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Degenerative Myelopathie - Appell an Züchter
Gegen einen Mentaltest ist nicht einzuwenden und ohne geht es auch nicht, aber SD = Gebrauchshund ist in meinen Augen eine vom Sport reininterpretierte Auslegung um diesen zu rechtfertigen. Der Gründer der Rasse hat Gebrauch im Sinne von dem Mensch zum Nutzen gemeint und nicht als Sportgerät. Aber dies ist wieder ein anderes Thema.

Und ob die anderen Rassen wirklich schlechter geworden sind ?! Dies kann ich so nicht beurteilen, da ich nur den Werdegang der Hovawarts mitverfolgt habe und die die ich jetzt wieder sehe, sind für mich auch wieder Vertreter ihrer Rasse. Das sie für den abgehobenen VPG Sport vielleicht nicht mehr soooo geeignet sind, nun dies mag sein, aber wenigstens haben sie ihren Charakter wieder und versuchen nicht ein Mali im Kostüm zu sein.

Und wenn wir nichts tun und immer an den alten "das war schon immer so" festhalten, dann wird der DSH so oder so bald verschwunden sein. Egal wo man sich umhört, der DSH hat ein vorgefertigtes Image und dies bekommt man nicht ohne gravierende Änderungen wieder gerade gebogen. Und ohne eine breite Basis = viele Schäferhunde (auch in Privathand) wird es mit der Zucht nicht leichter.

Aber wahrscheinlich muss der DSH noch so lange aushalten bis dann irgendwann man die jüngere Generation an der Reihe ist und dann hoffentlich die Möglichkeiten auch rechts und links vom Rand noch sieht und nicht blind hinterher trottet.

Silvana
Gruß Silvana
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Dann ergreif doch die Initiative und bring über Deine OG und LG den Antrag zur Einführung eines Mentaltests in die BV ein:

http://www.initiativgruppe-sv.de/attachm...altest.pdf

Du musst dann den schwedischen Mentaltest (Anlage2) zur Grundlage des Antrags machen:

http://www.initiativgruppe-sv.de/attachm...altest.pdf
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Bin schon dabei Wink

Silvana
Gruß Silvana
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Na, da bin ich ja mal gespannt.
So etwas ist bereits im Zuchtausschuss vorgestellt worden und leider wurde es abgelehnt.
Zur Zeit gibt es eine Arbeitsgruppe zur Erstellung einer eigenen ZTP für den SV (mit höheren Ansprüchen als bei der IPO-ZTP), aber auch da geht es wohl nur schleppend voran.
[img]%5BIMG%5Dhttp://i43.tinypic.com/2ept36b.jpg%5B/IMG%5D[/img]
Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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Naja, das ist eigentlich ein Thema für das SV Forum und gehört nicht in den DM Thread. Der DSH ist nun mal nicht nur SV Zuchtordnung, sondern wird ja auch noch in anderen FCI Verbänden gezüchtet, DM ist ein Verbands übergreifendes Problem, unabhängig wie wichtig es dem einzelnen ist.

Ich weiß eh nicht wo das Problem sein soll, ich denke gerade beim DSH gibt es doch eine sehr breite Basis, viel breiter als bei den meisten anderen Rassen. Und wer finanziell und zeitlich privilegiert sein muss, um einen Hund bis zur 1/RH2/HGH + Körung auszubilden, der sollte vielleicht eh mal überlegen, ob er wirklich Gebrauchshunde züchten will, wo ist den das Problem sich Zeit zu nehmen und einen Hund vernünftig auszubilden? Weil er dann 2x weniger in der Wurfkiste ist? Die Anforderungen zur Körung bei Wesens.- Mental.- und Gesundheitsüberprüfungen erhöhen ist super! Aber bitte nicht noch mehr "Pseudogebrauchshunde" für Ebay-Kleinanzeigen züchten!
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@tux

