Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Fährten bei Schnee?
#41
Hallo WoWi,
nein das ist durch aus ein Argument, das die Hunde das negativ verknüpfen,..hat nichts mit Wattebauchfraktion zu tun ;-))
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
Zitieren
#42
WoWi,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25097-Fährten-bei-Schnee/?postID=169893#post169893 schrieb:die Hunde verloren an Suchlust, weil bei ihnen Fährte und Sich-auch-Ablegen-Müssen verknüpft waren und weil ihnen richtiges Verhalten bei Kälte als bestrafend erschien. Ich habe aus diesem Grunde dann auf kaltem Boden oft nur mit wenig Gegenständen gefährtet.

dann würde ich den Hund im Stehen verweisen lassen
Bye Uwe
Zitieren
#43
@ Claudia Ph.

Ja, um die negative Verknüpfung ging es mir. Natürlich kann ich leicht dafür sorgen, dass der Hund sich legt (zumal ich beim Platz-Kommando, das mir auch als allgemeine "Notbremse" dient, kompromisslos bin), und natürlich zweifele ich auch nicht daran, dass man den Hunden die paar Sekunden des Liegens zumuten kann. Darum geht es gar nicht: Was ich aber nicht vermeiden kann sind die Unlust-Verknüpfungen, und gerade die Fährte ist meines Erachtens sehr, sehr von konditionierter Lust, die schließlich gewissermaßen zu einer Art Grundeinstellung des Hundes zu dieser Betätigung wird, abhängig.

Die Prüfungsordnung lässt ja verschiedene Verweisungsformen zu und ich kann auch nicht erkennen, dass da eine Verweisungsart höher oder niedriger bewertet wird als eine andere. Trotzdem habe ich mit dem Stehend-Verweisen immer so etwas wie einen Minderwertigkeitskomplex. Das mag daran liegen, dass ich weiß, dass diese Strategie zur Vermeidung einer Schwierigkeit, eigentlich zur Verdeckung einer Schwäche, gewählt wurde. Es liegt auch daran, dass das Liegend-Verweisen so häufig gezeigt wird, dass es fast so etwas wie eine Norm und jede Abweichung auffällig ist. Mich würde interessieren, wie Richter das sehen: Halten sie es mit der in der PO vorgesehenen Gleichwertigkeit oder geht ihnen bei einem stehend verweisenden Hund sofort durch den Kopf, dass sich da einer die Sache leicht macht?
Zitieren
#44
Wenn Du mit solchen Hunden nur minimal Verweisen auf kaltem Boden trainierst und Stehverweisen ablehnst, wie sieht dann eine FH2 bei Temperaturen um die Null Grad aus und einer entweder gefrorenen Wiese oder einem sumpfähnlichem Gelände in dem der Hund sich ins 1 Grad kalte Wasser legen muss?

Verweist der Hund da dann auch mit Glück die ersten drei Gegenstände und die restlichen vier... Schwamm drüber?
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
Zitieren
#45
Hallo WoWi,
wenn stehen erlaubt ist, ist es erlaubt. Der Hund muss den Gegenstand anzeigen. Und konzentriert, sauber suchen. Solltest Du deshalb tatsächlich schlechter bewertet werden, kann sicher Einspruch dagegen erhoben werden.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
Zitieren
#46
Moin WoWi, ich sehe bei einem stehend Verweiser nicht, dass sich der HF "die Sache" leicht macht. MMn birgt diese Variante sogar mehr Fehlerquellen als sitzen oder liegen
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
Zitieren
#47
Ich lehne Stehend-Verweisen ja nicht ab, ich bin mir nur immer ein wenig seltsam damit vorgekommen.

Darüber, ob Stehend-Verweisen mehr Fehlerquellen birgt als Liegend-Verweisen, ließe sich nach meinen Erfahrungen noch streiten. Ich habe beides gemacht. Als große mögliche Fehlerquelle des Stehend-Verweisens wird ja oft das angeblich leichtere Überlaufen der Gegenstände genannt. Dass Hunde Gegenstände zwar bemerken, aber überlaufen, ist bei mir in der Praxis seltsamerweise nie ein besonderes Problem gewesen. (Das mag daran liegen, dass ich das erfolgreiche Finden im Training immer deutlich belohne, so dass es für Hunde reizfoll ist, das Finden zu markieren.)

Dagegen gibt es eine "Fehlerquelle" des Liegend-Verweisens, die man mit dem Stehen umgeht: Viele Hunde bleiben bei ihrer "natürlichen" Ablegebewegung nicht in der Geraden einer gedachten Körperachse und damit auch nicht in einer gedachten Geraden des weiteren Fährtenverlaufs. Wenn so ein Hund dann auch noch einen Lauf etwas nach hinten nimmt, dann habe ich schon mehrfach auf Prüfungen den Vorwurf des Nicht-gerade-Verweisens gehört. Der Stehend-Verweiser dagegen stellt sich beim Verweisen nicht anders auf, als er am Gegenstand ankommt; er vollzieht keine zusätzlichen Bewegungen. Er verweist also höchstens dann schräg, wenn er schon schräg sucht (z. B. wenn er an straffer Leine zieht oder durch die Leinenführung schräg gehalten wird oder wenn er vor dem Gegenstand nicht genau auf der Fährtenlinie war, was bei Seitenwind durchaus geschieht). Dann verweist aber auch ein liegender Hund leicht mal schräg. Wenn man das schräge Suchen prinzipiell zu vermeiden versucht, ist diese Fehlerquelle also beim Stehen minimiert.

