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Degenerative Myelopathie - Appell an Züchter
Ich wüsste nicht, was gegen die Ausführungen von Antje sprechen sollte. Ich bin der festen Überzeugung, dass die DM viel weiter verbreitet ist, als angenommen und sehe insbesondere falsche CES-Diagnosen für den weit verbreiteten Irrglauben verantwortlich, DM sei ein eher zu vernachlässigendes Problem, zumal auch beide Krankheiten gemeinsam auftreten können. Die Differentialdiagnose ist für einen TA in einer normalen Praxis auch nicht ganz so einfach. Es gehört viel Erfahrung dazu. Meist wird der 7- oder 8jährige Hund geröngt und dann werden immer degenerative Veränderungen an der WS festgestellt und dann gibt es erst einmal Metacam und/oder Cortison. Dem Hund geht es dann für einige Zeit besser. Wenn er dann irgendwann humpelt und kaum noch hinten hoch kommt, dann glaubt man die Ursache ja zu kennen, die WS sieht schlimm aus, war ja auf dem Röntgenbild zu sehen.
Es kommt ein weiteres Problem hinzu: ich wiederhole meine Aussage, dass der Vater meines Rüden sehr viel gedeckt hat. Da die Kenntnisse über Genetik in der Schäferhundszene vielleicht nicht dem entsprechen, wie sie idealerweise sein sollten - Aktionen des SV, wie "mein erster Wurfs" tragen ja auch nicht gerade dazu bei - besteht doch nach wie vor die Tendenz, nicht wohl überlegt zu züchten, sondern massenhaft mit erfolgreichen Rüden zu decken und eher zu vermehren. Ist ein solcher Rüde Träger, dann hat man sehr viele, viele Träger und da man noch nicht weiß, womit der Ausbruch der Krankheit interagiert, könnte es sich um eine Zeitbombe handeln. Sind es bestimmte Zusätze im Futter? Zusätze in Impfstoffen? Quecksilber?
Verfolgt man Diskussionen im Internet, so verbreiten sich Gerüchte wie Erkenntnisse über DM wie ein Lauffeuer. In einigen Jahren werden Welpenkäufer eh den Nachweis eines Tests verlangen, ob der Züchter nun der Meinung ist, ob das Sinn macht oder nicht.
Vielleicht sollte doch der Fokus bei der Zucht vermehrt auf das Thema Gesundheit gelegt werden. Die OP-Kosten für meine 12jährige Schäferhündin entsprechen in etwa dem Gegenwert eines Kleinwagens. Wenn ich die Trauer um meinen Hund mal bewältigt habe, dann werde ich mir wahrsxheinlich wieder einen DSH zulegen, einfach weil ich ein großer Fan der Rasse bin, aber meine Auswahl wird sehr sorgfältig sein, wohl wissend, dass es keine Garantie für Gesundheit gibt.
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Helmut Dillmann,'index.php?page=Thread&postID=153718#post153718' schrieb:Ich wüsste nicht, was gegen die Ausführungen von Antje sprechen sollte. Ich bin der festen Überzeugung, dass die DM viel weiter verbreitet ist, als angenommen und sehe insbesondere falsche CES-Diagnosen für den weit verbreiteten Irrglauben verantwortlich, DM sei ein eher zu vernachlässigendes Problem, zumal auch beide Krankheiten gemeinsam auftreten können. Die Differentialdiagnose ist für einen TA in einer normalen Praxis auch nicht ganz so einfach. Es gehört viel Erfahrung dazu. Meist wird der 7- oder 8jährige Hund geröngt und dann werden immer degenerative Veränderungen an der WS festgestellt und dann gibt es erst einmal Metacam und/oder Cortison. Dem Hund geht es dann für einige Zeit besser. Wenn er dann irgendwann humpelt und kaum noch hinten hoch kommt, dann glaubt man die Ursache ja zu kennen, die WS sieht schlimm aus, war ja auf dem Röntgenbild zu sehen.


Sehe ich genau so. Hunde die sport gemacht haben oder auch nicht, haben mit 7 a 8 jahren kein wirbelsäule mehr von eine 3 jährige hund. Meine 9 Jährige DSH hat ein wirbelsäule die sehr slecht aussieht auf dem röntgen. Trotzdem hat er keinerlei probleme damit. Wenn er DM kriegen würde kann mann dass ganz leicht denn rücken zuschreiben. Und so kenne ich viele beispiele. Viele TA wissen gar nicht wass DM ist. Vor ein par Jahren haben wir angefangen zu testen. In eine bekannte Tierklinik angerufen wegen ein Termin. Musste erst erklären wass DM ist und wass ich genau wollte.. Und dass war schon die 2. Klinik. Die erste wollte es gar nicht machen da die meinten dass ginge nicht bei eine DSH.

