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Das Thema moderne Ausbildung ist ein Thema, welches mich schon lange beschäftigt. Schon vor der Diskussion hier im Forum, u.a. mit bruno. Egal, wie ich es drehe und wende, für mich ist dieser Begriff eine Chimäre. Wir wollen in unserer Hundeschule für die Hundebesitzer ein Handlungskonzept erstellen. Deshalb stelle ich mal meine Gedanken, die noch eingedampft werden müssen, zu diesem tatsächlichen Problemthema „moderne Hundeausbildung“ zur Diskussion.
Ich weiß, das Ganze ist recht umfangreich, es lag zu lange im Zettelkasten☺
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Moderne Ausbildung" als nicht näher bestimmte "Philosophie" entspricht m.M.n. dem heutigen Zeitgeist. Und wie dieser löst sie nicht ein Problem, sondern schafft dagegen wegen mangelnder Reglementierung des Hundes sehr viele und vor allem unnötige Probleme, unter denen nicht nur die Hunde, sondern auch die Besitzer leiden. Kürzlich ein Kunde: "Mein Nachbar hat einen Hund, der... Er sagte (der Nachbar), daß er schon oft darüber nachgedacht hat, den Hund wegzugeben." Pause. "Ich auch" Es handelte sich um einen 6 Monate alten Labbi, völlig bemackt, aber liebenswert. Ähnlich eine Dame mit etwa gleichaltrigem Hund, der einem ungelogen Stundenlang ins Gesicht sprang – wie ein Geisteskranker.
Hier, im Maliforum und wo sich sonst noch Experten tummeln, heißt es dann, entweder, alles brauche Zeit, Konsequenz – was bedeutet das? Oder diese Menschen sollten sich keine Ferraris (Malis) sondern etwas anderes kaufen, wenn sie den nicht fahren könnten (ergo zu blöd sind für diese [und andere, je nach Standpunkt] Rasse[n], mal ab von den Züchtern, die erkennbaren Laien Dynamit in die Hand drücken).
Wenn die Verzweiflung auf beiden Seiten wächst und es immer unschöner wird, heißt es, diese Menschen sollten keine Hunde haben (eben nicht so klug wie der Autor des Statements). Btw. -wo sollen alle die noch zu rettenden Hunde hin?!
Oder es sei ein Hundetrainer aufzusuchen. Hier wird's richtig haarig, aber zu vielen Hundeplätzen gibt es da keinen Unterschied - ja, ich bin auf Krawallkurs!
Ein Berner Sennhund (8 Monate) erlebte seine liebevolle Aufzucht in den Welpenkursen und bei Herrn Rütter. Die Besitzer sind sehr nette Menschen, nicht dumm und dem Mann nimmt bestimmt niemand ungestraft das Schnitzel vom Teller, falls derjenige sich das überhaupt traut. Der Sennenhund sollte bei Herrn Rütter innerhalb von 2 Jahren zum Diabetesspürhund, Unterzuckerungsanzeigehund ausgebildet werden. Die modernen Hundeausbilder sagten, alles paletti, aber irgendwas muß die Leute ja zur neuen Hundeschule getrieben haben?
Der Kleine kommt auf den Platz, und das Ende vom Lied war, unter den Bedingungen hier - andere Hunde, Menschen, Umgebung ohne Interesse an ihm und rücksichtslos gegenüber ihm - brach seine Welt zusammen. Das Problem: Der Zwerg (8 Monate!) betrachtete es als Option**, zur Problemlösung mir in den Oberschenkel zu beißen. Ich hatte nichts gemacht, stand nur da und habe den Besitzern gesagt, daß sie sich im Augenblick den Diabetesspürhund von der Backe putzen können. Und der Dackel beißt mich. Hat das wohl verstanden.
Gerade rief mich die Dame an, daß ihr vor 4 Wochen der alte Hund gestorben sei und der Beißer trauere. Deshalb sei er an diesem Tag durcheinander gewesen. Nun wolle sie ihm 4 Wochen Ruhe geben, damit er wieder zu sich komme. So soll es sein. **An diesem Tag setzten wir uns dann lediglich hin, tranken einen Kaffee, die Leine wurde zum Weidezaun (ohne Strom und Salto, nur sackgängig). Der Kleine legte sich dann trotz anderer Hunde unter den Stuhl und legte dann mit seinem Mütterchen eine quasi Freifolge aufs Parkett. Die einzige Bedingung war: nicht quatschen und wissen, wohin man gehen will. Dafür gab es 4 Markierungen auf dem Boden. Nun fahren sie wieder zu Herrn Rütter und ich bin gespannt, was diesmal für 80 € / h rumkommt.
Hatten die Leute zu wenig Ahnung von der Hundeausbildung? Sicher. Oder besser, es ist eine Frage der Reife in diesem Thema. Die erlangt man durch eigene Erfahrungen. Z.B. auf einem Baum sitzend, während die Hunde unter einem eine Wildschweinjagd veranstalten.Hunde, die nicht funktioniert haben, wird es schon immer gegeben haben.