Aber sorry, es ging hier ursprünglich ums Fährten auf Eis und Schnee. Und meine Frage danach, ob es prinzipielle Argumente dafür gibt, das Stehend-Verweisen abzulehnen, ist beantwortet. Danke dafür.
Zitieren
#48
Hallo,
da wäre ich wieder einmal - oder schon wieder....
Nein, Schnee haben wir keinen mehr, leider(!!), doch da ich hier einige gute Tipps erhalten habe, dachte ich, ich melde mich.
Mit meinem Versuch, beinahe kein Futter auszulegen, musste ich einen Schritt zurückgehen. Mein Rüde war sehr unruhig, pendelte mit dem Kopf, war nicht konzentriert und hatte Mühe seinen Rhytmus zu finden. Da war ich wohl etwas zu forsch. Zuerst dachte ich, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass die Wiesen mit Wasser vollgesogen sind, doch als ich es dann mit etwas mehr Futter versuchte, war das Problem behoben. Natürlich sollte ein Hund genügend Motivation haben, die Fährte an sich zu suchen, dass ist keine Frage.
Zum Fährtenverlauf wechsle ich ab. Gerade. Spitzwinkel. Schlangenlinien.....Liegedauer war heute 2.5 Stunden
Nun sind mir aber zwei Dinge aufgefallen.
Er beginnt sich an den Winkeln zu drehen. Das hat er nie zuvor getan. Das begann, als ich das Futter drastisch zu reduzieren begann.
Und - aus welchen Gründen auch immer, hat er Furcht vor Wasseransammlungen auf der Wiese. Heute legte ich eine Fährte, welche unter anderem durch solch einen 'Minisee' führte - ca. 1.5m breit und ca.30 cm.tief. Ich legte vor und danach ein Futterstückchen. Gino geht im Sommer immer in den Bach, läuft, spielt...doch von diesem Minisee schien er richtig Furcht zu haben. Ich hatte damit gerechnet, dass keine Begeisterungsstürme kommen, doch Meideverhalten?
Was habe ich getan. Ich wollte mit ihm gemeinsam durch das Wasser gehen. Er an meiner Seite und auf der anderen Seite neu ansetzen. Er aber stemmte die Beine gegen den Boden. Ruhig ging ich voraus, um ihm zu zeigen, dass es keinen Grund zur Furcht gibt. Erfolglos. Ich zog leicht an der Leine, woraufhin er über das Wasser sprang, nach der Fährte suchte, sie fand und ruhig weiter arbeitete.
Den Ratschlag, ihn am Ende noch weitersuchen zu lassen und irgendwann einen Ball zu werfen, habe ich umgesetzt. Er ist wirklich begeistert, sucht schön weiter, bis das die Belohnung kommt. Werfen kann ich den Ball nicht, da wir immer noch die Schafe als Nachbarn haben. Doch wir beide rangeln gemeinsam um die Beute und er darf natürlich danach seinen Sieg genießen.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
Zitieren
#49
Ich hab festgestellt dass meistens das Fährtenende in Richtung feldweg gelegt wird.
Oft unbewusst. Passiert meistens denen die nahezu immer im Schema arbeiten und die Hunde beim wiederansatz und nach Winkeln erstmal 10 Meter geradeaus joggen.
Das mit Ball werfen am ende wäre für mich zu Risikoreich. Der Hund ist doch nicht doof,er weiss ganz schnell das der Ball von mir kommt und wird anfangen den Ballwurf zu erwarten.
Dann liegt die Motivation hinter ihm statt vor ihm sobald er meint " hier ist gleich das ende "
Ein hund der bei uns war hat auf der letzten geraden, egal wo,wie und in welcher Richtung sie gelegt wurde, in regelmässigen Abständen zum HF geschaut um zu schauen ob jetzt der Ball kommt.Kam nichts dann wurde halt nochmal der Kopf runter genommen und etwas weiter gelaufen.Aber Suchen war das nicht mehr.
Zitieren
#50
Maliman,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25097-Fährten-bei-Schnee/?postID=170434#post170434 schrieb:...............Das mit Ball werfen am ende wäre für mich zu Risikoreich. Der Hund ist doch nicht doof,er weiss ganz schnell das der Ball von mir kommt und wird anfangen den Ballwurf zu erwarten.
Dann liegt die Motivation hinter ihm statt vor ihm sobald er meint " hier ist gleich das ende "
Ein hund der bei uns war hat auf der letzten geraden, egal wo,wie und in welcher Richtung sie gelegt wurde, in regelmässigen Abständen zum HF geschaut um zu schauen ob jetzt der Ball kommt.Kam nichts dann wurde halt nochmal der Kopf runter genommen und etwas weiter gelaufen.Aber Suchen war das nicht mehr.
Man kann sich aber auch Probleme machen.
Mehrere meiner Hunde wußten , im Bereich der Nasenarbeit, dass die Belohnung bei mir war. Ich hab die zu Beginn des Trainings vor ihren Augen in die Weste gesteckt.
Und wenn der Sportskamerad meint, er müßte die konzentrierte Arbeit da vorne einstellen - egal aus welchem Grunde - dann verfügt der kundige HF doch über ein Instrumentarium, um ihm zu erklären, dass dieses Verhalten keine Option sein kann.
Der Vorteil der Spielbelohnung im Gegensatz zum Futterjackpot ist eindeutig die Vermeidung geruchlicher Ablenkungen von vorne.
Aber - jeder wie er mag.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste