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Antijagdtraining
Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170990#post170990 schrieb:man kann sich doch nicht einerseits auf die Lern"gesetze" (die, nebenbei bemerkt, meist Lern"theorien"! sind) berufen, sich aber andererseits seine eigene Terminologie "basteln". Damit beraubt man sich einer gemeinsamen Diskussionsbasis und die Folge ist, wie man hier immer wieder ausgiebig vorgeführt bekommt, dass die Dinge entgleiten und die Gangart scharf wird...

Das ist leider generell ein Problem im Hundesport, dass Begriffe nicht fachmännisch sondern subjektiv laienhaft verwendet werden. Häufig korrespondiert das mit einer Ausbildung in Grauzonen. Nicht in dem Sinne, dass diese Leute nicht kräftig schwarz rucken können, sondern dass der Hund gar nicht wissen kann, warum er bei der Freifolge z.B jetzt schon wieder geruckt wird. Dagegen korrespondiert eine trennscharfe Begrifflichkeit häufig mit einer auch für den Hund eindeutigen Kommunikation, wo der Hund nicht raten muss, sondern mit einem präzisen vorher gelernten HZ (guck, zurück, ran) eindeutig informiert wird.
Und wie du auch richtig bemerkst, eskaliert die Sache schnell, wenn fehlerhaft kommuniziert wird, weil es einfach ärgerlich ist. So auch in der schlechten Kommunikation mit dem Hund: der HF wird ärgerlich, sucht aber den Fehler nicht bei sich, der Hund wird je nach Typ auch irgenwann ärgerlich oder lustlos, weil er keinen produktiven Ausweg aus dieser kommunikativen Grauzone findet.
Als Forumsteilnehmer hat man es da leichter: man ignoriert die notorischen Verweigerer klarer und aufrichtiger Gespräche.
Also.. ich denke bei Hunden mit weniger Jagdtrieb mag dein Statement und dein Weg wohl funktionieren Achim.. in meinem Fall habe ich mit Sicherheit die von dir beschriebene Variante auch schon über längere Zeit durch.
Es funktionier immer nur kurzweilig, bis er wieder in seine "genetische" Veranlagung zurückfällt.
Glaube mir, ich kann meine Hunde lesen, aber wie schon beschrieben... bei ihm haben wir damals einen fatalen Fehler gemacht der mich leider immer wieder einholt.. er ist halt 2 mal zum Erfolg gekommen..

Das jetzt zu korrigieren dauert halt und bedarf stetiger Kontrolle des Knaben..deshalb bleibt der erstmal an der Schleppleine, auch zum Schutz vor sich selber und vor der Gefahr das er einen Unfall verursachen könnte.
Ich bin auch bereit mir gerne von einem von Euch Hilfe geben zu lassen gerne auch persönlich.. und mir ist das nicht mal peinlich.. selbst nach 30 Jahren Hundesport..
Also wer Zeit und Plan hat :-)

Das hilft jetzt aber Kimmy nicht weiter...
Gruß Steffi ...
Ich hoffe doch dass Kimmy profitiert, denn sie hat bestimmte vorgeschlagene Hilfsmittel aufgrund eigener schlechter oder mangelnder Erfahrung und Lernmöglichkeit ausgeschlossen und die aufgezeigte Alternative der Auslastung will sie angehen. Ansonsten darf ja wohl auch weiterdiskutiert werden, wenn der Diskussionsverlauf sich auch auf Randbereiche oder Grundsätzliches zu Zwang usw. bezieht oder mal ein Zwischenfazit gezogen wird. Lebendige Kommunikation ist ja kein reines Frage- und Antwortspiel.
Steffi Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170997#post170997 schrieb:Es funktionier immer nur kurzweilig, bis er wieder in seine "genetische" Veranlagung zurückfällt.
Klar,wenn der Magen voll ist,ist das "Gespenst" Hunger niht so präsent.
Aber,mit dem Wissen des Hundes,das nichtbefolgen von HZ Konsequenzen hat,warum sicherstn du dein Abbruch HZ nicht über Zwang ab?
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Dieses "versuche" ich momentan.. nur mit Gerät hatte ich das Pech in schon mal schneller zu machen statt das er seine Aktion abbricht... An der Schleppleine macht er das so nicht, da weiß er ja das ich hinten dran bin.
Auf dem Platz funktioniert es auch ohne Probleme... aber da ist ja auch eine andere Trieblage als wenn das Reh vor ihm aufhüpft...
Ich weiß nicht ob ich das eventuell über den SD konditionieren kann.. da sind wir noch nicht so weit mit ihm.. wäre für mich aber einen Gedanken wert..
Gruß Steffi ...
Versprich dir nicht zu viel vom Konditionieren. Das hat man ganz früher mal im Labor entdeckt, und da ist es im Prinzip auch geblieben. Ist wie mit der positiven Verstärkung, die auch nur im Aquarium ohne Ablenkung klappt. Das Jagen läuft reflexhaft ab (da ist der Begriff Trieb wirklich mal angebracht), der Jagdabbruch leider nicht für längere Zeit ohne häufige Wiederholung der unangenehmen Einwirkungen. Also auch da also ein komplexer Lernprozess.

