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Degenerative Myelopathie - Appell an Züchter
Andreas da gebe ich dir uneingeschränkt recht, nur war von diesem Blickwinkel im Vorfeld nicht die Rede.
Ich gehe da von nachweislichen Informationen aus.


Aber mal anders gesehen, was wird heute mit der Farbe der Hunde Dunkelgrau oder Schwarz und unführbar (weil noch nie ausgebildet Big Grin ) für Werbung gemacht - da ist so ein DM-Test irgendwie ein Klacks!
Gruß Ossi
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Andreas, es kann Dir und mir doch egal sein wo andere Züchter ihre Prioritäten setzen. Die Mehrzahl der Züchter setzen sie sowieso ganz anders als ich, was soll ich mich denn darüber aufregen? Ich z.B. würde nie auf die Idee kommen einen VA-Rüden zur Zucht einzusetzen, viele andere tun aber genau das. Ja und? Ich muss doch von denen keinen Hund kaufen... Und letztendlich ist es mir lieber ein Züchter achtet darauf keine DM/DM-Hunde zu produzieren als dass er darauf achtet dass seine Hunde auf der Hauptzuchtschau möglichst weit vorne plaziert werden. Da werden weitere (wichtige) Eigenschaften nämlich auch oft vernachlässigt.

Kannst Du Dich noch an die Zeiten erinnern als in der SV-Zeitung zwischen den Verkaufs- und Deckanzeigen immer so ein fett eingekasteltes Sprüchlein stand? Sinngemäss hiess es dass mit den Hüftbefunden der Elterntiere der Welpen und Deckrüden keine reisserische Werbung gemacht werden darf und jegliche Angaben zu den HD-Befunden von der Redaktion in "a-zuerkannt" geändert werden. D.h. der Leser sollte im Unklaren gelassen werden ob z.B. angebotene Welpen aus einer Verbindung stammen, in der beide Elternteile den Befund "normal" hatten, oder ob sie z.B. aus einer Verbindung stammten in der beide Elterntiere den Befund "noch zugelassen" hatten. Ein (für damals viele SV-Mitglieder) kleiner, aber mit Sicherheit kein feiner Unterschied...

Ich bin zu diesem Zeitpunkt in den SV eingetraten, und mein erster DSH war gerade im Alter von 7 Monaten aufgrund einer Hüftgelenksluxation eingeschläfert worden. Und Du kannst Dir sicherlich vorstellen dass ich für die Vorgehensweise der SV-Redaktion damals keinerlei Verständniss gehabt habe und auch heute noch nicht habe. Denn schon damals warb der SV, wie jeder andere VDH-Zuchtverband auch, damit gesunde Hunde zu züchten.

Von daher kann ich es absolut nachvollziehen, dass z.B. ein Hundehalter, der einmal einen DM-Hund selbst oder in seinem Umfeld gehabt hat, heute beim Kauf eines Welpen darauf achtet dass dieser aus einer Verbindung stammt aus der keine DM/DM-Hunde kommen können. Ja selbst wenn er künftig nur noch einen N/N-Hund haben möchte ist das doch sein gutes Recht und völlig O.K.

Wenn man versucht möglichst gesunde Hunde zu züchten, bedeutet dass doch nicht dass man andere Parameter ausser Acht lässt. Natürlich kann man sein Augenmerk nicht mehr nur ausschliesslich auf die Arbeitsveranlagung richten. Was nützt denn ein guter Hund wenn man Glück haben muss dass man mal einen gesunden erwischt? Und ja, wenn man gleichzeitig auf mehrere gesundheitliche Parameter in der Zucht achtet, fallen manche Rüden weg, die man züchterisch im Auge gehabt hat. Aber hallo, über welche Populationsbreite diskutieren wir hier denn? Was bitte schön sollen denn dann z.B. ein Riesenschnauzer- oder Airedale- Leistungszüchter sagen? Und letztendlich tut es der Rasse nur gut wenn man gezwungen wird auch mal über züchterische Alternativen nachzudenken. Dadurch kommt vielleicht der eine oder andere züchterisch wertvolle Rüde mehr in die Zucht.

Und Du weisst doch wie das läuft mit der Mund-zu-Mund-Propaganda: Wenn ein oder mehrere kranke Hunde aus einer Linie stammen, wird die züchterisch oft gemieden. Und DM wird in der Praxis auch oft mit dem CES verwechselt! Man kennt einen oder mehrere Hunde, die "Rücken" hatten, und lässt deswegen eine ganze Zuchtlinie künftig links liegen. Obwohl Wurfgeschwister genetisch völlig unbelastet sein können. Von daher sind derartige DNA-Tests doch nur positiv, weil subjektive Beurteilungen, die oft falsch sind, durch sie ersetzt werden. Und dann kann ich z.B. den selbst nicht betroffenen Wurfbruder züchterisch nutzen, auch wenn der Bruder genetisch betroffen ist.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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Antje,index.php?page=Thread&postID=155657#post155657' schrieb:Und DM wird in der Praxis auch oft mit dem CES verwechselt!