Kinder hatten die Herrschaften auch. Die waren nicht mißraten. Lag es in Bezug auf den Hund an der fehlenden "modernen Ausbildung"? Ich denke, sie war der Grund für diese Fehlentwicklungen und ihre Weigerung, sich zu verändern. Sie wollen ihrem Hund noch nicht sagen, was er tun soll, damit er sich artgerecht entwickeln könne. Trotzdem mögen sie vermutlich nicht, daß ihr Hund sich widersetzt und an der Leine zieht. Denn da meckern sie und ziehen ebenfalls an der Leine. Nur ist die Einstellung nicht, ich ziehe Dir die Ohren lang, Bruder Leichtfuß, sondern Ärger = Hilflosigkeit. Währen sie nicht hilflos, währen sie nicht ärgerlich, richtig?
Dieser Tag war nur der Abschluß einer Entwicklung. Sie verstehen noch nicht, daß sie so ihrem Hund alle Unarten wirksam beibringen. Sie sagten, sie wollen keine „Gewalt“ in der Erziehung*. Dabei wird jeder unwirksame Versuch der Korrektur von Fehlverhalten zur Quälerei für alle für die nächsten 14 Jahre. Der Hund wollte übrigens kein Futter und keinen Ball. Er wollte nicht mehr zuhören. Nach der Stunde schon. Der Vorschlag war, ihm nicht mehr den Napf zu füllen, sondern bei Mama vorstellig werden und ihn fragen zu lassen, ob sie was zu Futtern habe. Und natürlich mein Lieblingsplan:
[media]https://www.youtube.com/watch?v=wesm2OpE_2c[/media]
Ich meine auch, daß es grundsätzlich egal ist, warum der Hund sich so verhält – aus Furcht, Dominanz oder wegen 50 Traumatas bei irgendwem. Das Problem muß abgestellt werden. Abhauen, Sterbenummer oder Gewalt sind keine Option. Punkt. Alles andere modifiziert nur Leiden und macht diesen Zustand dauerhaft. Das ist der Haken bei der Verhaltenstherapie von Hunden. Erst nach dem Cut kann sich neues Verhalten etablieren (Futtertreiben ist auch ein Cut nach vorherigem Murks. Zwangsmittel: Hunger und Aufmerksamkeit)
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edit: doppelte Bilder gelöscht
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Als die Titanic unterging, waren unter den Geretteten ~ 75% Frauen, ~ 50% Kinder und nur ~ 20 % Männer (mit 14 war man damals ein Mann). Die Männer des Bürgertums brachten es auf eine Sterbequote von ~ 92 %, weil für sie "Frauen und Kinder zuerst" die Handlungsmaxime war. Die Männer der Mannschaft starben zu ~ 75 %, die überlebende Mannschaft bediente i.d.R. die Rettungsboote.
Heute gehen die modern ausgebildeten Männer brav beiseite, wenn Fremde ihre Damen begrabbeln. Früher hatte "brav" die Bedeutung von Mut, tapfer und wild.
Die Handlungsweise damals war mit Sicherheit robuster als heute. Die Handlungsweise heute läßt die meisten Menschen im Ergebnis nur noch ratlos zurück.
Die Leute gestehen, um nicht als Arsch zu gelten, ihren Hunden Sachen zu, die sie ihren Kindern niemals durchgehen lassen würden. Die meisten Probleme wären für die Besitzer / Eltern gelöst, behandelten sie ihre Kinder wie ihren Hund und ihren Hund wie ihre Kinder.Kinder muß man antreiben, damit sie etwas werden oder kann sie, um ihnen die schöne Kindheit zu lassen und sie nicht zu verbiegen, verblöden lassen. Sich selbstverwirklichen muß man auch. Und der Hund und der Umgang mit ihm ist zu dem Bewertungsmaßstab verkommen, ob ich nun ein asoziales Arschloch bin oder nicht.
Wenn man z.B. Besuch bekommt, müssen sich die Kinder "benehmen". Die Hunde können sich, wenn sie klein sind, verhalten, wie sie "wollen" Will ich, daß mein Hund bei mir bleibt, wenn ich mit jemanden rede oder ihn zumindest ignoriert, kann ich drauf lauern, daß der Typ mir nachweisen will, daß er ein Tierfreund ist und wie Hundeausbildung funktioniert.
"Das ist aber ein feiner Hund, komm mal her" Und die Hand fährt aus zum grabbeln. Hund bleibt beim Chef. "Ich möchte nicht, daß Sie meinen Hund anfassen" (Muß ich mich und meine Beweggründe erklären?!) "Aber er braucht doch Sozialkontakte!" "Ja, das stimmt. Der Sozialkontakt bin ich. Wenn sie einen Hund anfassen wollen, kaufen Sie sich selber einen." Sachebene: "Ja, stimmt. Danke für den Rat." Moderne Hundeausbildungsebene: "Tierquäler!" als Zusammenfassung der möglichen Antworten.
"Wollen wir die Hunde sich mal begrüßen lassen?" "Nein." "Aber die brauchen doch Sozialkontakte?!" "Stimmt. Der Sozialkontakt bin ich. Und Ihr Hund kommt in unserem Leben nicht vor, jedenfalls nicht als Konstante." "Aber Sie müssen doch..." "Ich und mein Hund sind nicht zu Ihrer Unterhaltung da." "Sie sind ein..." s.o.