Der DSH ist bekannt für CES und HD und hat ein Hund hinten probleme dann wird es schönn schnell eins von beiden sein. Vor ein par Monate schrieb mich jemand die nicht weiter wusste. Sein Hund hatte probleme mit der Hinterhand war 3 Jahre alt und der TA hatte HD fest gestellt. Er hat mir die Bilder geschickt. Die Hüfte war sicherlich nicht die beste aber könnte in meine Augen auch nicht die Ursache sein. Habe dann ein Video bekommen und mit der Symptome war meine erste gedanke DM. Hat sich dann auch bestätigt.
Tur mir leid für schreibfehler komme aus Holland. Confusedorry:
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Ich weiß nicht, ob diese Seite schon hier im Thread genannt wurde, aber ich finde hier DM und alles rund um den Test, sowie die Einflüsse auf die Zucht sehr gut erklärt.
DM


Silvana
Gruß Silvana
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Engelien, worüber ist denn die Diagnose DM bei dem Hund bestätigt worden?
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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Mit ein Blut (gen) test.
Tur mir leid für schreibfehler komme aus Holland. Confusedorry:
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Warum kann man den Test nicht einfach als Vorsorgeuntersuchung sehen? Wir gehen ja auch 1 - 2 mal jährlich zum Zahnarzt, obwohl wir keine Beschwerden haben. Frei nach dem Motto: "Vorsorge ist besser als Bohren..". Und für 35,00 Euro ist das doch kein Thema.
Ganz egal, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse über DM in der Zukunft herauskommen, so ist meiner Meinung nach doch erwiesen, dass das mutierte SOD-1-Gen einen Anteil an der Entstehung dieser Krankheit hat. Und warum also nicht dieses Risiko-Gen in der Zucht vermeiden? Es ist mit Sicherheit nicht falsch und vielleicht sind wir in ein paar Jahren sehr froh darüber diesen Weg gegangen zu sein.

Auch können die Züchter selbst Einfluss auf den Verlauf nehmen indem sie verlangen, dass die von ihnen vorgesehenen Deckrüden getestet werden. Aber auch die eigenen Zuchthündinnen sollten dann getestet sein. Wie sie dann mit dem jeweiligen Ergebnis umgehen, bleibt ihnen überlassen, aber zumindest ist man informiert und kann entsprechend reagieren. Wir haben beim DSH zum Glück eine recht große Population und somit gibt es immer Alternativen in der Zucht.

Ich gebe auch Helmut und Draco Recht, dass vielfach die DM-Erkrankung nicht als solche von den Tierärzten erkannt wird. Warum, das wurde von den beiden ja schon beschrieben.Wir haben es also mit einer vielleicht nicht unerheblichen Dunkelziffer zu tun, was die klinische Erkrankung an DM angeht.

Wenn alle mitmachen würden, könnte man das Risiko-Gen relativ schnell minimieren, wenn nicht sogar ganz ausmerzen. Und ich denke, dass das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung wäre.
Gruß, Welfen

Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage, nicht dafür was Du verstehst.
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Hmmmmm.... wie soll ich es jetzt ausdrücken... hab ja meine Hündin auch sofort als ich von der Sache gelesen habe, testen lassen. ABER mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, welchen Wert das hat. Ich sag es mal so: Was bringt es, den Luftdruck am Reifen zu kontrollieren, wenn das Radlager kaputt ist? Klar, Luftdruckontrollieren ist ohne Aufwand machbar und sorgt auch für ruhigeres Laufverhalten, aber... Versteht ihr, was ich meine?



VG

Cristine
Wer blind ist für die eigenen Fehler - ist auch taub für gute Ratschläge, ( Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger )
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Du meinst also nur weil es beim DSH an verschiedenen Stellen kranken kann, muss man sich um die Vermeidung einzelner Erkrankungen nicht kümmern???
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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Nee, mein ich nicht.

Aber nach meinen Unterhaltungen über diesen Test bin ich mir nicht sicher, ob wirklich dieser Genort verantwortlich bzw. allein verantwortlich ist für DM. Dann kann ich drauf testen lassen (hab ich ja auch gemacht) - und bin immer noch in der Schwebe....



VG

Cristine
Wer blind ist für die eigenen Fehler - ist auch taub für gute Ratschläge, ( Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger )
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Selbst wenn diese Mutation nicht allein dafür verantwortlich sein sollte ist es trotzdem wichtig die Genkonstellation (= DM/DM) zu vermeiden, die nachweislich mit dem Ausbruch der Erkrankung in Zusammenhang steht (= DM/DM). Oft gibt es bei solchen Erkrankungen noch andere beteiligte Gene, die z.B. wie "Ein-/Ausschalter" funktionieren. Man hat Glück wenn bei Vorhandensein einer entsprechnden Mutation ein "Ausschalter" bzw. "kein Einschalter" vorhanden ist. Dann tritt eine Erkrankung trotz vorhandener Mutaion nicht auf. Aber wenn es das mutierte Gen nicht gibt, dann verursacht z.B. ein "Einschalter" alleine nicht dass die Erkrankung auftritt.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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