).
Ich persönlich würde versuchen, den Hund im Beutebereich zu arbeiten und vielleicht die Stockschläge erstmal nur "andeuten", stramme lange Leine könnte von Vorteil sein.
Wenn das Verhalten besser wird und der Hund wieder Vertrauen hat, dann einen Schritt weiter.
Wie lange das dauert kann man sicher pauschal nicht sagen, dass hängt vom Hund ab, vom Problem und wie schnell er damit umgehen kann...
Viel Erfolg!
"Wenn ich meinen Hund so dressiere, dass er über einen See fliegen kann, dann gibt es sicher ein paar Neider, die das Tier für wasserscheu halten..."
http://www.pike-bueltenstiege.de
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#3
Hi,
oft ist es so, das der Hund dieses "Problem" schon länger hat, also schleichend ist, bis wir es dann erkennen ist, kann man oft den direkten Zusammenhang mit der Situation nicht mehr nachvollzeihen.

Gerade Stockschwächen sind schwierig, wieder herauszuarbeiten, gerade wenn sie duch phyische Überlastung hervorgerufen wird.
Ich vermute, das der Hund es immer mal wieder gezeigt hat, was oft als Griffverbesserung gedeutet wird.

Möglichkeit ist wirklich auf sichere Beutearbeit zurückzugehen, das heißt schon Beutebelastung aber keinen Konflikt in dem Hund hervorrufen!! Kein Mischmasch aus Beute und Argession !!

Beutefrustration und darein die Belastungen des Helfers setzen, das heißt nicht immer den Stock sondern Körpersprache und Körpereinsatz.(Peitschenknallexsperten sind nicht so gefragt eher ein guter Schauspieler=Figurant)

Hetzpfahl, weicheren Ärmel für die Griffsicherheit, ehrliches Kontern des Hundes fördern später auch unter Belastung.

wie du merkst,... ich hab das Arbeiten deutlich vor Augen, aber schreiben ist echt schwierig,....außerdem ist es mal wieder wenn man den Hund nicht kennt, sehr spekulativ :pf:

Tip verbeißt euch nicht auf die Stockschläge, auch wenn er im Training 10 anstatt 5 setzt, wird der Hund sich nicht daran "gewöhnen" denn er hat ein ernsthaftes Problem, was es zu ergründen gilt.

Tschüü
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#4
Hallo, wenn der Hund keine Gesundheitlichen probleme hat ( was ich mal ausschließe ) sollte man ihm auf keinen Fall Puderzucker in den ........ blasen ( weicher Ärmel, angedeutete Stockschläge etc. )sondern ihm zeigen das es sich um ein Fehlverhalten handelt und das dieses Verhalten nicht wünschenswert ist.Meistens ist es nicht der Schlag allein was den Hund wirklich belastet sondern die Bedrohung und der darauf folgende Schlag. Ich gehe mal davon aus das es sich um einen gut veranlagten Leistungshund handelt dem ich ganz klar beibringen würde Bedrohung mit evtl. Schmerzen in Aggressionen umzuwandeln. Damit steht man meisten auf der sicheren Seite da der Hund lernt bei Bedrohung oder Stockschlägen noch einen drauf legen zu müssen. Der Weg dorthin ist jedoch nicht leicht, weder für den Hund noch für die meisten Hundeführer und auch nicht für den Helfer.



Gruß Mika
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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#5
Südpfälzer,index.php?page=Thread&postID=46736#post46736' schrieb:Hallo,

Wir haben einen Hund auf dem Platz der einen guten soliden Schutzdienst macht.
Er hat eigentlich bis jetzt keine Probleme gezeigt. Er steht jetzt kurz vor der VPG III die eigentlich am nächsten Monat machen sollte.
Nun kam vor vier Wochen der Schock er ging beim zweiten Stockschlag raus zwar sofort wieder rein, aber. Wir trainierten es weiter mit Absicherung Langer Leine auf Spannung und dann beim bedrängen die Schläge auch hier zeigt er sich unruhig. Beim Training in dieser Woche zeigt er verstärkt wieder das Problem das er entweder den Griff lockerte oder los lies.
Er zog sich etwa vor einem Jahr mal bei einem Stockschlag eine leichte Verletzung zu aber zeigte im anschließenden Training kaum bis gar keine Probleme mehr. Der Hund wurde auch Ärztlich durchgeschaut – alles in Ordnung.
Wir können uns das einfach nicht erklären.
Nun wissen wir nicht wie wir den Hund trainieren soll die Meinungen gehen auseinander.
Wie würdet ihr den Hund trainieren?
Was für ein Übungsablauf?
Hat von euch jemand schon so ein Problem gehabt und was/wie habt ihr das hinbekommen?
Wie lang hat das gebraucht?