Das schizophrene ist, daß die Leute meinen, daß das Verhalten des Hundes 3 Jahre später völlig unangemessen ist, weil ihr schönes Hemd dreckig geworden ist. Meistens grinsen sie aber und sagen immer noch: "Aaacchhh, das maaacht doch nichts." Oder sie geben horrend viel Geld dafür aus, um nach 3 Jahren zu erreichen, daß die eigenen Hunde fremde Menschen und Hunde ignorieren. Oder sie sind so verdreht, daß sie meinen, das Jagen z.B. gehöre zum Wesen ihres Hundes und man müsse es akzeptieren. Ich mach das nicht. Nicht mal unser Jagdhund wildert! Was sie gar nicht verstehen können, ist, wenn mein Hund "Fuß" sitzt, ihm ein anderer, freilaufender Hund ins Maul springt und als Folge zermanscht wird (war leider so, meine Freundin hat den Hund zum Schluß immer auf den Arm genommen:-(. Sie begreifen nicht, daß der Gehorsam allen Hunden ermöglichte, am Leben teilzunehmen, wenn alle mitmachten.
Das heutige Hauptproblem auch in der Hundeausbildung ist, daß man kein Egoist mehr sein darf und jeder in dieser wir haben uns lieb Welt beleidigt ist, wenn ich nicht machen will, was er vorgegeben bekommen hat, was richtig sein soll.
Zwänge sind elementare Handlungsantriebe. Der Boden ist heiß → kletter rauf, gehe runter. Hast Du Hunger → komme her, mache dies, mache das. Baby hat Hunger und schreit → Mutter kommt, da sie es in der Regel nicht ignorieren kann → Bestätigung / Verstärkung des Kommens mit Ruhe. Hund geht weg → es wird unangenehm. Hund will Schafe jagen und kommt an Weidezaun → tut weh → die meisten Hunde wollen danach nicht mehr Schafe jagen. Hund soll auf die Leiter und mag nicht → Zug an der Leine → Hund folgt auf über 10 m Höhe, (Bild 1 anklicken).
Für mein späteres Leben mit meinem Hund vermittel ich ihm, Angst mit Passivität und abhauen sind keine Optionen. Willst du, daß Streß aufhört, komme zu mir. Das ist wie Futtertreiben, nur weitreichender.
Und jetzt für meinen Freund Bruno: dieses wie auf dem Bild geht dauerhaft nur, ausschließlich nur dann, wenn der Hund mir vertraut! „Wenn der Alte sagt, der Weg ist sicher, dann ist er sicher! Es gibt dann keinen Grund zu überlegen.“ Alle Zwangssysteme brechen sonst sofort zusammen, wenn ich den Zwang nicht mehr aufrecht erhalten kann. Wie in dem folgenden Bild, in dem nichts zusammenbricht.
Der Kleine steht auf einer Packung Zangen von Aldi und harrt der Dinge, die da kommen. Da kann passieren, was will. Er ist noch kein Jahr alt.
Am Anfang haben wir dem Hund eine Handlung ver"clickert", auf jeden Fall angenehm gemacht. Das Paradebeispiel ist Futter in der Hand dem Hund hingehalten → Hund sitzt → dazu Hörzeichen "Sitz!" Der Hund setzt sich gern, genau so, wie er gern der Futterhand nachläuft. Nur, was ist, wenn der Hund in diesem Moment das Futter etc. nicht will oder so von der Umwelt abgelenkt wird, daß er meint, es sei besser, nicht zu futtern? Da treten Zwänge hinzu. Da sind normale Hundehaltung und Hundesport gleich. Unter dem Druck des Lebens hat es die normale Hundehaltung aber viel schwerer als der Hundesport mit seinen Abläufen. Wobei selbst dort bei einer entsprechenden Qualität Hund trotz aller Gewöhnung heftige Zielkonflikte auftreten. Der Hf will einen Seitentransport machen, der Hund sich kloppen. Theo Sporrers Hund drängte in den Hf, vom Helfer Weg. Das war aktives Meideverhalten mit genau zwei Zielen. Keine auf den Kopf kriegen und wieder action haben. Auch Peter Scherks Bowie, der im Rückentransport voraus lief, sich aber selbst korrigierte, wird nicht mehr über Gewöhnung und passives vorenthalten von Ressourcen repariert werden. Wenn also die Topausbilder im Hundesport mit Zwängen arbeiten müssen, schon bei kleinen Hunden (Ablenkungen beim Futtertreiben), warum darf es dann nicht der normale Hundehalter?! Warum gehen dann die Hundesportler nicht gegen diese Herrschaften vor:
http://www.lupologic.de/uber-uns/ ,
"Lupologic schließt die Lücke zwischen der Veterinärmedizin und der Ausbildung von Hunden. Um optimale Ergebnisse in der Hundeausbildung erzielen zu können, sei es im Diensthundebereich, Hundesport, der Verhaltenstherapie oder im Bereich der Grunderziehung zum Familienbegleithund, muss jedes Hund-Mensch-Team individuell gefördert werden. Hierbei gilt es auch die teilweise sehr unterschiedlichen körperlichen Belange der Hunde aus medizinischer Sicht zu berücksichtigen."
