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Spondylose
#1
Gestern kam die für uns sehr erschreckende Diagnose bei unserer erst knapp 6jährigen Hündin: Spondylose - zwei Wirbelkörper sind schon zusammengewachsen.
Vor einigen Wochen gab es die ersten Auffälligkeiten: Der Gang war nicht ganz regelmäßig, das Treppensteigen ebenso auffällig, wie das Sitzen. Fünf Gänge zu verschiedenen Tierärzten waren erforderlich, bis die Diagnose gestellt werden konnte.

Endlich habe ich verstanden, was das Zuchtziel des Deutschen Schäferhundes ist ... es dient nichts anderem als dem Erhalt und dem Wohlergehen des Deutschen Tierarztes!

Unsere beiden Schäferhunde (6 und 3 1/2) liegen uns so sehr am Herzen, dass wir nahezu alles für sie tun würden; dennoch werden sie absolut artgerecht gehalten, weder vermenschlicht, noch verhätschelt. Sie erhalten viel Bewegung, Disziplin und bestes Futter. Aber eines weiß ich: Nie wieder Deutscher Schäferhund!!!

Was hilft das tolle Wesen, das V im Schutzdienst, das tolle Pigment usw., wenn die Gesundheit mehr als zu wünschen übrig läßt.
Hier ein kleiner Überblick:

"So eine Art" Krankentagebuch:
Zuchtversuch mit der damals noch 'gesunden' Hündin scheitert. Der Muttermund ist zu eng, ein Kaiserschnitt wird erforderlich, die Hündin ist nicht instinktsicher im Umgang mit den 2 Welpen. 1 Welpe stirbt nach der Geburt und einer bei der Amme. Nochmals herzlichen Dank an Antje, dass sie sich so toll engagiert hat und versuchte, den Welpen doch noch zu retten!!!!

Wir bekommen Zuwachs: ein vielversprechender schöner grauer Rüde aus Leistungszucht. Der arme Kerl leidet immer wieder über Monate an Panostitis. Er wird sehr aufwendig klassisch schulmedizinisch und Homöopathisch behandelt. Gott sei Dank leidet er "nur" ein gutes Jahr, dann hören die Schübe auf. (Leiden heißt: der Hund kann zeitweise nur kurze Momente stehen, ohne Schmerzmittel geht gar nichts.)

Bei beiden Hunden fallen Auffälligkeiten an den Augen auf: Monatelange Fehlbehandlung, dann stellt ein Spezialist fest: Beide Hunde leiden an einer Autoimmunerkrankung, sie benötigen dauerhaft Cortison, aber damit kann man wohl das schlimmste (Erblindung) verhindern. Bei der Hündin schlägt die Therapie sehr gut an, beim Rüden weniger gut, der braucht auch schon mal eine Spritze in die Augen, ach ja, Sonnenbrillen brauchen beide auch.

Nächster Schreck: Bei der Hündin zeigen sich Tumore an der Milchleiste. OP: die Milchleiste wird entfernt.

Tja und gestern: die Hündin hat Spondylose.

Mir geht es nicht darum, dass unser Geldbeutel permanent strapaziert wird, obwohl das auch nicht immer einfach ist. Kenner werden wissen, wir reden hier nicht über ein paar Hundert Euro! Mir tun unsere Tiere leid und ich bin ehrlich gesagt sehr gefrustet. Jetzt macht mein Rüde immer häufiger beim Joggen schlapp, 10 km sind ihm oft zu viel. Oh Gott, was mag sich dahinter jetzt verbergen???

Immerhin habe ich das Zuchtziel des DSH jetzt endlich verstanden. Nur in Zukunft ohne mich. Mit meinem Rüden gehe ich nicht zur Wiederankörung. Für die Hündin hat sich der Sport erledigt und mit dem Rüden werde ich auch nicht mehr gehen, wer weiß, ob ich ihn nicht damit schädige??!

Dennoch wäre ich sehr, sehr dankbar für Ratschläge im Umgang mit der Spondylose? (Einzelne Fragen sind: Der Tierarzt hat geraten, einen Spezialisten in Bretzenheim aufzusuchen und zu klären, ob jetzt bereits eine OP etwas bringt. Hat jemand damit Erfahrungen? Hat jemand Erfahrungen mit einer zusätzlichen Behandlung mit homöopathischen Mitteln? - Ich halte ja nix davon, aber meine Frau! Wir wollen alles tun, um der Hündin noch viel Lebensqualität zu erhalten. Das ist nicht einfach, wenn man zwei Hunde hat, die ständig miteinander toben wollen. Wie ist das mit Bewegung, ist die wichtig zur Entlastung oder eher gefährlich? Bringen krankengymnastische Therapien etwas?)
Vielen Dank vorab!

