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ED
#1
Ich habe einen 8 Monate alten Schäfer, welcher wegen humpelns vorn links dem Tierarzt vorgestellt wurde. Der Schmerzbereich ist wohl der Ellenbogen. Der Tierarzt erzählte mir, dass es nicht wirklich selten ist, dass a) einfach die "Kanten" bei Belastungen, wie durch Sprünge verursacht, wegbrechen oder b) der Ellenbogen nicht richtig zusammenwächst.

Nun habe ich mal gegoogelt zum Thema ED und der SV hat auf seiner Homepage 2 Artikel zu diesem Thema. Was ich aber nicht fand, ebenso wie bei der HD, waren die Angaben, wieviel Prozent der geröntgen Hunde (DSH) ED oder HD-Patienten sind. Auch zu den Trends fand ich nichts genaues, nur, dass die ED-Problematik eine neuere Errungenschaft der großen Hunderassen, damit auch des DSH sei.

Weiß jemand mehr?

Gruß Frank
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#2
Hi,

na, so neu ist die "ED-Problematik" eigentlich nicht.

Ist der Hund geröngt worden oder vermutet der TA "nur"?
Oftmals tritt bei Junghunden auch "Panostitis" (Knochenhautentzündung, Röhrenknochen) auf, die sehr schmerzhaft sein kann.

Gute Besserung...
Carmen
http://www.quincys-home.de
+++ aufstehen, Krone richten, weitergehen +++
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#3
"Der SV hat als erster Rassehundzuchtverein bereits 1966 Initiativen zur planmäßigen Bekämpfung der HD und seit dem 2002 auch der ED ergriffen und für die Zuchtzulassung eine Röntgenkontrolle vorgeschaltet." So stets auf der SV Seite. Damit ist das Thema ED "neu". Für mich selber auch, da ich noch nie einen Hund hatte, der ohne (Jagd-) Unfall zum Arzt musste. Erst später, als sie alt waren...

Da mein Tierarzt gut drauf ist, ging es mir vorrangig um "Zahlen" ^^ Der Mali soll ja auch schon Probleme bekommen. Stimmt das?

Gruß Frank
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#4
ED in den verschiedenen Formen gibt es schon lange, nur zuchtrelevant untersucht wird sie noch nicht so lange. Mit der Rasse hat das eher wenig zu tun - ich kenne auch Englische Bulldoggen, Möpse, Berner Sennenhunde, Doggen, Bordeaux-Doggen und Retriever mit ED ......
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#5
Shit happens,ich hatte 1983 schon einen Hund,der FPC hatte,laut Aussage eines alten Schäferhundkenners schon über Vello Siebenfaulen in der Zucht verbreitet.
Fakt ist,das der SV das Problem gerne lange Zeit unter Sportverletzung abgetan hat und erst nach langem Druck ZB der ZG ab 2006 die ersten Hunde zur Röntgenauswertung vorgeschrieben hat.
Wie hoch da irgendwelche Quoten sind,weiß der Geier,solange schlechte Bilder nicht eingeschickt werden.
Fakt ist wohl,das ED und CES die derzeit größten Gesundheitsprobleme der DSH sind.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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#6
aus der eigenen Erfahrun kann/muss ich sagen, dass mir die ED weitaus mehr Kopfschmerzen bereitet wie die HD.
Die Hunde, die im Ellbogenbereich "noch zugelassen" (also leichte ED) bekamen, hatten immer auch Probleme mit Arthrosen, Humpeln usw.

Das gleiche mit HD zeigte nichts - volle Belastung bis ins Rentenalter und bis zum Tode keinerleich Humpeln oder sonst was.
Von daher ist für mich CES und ED das, wovor es mir am meisten grault!
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#7
nickel,'index.php?page=Thread&postID=138005#post138005' schrieb:aus der eigenen Erfahrun kann/muss ich sagen, dass mir die ED weitaus mehr Kopfschmerzen bereitet wie die HD.
Die Hunde, die im Ellbogenbereich "noch zugelassen" (also leichte ED) bekamen, hatten immer auch Probleme mit Arthrosen, Humpeln usw.

Das gleiche mit HD zeigte nichts - volle Belastung bis ins Rentenalter und bis zum Tode keinerleich Humpeln oder sonst was.

Zumal die HD-Auswertung in den letzten zwei Jahrzehnten zweimal "nachgebessert" worden ist, so dass z.B. eine Hüfte, die Anfang der 90er ein "fast normal" gewesen ist, heute u.U. ein "noch zugelassen" wäre oder vielleicht sogar schlechter.

Dr. Tellhelm sagte mir mal dass die Auswirkungen von Veränderungen im Ellenbogengelenk gravierender für den Hund sind als in der Hüfte. So wie Du es schreibst: Viele HD-Hunde zeigen nie oder erst in sehr hohem Alter Symptome einer HD, während manche ED-c-Hunde und manchmal auch ED-b-Hunde klinische Symptome einer ED zeigen.

