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#81
frank11,'index.php?page=Thread&postID=124980#post124980' schrieb:Und da fällt mir z.B. auf, daß unser Labi keine Probleme mit federballspielenden Kindern hätte.Sie würde sich auf ihren Arsch setzen und zusehen. Bei den Schäferhunden ist das nicht der Fall, es sei denn man nimmt sie in den Gehorsam.
Ok Frank,

das ist deine Sichtweise. Nur fällt dir ncht auf, dass du das für den Schäferhund doch sehr verallgemeinerst?

Weißt du, nicht jeder Schäferhund ist eine unkontrollierbare "Triebsau" auf Beute. Du würdest staunen, wenn du wüsstest, wieviele Schäferhunde es gibt, die vollkommen gelassen durch ihr Leben spazieren, und das obwohl sie zum Schutzhund ausgebildet wurden

Und noch etwas: Ein Wesenstest, v.a. der stattlich verordnete, sagt beileibe nicht alles über den Hund aus.

Ich denke, ich kann dir zustimmen, dass bestimmte Hunde - übrigens unabhängig von der Rasse - etwas gelassener sind als andere, aber das ist es ja gerade, was den Spaß an der Ausbildung interessant macht.

Und ja, der Hundeplatz, ist für meinen Hund auch etwas anderes als der Rest seines Lebens. Aber das heißt eben nicht, dass er außerhalb des Hundeplatzes "die Sau rauslassen darf".

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#82
Schon fünf Seiten und bislang doch alles sehr sachlich. Scheint ja dem Forum gut getan zu haben, ein paar User aus der Diskussion heraus zu halten.
Weiter so. :dafuer:
Bye Uwe
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#83
Ich habe mich nicht wirklich an der Antwort von M.Lorenz gestört, da ich mich bei seiner Kritik nicht angesprochen gefühlt habe.
Ich betreibe alles, was ich mache mit Ehrgeiz und dem Willen, überdurchschnittlich gut und wenn realistisch möglich auch die beste zu sein.
Das bedeutet in meinem Fall, dass ich täglich mit meinen Hunden arbeite und das auch mit zielorientierter Ernsthaftigkeit.
Dennoch ist das meine Freizeitbeschäftigung, nämlich die Zeit, in der ich nicht meinem Beruf nachgehe und nicht zwingend meine Familie zu versorgen habe.
Der Hundesport ist weder für den Erhalt meiner Familie noch für das verdienen meines Lebensunterhaltes notwendig, eher gelegentlich hinderlich diesbezüglich.
Das bedeutet nicht, dass ich ihn nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit und einer Menge Ehrgeiz betreibe.
Ich bin aber nicht bereit dazu, meinen Beruf für den Hundesport aufzugeben oder meine Familie noch mehr zu vernachlässigen.
Das ist in der Sparte, in der ich überregional führe nun Gott sei Dank auch nicht notwendig, eben weil es dort noch nicht so eine Reihe von Berufshundesportlern gibt, die als Messlatte genommen werden. Im Gegenteil, da sind wir RH-Sportler eigentlich ehrgeiziger als die Konkurrenten aus den Einsatzorganisationen, was Korrektheit und Führigkeit angeht (sicherlich ein willkommener Nebeneffekt unserer VPG-Arbeit).
Eines kann ich aber definitiv sagen, je mehr ich hundesportlich über den VPG-Tellerrand schaue, desto weniger wichtig wird es mir, der jetzigen VPG- Messlatte näher zu kommen.
Vielleicht auch deshalb, weil ich feststellen musste, dass sich der Sporthund im VPG zunehmend weiter weg entwickelt von dem ursprünglichen Gebrauchshund. Ein Grund mehr für mich, den VPG-Sport nicht als den Nabel der Hundesportwelt zu sehen.
LG Barbara
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Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#84
Barbara,
schön, wenn Dir der Schuh nicht passt und Du nicht erst versuchst, ihn anzuziehen.


