Zitat:Original von Sabine Jüdes
Natürlich ist Gehorsamsbringen ein anderes Wort für Zwangsapport!!
Wie definiere ich Zwang gegenüber Gehorsam, wenn ich Leute vor mir habe, die weder das eine noch das andere kennen, aber beides ablehnen??
Wie soll ich da differenzieren?? Und warum??
Sabine Jüdes
Auch wenn es ironisch gemeint sein sollte, so steckt doch ein wahrer Kern drin.
Wenn ein Hund zu einem Verhalten gezwungen wird, hat er keine andere Wahl.
Wenn ein Hund gehorsam ist, zeigt er auf ein HZ hin ein gewünschtes Verhalten.
Eine Zwangsmethode kann Gehorsam ebenso zur Folge haben wie die Methoden der positiven Motivation.
Beim sogenannten Gehorsamsbringen wird dem Hund der Fang geöffnet, das Holz in den Fang geschoben und dann zugehalten, damit der Hund das Holz nicht ausspucken kann.
Eine andere Form des Zwangsapports ist die sogenannte Kontakt-Methode, bei der der Hund auf einem Tisch an ein Gestell so fixiert wird, daß er sich nicht setzen und auch sonst nicht auskommen kann. Dann wird ihm eine Schlinge um den Hals gelegt und daran gezogen, während ihm gleichzeitig der Fang geöffnet wird und eine Eisenstange in den Fang gelegt wird. Dann wird die Schlinge gelockert und der Hund durch Festhalten des Fangs am Ausspucken der Eisenstange gehindert.
Bei den modernen Methoden (Lind-Art, Triebapport, Clickershaping) wird der Gehorsam mit positiver Motivation erreicht, was viele Vorteile hat dadurch, daß der Hund die Übung mit angenehmen Gefühlen verbindet und nicht mit unangenehmem Stress, der sich u.a. dann auch wieder mit Knautschen zeigen kann.
Natürlich kann es auch bei diesen Methoden (vor allem beim Triebapport durch den möglichen Abgabekonflikt) zu Knautschen kommen. Allerdings wird das Knautschen dann nicht bestraft, sondern die Momente des Nichtknautschens werden belohnt und immer mehr verlängert bis zum durchgängig korrekten Halten.