Helmut Dillmann
schaeferhunde-von-mordor.de
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#2
Hallo Helmut,
versuch es mal mit "Vermiculite D6" (Mineral D6) in der Apotheke zu beziehen(Lohnhersteller Staufen-Pharma, Vertrieb Holomed,Niederlande).
Auszug aus einem Homöopathieschenbuch:
Als 1. Verordnung gilt 3-mal täglich 1 Tablette für 20 Tage,danach zeigt es sich, ob das Mittel greift. Oft reicht diese erste Kur schon aus.
Ist nach 20 Tagen nur eine mäßige, aber doch deutliche Besserung bemerkbar, erfolgt eine zweite, evtl. noch eine dritte Verordnung von je 20 Tagen. Das genügt im Allgemeinen.
Habe schon gute erfolge damit erziehlt.
Wichtig: regelmäßige Einnahme, am besten direkt über die Schleimhaut.(in Backentasche legen,löst sich schnell auf.)

Viel Glück,Gruß
Christine
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#3
Hallo Helmut,

ich habe bei Spondy sehr gute Erfahrungen mit Chirofossat N
gemacht.

lG Ursula
Ich verantworte das, was ich schreibe,
nicht das was du liest
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#4
Helmut, für deine Hündin und für euch tut es mir wahnsinnig leid. Ich kann mir wirklich vorstellen, wie es in euch aussieht. Aber Spondylose heißt noch nicht, daß jetzt das Ende naht.

Bei meinem knapp 8 1/2 jährigen DSH wurde vor 3 Jahren auch Spondylose diagnostiziert. Mit knapp 3 Jahren wurde Epilepsie festgestellt und seit seinem 12 Lebensmonat beginnende Arthrose, die jetzt "im Alter" ganz massiv geworden ist.

Meine 11-jährige DSH hat seit mehr als 2 Jahren einen schweren Herzfehler und seit ca. 5 Jahren schwerste Arthrose.

Meine 8-jährige DSH hat seit 6 Jahren chwere ED und massive Bandscheibenvorfälle.

Seit Jahren finanzieren wir die diversen Tierarztpraxen. Das macht allein monatlich an "regelmäßigen" Medikamenten mehr als 100 Euro. Aber das ist es uns "wert", und wie ich aus deinem Posting sehe, euch ja auch.

Lange habe ich überlegt, was ich denn jetzt ändern soll, um meinen Hunden noch ein langes Leben zu ermöglichen. Sie nur noch an der Leine ausführen? Ihnen das Toben und Spielen mit den anderen verbieten? Sie von den jungen Hunden (ich habe noch eine 3jährige Herderhündin und einen jährigen Mali-Rüden - beide kerngesund) fernhalten und nur noch im Garten leben lassen? Keine Ballspiele mehr, die sie heiß und innig lieben?

Ich habe mich dafür entschieden, sie so weiterleben zu lassen wie bisher. Gut, VPG ging definitiv nicht mehr. Aber sie laufen täglich ihre 2 - 2 1/2 Stunden mit, sie toben untereinander, sie rennen hinter Bällen her, sie buddeln, schwimmen, klettern - machen also noch alles, was sie können und wollen und ihnen Spaß macht. Was nutzt mir, wenn ich sie länger am Leben erhalte und das Leben für sie nicht mehr so schön ist wie vorher? Und ich denke, meine Hunde sind sehr glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Ich auch - auch wenn ich manches Mal heulen könnte, wenn sie mal einen "schlechten" Tag haben.

So sehr ich den DSH liebe und immer geliebt habe - aus diesen Gründen wird hier keiner mehr einziehen.

Ich wünsche dir viele zufriedenstellende Antworten auf deine Fragen und noch viele glückliche Stunden mit deinen Hunden.
LG
Gabriela mit den Apricker Wölfen

Der schönste Spiegel meiner selbst sind die Augen meiner Hunde.