@Joy
Bei Dir scheint allerdings kein Blut im Schuh zu sein. Das spiegelt das Bellen wider. Big Grin
Zitat:Ne da steht Leistungshundeforum, und mein Hund leistet etwa in meiner Freizeit, mein Geld verdien ich mit Sachen die besser bezahlt werden -.-
Der Dackel meiner Omma ist auch ein Leistungshund. Er leistet ihr auf dem Sofa Gesellschaft. Man könnte sogar sagen, er ist ein Hochleistungshund, denn für so nen kleinen Kerl, ist es ganz schön schwierig, so hoch zu klettern.

Wenn Du glücklich bist mit dem, was Du tust, dann ist doch alles in Ordnung. Nur täte Dir etwas mehr Toleranz denen gegenüber, die mehr oder anderes tun, gut zu Gesicht stehen. Du mußt es nicht verstehen, einfach nur tolerieren und nicht ständig Deinen Weltnabel dagegenhalten.
MfG
Maik
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#85
"Weißt du, nicht jeder Schäferhund ist eine unkontrollierbare "Triebsau" auf Beute. Du würdest staunen, wenn du wüsstest, wieviele Schäferhunde es gibt, die vollkommen gelassen durch ihr Leben spazieren, und das obwohl sie zum Schutzhund ausgebildet wurden"

Der Aussage von Walter kann ich zu 100 % zustimmen.

Ich empfinde es allerdings als sehr schwierig zu entscheiden, wo die Grenzen der Absicherungsmöglichkeiten aufgrund der Veranlagung des Hundes liegen. So habe ich einen DSH bei Fährten erlebt, der sich von zwei in der Nähe vorbei hoppelnden Hasen in keiner Weise hat ablenken lassen. Er war nach Auskunft des Halters hier entsprechend abgesichert worden. Dieser Hund hat übrigens auf Landesebene einen vorzüglichen Schutzdienst gemacht. Andere Hunde hingegen wären in einer solchen Situation trotz entsprechender Absicherung kaum zu kontrollieren.

Inwieweit diese Unterschiede auf "Fehler" in Erziehung und/oder Ausbildung bzw. Unklarheit in der Beziehung oder aber aufgrund genetischer Veranlagung oder eine Interaktion von allem zurückzuführen sind, empfinde ich ebenso spannend, als auch schwierig, (manchmal auch als frustrierend).
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#86
Ich hatte grad Langeweile, weil ich auf nen Anruf gewartet hab und konnte mir deswegen den ganzen Fred noch mal durchlesen. Dabei fiel mir auf, dass es ein ganz einfaches Beispiel aus der Praxis zur Begriffserklärung gibt. Chrissie16 war dabei und kann es bestätigen. Big Grin (Sorry, ich hatte das irgendwie bischen überlesen.)

Bei einem spontanen Treffen von Hundlern aus verschiedenen Gegenden D´s kommt man natürlich ins Gespräch. Ein Hundeführer sagte, dass er in wenigen Wochen die BH machen wolle, das Problem aber sei, dass der Hund in der Ablage seit kurzem nicht mehr liegen bleibe, wenn er merke, er hat keine Leine dran. Nach der Schilderung des HF war der Aufbau für mich ok und ausreichend oft wiederholt worden (ausreichende Konditionierung).
Alle bekannten Möglichkeiten (bis auf eine) der Verhinderung des Aufstehens aus der Ablage haben sie wohl durchgechekt. Trotzdem kam es immer mal wieder vor, dass dem Hund langweilig wurde und er in Richtung HF marschierte.
(Bitte jetzt keine Ratschläge, was man alles rein positiv machen kann, damit das nicht passiert! Danke!)
Alle Möglichkeiten der Korrektur verpufften in diesem Fall, weil die Nähe zum HF für den Hund das Ziel war und er somit immer bestätigt wurde, selbst wenn der HF nicht gut gelaunt dem Hund gegenübertrat.
Bis dato kannte der Hund also nur,
- wenn ich nicht liegen bleibe, ist der Alte zwar nicht nett, aber ich bin nicht mehr allein (eine Annehmlichkeit),
- wenn ich liegenbleibe, bekomme ich Lob oder andere Annehmlichkeiten,
- wenn jemand mit Leine hinter mir steht, kann ich aufstehen und austesten, ob wirklich eine Leine dran ist, es passiert dabei nicht viel.
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Rede davon war, dass sie evt. auch große Reize gesetzt haben, um den Hund "abzustumpfen". Ich glaube aber eher nicht.