“ Selbsternannte Hundetrainer gehören hiermit nun bald der Vergangenheit an, so dass der Beruf des Hundetrainers Dank der Überarbeitung und Modernisierung des Gesetzes indirekt auch mehr Anerkennung erhält."
D.O.Q.-Test Pro” ist auf dem Mist der Lupologic GmbH gewachsen. http://sachkunde-hundetrainer.info/tiera...-holstein/ Sie bestimmen, wer Hundetrainer werden darf und wer nicht. Damit bestimmen sie auch indirekt, wohin in der Hundeausbildung die Reise gehen wird. Mit moderner, tierschutzgerechter Hundeausbildung kann man nie etwas falsch machen. Wir wollen doch zu den Guten gehören, nicht wahr? Wobei Herr Ebbers, wenn ich das nicht durcheinander bringe, sehr wohl weiß, was Zwänge sind und wofür man sie braucht.
http://www.tierakademie.de/ueber_uns/
"Der Ausbildungsweg ist der über die positive Verstärkung und dem Clickertraining. Denn jede Art von Zwang in der Ausbildung ist nicht nur ethisch bedenklich, (arbeiten die nicht mal mit Futter?) sondern kann auch zu unerwünschten Nebenwirkungen, wie z.B. Aggression führen, was ja gerade vermieden werden soll. (Wenn mein handeln bei meinem Hund zur Aggression führt, da stimmt doch schon grundsätzlich etwas nicht!* Entweder ich lasse meine Auslöser → falsches Verhalten, fehlende Ausbildung weg → keine Aggression mehr oder der Hund hat ein Problem, was man nicht kultivieren und modifizieren sollte.)
"Die Ausbildung immer besserer Trainer ist ein wichtiges Anliegen. Damit ist jeder gemeint, der ein Tier hat. Denn jedes Zusammensein mit einem Tier ist Training. Daher muss man wissen, was man tut."
Ich resümiere schon mal, "moderne Hundeausbildung" hat im Wesentlichen mit Kohle machen zu tun!
Und moderne, mitgestaltete tierschutzgerechte Gesetzgebung damit, Mitbewerber auf Abstand zu halten.
Denn aus dem gleichen Stall kommt ja diese Arbeit: http://elib.tiho-hannover.de/dissertatio...i_ss09.pdf
Schlussfolgernd wurde bei dieser Promotion herausgefunden, „ dass in hohen Erregungslagen wie Jagdmotivationen das aufkonditionierte Abbruchsignal als Form der negativen Strafe nicht ausreicht, ein unerwünschtes Verhalten abzubrechen. Dagegen zeigte sich, dass sowohl die Anwendung des elektrischen Erziehungshalsbandes als auch des Stachelhalsbandes einen effektiven Lernerfolg erzielten. Ein signifikanter Unterschied zwischen den positiven Strafen zeigte sich jedoch nicht.“
http://www.dog-ibox.com/market/catalog/a...p-345.html " ...ein gutes und tierschutzkonformes Antijagdtraining zu absolvieren." Wir wollen uns aber nicht beirren lassen, gell?
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So, lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ich mich in mein Auto setze und mich nicht anschnalle, piept die Karre. Das hört erst auf, wenn ich mich anschnalle. Den Gurt im Schloß zu haben und mich draufzusetzen, ist keine gute Idee. Kommt die Polizei, kann ich mich niemals rechtzeitig anschnallen. Also habe ich mich bei der 4. Fahrt freiwillig angeschnallt, um der Polizei zu entgehen. Ab der 5. Fahrt schnalle ich mich freiwillig an, um das blöde Gepiepe zu vermeiden. Das Auto hat mir nicht weh getan und einen Drops hat es mir auch nicht gegeben. Gleiches gilt für die Mikrowelle. Obwohl der Film so spannend ist, stehe ich ohne zu murren auf (wäre der Mikrowelle vermutlich auch egal) und öffne die Tür, damit das Gepiepe aufhört und ich wieder fernsehen kann.
Beide genannten Reaktionen sind auch unter Druck absolut zuverlässig abrufbar. Im Gegensatz zur ausschließlichen positiven Verstärkung, welche zusätzlich 1000e Wiederholungen mehr braucht, um gelernt zu sein. Hier muß ich trotzdem damit rechnen, daß der Hund meine Leckerlies nicht will.
Warum ist es also negativ konnotiert, wenn ich "moderne Hundeausbildung" ablehne? Warum ist es schlecht, wenn ich einen kleinen Hund (gleich) über das Weidezaun-, Mikrowellenprinzip lehre, was er nicht tun soll und was er tun soll. Nicht zu Dir und zu dem Futter auf der Straße hinlaufen, nicht dem Futter hinterherlaufen, sondern bei mir bleiben, alles liegen lassen, auf rufen zu mir kommen. Das Ganze kann ich auf das Bringen etc. ebenfalls anwenden. Wenn ich ein Masterwort etabliere – mit unangenehm unterlegt – brauche ich dann meinen Hund quasi nicht mehr anfassen. Er tut, was er nicht soll – Latschen fressen → „Nein!“ Latsch liegt wieder da. Daß er sich neue Opfer sucht, ist nicht zu verhindern. Aber er lernt, daß quasi „Aus“ nicht verhandelbar ist! „Nein!“ Hund hält an und kommt zurück. Das ist perfekt.
