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Kruemeline,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176358#post176358 schrieb:Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176356#post176356 schrieb:warum ist denn diese Sache mit den "gekauften Prüfungen" in erster Linie ein SV-Problem
Das ist kein allgemeines SV-Problem, sondern ein Hochzuchtproblem.
IPO (von der albernen Körung mal ganz zu schweigen) ist für Leistungszüchter ein nützliches Puzzleteil zur Beurteilung von Hunden. Die Plicht-IPO 1 ist quasi die unterste Auffanglinie vor der totalen Deregulierung. Was die Hochzüchter so alles anstellen, ist für LZ und deren Kunden, also Sportler und Behörden, uninteressant. Wie es für Hochzüchter und ihre Kunden uninteressant ist, was wir so an echter Leistung treiben. Die für die Zucht eingesetzten Leistungshunde werden individuell und mit viel Zeitaufwand so ausgebildet, dass sie eine öffentliche Prüfung, gerne auch überregional, nicht scheuen müssen. Mit Massenausbildung durch bezahlte Ausbilder hat das nichts zu tun.
Es gibt genug, was man am Leistungsbereich des SV kritisieren kann, aber ihn in einen Sack mit dem Hochzuchtbereich stecken und dann drauf zu schlagen, ist zu billig. xxxxxxxxxxxxxxxxx
Hallo,
ist mir alles bewusst... glaube mir. Aber soweit ich weiß gibt es keinen "SV-Leistungs-Verein" und keinen "SV-Hochzucht-Verein", sondern nur "den SV". Zumindest offiziell, inoffiziell mag es anders aussehen.
Also ist die Sache mit den gekauften Prüfungen ein "SV-Problem". Es sind dort SV-Mitglieder, SV-Leistungsrichter und SV-Ortsgruppen beteiligt, sicherlich eine kleine Minderheit, aber dennoch allesamt SV-Mitglieder und Funktionäre.
Das war aber gar nicht das Thema. Ursprung für die Aussage war, dass eine Pflicht-IPO-Prüfung zur Verbesserung der Gebrauchshundfähigkeit einer ganzen Rasse beitragen soll... und das lässt sich natürlich wunderbar am Beispiel "SV" widerlegen. Das verbessert nicht die Rasse, eher im Gegenteil: Es ist eher schädlich für einen sauberen und transparenten Hundesport.
Viele Grüße
Sören
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Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176356#post176356 schrieb:Und glaube mir: wenn man hier dieselben Platzierungen bekommen kann und Hunde ohne IPO-Prüfungen gleichgestellt werden, dann wird es hier zu einer Zunahme der Hunde ohne Prüfungen kommen. Rein aus wirtschaftlichen Gründen. Wo hoch ist der Kurs für die Ausbildung einer Hündin über BH zur IPO 1? 2.000,00 EUR? 3.000,00 EUR? Irgendwie in dem Dreh.... fallen diese Kosten weg, weil es nicht mehr nötig ist, werden viele drauf aufspringen.
Hallo Sören,
warum haben dann alle hochplatzierten HZ-Rüden die IPO3 und nicht nur die vorgeschriebene IPO1?
Die Kosten für eine echte Ausbildung werden so hoch sein, wie Du das beschreibst. Für eine gekaufte Prüfung betragen sie nur einen Bruchteil davon. Da amortisiert ein einziger zusätzlicher Deckakt eine gekaufte Prüfung. Da verzichten diese Leute auch nicht drauf, wenn es keine Pflicht mehr ist. Der Betrug bleibt fast der gleiche nur wegen des Marktwertes - im Auslandsverkauf allemal.
Und warum ist das nur im SV so? M.M. nicht, weil die IPO1 Pflicht ist, sondern weil Betrüger den Verein seit Jahrzehnten schrittweise gekapert haben und welcher neue Vorstand auch immer bisher zahnlos bleibt. Gewollt oder nicht gekonnt? Und wie Du sagst: Alle profitieren, nur so ein paar "Querulanten", denen es angeblich um die Qualität der Rasse geht, stören sich daran. Das sitzt man aus, irgendwann verliert auch Don Quichote die Lust am kämpfen.
Ich denke, wenn ehrenwerte Leute ohne finanzielle Eigeninteressen den Verein mit harter Hand geführt hätten, wäre es trotz Pflicht-IPO niemals so weit gekommen.
Wenn die Pflicht-IPO abgeschafft würde und stattdessen eine echte Körung zur Pflicht würde, könnte das ohne Schaden für die Rasse abgehen. Dann müssten aber Mechanismen eingebaut werden, die den Körbetrug ausschließen.
Gruß Bernhard
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Bernhard Ratstanne,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176354#post176354 schrieb:Braucht man nur die Pflicht-IPO abzuschaffen und schon ist der Ehrlichkit Tür und Tor geöffnet?
nein das wird nichts ändern,weil wie du schon erkannt hast die titel in der gebrauchshundeklasse erst das geld bringen.
na ja und wenn man sich die prüfungen in einigen anderen RZV ansieht stellt man fest das ,das niveau so niedrig ist das man nicht mal mehr betrügen muß
mfg erwin.