Auf meine Nachfrage hin kannten weder der HF noch sein Team den Anbindepflock mit Ring und der damit verbundenen Möglichkeit, den Hund richtungsunabhängig am Platz zu halten. Sowas soll vorkommen.
Der HF stand der Frage offen gegenüber, ob man es nicht mal mit dosierten Zwängen probieren könnte, obwohl er alles andere als ein Hardliner war.
Wir hatten an diesem Tag noch etwa zwei bis drei Stunden Zeit und haben diesen Hund abgesichert, indem wir ihm klar gemacht haben, dass Aufstehen aus der Ablage oder Schnappen der Sachen, die grad vorbeigeflogen kommen, unangenehm ist, selbst wenn der Ball direkt vor der Nase lang rollt. Ich glaube nach drei Wiederholungen mit wechselnden Ablenkungen und Personen hat der Hund regelrecht den Kopf beiseite gedreht, als der Ball ziemlich dicht und provokant vorbei kam. Ein Beobachter hatte schmunzelnd gemeint, der Hund hätte geguckt, als ob er von dem Ball angewidert wäre. Big Grin
Ich weiß nicht, wie oft der HF das in den nächsten Tagen trainiert hat. Bischen aufwändig ist das schon, weil man mehrere Leute dazu braucht. Vielleicht weiß es Chrissi16, denn sie kennt den HF und hat mir berichtet, dass der Hund wohl seitdem (und auch bei der Prüfung) sicher liegengeblieben ist, weil er genau wußte, Aufstehen ist blöder als alleine Liegenbleiben und Liegenbleiben gibt immer nen netten HF zum Schluss.

Ich fasse kurz zusammen:
1. Hund hat über positive Motivation fehlerfrei gelernt, was die Ablage bedeutet. Lernvorgang abgeschlossen.
2. Irgendwann war die Motivation, die den Hund zum sicheren Liegenbleiben bringen sollte, nicht mehr hoch genug. (während des normalen Wiederholungs- oder Erhaltungstrainings)
3. Absicherung erfolgte über dosierte Zwänge, wobei auch hier ein erneuter Lernvorgang vonstatten ging. Es war sogar fehlerfreies Lernen, weil wir dem Hund vermittelten, dass er sich trotz Aufstehversuchs nicht einen cm vom Platz wegbewegen kann, sondern dort quasi fixiert ist.

Dieses Beispiel ist zwar nichts Neues oder Besonderes, aber deshalb so gut, weil niemand rumnörgeln kann, dass man es nur für den Sport oder nur für den Familienhund braucht. 8o
Wenn jemand meint, er müsse jetzt verkünden, dass er einen sicheren Ablagehund hat, trotzdem er nie auch nur ein klein bischen Zwang angewendet hat, so möge er bitte schweigen.
MfG
Maik
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#87
Prima,
sachliche Darstellung einer üblicherweise so praktizierten Vorgehensweise!
Endlich wieder konstruktive Diskussionen hier im Forum.
LG Barbara
[img]%5BIMG%5Dhttp://i43.tinypic.com/2ept36b.jpg%5B/IMG%5D[/img]
Liebe Grüße,
Barbara
"Auch Schöne können Leistung bringen!"
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#88
Super und anschaulich geschildertes Beispiel für Absicherung!!!
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#89
Hallo Maik,
darf ich fragen, wie dem Hund "klar gemacht" wurde, daß aufstehen unangenehm ist?
Liebe Grüße
Sandra Büter
mit
Fly vom Lappwald
Frisbee del Camino Duro
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#90
Schlaftabletten?? :i_
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