Wenn ich einen kleinen Hund mit minimalen Einwirkungen zuverlässig lehre, zu mir zu kommen oder irgendwo zu bleiben und mir unter Streß zuzuhören, wird er vllt. nicht immer wie verrückt mit der Rute wackeln (oder gerade deswegenJ?), aber er ist immer handlungsfähig. Warum wird ein solcher Hund in der IPO-Prüfung benachteiligt, der in sich ruhend, sachlich und fehlerfrei seine Aufgaben erfüllt. Diesen Typ Hund kann ich immer problemarm überall mit hinnehmen, während die hocherregbaren Hunde zu Hause bleiben. So ein Typ Hund kann ein guter Schutzhund sein, da er mitkommt in das Restaurant, der leicht erregbare Hund bleibt daheim. Wie kann denn dann die positive "moderne Hundeausbildung" die bessere sein? Zumal es für normale Leute einfacher leistbar ist, mal mit der Hand auf den Tisch zu hauen. Das darf man ihnen nicht verbieten.
Oder ihn zu bedrohen, mit negativen Emotionen unter Druck zu setzen. Mein Hund gondelt durch die Gegend. Ich rufe ihn, er hat keine Lust zu kommen. Jetzt gehe ich vorgebeugt auf ihn zu. Oh, oh! Kurz Zunge über die Lefzen, Rute bewegt sich, ich lobe ihn, drehe mich dabei zur Seite, der Hund kommt. Das regelmäßig gemacht entwickelt die Gewohnheit, auch unter Ablenkung zuverlässig auf Hörzeichen heran zu kommen. Danach kann der Motor aufgebort werden. Die passende Bremse ist schon eingebaut.
Sicher sind nicht alle Hunde, die nur positiv ausgebildet werden, auffällig. Aber alle auffälligen Hunde sind regellos oder positiv ausgebildet worden. Das Kurieren erfolgt auch nicht über ein Jahr, sondern an einem einzigen Tag durch
- den Hund mal in Ruhe lassen** und
- Prinzip Weidezaun, was seltsamer Weise Aggressionen vermeidet.
Der Hund lernt, mit seinem Verhalten Folgen zu beeinflussen.Danach kommt nur das Feintuning.
Was spricht also gegen eine lebensnahe, leistbare, emotionsgesteuerte Ausbildung? So wie beim Hund, der gerade am Tisch seinen Kopf auf meinen Teller legt. Warum ihm nicht mal einen Ordnungsgong geben, anstatt ihn mit sanfter Stimme auf seinen Fehler hinzuweisen oder zu versuchen, ihn mit tausenden Wiederholungen gegenzukonditionieren. Warum nicht am Ohr ziehen, wenn er unaufmerksam ist – auch beim „Fuß“ von mir aus?
Ich behaupte, mein Ordnungsgong macht aus dem Verhältnis zwischen mir und meinem Hund eine BEziehung, weil der Hund sich jetzt mit mir auseinandersetzt. Tut er das, nimmt er mich ernst. Alles andere ist nur Erziehung* (wird ja auch so genannt – Hundeerziehung), also Konditionierung.
Moderne Hundeausbildung ist wie die Zangsausbildung früher. Nur feiner. Mit 8 Kg Hund habe ich weniger Mühe als mit 3 Jahre alten 40 Kg. Will man Hunde zwangsfrei führen, geht das nur über die Entwicklung von Einstellungen und Gewohnheiten. Siehe hierzu: Peter Scherk, „Gemeinsam erfolgreich“ Bevor ich meinen Hund clickere oder was auch immer, wird er aber in den goldenen Käfig gesperrt. Die Leine ist wie der Stock zum Führen, Leiten, Dirigieren und zum Spielen da. Es ist so, wie schon immer gewesen ist. Man muß den Leuten nur wieder erlauben, auch unangenehmes zum dirigieren benutzen zu dürfen. Das hat auch nichts damit zu tun, ob man seinem Hund weh tut. Wer seinem Hund weh tun will, tut es, wie auch immer, und wer nicht, tut es nicht, womit auch immer. Ich füge hinzu, daß Leute, deren Hund 15 Jahre an der Leine zieht, da sie sich nicht getrauen, ihn einzuschränken – „Man soll doch nicht, ich habe gelesen…“ – trotz Mitgefühl ihrem Hund weh tun. 15 Jahre lang.