Inzwischen weiss man schon lange, dass ein Hund keine Maschine ist, die durch Reize ein für alle Mal konditioniert werden kann, sondern im Prinzip lernt wie ein sehr junger Mensch. Und dass bei diesem Lernen viele Faktoren (nur einer davon ist eine gewisse „Konditionierung/Löschung“) eine Rolle spielen, die sich im Laufe der Zeit und durch andere Umstände auch noch verändern können. Lernen ist viel mehr als konditionieren.
Schon ganz am Anfang dieser Diskussion kam schnell was von klassischer und instrumenteller Konditionierung usw. Ich habe die Irrtümer nicht aufgegriffen bisher, weil sie in der weiteren Diskussion auch keine Rolle spielten.
Hallo zusammen,
mit großem Interesse verfolge ich die Diskussion. Auf diesem Wege möchte ich mich für die Ratschläge bedanken und das einige Begrifflichkeiten erklärt wurden. Einges war mir tatsächlich nicht so klar. Ich selbst bin wieder zum Anfangspunkt zurückgekehrt, da das, was vorhanden ist, abrufbar ist, und da, wo sich Fehler einschlichen, korrigiert werden kann.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
Steffi Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171000#post171000 schrieb:nur mit Gerät hatte ich das Pech in schon mal schneller zu machen statt das er seine Aktion abbricht...
Davor warne ich jeden,der das mal eben so machen will.entgegen der landläufigen Meinung ist es doch nicht so einfach.
es gibt meiner meinung nach 2 wichtige Aspekte,
dein Hund muß wissen,das du dich durchsetzt und,die Chance auf erfolg ist am Anfang der Handlungskette am grössten.
Heißt,hab deinen Hund ständig im Auge,unterbrech schon den Ansatz von Jagen,( Nase hoch,Spur hektisch aufnehmen,vom Weg runter wollen etc) und sorge immer dafür,das du einwirken kannst.
Und ganz wichtig,hört auf,euren erwachsenen Hund ständig zu loben und belohnen,solche Dinge hat der einfach zu machen.Alte Schule,keine Strafe ist Lob genung.
Wenn du das konsquent durchziehst,wirst du sehr schnell merken,das du wichtig wirst für ihn.
Und ja,konsequenz in anderen hohen Reizlagen (SD) ist absolut hilfreich,steter Tropfen hölt den Stein.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
Davor warne ich jeden,der das mal eben so machen will.entgegen der landläufigen Meinung ist es doch nicht so einfach.

Das schwierigste dabei, wenn man es richtig machen will, ist sich nicht erwischen zu lassen!!!!!!

es gibt meiner meinung nach 2 wichtige Aspekte,
dein Hund muß wissen,das du dich durchsetzt und,die Chance auf erfolg ist am Anfang der Handlungskette am grössten.
Heißt,hab deinen Hund ständig im Auge,unterbrech schon den Ansatz von Jagen,( Nase hoch,Spur hektisch aufnehmen,vom Weg runter wollen etc) und sorge immer dafür,das du einwirken kannst.

Genau das ist der richtige Ansatz!

Und ganz wichtig,hört auf,euren erwachsenen Hund ständig zu loben und belohnen,solche Dinge hat der einfach zu machen.Alte Schule,keine Strafe ist Lob genung.

Ganz wichtig ist, hört nie auf zu loben und zu belohnen!!! Nur nicht übertreiben .... die richtige Dosierung und der richtige Zeitpunkt ist ausschlaggebend!!!!!!!

Wenn du das konsquent durchziehst,wirst du sehr schnell merken,das du wichtig wirst für ihn.

Das ist jetzt total daneben ... in dem Fall biedert sich dein Hund an um Unangenehmen zu entgehen. Nicht weil Du wichtig bist!!!

Und ja,konsequenz in anderen hohen Reizlagen (SD) ist absolut hilfreich,steter Tropfen hölt den Stein.

Da bin ich wieder absolut bei Dir
Heinz.S,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171011#post171011 schrieb:Und ganz wichtig,hört auf,euren erwachsenen Hund ständig zu loben und belohnen,solche Dinge hat der einfach zu machen.Alte Schule,keine Strafe ist Lob genung.

LG Heinz

Hallo Heinz,

das ist wirklich GANZ alte Schule... Stell Dir vor, ab 25 gibt's kein Geld und keine Anerkennung mehr für Deine Arbeit - Du bist dann schließlich erwachsen und es reicht, wenn Du bei Fehlleistungen einen "zwischen die Hörner" bekommst... Du weißt doch jetzt, wie das Spiel läuft. Dieser Ansatz ist wirklich traurig, auch in der Hundeausbildung, das macht keinen Unterschied! Fehlverhalten zu ahnden einerseits bedeutet auch Wohlverhalten zu belohnen andererseits - ist doch nur logisch, oder? Sonst kommt es zu einem massiven Ungleichgewicht und die Eigenmotivation des Hundes, richtig zu handeln, wird irgendwann gen null tendieren. Ob man sich das wünscht??

LG

Bine


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