Steffi Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171306#post171306 schrieb:Detlef .. ja hätte gerne Beispiele dazu.. zum Thema "Superlernen"
ich kann ja nicht wirklich was zum thema superlernen schreiben, das wäre zu viel des guten, aber.... auch meine erfahrungen decken sich mit denen von
@Walter Schmidt dass.....
Walter Schmidt,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171305#post171305 schrieb:dass man die besten Ergebnisse in der Ausbildung erzielt, wenn man von klein auf eine hervorragende Bindung zum Hund aufbaut, wenn man die Verhaltensweisen des Hundes, die er von Natur aus anbietet und zudem erwünscht sind, positiv verstärkt und die unerwünschten Verhaltensweisen entweder ignoriert oder nagativ beeinflusst.
was mir persönlich in der praxis immer wieder auf die füße fällt ist die tatsache, das sich viele hundeführer zu sehr auf das verhalten des hundes konzentrieren, und weniger auf die bindung, die beziehung zum hund, z.b. auch wie er sich fühlt. es ist wichtig für den hund zuverlässige informationen zu bekommen, und diese informationen sind vor allem dann für den hund glaubhaft wenn sie von einer vertrauensperson kommen die zuverlässig lobt aber auch zuverlässig straft. diese zuverlässigkeit ist nicht selbstverständlich und wird oftmals ganz unbewußt kaputt gemacht, denn.....
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171285#post171285 schrieb:Denn wenn eine Methode die Beziehungsdynamik nicht bewusst einkalkuliert, sondern rein additiv mal dies und mal das probiert, dann designt sie trotzdem Beziehung, in der Tat jedoch in eine schlimme Richtung.
der hundeführer wird für den hund zum risiko, er ist dadurch verunsichert, hinterfragt, vergewissert sich oder probiert aus, er hat dann in diesem moment ein beziehungsproblem mit dem hundeführer das im ergebniss zu viel energien verbraucht die besser für das lernen verwendung finden könnten. zum vertrauen gehört eine gute kommunikation, denn der hund ist ein stümper wenn es um verbale kommunikation (sprache) geht, aber ein meister wenn es um körpersprache geht. meine idee geht also dahin über körpersprache informationen zu vermitteln und stimmungen abzurufen, und das im rahmen der möglichkleiten einer prüfung, den dort gibt es nur sehr begrenzte möglichkeiten.
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171285#post171285 schrieb:Das bewusst betriebene Superlernen aber ist nicht additiv sondern integrativ.
additiv und integrativ, das eine schließt ja das andere nicht aus. lernen und kommunikation findet immer statt, man kann das beim hund nicht abschalten. es macht aber beim training (also in der praxis) vielleicht doch einen unterschied, ob der hund nur darauf wartet was der hundeführer ihm lernen und mitteilen will, oder ob man als hundeführer darauf achtet dem hund zu lernen das er sich selber mitteilen kann und so einen aktiven einfluss geltend machen kann. er fängt an zu kontrollieren und aus seiner sicht zu bestimmen. das clickern und shapen kann hier für entsprechende lernverbdingungen sorgen. für mich fällt das alles unter plan a & b. (sofortige und intermitierende verstärkung)
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171285#post171285 schrieb:Zum Superlernen gehört nicht nur das schon beschriebene aktive Versöhnungsverhalten, sondern auch das aktive Lernverhalten, das durch Nutzung des Meuteverhaltens gefördert werden kann
wenn man nun an einen punkt kommt an dem der hund sich zu sehr verselbstständigt, und seinen motivationen freien lauf läßt, ob gewollt oder ungewollt, wird man nicht drum rum kommen dem hund zu vermitteln das er das nicht darf und er es ja eigentlich besser weiß. diese bestrafung (kann eine positive wie negative strafe sein, je nach typ hund) führt dazu das ein bereits erlerntes verhalten vom hund eingesetzt wird, er will sich dadurch arangieren. dieses angebot nimmt der hundeführer nun gerne an und so wird dann nicht nur die meutebeziehung gestärkt sondern es ergibt sich auch die gelegenheit für eine differezierte kommunikation die geziehlt gefördert werden kann. für mich fällt das unter plan c.
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171285#post171285 schrieb:und das aktive Kooperationsverhalten, was durch differenzierte Rückkopplungen genährt wird.
hat der hund über plan a, b und c einen ausbildungstand erreicht, fallen eigentlich diese ganzen belohnungen und bestrafungen überwiegend weg, der hund funktioniert und arbeitet mehr und mehr intrinsisch motiviert, die positive bestärkung ergibt sich nun aus der sozialen interaktion zwischen hundeführer und hund. beide wollen kooperieren, den es geht um eine beiderseitige interaktion, teamwork. das wäre dann bei mir der plan d.
jetzt kommen wir zu deiner eigentlichen frage. wie sieht so etwas in der praxis aus! hier mal ein beispiel wie ich das mache, ....ich schreibe nicht vom superlernen und es handelt sich auch nur um einen teil des ganzen!
es dreht sich alles um differenzierte kommunikation so wie ich sie verstehe. der hund kann körpersprache sehr gut interpretieren, und ich kann in einer prüfung davon mehr gebrauch machen als von hörzeichen. besonders die phasen zwischen den übungen der uo sind in der po nicht beschrieben und werden nicht bewertet. ich lerne dem hund zwei dinge, auf die er auch differenziert durch einen rückkopplungsprozess zugreifen kann. (er erinnert sich dadurch auf emotionaler ebene an etwas sehr positives oder sehr negatives - langzeitgedächnis)
rechts kehrt (oder eindrehen) auf der stelle bedeutet: das hast du gut gemacht (eine belohnung ist möglich)
links kehrt (oder eindrehen) auf der stelle bedeutet: das kannst du besser (eine bestrafung ist möglich)
diese beiden elemente müssen sehr glaubhaft und beständig sein, der hund muss darauf vertrauen können das beides immer passieren kann.
das klingt warscheinlich sehr banal, hat aber unter berücksichtigung einer aktiven interaktion zwischen hundeführer und hund seinen effekt. der hund hat nämlich auf der anderen seite auch eine möglichkeit über sein verhalten den hundeführer zu beeinflussen bzw zu manipulieren. es geht also in beide richtungen und das auch wärend einer prüfung.
es gibt natürlich noch andere elemente ausser rechts und links eindrehen, die ich so konditionieren kann. ich überlege mir noch ob ich evt. dazu mal ein video einstelle um das mal bildlich im ergebniss darzustellen.