Wäre es nicht besser, einen nicht so begeisterten, dafür immer führbaren Hund zu haben, der immer ein gerngesehener Gast ist und immer mitkommen kann? Der nie alleine sein muß? Der freudige Hund ist eine scheinheilige Argumentation, die nur den Hundetrainern, dem Verkauf von Seminaren und Büchern dient. Auch Peter Scherk postuliert in seinem Buch, der freudig in der Prüfung laufende Hund sei eine ethische Verpflichtung. Hört sich zwar gut an, ist aber Quark. Den Preis bezahlen die Hunde und deren Besitzer. Wieviele Hunde werden denn allein im Hundesport verschlissen und gehen dann aus gesundheitlichen Gründen, umständehalber auf Reisen, zur Polizei, ins Sicherheitsgewerbe?
Alle Hunde in meinem Bekanntenkreis, die selbständig ohne Leine ihren egoistischen Besitzern durch deren Leben folgen, machen das recht „freudlos“, ohne große Erregung.
In meiner Vorstellung ist IPO die Kür, da soll jeder zeigen, was er gut findet und was geht. Die BH sollte so sein, wie auf meinen Fotos oben. In die Pflicht gehört auf jeden Fall der abgebrochene Angriff sowie die Bewachung des Helfers durch den Hund ganz allein für 1, 2 Minuten ohne zu bellen mit anschließendem Angriff durch den Helfer auf den Hund. Jede einzelne dieser Übungen dürfte bei einigen Hunden das Kartenhaus zusammenbrechen lassen. Für mich in der heutigen Zeit ist es nicht das Problem, daß Hunde nicht begeistert genug sind, sondern daß sie nicht ruhig sein können. Dieser Punkt ist auch immer wieder der Punkt, welcher bei der DM Punkte kostet. Ein Hund, der diese BH ablegt und dann trotzdem noch das moderne „Fuß“ zeigt, kann nur ein guter sein!
Und nun bitte ich um Rückmeldung☺
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Hallo Reisender,
das ist ja ein Rundumschlag. Da erwartest Du doch wohl nicht, ein allgemeines Statement.
Ich für meinen Teil meine, dass Du sehr verallgemeinerst und dabei auch zu absolut bist.
Nach meinem Verständnis liegt vieles gerade zwischen den Dingen, die Du, teils berechtigt, ansprichst.
Kohle ist sicher ein großer Motivator und wo eine Nachfrage, da entsteht ein Markt. Das ist nun mal so. Menschen wollen glücklich sein/gemacht werden. Dies bedienen halt dann andere Menschen.
Leider habe ich nicht die Muße, Dir auf Deinen ganzen Text zu antworten, finde aber, dass Du Dir viel Mühe gegeben hast. Leider für mich nicht alles so zutreffend.
Bye Uwe
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Morgen, Uwe,
ja, da hat sich etwas angesammelt.
Das man mit seinem Wissen etc. Geld verdient, ist nicht schlimm. Das mache ich auch. Und Beziehungen schaden nur dem, der keine hat, nicht wahr?
Die Intention war, daß es nach meinem Erleben mit dem "positiv" so, grunsätzlich, abgesehen von den Könnern, nicht stimmt. Im privaten Bereich nicht, im Sport nicht, im Dienst nicht. Junge Hunde und junge Menschen handeln mit dem Ziel, Normen zu bilden und zu finden, Handlungsorientierung zu erhalten. Das Handeln ist von Unsicherheit und Nichtwissen geprägt, von Glauben und Hoffnung, weshalb das Kommende für veränderbar gehalten wird. Und dann wird das vom Umfeld vermittelte Bild an diesem erprobt. Das führt zu einem netten Spiegelbild.
Insgesamt würde ich den obigen Beitrag gern auf eine Din A 4 Seite einstampfen. Für die Hilfe dazu habe ich ihn doch hier eingestellt.
Gruß, Frank
PS: Als "Rundumschlg" möchte ich das nicht verstanden wissen. Das sind nur Gedanken zum Thema. Ansonsten jeder nach seiner Facon.
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Hallo, interessanter Input. Leider etwas unstrukturiert.
Hier wurde vor zwei Tagen ein Video von Bart Ballon gepostet. Sagt eigentlich alles.
Ein Hundesportplatz ist wie ein Delphinaquarium. Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten.
Manch toller Sporthund taug nichts für den Alltag.
Man muss sich entscheiden, was man will, denke ich.
Aber prinzipiell hast Du in vielem Recht. Leider spricht der Zeitgeist gegen die Wirklichkeit und geht von einem ins andere Extrem.
Mir kürzlich widerfahren: gehe mit meiner Schäferhündin spazieren (unangeleint) - eine Anregung aus einem Interview mit Pierre Walström hatte ich mir sehr zu Herzen genommen: viele Hunde gehen auf Distanz in Alltagssituationen nicht ins Platz.
Ich lasse sie springen, gebe ihr das Kommando Platz. Sie macht Platz, ich sage Bleib, Hündin ist unruhig und jung, will nicht so lange warten steht auf. Ich bringe sie wortlos an den Liegeplatz und sage scharf Platz, Bleib.
Ein Jogger bleibt stehen und droht mit dem Veterinäramt. Warum? Weil mein zweites Kommando etwas unmissverständlicher und deutlicher ausgesprochen wurde.