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Sören, du nennst es ein SV-Problem, ich nenne es ein Hochzuchtproblem. Ok. Muss jeder selbst wissen, welcher Begriff es besser trifft.
Die Alternative zu Pflichtprüfungen und Pflichtkörung wäre die totale Leistungsderegulierung. Zuchtregeln, ob nun für Leistung oder Gesundheit oder Aussehen, sollen ja einen gewissen Mindeststandard garantieren. Eine Deregulierung würde komplett auf das individuelle Verantwortungsbewußtsein der Züchter setzen. Was dann wohl mit der Gesundheit (ohne Röntgen usw.) und mit der Leistung ohne Prüfung passieren würde? Gute Nacht Marie! Auch Leistungszüchter sind doch keine Heiligen, die ein reines Herz haben durch und durch. Man kann dann im Prinzip auch den Verein, was die Zucht betrifft, gleich auflösen.
KNPV (ähnlich auch belg. Ring) kennt doch auch solche Regeln nicht! Ja, aber da sind die Leistungsanforderungen, der angestrebte Verwendungszweck (Abgabe nach Ausbildung und Prüfung an die Polizei) und die Traditionen, die Einstellung zum Tier ganz anders. Auch wenn es um die Entsorgung der durch engste Inzucht entstandenen kranken Tiere geht. Hauptsache einer aus dem Wurf wird der Burner! Ich will das nicht vertiefen, was da als normal gilt incl. der Fälschung von Namen und Abstammung, der Schaffung von Doppelidentitäten usw.
Wenn allgemein gültige Regeln von einigen Leuten unterlaufen werden, spricht das nicht für die Abschaffung von Regeln und die Einführung der Anarchie, sondern für bessere Kontrolle. Im Leistungsbereich funktioniert die Kontrolle im Großen und Ganzen. Der Hochzuchtbereich ist mir komplett egal. Da soll sich der Tierschutz drum kümmern, wenn da die Grenzen zur Qualzucht überschritten werden.
Über eine Abschaffung der Pflicht-IPO bei gleichzeitiger Einführung einer anspruchsvollen Körung könnte man reden, denn das wäre keine Deregulierung, sondern eine bessere Regulierung.
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Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176356#post176356 schrieb:Und glaube mir: wenn man hier dieselben Platzierungen bekommen kann und Hunde ohne IPO-Prüfungen gleichgestellt werden,
das ist die lösung aller probleme ,die gebrauchshunderassen schaffen die gebrauchhundeklassen ab und alles gut
das argument zwingt mich dann echt in die knie und ich bin sprachlos,
mfg erwin
erwin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176363#post176363 schrieb:sandra k
selten soviel müll gelesen
Jo, wenn du das meinst muss es wohl stimmen.
Du hast Recht und alle anderen haben Unrecht... wie man nur so Blind sein kann...
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... so langsam hab ich ne Ahnung wer Krümeline ist.....
Egal, es Endet in diesem Forum mal wieder in Vorwürfe und Tiefschläge. Die Frage ist, ist es wirklich so ein Drama ..diese "aufbereitete" PO? Ab einer gewissen Prüfungs-Stufe selektiert sich doch wieder die Spreu vom Weizen.
Züchter die was auf sich halten, haben doch eh ihre eigenen Kriterien oftmals auch fernab einer PO.
Gruß Steffi ...
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Ich möchte zu zwei unterschiedlichen Dingen meinen Senf dazu geben:
1. Es hat Vor- und Nachteile, auf die IPO-Prüfung für Zuchttiere zu verzichten. Zu den Vorteilen gehört, dass eine bestimmte Gruppe, nämlich die der Körmeister, die die alternative Zuchtprüfung abnehmen, einen recht repräsentativen Überblick über die Nachzucht einer Rasse bekommt. Wenn man diese Erfahrungswerte nutzen würde, um bei den Zuchtprüfungen nachzusteuern, also festgestellten negativen Entwicklungen in der Nachzucht zeitnah gegenzusteuern, dann wäre das ein Instrument, das der in dieser Hinsicht ungenaueren und nicht rassespezifisch wandelbaren IPO als Zuchtinstrument sogar überlegen sein könnte. Leider wird das aber so in kaum einem Zuchtverband wirklich gehandhabt. Man muss auch bedenken: Bei der Zuchtprüfung tauchen all die strukturellen Probleme wieder auf, die man auch mit der PO-Prüfung hat - wie Käuflichkeit von Prüfungen, mangelnde Qualifikation der Beurteiler, Interessenabhängigkeit der Urteilskriterien etc. Das alles hört nicht auf zu existieren, nur weil man es mit Zuchtprüfungen und nicht mit Sportprüfungen zu tun hat. Außerdem bleibt die IPO insofern wichtig, als sie Kriterien dafür setzt, was wir überhaupt als wichtige Leistungen auch in Zuchtprüfungen ansehen. Eine gute Zuchtprüfung wäre meines Erachtens eine, die Kerntalente in Nasenarbeit, Gehorsam u. SD und darüber hinaus Umweltsicherheit abfragt. Ich habe mich wirklich viel mit den Zuchtprüfungen der verschiedenen Gebrauchshundevereine beschäftigt: Ich sehe keine, die das wirklich leisten würde, obwohl mir Vereine einfallen, die sich mit der Entwicklung des Designs ihrer Zuchtprüfungen wirklich viel Mühe gegeben haben.