Gruß Südpfälzer.
Hi,
Stockschwäche kommt nicht nach Jahren von jetzt auf gleich.......ich kenne eigentlich nur zwei Versionen.....der Hund hat schon "immer" eine Stockschwäche (merkt man dann, wenn der Stock im SD dazu kommt), oder es ist irgend etwas passiert.......da der Hund schon VPG 1 und 2 hat und anscheinend bis dato keine Probleme hatte, vermute ich eine schlechte Erfahrung (war der Sauber......im Versteck....beim Aus.......hat er da vllt ne Fehlverknüpfung durch irgend eine Aktion.......???? Habe auch schon die Erfahrung gemacht, das ein Hundeführer noch woanders übt und es dort zu einem Missgeschick kam.......der Hufü hatte es jedoch abgestritten, warum auch immer....bis jemand das erzählte........
Fair geht vor....
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#6
Hi Mika,

deine Ausführungen erforderen ein richtig gut eingespieltes Team aus Helfer und Hundeführer, denn da heißt es, entweder hop oder top für den Hund. Aggression hat immer zwei Türen, Flucht oder Wehren. das erfordert Fingerspitzengefühl und Erfahrung
Schnell habe ich eine Tür weit aufgestoßen und dann war es das für diesen Hund im Schutzdienst.

Gerne möchte ich aber dem Hund VPG Sport erhalten, denn nicht alle wollen auf die BSP, sondern einfach Sport betreiben.
Und deshalb gehe ich lieber zurück,(ohne Zucker im A :pf: ) und steigere wieder die Belastung, als die Variante, wenns weh tu wehr dich, oder geh....denn der Hund reagiert ja schon...

Wenn ich meinen Hund zusätzlich durch seriöse Ausbildung belastbar gemacht habe, kann ich Selektion betreiben, wenn ich mich aber allein auf seine "Gene" verlasse, bin ich nicht wirklich fair zu meinem Hund.

..handelt es sich um ein Fehlverhalten ohne Frage, beim wem genau, beim Vierbeiner oder Zweibeiner?
Von hieraus schlecht zu beurteilen.

Claudia
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#7
Hab das selbst mal beim eigenen Hund erlebt,(allerdings in der ÜStunde mit 13 mon) für mich aus heiterem Himmel aus dem Arm und dem Stock ausgewichen.
Das dann wiederholend bei anderen Helfern und Plätzen.
Hab das Problem wie Mika gelöst,nach vorne ist Ruhe oder Beute.
Allerdings war ich mir ziemlich sicher,das der Hund diese Arbeit verkraftet und ich hatte einen fähigen Helfer,der blind mit mir arbeiten konnte.
Das sind absolute Voraussetzungen,wenns klappen soll.(siehe Claudias Kommentar)
Allerdings glaub ich,das reine Beutearbeit am Problem vorbei arbeitet,du bringst den Hund nicht in die Situation,in der er sich im Konflikt entscheiden muß,in welche Richtung er gehen muß.
Aber wie vorher schon gesagt,man müsste den Hund vorher sehen,um sich sicher zu sein,ist ne knifflige Sache aus der Ferne.
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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#8
Hallo,

Wir waren heute Mittag bei einem befreundeten Helfer.
Er hat den Hund figuriert auch mit (leichten) Stockschlägen. Mit Langer Leine unter Spannung und was soll ich sagen er hat gehalten ohne den Griff auch nur im Ansatz zu lösen. Hurra !! :dh:
Die Freude war groß bei dem HF. Big Grin-a:Big Grin
Da wird das Problem vielleicht zum Figuranten bestehen oder die härte seiner Schläge.

Gruß
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#9
ich persönlich würde das einmal direkt vom schutzdienst trennen. über eine art ausschlußverfahren kommt man eher an die ursachen und kämpft dann nicht nur gegen die auswirkung.

so würde ich z.b. beim spiel zu hause über ball oder bringsel einmal testen, ob der hund hier belastungsfähiger ist, also stock dabei und testen(natürlich nicht gleich drauf). wie verhält er sich, wenn der stock zum einsatz kommt. hält er da den griff und fordert weiter das spiel, wird er dünn oder bricht er ab?

sollte der hund sich in seiner gewohnten sicheren umgebung auch stockunsicher zeigen, obwohl keinerlei triebstimmung richtung schutzdienst herrscht, der hund ja in der meute arbeitet, dann liegt die ursache meiner meinung nach nicht im schutzdienst. wenn die ursache nicht im schutzdienst begründet zu suchen ist, wie soll der hund dieses problem dann überhaupt im schutzdienst lösen können, wo die belastung noch um einiges höher liegt, kein spiel mit dem hundeführer, sondern konkurrenz mit dem helfer besteht?!