Die Hündin wurde keinem Zwang, außer Stimme, ausgesetzt, hatte nicht einmal ein Halsband.
So sind die Leute drauf heute.
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Hallo Frank,
ich versuche mich mal an einer Rückmeldung ....für mich klingen Deine Gedanken ein wenig "frustriert"...ob das aus Deinen Erfahrungen mit Deiner Hundeschule herrührt, weiss ich nicht.
Meiner Meinung nach ist das, was Du da ansprichst, eher ein gesellschaftliches Problem, auf der einen Seite behandeln wir Menschen Tiere extrem roh und missbrauchen sie zu verschiedensten Zwecken, auf der anderen Seite verhätscheln und vertätscheln wir den Sozialpartner Hund bis ins Absurde, das gesunde Mittelmass fehlt.
Ich glaube aber gerade im Sport, oder auf diversen Internetplattformen um den "Beisssport", wie hier im Leistungshundeforum oder auch im Maliforum sind gar nicht in Mengen die Leute und die Einstellung zu finden, die Du so anprangerst.
Es gab sicher vor Jahren einmal die Tendenz, die komplette Ausbildung des Hundes reinweg positiv zu gestalten, ohne die Anwendung irgendwelcher Zwänge, das Wort Wattebäuschenwerfer habe ich aus der Zeit noch im Kopf, aber die heutige "moderne Hundeausbildung" von den Topleuten verstehe ich überhaupt nicht als völlig zwangfreie Ausbildung ohne Grenzen und Regeln, sondern gerade die Hunde dieser Leute funktionieren auch im Alltag und wissen recht gut, wie sie sich zu verhalten haben und Situationen wie oben auf Deinen Bildern sind weder für diese Hunde noch für die Halter "fremde Welten".
Dass der "gemeine" Hund von Frau Müller, Meier, Schulze heute wegen jedem Augenzwinkern auf die Couch kommt, anstatt ihm einfach angesagt wird, wie das Leben bei Frau Müller, Meier, Schulze für ihn abzulaufen hat, ist doch kein Problem der modernen Ausbildung im Hundesport....
Dass es immer auch Hundesportler/innen geben wird, die mit ihren Hunden Probleme haben, ist nichts neues, gab es immer und wird es immer geben, es wird vielleicht nur offener kommunziert, abgegeben wurden schon immer Hunde, das ist ja nun auch keine neue Entwicklung.
Ich glaube, ein freudig arbeitender Hund und ein im Alltag durchaus eingeordneter Hund schliessen sich nicht aus und die wenigsten erfolgreichen Hundeführer werden vorschlagen, wenn der Hund ihnen ihr Steak vom Tisch klaut, analysieren sie erstmal, woran es liegt, erhöhen die Futtermenge und wenn er es danach immer noch tut, clickern sie das Fehlverhalten weg...da gibt es eine Ansage und gut.
Aber man kann sich durch die "moderne Hundeausbildung" und das Wissen um einige Dinge auch Konflikte sparen und daher ist es eben möglich, den wedelnden Hund in der Arbeit zu haben, ob man das nun mag oder nicht. Ich selbst verstehe auch das, was sie den "Kunden" verkaufen wollen, nicht als völlig zwangfrei, so dass man ihnen unterstellen könnte, Wasser zu predigen und Wein zu saufen, zumindest habe ich bei Nachfragen auf Seminaren etc immer recht offene Antworten zur Anwendung von Zwängen bekommen.
Natürlich ist eine Nachfrage nach Hundeschulen da, der Hund als Kind-oder Partnerersatz darf alles und wenn er keifend vor seinem Gegebüber steht, streichelt ihn Frauchen und sagt, Du brauchst doch keine Angst zu haben, Du Guter....
Bei der Kindererziehung gibt es ja nun auch die Tendenzen, ohne Regeln und Grenzen zu erziehen und wenn der Lehrer mal was sagt, stehen die Eltern direkt mit dem Anwaltsschreiben in der Tür...
Da ist sicher überall was dran, und wenn man in diversen Tiergruppen auf Facebook schon liest, dass ein Kettenhalsband Tierquälerei ist, kann man Gänsehaut bekommen, aber meiner Meinung nach keine Konsequenz aus modernerer Ausbildung im Sport, und daher ist hier vielleicht das falsche Publikum für diese Diskussion. Wie ich schon mal woanders gesagt habe, es gibt sicher Hunde, die aufgrund für sie nicht klarer Ausbildung einen mehr oder minder grossen Leidensweg mitmachen aber die gab es schon immer und ich bin überzeugt, die gab es früher mehr.
Ich bin selber der Meinung, dass ich so egoistisch sein sollte, zu erwartem, dass der Hund sich in mein Leben einfügt und dort auch "funktioniert" , aber mein Hund auch nur das eine Leben hat und ich die Vepflichtung ihm dies auch für sich angenehm und schön zu machen und das finde ich nicht verwerflich, ich mag freudig wedelnde Hunde ;-)....es gibt sicher den gesunden Mittelweg und es gibt sicher auch sehr viele Hundesportler und Hundehalter, die diesen für sich gehen.