Wir sollten bezüglich der ED-Problematik aber nicht nur auf unseren Zuchtverband schimpfen. Ich finde ja auch dass es ziemlich spät war erst ab Geburtsjahrgang 2006 das ED-Röntgen zur Pflicht für die Zuchtzulassung zu machen. Aber wo waren denn viele Züchter und Deckrüdenhalter als es möglich war die ED-Befunde freiwillig einzureichen? Ich habe damals meine Hündin, die in 1996 geboren worden war, 5-jährig noch einmal "offiziell" in den Ellenbogen röngten lassen. Aber wie viele Hunde, bis zu 5 Jahre jünger als meine Hündin, sind denn noch jahrelang in die Zucht gegangen? Obwohl das ED-Röntgen anfangs ja wirklich kaum was gekostet hat (ich glaub ich hab damals 32 DM für's Röntgen und 18 DM für das Eintragen beim SV bezahlt).

Eigentlich hätte das ED-Röntgen auf freiwilliger Basis gleich zu Beginn besser angenommen werden müssen. Betonen wir Leistungszüchter doch immer wie wichtig uns die Gesundheit ist. Aber Wasser predigen und Wein trinken, da brauchen wir uns nicht zu wundern wenn "unser" Zuchtverband sich Zeit läßt...
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#8
Meine Dunja ist jetz 9,5 Jahre alt. Sie hat beidseitig schwere ED und mittlere HD. Bei ihrer ED handelt es sich um die Form "isolierter processus anconaeus".
Die ED wurde mit 1 Jahr durch Röntgen festgestelt .Das war damals bei den Schäferhunden noch nicht Pflicht, aber da sie immer vorne eingeknickt ist, habe ich sie röntgen lassen. Sie wurde sofort operiert, d.h. die Knöchelchen, die nicht angewachsen waren, wurden entfernt. 3 Jahre später hat sich dennoch an dem linken Ellenbogen Arthrose gebildet, die dann mittels Arthroskopie entfernt wurde. Heute läuft sie vorne nicht gut, es ist mal besser mal schlechter. Sie bekommt Schmerzmittel und Futterzusätze für die Gelenke. Sportlich wurde sie nur in FH geführt, also auf keinen Fall etwas mit springen. Als dann letztes Jahr meine Isca ab 3,5 Monaten bis fast zu einem Jahr mal hinten und mal vorne hinkte, war ich jedesmal ziemlich fertig. Aber es war nur die Panostitis, die in der Klinik durch Röntgen festgestellt wurde. Beim Hauptröntgen in der Klinik dann Aufatmen Ellenbogen und Hüfte beide a-normal. Unsere Haustierärztin hatte mit 6 Monaten schon an die ED gedacht. Was ich eigentlich sagen will, nicht verrückt machen, sondern röntgen lassen. Dann weiß man es genau. Alles andere geht an die Nerven.

LG Ellen
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#9
Antje,'index.php?page=Thread&postID=138011#post138011' schrieb:Aber wo waren denn viele Züchter und Deckrüdenhalter als es möglich war die ED-Befunde freiwillig einzureichen?

Eigentlich hätte das ED-Röntgen auf freiwilliger Basis gleich zu Beginn besser angenommen werden müssen. Betonen wir Leistungszüchter doch immer wie wichtig uns die Gesundheit ist.

Das bedeutet, dass sich an dem Problem ED und HD letztlich nichts ändern wird. Würde man nun, nur mal hypothetisch und ohne jemanden angreifen zu wollen, auf schwere Sprünge zur Problemlösung zurück greifen und nur noch mit Hunden züchten, die dies im Alter noch können, wären viele Hunde nicht mehr verkäuflich und die Lebensleistung wäre gelegentlich Murks.

Gruß Frank

Gibt es nun Zahlenangaben, wieviel % einer Rasse ED, HD haben?
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#10
Es würde sehr wohl etwas bringen wenn man früher begonnen hätte auf ED zu röntgen. Du könntest züchterisch besser selektieren wenn Du auf ED-Befunde bis in die 4./5. Generation zurückgreifen könntest. Heute hast Du oft Zuchttiere, bei denen Du nicht mal den Status der Elterntiere kennst, geschweige denn den von deren Geschwistern und Eltern. Die Genetik geht nicht immer den geraden Weg. Ein ED-freier Hund kann theroetisch einen Elternteil mit schwerer ED gehabt haben. Verpaare zwei ED-freie Hunde mit einem derartigen genetischen Background miteinander, und Du wirst unter deren Nachkommenschaft einen weitaus höheren Prozentsatz an Hunden mit ED haben als bei der verpaarung von zwei ED-freien Hunden, die aus ebenfalls ED-freien Eltern- und Großelterntieren stammen.

Ich kannte übrigens einen Hund mit schwerer HD, der bis an sein Lebensende nie Probleme mit der Hüfte hatte und prima springen konnte. Nicht jede HD verursacht klinische Symptome. Es wäre aber eine züchterische Katastrophe gewesen mit diesem Hund zu züchten.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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