[Bild: notbannerklsignaturvm7.jpg]
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#5
Hallo Helmut,
ich habe keinen Ratschlag fuer Dich, da ich keinerlei Erfahrung mit diesen Krankheiten habe.
Ich wollte Dir aber trotdem alles Liebe wuenschen und Dich bitten nicht am DSH zu verzweifeln. Es sind bestimmt nicht alle so! Du hast momentan geballtes Pech!
Wir zuechten seit ca. 14 Jahren und haben immer ca. 5 bis 10 Hunde. Und alle, die wir behalten, sind sehr alt geworden ohne besondere Vorkommnisse. Die aelteste, die wir gerade hier haben wird im Oktober 14 Jahre alt. Zunehmend senil, aber immer noch bei bester Gesundheit!
Gib nicht auf!
Liebe Grüsse,
Chris Stump
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#6
Hallo,
ja deswegen laufen hier nun Hortaya herum ;-)

Zur Bewegung bei Spondylose kann ich ich dir nur raten. Wichtig ist das sie gut bemuskelt bleibt, das schont die Knochen. Wenn die Muskeln weniger werden, geht es rapide Bergab. Schwimmen ist gut. Spezielle Gymnastik haben wir nicht gemacht.
Nur auf eines solltest du achten, das sie keine Rammspiele macht, oder anderes , was den Rücken staucht. Diese Verknöcherungen können brechen und das sind ganz üble Schmerzen und es dauert ewig bis sich der Hund wieder halbwegs bewegen kann. Dann wird auch die Bemuskelung natürlich schwächer das ist ein Teufelskreis.

Bei meiner traten die ersten Beschwerden auf, da war sie schon 11 und auch kein DSH sondern Rottmix. Groß behandelt haben wir in dem alter nicht mehr. Nur wenn es ihr schlechter ging dann gab 2xtäglich Traumel solang bis die Packung leer war, das half.
Letztendlich wurde sie 15 und hat bis zu ihren 14 Lebensjahr ohne weitere Medikamente Leben können.

Gruß Iris
Leben und leben lassen
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#7
Hallo Helmut!

Bei meinem Rüden wurde mit 6 Jahren (oder waren es erst 5?) ebenfalls Spondylose diagnostiziert.
Habe ihn sofort aus dem Schutzhund-Sport herausgenommen und nur noch in A geführt. Jetzt ist er 14 und läuft immer noch.

Habe darauf geachtet- wie Iris schon schrieb - dass er sich nicht staucht, keine umöglichen Drehung vollzieht usw.!
Das Unangenehme für den Hund bei Spondylose ist, wenn diese zusammengewachsenen Brücken brechen.
Gott sei Dank ist das bei meinem nie passiert, hatte somit auch nie Schmerzen. "Nur" eben steifere Bewegungen.
Viel Schwimmen und Radfahren haben meinem nicht geschadet.

Außerdem habe ich immer in den Herbst-Winter-Monaten eine "Spritzkur" machen lassen. Eine Spritze/wöchentlich über 10 Wochen lang. Es wurden Kälberhormone gespritzt, die diese Brücken einigermaßen beweglich bleiben lassen (ich meine, so hat es mir mein TA damals erklärt). Habe das 6 Jahre machen lassen.
Zusätzlich kann ich ebenfalls Vermiculite D6 und 100%ige Grünlippmuschel empfehlen.

Viel Glück
LG
Carmen
http://www.quincys-home.de
+++ aufstehen, Krone richten, weitergehen +++
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#8
Hallo Helmut,

schau dir mal die Webseite von Dr. Erhard Schulze an (er hat seine Praxis in Kamen).
Er arbeitet mit Goldakkupunktur.

http://www.ta-schulze.de/

Das hat bei unserer Hündin schon 2 mal super funktioniert:

Zum ersten mal im Januar 2005: Mit 12 Monate an der Hüfte (schwere HD), die Wirkung war sofort am selben Tag da! Seit dem Zeitpunkt keine Veränderung der Hüftgelenke (heisst keine Verschlechterung!).

Das zweite mal war am 15.06.2007: Seit Januar läuft die Hündin mit nur noch mit Schmerzmitteln halbwegs gut -> Spondylose
In der Praxis sagte man uns, am Rücken dauert es länger bis die Wirkung einsetzt. Das hat unsere Hündin wohl überhört :pf: Schon am 2. Tag lief sie deutlich besser.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Therapie für unsere Hündin super funktioniert, ist das Team dort einfach Klasse:
Man fühlt sich einfach gut beraten. Wenn ich es richtig im Kopf habe, sind dort bereits deutlich über 7000 Hunde mit Gold behandelt worden. Man kann dort jederzeit anrufen wenn was faul ist oder Fragen aufkommen.