Ich sehe zumindest auf Hundeplätzen und auch ausserhalb auch viele Hund-Hundehaltergespanne, an denen man seine Freude hat und ich finde schade, dass Du da so gänzlich" schwarz" siehst.
LG-Nadin
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Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174310#post174310 schrieb:Ich bin selber der Meinung, dass ich so egoistisch sein sollte, zu erwartem, dass der Hund sich in mein Leben einfügt und dort auch "funktioniert" , aber mein Hund auch nur das eine Leben hat und ich die Vepflichtung ihm dies auch für sich angenehm und schön zu machen und das finde ich nicht verwerflich, ich mag freudig wedelnde Hunde ;-)
Hallo Nadine,
danke für die Antwort und uneingeschränkte Zustimmung.
Ich will auch niemanden angreifen, es sind nur Gedanken zum Thema, mit dem ich mich zur Zeit auseinandersetzen muß:-( Auch Sporthundeführer sind nicht meine Zielscheibe.
Eine Freundin des Hauses meinte gerade, daß der Text zu sachlich sei, sie verstünde, was ich meine, da sie mich kenne. Aber für Fremde solle ich betonen, daß meine Zwänge wutfrei, also sachlich und so sind, daß der Hund darauf antworten könne.
Auch müsse man den Text so schreiben, daß der Leser fühlen könne, daß mir das Wohl der Hunde wichtig ist, wir eine Gemeinschaft bilden und: daß meine Hunde mir folgen, weil sie mich mögen (ich mag zwar schwarz, aber ich sehe nicht schwarz☺) und nicht, weil sie sich fürchten.
Vielen Dank für Deine Zeit zum Lesen.
Gruß, Frank
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Hallo Frank,erstmal herzlichen Dank für deinen so ausführlichen Aufsatz.In dem allermeisten Teilen entspricht er 100% meinen Erfahrungen.Auch deckt sich die Quintessenz,das wir Hundesportler,insbesondere die Vereine/ Verbände sich willenlos dem Diktat einzelner Interessengruppen ergeben,nur nicht sich rühren,es könnte noch viel schlimmer kommen.
Selbst Studien ZB von E.Schalke über Abbruchverhalten werden schnell weggepackt,wenns nicht dem "Zeitgeist" entspricht.Tatsachen sind nur dann zu brauchen,wenn man nicht aneckt.
So wie wir vor 30 Jahren alles Tennisprofis waren und beim Telekombörsengang alles Aktienprofis,so gibt es seit dem RTL den Rütter entdeckt hat nur noch verhaltensspezialisten für Hunde.
Ich kann den Frust nachfühlen,den du vor dem Schreiben hattest. :appl:
MMW79,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174309#post174309 schrieb:Ein Jogger bleibt stehen und droht mit dem Veterinäramt. Warum? Weil mein zweites Kommando etwas unmissverständlicher und deutlicher ausgesprochen wurde.
Die Hündin wurde keinem Zwang, außer Stimme, ausgesetzt, hatte nicht einmal ein Halsband.
So sind die Leute drauf heute.
Auch das deckt sich zu 100% mit dem,was mir ständig widerfährt.Ich hatte 25 Jahre ein Futtergeschäft,wo der größte Teil der Kunden "Hundeliebhaber" waren,was du da manchmal zu hören bekamst,war unglaublich.
Ganz schlimm wurde es,als der Tierschutz in Osteuropa massenhaft Hunde aus Tötungsstationen holte.Da wurde es schon surreal.
Ich hatte immer gehoft,das das Interesse irgendwann mal abflaut und wieder normalität einsetzt,das der Umgang mit Hunden wieder normal wird,aber es wird immer schlimmer.
Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174310#post174310 schrieb:.es gibt sicher den gesunden Mittelweg und es gibt sicher auch sehr viele Hundesportler und Hundehalter, die diesen für sich gehen.
Hi Nadin,ich denke,der Sinn von Franks Abhandlungen ist der,den Trend,grade bei uns HFn,immer triebigere Hunde und immer mehr dem dazu angepassten System eine Absage zu erteilen.
Der größte Fehler ist der immer wiederkehrende Einwurf,...man muß zwischen Sport und Diensthunden unterscheiden,warum,erstmal sind es einfach Hunde,Tiere mit einem bestimmten Sozailverhalten und deren sehr rigiden Regeln.Die,und nur die sollten Grundlage der bewertung sein,was an Erziehung und einwirkung gerecht oder relevant ist.Keine Hündin kümmert sich um die PO oder das Tierschutzgesetz,die handelt instinktiv und prägt so die Hunde vor,die wir später zu uns holen.
Unserer Verhältnis zu Hunden ist schon sehr praxisfremd (im Bevölkerungsdurchschnitt),wir Hundesportler sollten da doch besser Informiert sein und wieder mehr zu Alltagstauglichkeit unserer Hunde kommen als bei Prüfungen immer skurilere Dinge verlangt,die eher dem natürlichen Verhalten Widersprechen.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
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Hi Frank, ich hatte und mache immer noch die gleichen Erfahrungen. Ich konnte sie nur nicht so "gefühlsecht" rüberbringen.
Respekt!
mfG
Thomas Müller
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