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gibt es denn von den Verantwortlichen, die die Änderung eingebracht haben oder unterstützen eine Begründung?
M.E. sollte eine/jede Änderung der PO zu einer inhaltlichen Verbesserung führen. Das sehe ich in diesem Fall (noch) nicht.
Bye Uwe
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Also ich sehe z.B. das mit der Abwurfstange schon als Verbesserung. In Bezug auf eine gerechte Bewertung: Es entfällt die doch manchmal subjektive Einschätzung des LRs darüber ob ein Hund streift oder nicht und wie stark er das tut. Fällt die Stange, gibt es Punktabzug. Bleibt sie oben, gibt es keinen. Jahrzehntelang habe ich Gemecker darüber gehört dass das im Hundesport nicht so ist und z.B. im Springreiten alles besser ist dadurch, dass das Fallen oder Liegenbleiben der Stange eindeutig und dadurch gerecht ist. Nun soll es geändert werden und dann ist das auch wieder nicht richtig.
Ausserdem wird es dann nicht mehr möglich sein die Hunde im Ausbildungsverlauf mit brachialer Gewalt über die Hürde zu zerren, wie es vereinzelt doch leider immer noch gehandhabt wird. Künftig muss man sich wirklich Gedanken darüber machen wie man seinem jungen Hund die richtige Sprungtechnik und auch den Spaß am Springen vermittelt. Viele HF haben das bisher schon gemacht, aber wenn nur ein paar HF, die diesbezüglich bisher immer noch eher "rustikal" gearbeitet haben, nun dazu gebracht werden mal ihr Hirn einschalten zu müssen ist auch das für mich eine Verbesserung. Ein DSH im Meideverhalten haut Dir die Stange mit seiner Rute bedeutend eher runter als einer, der nicht "klemmt" und deswegen diesbezüglich bedeutend freier springt. Was sich übrigens natürlich auch auf das Apportieren bezieht (falls der Hund deswegen klemmt).
Insofern finde ich es auch gut dass der Hund erst in der IPO3 Hürde und Kletterwand mit Holz springen soll. Dadurch dass der 1er-Hund beides ohne Holz springt wird dem HF = Ausbilder ja vermittelt dass es anfangs erst einmal um die Sprungtechnik geht, die es dem Hund zu vermitteln gilt. Dieser Aspekt findet bei vielen HF bisher zu wenig Beachtung, weil von vorne herein nurdas Endziel ins Auge gefasste wird ( = dass der Hund zuverlässig hin und zurück mit dem Holz springt). Da wird dann oft Druck gemacht wegen der Ausführung des Apportierens, und der Teilaspekt Sprungtechnik ist nur eine Randgeschichte. Nun soll dem HF deutlich gemacht werden dass die Sprungtechnik die Grundlage ist, die erst einmal gefestigt werden soll, bevor der Hund mit dem Holz über Hürde und Kletterwand geht.
Ich finde nicht dass das Änderungen sind nur um des Änderns willens. Meiner Meinung nach waren solche Änderungen schon lange überfällig. Auch die Sache mit dem Auslegen des Apportierholzes, um die durch die Hunde gezeigte Arbeit miteinander vegleichbarer zu machen. Der "Aspekt Hundeführer" liefert, in Bezug auf das Werfen des Holzes, für die Hunde häufig unterschiedliche Ausgangspositionen. Der eine HF wirft weiter als ein anderer, beim einen liegt das Holz gerade, beim anderen schräg usw. Gerade wenn es auf Wettkämpfen um Punkte und Teilpunkte geht macht das Gesamtbild einer Übung viel aus. Präsentiert sich der Hund, dessen HF das Holz weit wirft, auf dem Rückweg wirklich noch genau so schnell wie wenn das Holz etwas dichter liegen würde? Würde der Hund, der etwas schräg vorsitzt nachdem das Holz beim Werfen etwas zur Seite gehüpft ist, nicht vielleicht genau so gerade vorsitzen wie der Hund davor oder danach, dessen HF einfach etwas mehr Glück oder Geschick hatte, so dass das Holz in gerader Linie liegen geblieben ist? Wie viele HF kaschieren denn Aufbildungsfehler dadurch, dass sie das Holz gezielt etwas nach links oder rechts werfen, weil ihr Hund einen Bogen beim Rücklauf macht und deswegen die Tendenz zum schräg vorsitzen hat wenn das Holz gerade liegt? Verdient nicht der HF mehr Punkte, der seinen Hund so ausbildet dass er keinen Bogen beim Rücklauf macht oder dass er sich trotz Bogens vor dem HF gerade ausrichtet, mehr Punkte als der, bei dem der Bogen und die dadurch resultierende Tenendz zum schäg Vorsichten durch ein gezielt schräges Werfen des Holzes kaschiert wird?
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain