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HD - ED - LÜW - OCD - DM etc pp
#41
kimmy,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163389#post163389 schrieb:Die Tatsache, dass wissentlich mit kranken Tieren gezüchtet wird, bzw. mit Trägern, ist mehr, als 'nur' erschreckend. Die 'Marke DSH' scheint ein gut florierender Wirtschaftszweig zu sein, so gut, dass Verantwortliche, welche den Niedergang verhindern könnten, diesen auch noch beschleunigen. Gino ist nun mein fünfter DSH. Alle Hunde vor ihm waren krank. Alle! Hüfte. Rücken. Herz. Nicht ein Einziger war gesund. Die zwei letzten waren tot, bevor sie sich bei mir richtig eingelebt hatten. Trotz 'Papiere'. Übrigens - Es waren Inzucht gezüchtete Hunde...
Ich beginne mich ernsthaft zu fragen, woher dieser Vernichtungseifer kommt, eine gesammte Rasse wissentlich zu ruinieren. Das Netz ist voll Berichten von DSH-Zwingern, wo elende Kreaturen zu sehen sind. Hunde werden wie Socken gewechselt, da sie 'nicht taugen', Tierärzte verdienen sich 'goldene Nasen' (zumindestens war es bei mir so) und die Verantwortlichen, welche handeln müssten, verstricken sich in Ausreden, Lügen. Es ist nur noch widerwärtig. Aber vielleicht ist ja das Beste, was dem DSH geschehen kann, dass er 'nicht-mehr-alt-wird'. Nur leider ist es nicht schmerzfrei für eine Hunderasse, welche einzigartig ist.
Vor Jahren sagte eine Genetikerin aus Wien, dass der Hund als solcher vom Aussterben bedroht sei. Damals dachte ich, dies sei eine maßlose Übertreibung. Doch nun erkenne ich, dass sie untertrieben hat. Das Kind ist bereits im Brunnen.
Und nun beginnt die große Diskussion. Wird das Kind aus dem Brunnen geholt oder darin ersäuft? Wozu benötigt es mindestens 10.000 Welpen? Wieso werden kranke Tiere, bzw. Träger(innen) von solchen nicht von den Zuchtlisten gestrichen?! Was gibt es da zu bereden? Denkt vielleicht auch jemand an die Hunde, welche manches Mal unsägliche Schmerzen zu erleiden haben?! Und das über Jahre hinweg? Wenn ein Zuchtverband dazu nicht in der Lage sein möchte, hat er seine Berechtigung verloren.
Diese meine Worte gelten nicht jenen Züchter(innen), welche mit Herzblut versuchen eine großartige Rasse zu erhalten. Doch jene, welche den DSH mit einer Gelddruckmaschine verwechseln, sollte die Zuchtzulassung entzogen werden. Dasselbe gilt für Zuchtwarte, welche auf beiden Augen gerne blind sind, obgleich sie handeln müssten.


Klare Worte!

Danke!!
potius stans mori quam vivere posito genu
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#42
Kimm. Ich kann verstehen dass du abgeschreckt bist, aber du siehst das ganze aus der emotionalen Perspektive. Es gibt solche und solche Züchter. Für eine gesunde Population kannst du nicht mal eben 1/3 aus der Zucht nehmen wegen einem Merkmal von dem man noch nicht weiß wie man es richtig zu bewerten hat. Das Bsp. Lüw. .. das Problem ist eine degenerierte Bandscheibe. Nicht der Wirbel an sich. Wenn das zusammen kommt ist blöd. Aber wie viele Hunde leben damit froh und sorgenfrei und zeigen hervorragende Arbeit. Ob im Dienst, Sport oder Haushund. Sind diese Hunde dann nicht wichtig für die Genetik um eine Krankheit zu dezimieren weil der Auslöser fehlt? Bsp. Mensch. Toxoplasmose. Von Katzen übertragenen. 95% der chronischen Träger sind asymptomatisch. Also haben nie Probleme. Aber Leute mit einem schlechten Immunsystem können daran elendlich verrecken um es mal zu übersetzen. (Sollten jetzt alle Katzen getestet und die positiven abgesondert werden ).
Und dann werden noch die Hd und ed Hunde aussortiert (was richtig ist da hier ein Zusammenhang nachgewiesen wurde). Die mit Immunschwäche usw. Willkommen wir haben keine Hunde mehr übrig.
Ob es nun verständlich ist oder nicht bestimmte Merkmale und Krankheiten müssen ausgemendelt werden. So läuft das seit Jahrtausenden.
Nur das wir alles planmäßiger machen können.
Und Träger ist nicht gleichzeitig immer symptomatisch und schlecht. Bitte distanziert euch endlich von diesen Hexenjagden. Nicht immer alles durch die Brille die sind doch alle krank oder kuckt auf diese Züchter da.... es ist ein in den selben Topf gewerfe. Jeder Züchter (!) Plant und denkt sich was bei seiner Zucht. Vertieft sich in die Materie der einzelnen Linien ihrer Stärken und Schwächen. Der allgemeinen Genetik. Der Aufzucht. .. das Thema ist groß und es ist leicht immer alles zu verteufeln was man nicht versteht. Zumindest wenn man das Ganze ehrlich betrachtet. Und dann das Thema Krankheiten durch Aufzuchtfehler. ..gleich das nächste Thema ohne Ende. Falsche Fütterung, Bewegung. ... alles nicht so einfach wenn man wirklich interessiert ist.
Was ist besser als ein DSH? Zwei!!!
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#43
Nochmal von vorne. Ich sprach bzgl Inzucht beim Beispiel Malinois nicht vom DMC oder der aktuellen Situation (hier geht inzwischen auch keine 1-2 oder 2-2 Verbindungen mehr).
Ich rede vom Ursprungsmali, also den ersten, sagen wir 5 Generationen überhaupt. Wenn ich es richtig im Kopf habe war der Ursprung zweimal hintereinander eine 1-2 Verbindung, und die hier gefestigten Rüden haben sich extrem über Generationen eingebrannt und damit den Malinois kreiiert, den man haben wollte. Und damit meine ich nicht Deutschland.
Also wurde der Malinois über die hier verteufelte Inzucht geschaffen... somit die Frage: warum ist das heute böse, wenn es eigentlich genau das gebracht hat, was wir lieben?
VG Anja
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#44
Hallo DDR-Dogs,

in vielen Punkten gebe ich Dir recht!

Nur kannst Du mir sagen, wie viele der sogenannten Züchter noch eigene Zuchtziele verfolgen, ich spreche hier nicht von der Finanzierung des nächsten Urlaubs, vom neuen Auto und von Reparaturen am Haus?
Um konkreter zu werden, wie viele Züchter, ziehen noch eigene Linien um ein gesetztes Zuchtziel zu erreichen?
Wird nicht seit Jahren schon nur "Papier" vermehrt?
Wird nicht überwiegend eine Hündin aus dem "Gebüsch" geholt und mit einem bekannten Rüden eingedeckt, damit sich die Welpen besser vermarkten lassen?
Bei dem überwiegenden Teil der "Ahnentafel" kommt mir das so vor.
Wie viele der sogenannten Züchter, sagen wir mal mit mehr als 10 Würfen, ziehen Linien?
potius stans mori quam vivere posito genu
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#45
Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163395#post163395 schrieb:Nochmal von vorne. Ich sprach bzgl Inzucht beim Beispiel Malinois nicht vom DMC oder der aktuellen Situation (hier geht inzwischen auch keine 1-2 oder 2-2 Verbindungen mehr).
Ich rede vom Ursprungsmali, also den ersten, sagen wir 5 Generationen überhaupt. Wenn ich es richtig im Kopf habe war der Ursprung zweimal hintereinander eine 1-2 Verbindung, und die hier gefestigten Rüden haben sich extrem über Generationen eingebrannt und damit den Malinois kreiiert, den man haben wollte. Und damit meine ich nicht Deutschland.
Also wurde der Malinois über die hier verteufelte Inzucht geschaffen... somit die Frage: warum ist das heute böse, wenn es eigentlich genau das gebracht hat, was wir lieben?
VG Anja

War da nicht mal was mit Ataxie?
Wenn man das so sehr liebt, macht weiter!!
Informiere Dich über das Thema "Gründergeneration, Genetische Varianz und genetischen Drift"
potius stans mori quam vivere posito genu
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#46
Hallo falkner. Mehr als 10 Würfe im Jahr ist meiner Meinung nach kein Züchter. Da kann man die Linien nicht im Blick behalten. Meiner Meinung nach.
Wenn ich mir selbst nichts behalte so will ich es doch so übersichtlich gestalten dass ich eine Vererbung nachvollziehen kann um dann entweder über eine andere passende Partnerwahl mein "Ziel " zu erreichen oder evtl durch Nutzung der Zuchtmiete oder Deckrüden die Linie fortzusetzen. Das man mal mehrere nebenbei laufen lässt ist kein Problem, wenn man über eine Linienzusammenführung nach einigen Generationen nachdenkt. Ich denke aber egal wo die Hunde "plaziert" sind machen mehr als 3 bis 4 keinen Sinn. Ich muss ja die Möglichkeit haben sinnvoll Wesen über Ausbildung und ideal privat und Gesundheit im Auge behalten können. Gerade bei der Ausbildung. Wie wird ausgebildet und wie setzt der Hund das um? Spitzenleistung "" heißt noch lange nicht sinnvoll für die Zucht weil mir evtl was fehlt, was ich ja nur über den Weg zum Ziel beurteilen kann. Also kurzer Sinn, Massenwelpenproduzenten gehören nicht in den sv. Das ist Gewerbe. Dazu äußere ich mich nicht weiter. Jeder muss wissen wo sein Hund herkommt. Ich habe bisher keine Mitleidskäufe getätigt und werde das auch zukünftig nicht tun. Bei einem Wurf ist dieser in erster Linie dazu da, dass ich mir selbst dann einen Hund behalten kann. Also dass ich auch so überzeugt bin, dass ich das gleiche Risiko wie potentiellen Interessenten eingehen werde. Aber du hast recht. Es wird immer die geben die den schnellen Euro oder aber auch auf schnellen Ruhm hoffen. Doch so funktioniert die Zucht nicht. Um dein "Traumprodukt" Hund zu erhalten muss man in Generationen denken. Und wenn es dann nicht klappt braucht man einen Plan B. Auch ich bin jetzt beim x tendenziell Plan B weil immer was war. Denn so einfach ist es dann doch nicht einen Hund in die Zucht zu bekommen. Zumindest für die die alles richtig machen wollen. Und meine Invaliden weggeben kommt nicht (immer- ja auch ich habe mich schon getrennt ) infrage. (Zur Zeit zwei zuchtuntaugliche Hunde und eine Hoffnung auf mehr)

Liebe Grüße
Was ist besser als ein DSH? Zwei!!!
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#47
Hallo DDR-Dogs,

gemeint hatte ich ab 10 Würfe in dem Zwinger insgesamt, da hatte ich mich missverständlich ausgedrückt.
Bei dem Rest Deiner Ausführungen stimme ich Dir voll und ganz zu.
Wenn alle so denken würden, wo stände der DSH heute.
potius stans mori quam vivere posito genu
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#48
@DDR-Dogs,
hier geht es nicht um Hexenjagd.
Vor einigen Jahren, als in Hannover der genetische HD-ZW vorgestellt wurde, war ein Professor aus der Schweiz, dessen Namen ich leider vergessen habe, anwesend. In der Schweiz wurden seiner Aussage nach umfangreiche Untersuchungen an DSH Betreffs LÜW durchgeführt- überwiegend Diensthunde. Ergebnis : ca 30% haben einen - und bekommen 4/5jährig Rückenbeschwerden, die sie Dienstunfähig machen.
Deshalb sollten wir etwas dagegen tun.
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#49
Wie schon eingebracht. Hunde werden aus der Zucht ausgeschlossen, weil ihnen Prämolaren fehlen, die ohnehin rudimentär ausgebildet sind. Das gibt es auch beim Rotfuchs. Hier beklagen sich aber Leute, dass 1/3 der Hunde aus der Zucht rausfallen, wenn man jene mit LÜW ausschließt. Es gibt genung Schäferhund, aber zu wenig gesunde Schäferhunde. Besser es züchten wenig Leute mit Sachverstand und es werden möglichst viele Daten über die Hunde gesammelt, um dann gezielte Maßnahmen zu ergreifen.

Und übrigens Trine Mali x Schäfer werden gerne von der Bundeswehr eingesetzt: Mit Erfolg. Ich kenne aber genauso einen Mali x Schäfer in dem Javir Talka Marda drinnen ist, der Hund ist völlig am Ende. Kann man also nie pauschal sagen.

Richtig, dass Malis auch viel ingezüchtet wurden. Jedoch ist in einigen Ländern erlaubt die Varianten des belgischen Schäferhundes zu mischen.

Der Deutsche Schäferhund hat keine Varianten mehr: Früher gab es soger Tricolor (s. Bild Richard Strebel, Deutsche Hunderassen). Auch gestromerte waren recht verbreitet.

Wenn leute Schäferhunde richten, die schlichtweg keinen Plan haben und Leistungshundler immer nur von Trieben sprechen - die m.E. zum Teil Phantasieprodukte sind - der LÜW ist aber kein Phantasieprodukt, kann man nur sagen, es geht den Bach runter.

Eine bessere Zuchtpolitik als der SV hat der RSV, leider nur zu wenig Züchter. Soweit ich überblicke, kommen hier die meisten Hunde auch wieder aus einem Zwinger der im SV nicht mehr vermehren darf und auch pro Jahr das Alphabet durchzüchtet. Das ist auch schade.
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#50
Ja Trine: Wenn Sie Gebrauchsuntauglich werden - aus der Zucht.
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