2. Ich hatte oben wie Sören schon einmal auf die 60-Punkte-Regel (gemeint ist das mögliche Bestehen mit 60 Punkten) hingewiesen. Wie Sören glaube ich, dass das Bestehen mit 60 Punkten, im Vergleich zu den heutigen Verhältnissen, auf die von ihm beschriebenen zwei Alternativen in der Beurteilungspraxis hinauslaufen könnte. Anders als Sören halte ich aber die zweite von ihm genannte Variante für unwahrscheinlich: Ich glaube nicht, dass die Masse der LRs in kurzer Zeit in ihrer Praxis so umgestellt werden kann. Das soll gar keine Richterschelte sein: Ich glaube einfach, dass das praktisch enorm schwierig wäre. Menschen, und nicht nur LRs, sind, bezogen auf jahrzehntelange Praktiken, nicht so wahnsinnig schnell wandlungsfähig. Ich finde es völlig richtig, den Einstieg in den IPO-Sport zu vereinfachen, also das Erlangen der IPO-1 zu erleichtern. Ich würde das aber nicht über die Absenkung auf 60 Punkte, sondern über ein verändertes Prüfungsdesign (Reduktion auf Kernübungen) tun. Ich habe es oben schon einmal erwähnt: Meine Schwierigkeiten mit der Absenkung auf 60 Punkte sind fast ästhetischer Art. Ich stelle mir einfach vor, wie die Vorführung eines Hundes, der nach heutiger Weise mit 60 Punkten bewertet wird, aussieht. Ich frage mich, ob eine solche Vorführung für unseren Sport wirbt. Und um diese Werbung soll es doch gehen: Menschen sollen stärker verlockt werden, in das Prüfungswesen einzusteigen. Das ist dann ein Hund, der sich z. B. bei den technischen Übungen einen Großraumfehler erlaubt (also z. B. die Kommandos verwechselt oder die Position verlässt), der das Bringholz fallen lässt, der statt des Vorsitzes mal eben lieber gleich in die Grundstellung schleicht etc. An so etwas denke ich. Es geht mir nicht um die abstrakte Punktzahl, sondern um die Frage, wie das aussehen soll, was man als bestandene Prüfung ansehen will. Bei veränderter Wertungspraxis kann zweifellos auch eine 60-Punkte-Leistung hinreichend gut wirken, aber an die Veränderung in der Wertungspraxis zu glauben fällt mir, wie gesagt, schwer.
Wäre es da nicht vergleichsweise einfacher und sinnvoller, eine auf Kernübungen beschränkte IPO-1 zu entwerfen, deren wenige, aber grundlegende Übungen dann allerdings annehmbar auszuführen sind, gleichzeitig aber 2. eine Wettkampfprüfungsordnung zu entwerfen (gewissermaßen eine IPO-3-fin.), die spätenstens auf Ausscheidungsebene anzuwenden ist und die es dann, was den Schwierigkeitsgrad betrifft, noch einmal richtig in sich hat?
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Steffi Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25582-Neue-PO-2018/?postID=176368#post176368 schrieb:Züchter die was auf sich halten, haben doch eh ihre eigenen Kriterien oftmals auch fernab einer PO.
Das will der Entwurf weder ändern, noch will er ein vollständiges Instrument darstellen, die Zuchtverwendung zu beurteilen. Erwartet doch bitte nicht immer wieder alles oder nichts von einer PO hinsichtlich der Zuchtverwendung. Es geht um ein Puzzleteil das in C sichtbar wird. Glaubt mir einfach mal, dass man sich genau überlegt hat, dass die TSB Bewertung mit dem Stellen und Verbellen beginnt und trotzdem nichts am Sportcharakter der Prüfung ändert. Auch in einer Sportprüfung kommen die zuchtrelevanten Faktoren Triebveranlagung, Selbstsicherheit und Belastbarkeit vor. Allerdings erhebt unsere neue PO nicht den Anspruch, dass es nicht bessere Arten geben kann, diese Faktoren zu überprüfen, und auch nicht, dass wir das Ganze machen, um selbstlos den Züchtern, Behörden oder einem Kulturgut zu dienen.
Neben unserem persönlichen Vergnügen dienen wir unseren Hunden mit einer artgerechten Beschäftigung und Auslastung. Es ist nur Sport! Wo alle Beteiligten Spaß haben sollen.
Alles andere (Feststellung umfassender Zuchtmerkmale, Ausrichtung auf die Interessen von Züchtern, Behörden, Kulturkämpfern, Rassebewahrern und Gebrauchshunddefinitionsfetischisten) ist nicht Aufgabe unserer PO. Sie regelt unseren Hundesport. Nicht mehr und nicht weniger.
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