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Antijagdtraining
@Bine,

bei mir kommen die Beiträge von Pesch auch hochtrabend an. Aber das liegt wohl daran, dass ich persönlich damit nun wirklich gar nichts anfangen kann. Die beste Ausbildung kommt bei mir aus dem Bauch raus. Sobald ich darüber nachdenken muss, ist jede Situation für den Hund vorbei und egal ob Lob oder Tadel beides bringt dann nichts mehr.

Angelika
nadin hat das doch mal ganz gut und treffend auf den punkt gebracht.

,,es gab und gibt immer schon leute die in der lage waren und sind den hunden in ihrer ausbildung ein gutes gefühl zu vermitteln,,

insofern nichts neues sondern alt hergebrachtes.

was für eine oder keine aussage die durch bildgebung sichtbar gemachte aktivität im gehirn hat, zeigt der link von bernhard ratstanne.
da aber sowieso alles was aus usa kommt der stein der weisen ist,weiß ich heute auch das hunde inzwischen zu vegetariern mutiert sind.

mfg erwin
Hallo Angelika,

klar kommt Ausbildung AUCH aus dem Bauch raus - aber es schadet doch nie, sich auch mal im Kopf mit etwas auseinander zu setzen. Und wenn man das nicht möchte - auch ok, aber darum kann man das anderen doch vielleicht zugestehen? Eigentlich doch traurig, dass jemand, der sich in dieser Form äußert, immer gleich als hochtrabend oder arrogant empfunden wird Sad.

LG
Bine
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171158#post171158 schrieb:Wer gar nicht zu den Top 10% gehören will, braucht sich auch nicht mit Superlernen abgeben.

jetzt wirds aber eng bei den oberen 10%.

Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171199#post171199 schrieb:klar kommt Ausbildung AUCH aus dem Bauch raus - aber es schadet doch nie, sich auch mal im Kopf mit etwas auseinander zu setzen.

wer nicht weiß was er tut probiert nur rum und wird entsprechend nicht das ziel erreichen
mfg erwin
angieblau,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171196#post171196 schrieb:Sobald ich darüber nachdenken muss, ist jede Situation für den Hund vorbei und egal ob Lob oder Tadel beides bringt dann nichts mehr.


die gedanken sollte man sich vieleicht vorher machen, agieren statt reagieren.
mfg erwin
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171199#post171199 schrieb:Eigentlich doch traurig, dass jemand, der sich in dieser Form äußert, immer gleich als hochtrabend oder arrogant empfunden wird Sad.
Weißt du,Bine,wenn ich das ganze nicht verstehe,so kann ich ZB einen Berensmann arufen und fragen,ob er mir das mal zeigen kann,oder unbekannterweise einen O.Stanka oder Erwin,oder Tinka etc etc.,ich bin sicher,das sie dazu bereit wären.
Hier aber einfach Thesen abzugeben,das alles das,was seit Jahren sich in der Praxis bewährt hat als überholt hinzustellen,ohne jegliche Bereitschaft ,auch nur seine Identität preiszugeben,ist einfach nur arrogant.
Es gibt nur einen wirklichen Ansatz zur Überprüfen seiner Arbeit,und das ist die Prüfung,am besten auf gehobenem Niveau,der ganze andere Videomist bei you tube etc. ist einfach unbrauchbar.
Keiner kann heute mehr auf Ausscheidungsniveau führen,wenn er nur tumb auf seinen Hund einwirkt,das ist Realität,aber noch weniger kann jemand auf diesem Level führen,der nur solch einen hochgestochenen Mist von sich gibt,der praktisch kaum umsetzbar ist.
Und noch mal zur Problematik des Jagens,ein Abbruch kommt aus dem meiden,wie der letztlich ausgeführt wird ist sekundär.Was brauche ich da supralernen?
Jedes bestätigen diesen Abbruchs durch positive verstärkung schwächt dein HZ.
Das braucht kein anderer so zu sehen,mir reicht es,wenn meine Hunde das verstehen.
PS,und wenn das jemand sehen möchte,kann er mich gerne kontaktieren,mich gibts wirklich.
LG heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
ja und vor lauter Gedanken machen, agiert man auch nicht mehr! Ich bin nun mal ein Bauchmensch. Das behalte ich mir so bei und ich habe sogar beschlossen, dies noch viel konkreter so zu tun. Vor lauter über Ausbildung nachdenken bin ich nämlich auf der Stelle getreten (bei welchem Hund ist jetzt ja mal egal). Ich ticke nicht kompliziert, sondern einfach.

Aber mehr möchte ich dazu nicht sagen Erwin. Du kennst mich ja persönlich - also den am 09. April 16 ist bei uns Prüfung, an der ich auch Teilnehmen werden. Komm halt vorbei.