Was ist oft, jeder zweite Fall? Also würde man "at risk" Verpaarungen vermeiden, würde es deutlich weniger DSH mit "Rücken" geben? Das glaube ich nicht, hört sich schön an, aber ich denke das ist mehr Wunsch als Wahrheit....
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Also ich kannte schon einige Hunde, die "hinten nicht mehr hoch gekommen sind" bzw. die "typischen CES-Ausfallerscheinungen" gezeigt haben, dabei aber offensichtlich keine Schmerzen gehabt haben. Da ihre Halter nicht bereit gewesen wären sie für mehrere tausend DM/Euro operieren zu lassen, wurde auch keine Diagnostik betrieben, sondern die Hunde wurden eingeschläfert. Lt. ihrer Halter hatten sie "was am Rücken", was heute allgemein mit CES in Verbindung gebracht wird. Nur in einem Fall wurde damals eine vernünftige Diagnostik betrieben, es konnte damals kein CES bestätigt werden, aber es wurde eine nicht heilbare Degeneration des Rückenmarkes diagnostiziert (Rückenmark = griech. myelos). Von daher sehe ich hier schon ein gewisses Potential, dass so mancher angebliche CES-Hund in Wirklichkeit ein DM-Hund war.

Besagter Hund war übrigens ein Enkel eines ganz populären Leistungsvererbers und hat selbst auch gedeckt. Und für seinen Halter war es nicht lustig ihn in recht jungem Alter einschläfern lassen zu müssen. Der hätte ihn bestimmt gerne noch weitere Jahre überregional geführt.

Man darf dabei auch nicht vergessen dass mancher gute Hundesportler sich nach so einem Erlebnis einer anderen Rasse zuwendet. Von daher ist in meinen Augen jeder vermeidbare kranke Schäferhund einer zu viel. Zumal das gesundheitliche Image des Schäferhundes sowieso nicht sonderlich gut ist und viele Nichthundesportler sich deswegen von vorne herein gar nicht für unsere Rasse interessieren. Auch wenn wir wissen dass andere Rassen auch ihre diesbezüglichen Probleme haben, halte ich es für wichtig dass wir als Zuchtverband in dieser Hinsicht mehr Zeichen setzen und die Transparenz erhöhen, anstatt immer nur alles unter den Teppich zu kehren.
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Mark Twain
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Für mich gäbe es andere Gründe als die Gesundheit eine andere Rasse zu nehmen, nämlich die Gebrauchshundeeigenschaften. Der DSH wird doch eh schon zum größten Teil nicht mehr für den Gebrauch gezüchtet, sondern für Nichthundesportler, alles ganz tolle Hunde, würden sie gearbeitet werden... Nach VDH Statistik gab es 1012 immer noch über 14.000 DSH im Vergleich dazu ca 600-700 Malis. Und wenn man überlegt was dann im Sport bei rasseunabhängigen Verbänden erfolgreich geführt wird, braucht man nur noch 1 und 1 zusammen zählen...
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Ich denke mal wir brauchen den Hochzucht-DSH nicht mit dem Malinois zu vergleichen. Insofern müsstest Du die Leistungspopulation des DSHs mit dem Mali vergleichen. Da werden immer noch mehr DSHs gezüchtet als Malis, das stimmt. Aber von den Hundlern, die vom DSH zum Mali gewechselt haben, haben das nicht wenige auch wegen der Gesundheit getan. Ich war ja in den 90ern selbst ganz kurz davor, nach bis dahin fast ausschliesslich kranken DSHs, die alle irgend etwas anderes hatten (2 x Hüfte, CES, Ellenbogen, Bauchspeicheldrüse, Verwachsungen im Magen-/Darmbereich).
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Mark Twain
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Ja genau die "Leistungspopulation"... Das sind die Hunde mit den dicken Köpfen, viel Pigment und ganz oft zu hart um sie "Führen" zu können? Smile Da haben auch viele wegen Triebveranlagung, Triebbeständigkeit, Arbeitswille, Anatomie und Leistungsfähigkeit gewechselt. Wenn dich die Ehrlichkeit was die Gesundheit betrifft beim DSH stört, müsste dich die Ehrlichkeit in Bezug auf Gebrauchshundeeigenschaften erschüttern. Es sei den, man sieht das selber schon durch die rosarote Brille.
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Gebrauchshundeeigenschaften kann ich sehen. Krankheiten und kranke Hunde, die verschwiegen werden (wie beim DSH oft üblich), aber nicht. Und ich versteh Deine Polemik nicht. Was haben denn jetzt das Pigment, die Köpfe und Ausbildungsfehler mit dem Thema zu tun? Es geht hier lediglich darum Nachzucht zu vermeiden die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko trägt (in diesem Fall in Bezug auf eine unheilbare Erkrankung).
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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Ja das kannst Du sehen... Aber gut dann teste doch einfach deine Hunde auf DM, verlang das von deinen Deckpartnern und alles ist super! Bleiben nur noch die HF, die durch ihre Ausbildungsfehler die tollen Hunde versauen, aber damit muss man halt leben, man weiß ja auf was es eigentlich ankommt. Smile
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Antje @ :appl: Ganz deine meinung.
Tur mir leid für schreibfehler komme aus Holland. Confusedorry:
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