Finanziell und zeitlich privilegiert muss man dann sein, wenn der qualifizierte Helfer/ das Trainingsteam mehr als 50km entfernt ist, man entsprechend Hetzgeld zahlen muss und diese "Trainingszentren" in aller Regel so überlastet sind, dass man für 1-2x Hetzen mehrere Stunden vor Ort sein muss. Der Hund hat da nichts davon, denn die 3-5 Stunden könnte man sinnvoller mit ihm verbringen als im Auto. Des weiteren definiert sich der Gebrauch in meinen Augen nicht über den Schutzdienst (da bilden HGH und RH keine Ausnahme, da sie für die Zuchtzulassung ebenfalls eine Schutzdienstausbildung benötigen) und es gibt einige Hunde die ihren Gebrauch als Sprengstoff-, Schimmelspürhund, im Wachschutz, Eventeskalation, aber auch Therapie-, Servicehund deutlich mehr unter Beweis stellen, als jede Prüfung auf einen Hundeplatz und trotzdem kann man sie nicht zur Zucht verwenden. Aber da sind wir wieder beim veralteten Denken. Es heißt doch nicht, dass wenn man andere Möglichkeiten schafft, die bisherigen Prüfungen an Wert verlieren - oder ist dies die Angst?! Und es wird auch niemand gezwungen einen Hund über Ebay-Kleinanzeigen zu kaufen. Oder steckt da schon wieder die Angst oder sogar das Wissen dahinter, dass es eben immer mehr Menschen, auch Sportler gibt die die Gesundheit als wichtiger erachten, als die VPG-Prüfungen?!

Es braucht aber nicht weiter vertieft zu werden, denn ich schrieb bereits, dass es noch zig Jahre dauern wird, bis ein Umdenken evtl. mal einsetzt und nicht nur das "Alte" als das Non-Plus-Ultra angesehen wird.

Silvana
Gruß Silvana
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Fakt ist doch Folgendes:
DM ist eine genetische Erkrankung. Vererbt wird allerdings lediglich die Disposition. Welche Faktoren die Krankheit in Interaktion mit dem Betroffenen Gen zum Ausbruch bringen kann, ist derzeit nich nicht geklärt. Das heißt, der Ausbruch der Erkrankung kann bislang nur mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden, wenn mit Tieren, die Träger sind, nicht gezüchtet wird.
Die Diagnose eine DM kann eindeutig nur nach eingehender Untersuchung von Gewebe, i.d.R. nach Autopsie erfolgen. Die Symptome einer CES sind bei weitem nicht identisch, aber doch ähnlich, so dass es in der Vergangenheit nicht selten zu Fehldiagnosen gekommen ist, (das ist dann, wenn Hunde angeblich unter DM leiden, aber der Gentest negativ war) hinzu kommt, dass beide Erkrankungen gemeinsam auftreten können.
Natürlich gibt es eine gewisse Fehlerquote bei solchen Testverfahren und es gibt, wenn auch selten auftretend) andere neurologische Erkrankungen, die ggf. ähnliche Krankheitsbilder hervorbringen. Diskutiert wird ja auch z.T. Nicht nur die Zerstörung der Myelinscheiden im Nervengewebe sondern auch der Untergang eines Motoneurons, ähnlich wie bei ALS beim Menschen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Da ich einen Hund hatte, der an DM erkrankt war und somit sehr wohl weiß, was alles auf einen zukommen kann, kann ich nur aus meiner Erfahrung sagen: Träger gehören nach meinem Dafürhalten derzeit nicht in die Zucht. Mir ist nicht bekannt, dass das betroffene Gen mit anderen erwünschten Eigenschaften des DS hoch korrelliert oder das der Genpool des DS so eng ist, dass der Ausschluss betroffener Hunde zu einer Verkümmerung der Rasse führen würde. Leider ist es allzu menschlich, dass unsere Interessen vielmehr unser Denken bestimmen, als unser Sinn für sie Realität. Wer betroffene Hund hat wird deshalb wohl,eher annehmen, das Problem sei zu vernachlässigen, als ein unbeteiligter Züchter. Einem Zuchtverband kommt hier meiner Meinung nach schon eine gewisse Verantwortung zu, denn wer sich erstmalig einen Hund zulegt, der wird kaum ermessen können, wie bedeutungsvoll gewisse Merkmale beimHunden sein können. Das überblicken ja die meisten Hobbyzüchter noch nicht einmal. Heute kann doch jeder züchten, ohne dass er auch nur einen Funken Ahnung von Genetik besitzt.
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Helmut Dillmann,'index.php?page=Thread&postID=152996#post152996' schrieb:Träger gehören nach meinem Dafürhalten derzeit nicht in die Zucht.