zeigt er aber in diesem test keinerlei probleme mit dem stockeinsatz, so sind die ursachen auf dem platz oder in der arbeit zu suchen, oder in helferabhängigkeiten, positiv oder negativ. helferabhängigkeit als solches finde ich immer negativ, da der hund eigendlich irgendwann mal generalisieren muß, egal wer da steht.

vielleicht hat der hund einfach gelernt, daß, wenn er den griff lockert, daß dann nochmal richtig die luzie abgeht, genau das, was er vielleicht will. oder man hat über ein längeren zeitraum einfach ein unerwünschtes verhalten bei einer anderen arbeit unbewußt gleich mitbestätigt, welches sich jetzt in dieser art und weise zeigt. du schreibst, der hund habe sich beim stockschlag einmal verletzt. die verletzung als solches sollte einem triebstarken hund eigendlich nichts ausmachen, eher dann die arbeit hinterher. vieleicht seit ihr danach zu vorsichtig mit den stockschlägen umgegangen und habt damit dem hund eine negative wertigkeit in eine richtung gegeben, ihn verunsichert?! zuviel rücksicht und vorsicht, die der hund dann auf die arbeit oder situation übertragen hat.

ich persönlich würde ersteinmal den stock als solches neutralisieren, ich hätte ihn immer mit dabei, egal ob zu hause, beim spaziergang, bei der fährte, unterordnung oder schutzdienst. damit desensibilisierst du den hund ersteinmal gegen den stock.

im schutzdienst würde ich dann den weg gehen, den claudia beschrieben hat. beutewerterhöhung, richtige triebstimmung erzeugen, hundeführer mit einbeziehen. und dabei die aktivität des hundes bestätigen. nicht viel aktion vom helfer, dafür viel spannung zur beute, der hund durch an und abstellen in ein pressing bringen. der hund muß ein ganz klares bild dabei liefern. und wenn der hund da eine gute handlungsbereitschaft zeigt, dann würde ich den stock einsetzen. und wahlweise dann vielleicht sogar mal vom hundeführer selbst im lobbereich, etwas, was der hund dann ja aus der desensibilisierung ja schon kennt.

andersrum steht einem der vorgeschlagene weg von mika und heinz.s ja auch jederzeit offen, aber das muß dann auch richtig klappen, da brauchst du ein supergut eingespieltes team. fehler in dieser arbeit sind dann kaum noch zu kompensieren.

Wir waren heute Mittag bei einem befreundeten Helfer.
Er hat den Hund figuriert auch mit (leichten) Stockschlägen. Mit Langer Leine unter Spannung und was soll ich sagen er hat gehalten ohne den Griff auch nur im Ansatz zu lösen. Hurra !! :dh:
Die Freude war groß bei dem HF. Big Grin-a:Big Grin
Da wird das Problem vielleicht zum Figuranten bestehen oder die härte seiner Schläge.

Gruß


das sehe ich persönlich wieder als umgehung des problems. lange leine auf zug ist immer ein hilfsmittel, daß wieder andere abhängigkeiten schafft. der hund hält reaktiv den griff, um die beute zu sichern, nicht um stockschlägen stand zu halten. die stockschläge selbst kommen in ganz anderen kampfhandlungen zu tragen, die der hund dann ohne dieses hilfmittel durchstehen muß. und gehst du zu einem anderen helfer, wo das nicht so paßt, wie bei diesem, fällt der hund wieder in sein altes verhalten zurück. sowas liegt nicht an der langen leine oder der härte der stockschläge.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#10
@tinka
das sehe ich persönlich wieder als umgehung des problems. lange leine
auf zug ist immer ein hilfsmittel, daß wieder andere abhängigkeiten
schafft. der hund hält reaktiv den griff, um die beute zu sichern,
nicht um stockschlägen stand zu halten. die stockschläge selbst kommen
in ganz anderen kampfhandlungen zu tragen, die der hund dann ohne
dieses hilfmittel durchstehen muß. und gehst du zu einem anderen
helfer, wo das nicht so paßt, wie bei diesem, fällt der hund wieder in
sein altes verhalten zurück. sowas liegt nicht an der langen leine oder
der härte der stockschläge....................

-a:
genauso seh ichs auch.
ebenso sehe ich gefahr,das an diesem einen problem,jetzt nur noch rumgedoktert wird.und sich das ganze erst richtig festigt!

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
@suedpfaelzer

Wir haben einen Hund auf dem Platz der einen guten soliden Schutzdienst macht. ...................

nur auf eiegenen platz?nur bei eigenen helfer?was fuer fehler zeigeten sich bei vohrigen pruefungen?

@suedpfaelzer
anschließenden Training kaum bis gar keine Probleme mehr...

kaum bis gar keine?ja das muesste schon genauer beschrieben werden!


gruss
von auch einem
-suedpfaelzer- Big Grin
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