Es gibt bei der Methode keine Nebenwirkungen, wenn es nicht hilft, schadet es auch nicht.
Die Wirkung hält das ganze Hundeleben an.

Ich würde es sofort wieder machen!

Dieter
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#9
Hallo Helmut,

bei meiner Schwarzen wurde wie sie etwa 3-4 Jahre alt war Spondy diaknostiziert. Anfangs gabs Rimadyl und Canusan. Habe damit ca. nach einem halben Jahr aufgehört. Sie hat sich allerdings
selber immer gut geschont. Damals wohnte ich noch in einer Mietwohnung im 1. Stock.Sie rannte 1x die Treppe rauf und merkte das das nicht so gut war und danach machte sie es dann nie wieder. Mit Schmerzmittel hätte sie sich wohl nicht so sehr geschont....
Schwimmen hatte ich bei meiner den Eindruck,tat ihr nicht so gut, sie war danach immer in den Bewegungen etwas eingeschränkt, auch war es bei ihr im Sommer schlechter als im Winter. Sie hatte in den ganzen Jahren vielleicht 3-4 kurze Schmerzschübe wo sie nicht mehr gehen wollte und hat sich dabei immer wieder hingesetzt. Ich habe ihr dann immer für 2 Tage Rimadyl gegeben,sonst nie.
Vor einem halben Jahr mußte ich sie dann Einschläfern lassen.
Ihr Alter 13,5 aber die Spondy war nicht der Grund. Sie lief bis ins hohe Alter trotz ihrer Spondy gut.
Ich habe sie auch nicht mehr auf Lebzeit ankören lassen,und nach der Diagnose sofort ausm SchH Sport genommen, habe mich mit ihr aufs Fährten konzentriert. Mit fast 8 Jahren haben wir die letzte FH Prüfung mit 99 Punkten bestanden.
Wer weiß ob sie so alt geworden wäre hätte ich ihr die Zeit über schulmedizinische Schmerzmittel gegeben........
Eine Op wäre für mich auch nie in Frage gekommen. Ich habe damals einige Hunde gesehen die daran operiert wurden, denen ging es danach nicht wirklich besser und sind trotz Op nicht alt geworden.
Mein Fazit: Keine Op,so wenig wie möglich Schmerzmittel, viel Bewegung, dem Hund trotzdem eine Aufgabe geben und sie werden alt!
Liebe Grüße Yvonne
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#10
Hallo Helmut

bei meiner älteren Boxerhündin wurde mit 1 Jahr Jugenspondylose festgestellt.
Die Diagnose war für mich auch niederschmetternd, da man nie weiß, wie sie sich weiterentwickelt und ich eigentlich mit ihr weiterzüchten wollte.

Ich gab ihr 1 Jahr lang auch Vermiculite D6 - leider ohne Erfolg.
Mit gut 2 Jahren war die LWS komplett dicht, die BWS ebenfalls fast geschlossen.

Luna hat somit Spondylose Grad 4 (schwerste Spondylose), welche ihr aber soweit keine Probleme bereitet.

Sie kann zwar keine Meterhürde springen oder sich (z.B. bei der Läufigkeit) selbst putzen - sie kann die WS nicht so weit biegen, sonst merkt man ihr die Spondy aber nicht an.

Bei Spondylos wachsen Knochenbrücken von Wirbelkörper zu Wirbelkörper; wenn diese Brücken dann geschlossen sind, hat der Hund normalerweise kein Schmerzzen (Luna hatte die auch nicht während des Wachstums)
Sie ist ein ganz normaler Hund der tobt, spielt, springt, sich verbiegt,....

Wenn ich es von den Rö-Bildern nicht wüßte, würde ich nicht glauben, daß sie schwere Spondy hat.

Kopf hoch

:hallo:
Gruß

Ute und die Boxer mit Mali-Mädchen Fame + Franzen-Bully Bomber

Die Sprache des Menschen dient dazu, Gefühle auszudrücken, vorzutäuschen oder zu verbergen. Die Sprache des Hundes kennt keine Lüge
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