Und genau da liegt das Problem.
Bin jetzt mal bewusst etwas provokant:
Ausgehend von einer recht seltenen Erkrankung, deren tatsächliche Häufigkeit eigentlich nur durch korrekte Diagnosestellung histologisch gesichert werden kann und bei der selbst das Vorhandensein beider Markerallele nicht eindeutig eine Erkrankung zur Folge hat,
nehmen wir nur homozygote Tiere aus der Zucht oder auch schon heterozygote Tiere?
Wie ist das bei der genetischen HD- und vermutlich auch ED-Prädisposition, welchen Schwellenwert lassen wir da zu. 5, 10, oder vielleicht besser überhaupt keinen Marker?
Es gibt unglaublich viele Marker, die in Kombination, einzeln, oder auch mit Schwellenwert, abhängig oder unabhängig von äußerlichen Faktoren verschiedensten Erkrankungen zugeordnet werden können.
Wollen und sollen wir die tatsächlich alle heraus mendeln?
Wir alle sind uns doch vermutlich einig, dass die meisten genetisch (mit-)bedingten Erkrankungen erst durch die Zucht entstanden sind. Gezielt auf bestimmte Merkmale hin züchten, erhöht auch immer die Gefahr, ungewünschte Merkmale zu verstärken.
Eine Selektion bezüglich aller darstellbaren Krankheitsmarker würde eine ganz erhebliche Einengung der Blutbasis bedeuten. Sicherlich hat der DSH da größere Ressourcen als so manche andere Rasse, aber machen wir uns doch nichts vor. Kein Mensch wird unter rein gesundheitlichen Aspekten züchten. Der Züchter muss also einen Hund wählen, der frei ist von allen darstellbaren Krankheitsmarkern, der anatomisch und / oder vom Wesen, von der Haarlänge, von der Größe, von der Arbeitsbereitschaft, etc. dem Ideal seines Zuchtgedanken (bestenfalls des Standards :whistling: ) entspricht. Da wird es dann schon ganz schön eng.
Fazit: Wir können nicht alle bekannten genetisch prädisponierten Erkrankungen heraus züchten, weil wir uns damit nämlich wieder neue Erkrankungen herein züchten. Also sollte jede Initiative in diese Richtung immer sehr deutlich am Nutzen- Risiko- Verhältnis orientiert sein.
[img]%5BIMG%5Dhttp://i43.tinypic.com/2ept36b.jpg%5B/IMG%5D[/img]
Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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Wie verhält es sich denn wenn ich Rüde N/N und Hündin DM/N verpaare ?
Sind die Welpen doch träger oder nicht ?
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statistisch sind 50% des wurfes träger (DM/N) - 50% nicht (N/N).

und so wie ich den thread plus quellenangaben nun verfolgt habe, gilt für einen grossen prozentsatz der an DM erkrankten (erkrankten!) hunde, daß sie DM/DM sind. wobei eben nicht alle, die DM/DM haben, auch erkranken.

sprich: die produktion von hunden, die das allel einmal tragen (DM/N) ist nicht das problem, sondern die produktion von hunden, die das allel 2x tragen (DM/DM).

lg l.
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