Angelika
Hallo Heinz,

damit beraube ich mich aber doch vieler Möglichkeiten. Pesch muss mir nicht "zeigen wie es geht", aber er regt mich an, Dinge in Frage zu stellen, mir Gedanken zu machen, vielleicht tatsächlich - oh Schreck!! - mal ein Buch in die Hand zu nehmen, einen Artikel zu lesen oder was auch immer. Ich lese gern, ich bilde mich gern auch theoretisch fort. Ich weiß vor allem gern, wenn ich etwas tue, WARUM ich es tue. Für mich muss alle praktische Arbeit (und das ist nicht nur beim Hundeln so) einen theoretischen, nachfragbare, und bei Bedarf abrufbaren Hintergrund haben. Was ist daran um Himmels willen so schlimm??? Der eine ist so, der andere anders. Aber - und das ist es, was mich wirklich ärgert! - diese ewige Rumprollerei, das ständige Rumpöbeln, das nimmt Menschen wie mir zum Beispiel die Möglichkeit, diese Plattform für derartige Dinge zu nutzen. Schade eigentlich...

LG
Bine
Heinz.S,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171202#post171202 schrieb:Jedes bestätigen diesen Abbruchs durch positive verstärkung schwächt dein HZ.

Thomas Insel, Direktor NIMH (USA), hat den Wert sozialer Bindung untersucht.
(Der Link von Ratstanne ist irreführend: Scheich meint mit Superlernen nur eine besondere Effektivität in einem anderen Zusammenhang. Ist wie DSDS, das werden auch keine echten Superstars. Kommt bei Ahnungslosen aber gut an.)
Das Supralernen (für deutsche Forumsleser vereinfacht Superlernen) knüpft an Insel (NIMH), social attachment und Social Brains an (Kam bei Fachleuten gut an, die das dann weiter erforscht haben.)

Das Social Brain braucht die positive Rückmeldung nach Ablassen von unerwünschtem Verhalten. Wenn man darauf verzichtet dann auch zu loben, beeinflusst man das soziale Gehirn in ganz schlimmer Weise: man lässt es im Regen stehen, wo es doch so gierig ist nach sozialer Anerkennung. Passiert das öfter, dass es (vor allem das kindliche und jugendliche Gehirn) kein Lob bekommt nach Verhaltensabbruch, stellt es die Beziehung zum Nichtlober auf Sparflamme, dann tut die Enttäuschung nicht mehr so weh. Eine ganz blöde Sache für den Sport, wenn der Hund sich emotional abschottet. Dann bleibt wirklich nur Ball und Stachel und schematische Konditionierung. Dynamik, Ausstrahlung, Schönheit, die von innen kommt, gibt es dann nicht mehr in der Prüfung, dann funktioniert der Hund im besten Fall nur noch.

Anhänger der alten Methoden würden am liebsten die PO so ausgelegt wissen, dass auf Arbeitsfreude kein Wert gelegt wird. Mit so einer Richtweise hätten sie auf einen Schlag den Unterschied zu den Top 10% zumindest teilweise ausgeglichen und könnten endlich mal wieder die unteren Ränge verlassen.
was ich mich Frage ist, was hat das alles mit Jagdverhalten im Alltag zu tun? Der Hund unterscheidet WO er ist. Das nenne ich KLAR in der Birne sein. Hundeplatz ist Hundeplatz, spazieren gehen ist spazieren gehen und Sozialisierung ist Sozialisierung. Das was Du beschreibst Pasch hat wohl für Dich hauptsächlich was mit der Ausbildung zu tun (IPO oder andere Sportarten). Das ist aber für mich das Abitur und nicht die Grundlagenarbeit. Ich mache doch mit meinem Hund nicht zuerst das Abitur, bevor er nicht mal mit Messer und Gabel umgehen kann.

Vertrauen lege ich im Umgang zu Hause! Das nenne ich Sozialisierung. Da ich mit kaputten Hunden zu tun hatte, kann ich hier sehr wohl mitreden, wie man Vertrauen beim Hund aufbaut. Das ist vielschichtiger wie nur ein verbales Lob oder Ähnliches. Das findet in der Gesamtheit zwischen der Beziehung Mensch-Hund statt.

Wenn ich nur spazieren gehe, sieht das wieder anders aus! Hier bestätige ich KEIN Abbruchsignal, sondern löse auf indem ich einfach mit dem weiter mache was ich gerade getan habe. Meine Hunde müssen sich z. B. ablegen bei Autos, Fußgängern, Radfahren oder sonstigem was mir da beim Spaziergang so begegnet. Nachdem die Situation vorbei ist, dürfen sie wieder Spiel, Spaß, Spannung und "Schokolade" haben.

Mit diesen Methoden habe ich komischerweise eine enge Vertrauensbindung aufgebaut und souveräne Hunde bekommen.

Angelika


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