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DDRdogs auch ich möchte mich hier zu Sachverhalten äußern dürfen, ohne des Mobbings bezichtigt zu werden. Ich habe mich hier noch nie abfällig über Personen (Forumteilnehmer) geäußert, sondern ausschließlich zur Sache.
Ich habe dieses Thema hier so verstanden, dass über erbliche Krankheiten beim Hund diskutiert wird, die man durch züchterische Maßnahmen beeinflussen kann. Dazu gehören nach Meiner Meinung keine allgemeinen altersbedingten Abnutzungserscheinungen, sondern klar definierte vererbbare Krankheitsbilder. Es hat also nichts mit Menschen über 70 zu tun, die nicht mehr Leistungssporttauglich sind. Wenn es doch vergleichbar sein sollte, müsste es sich auch beim Mensch um erblich bedingte Erkrankungen handeln .
Das wäre aus ethischen Gründen wiederum nicht tauglich für Vergleiche zur Zuchtselektion.
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Hallo falkner,
ich persönlich finde den Zuchteinsatz von recht jungen Tieren ab 24 Monate ok, allerdings würde ich den Rahmen begrenzen. Beim RSV ist der Zuchteinsatz ja deutlich früher - wenn auch begrenzt- möglich, dies finde ich zu früh- einfach auch vom Entwicklungsstand des Hundes her.
Leider werden Rüden, die in "reiferem" Alter gesund, flink und wendig präsentiert werden, nur von wenigen angenommen. Als Beispiel mal Mitch Pan-Pan- ein toller Rüde.....
Ein Rüde aus 2003, der aktuell mehrfach eingesetzt wurde, ist Kliff Erlenbusch. Finde ich persönlich gut.
Xato böse Nachbarschaft- mMn eine gesunde,aktive Blutlinie, er war 9jährig zum 5. Mal auf der BSP.leider gibt es wenig Züchter, die auf diese Langlebigkeit achten. Wenn man das mehr täte, würden sich manche Krankheiten wahrscheinlich von selbst erledigen.
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Hallo Trine,
jedem seine Ansichten.
Nur mit der Begrenzung im RSV2000 hat sich die Lage auch ein wenig geändert.
Siehe neuer Zuchtplan, Stichpunkt ist hierbei Körung2-->ISP-->unbegrenzt.
Man paßt sich hier anscheinend dem Zeitgeist an.
potius stans mori quam vivere posito genu
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eine interessante Diskussion - Danke dafür.
Ist es denn nicht wichtig, möglichst früh eine Vererbungscharakteristik zu erhalten?
Würde dies nicht eher für einen frühen, wenn auch begrenzten Einsatz, sprechen?
Bye Uwe
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163457#post163457 schrieb:Ist es denn nicht wichtig, möglichst früh eine Vererbungscharakteristik zu erhalten?
Würde dies nicht eher für einen frühen, wenn auch begrenzten Einsatz, sprechen?
Die Frage für mich ist dabei, wo wird die Vererbungscharakteristik festgemacht, am Phenotyp, an sportlichen Erfolgen, an mentalen Eigenschaften und/oder an der Gesundheit.
Man kann den Zuchteinsatz begrenzen, letztendlich müsste das dann aber auch bedeuten, Nachkommen, die nicht den geforderten Merkmalen entsprechen, sind von der Zucht ausgeschlossen. Nur wer macht denn eine durchgängige Nachzuchtbeurteilung?
Und dann wird es auch noch bei der vorherrschenden Mentalität in den Zuchtvereinen schwierig. Ich höre jetzt schon die Rufe, die Nachzucht hat aber auch dieses und jenes Gute von der Blutbasis mal ganz abgesehen. Da kommt dann wieder Kompromiss über Kompromiss, man will schließlich auch keine Mitglieder vergraulen.
potius stans mori quam vivere posito genu
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Bernhard. Aber gerade das ist doch ein Aspekt. Welche Probleme sind unabwendbar mit der Genetik verbunden, also dass es zu einem Auftreten kommen muss und welche nicht. Mir klingelt nur der Artikel über die dm/DM in den Ohren. Selbst reinerbig betroffene Hunde sind ja nur zu einem geringen Prozentsatz betroffen. Für mich ist das warum interessant.
Was ich zum Thema frühen Zuchteinsatz als kritisch sehe sind Wurfwiederholungen obwohl noch nicht mal der erste Wurf geröngt wurde. Und wenn es dann nicht gepasst hat auweia.
Ich kenne eine Hündin die wirklich gut vererbt hat. Auch in der Gesundheit. Aber bei dem Wurf mit einem bestimmten Rüden und einer gemachten Wurfwiederholung war nur "Mist " dabei. Auch sowas müsste mehr reglementiert werden. So schlecht waren die Regelungen der DDR in dem Fall nicht. Hunde die zuviel Probleme vererbt haben sind mit Zuchtsperren belegt worden. Aber die Maßnahmen vom Grundgedanken her war doch toll? Die Hunde, auch wenn belastet, konnten sich beweisen. Wer förderlich war blieb drin. Wer nicht flog raus. Zusammen mit der heutigen Erkenntnis würde ich solch ein System begrüßen. Vielleicht im Zusammenhang mit begrenzter Deckanzahl bis eine verwertbare Anzahl der Nachkommen beurteilt werden kann. Idee oder Mist?
Was ist besser als ein DSH? Zwei!!!
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Ihr habt keine Vorstellung davon, was in der Dobermannszene zur Zeit ab geht.
Eingefleischte Dobermannbesitzer, die vor einigen Jahren noch mit dem Brustton der Überzeugung gesagt haben, sie werden nie einen anderen Hund als einen Dobermann haben, wechseln die Rasse oder wollen überhaupt keinen Hund mehr. Namhafte Züchter geben die Zucht auf, weil sie nichts mehr finden, womit sie weiter züchten können, ohne ihre eigenen Grundsätze über Bord zu werfen.
Der DV ist auf Tauchstation und wenn die Verbandszeitung erscheint, stehen Unwahrheiten darin, die diejenigen die das Problem der Dobermänner wissenschaftlich begleiten, regelmäßig auf die Palme bringen.
Dann noch ein Beispiel aus Österreich, und wie man dort "Krisenmanagement" betreibt.
Der ÖDK, das Äquivalent zum DV in Österreich, hat sich 2014 eine neue Zuchtordnung gegeben. Im Wesentlichen haben sich zwei Punkte verändert.
1. Die Hunde brauchen keine Zuchttauglichkeitsprüfung mehr, zwei Ausstellungsergebnisse bei unterschiedlichen Richtern sind ausreichend.
2. Zuchttiere müssen eine DCM-Untersuchung nachweisen, im Alter von 2 Jahren, welch natürlich einen negativen Befund aufweisen muss und im Alter von 5 Jahren wiederholt werden muss.
Darob feiert man sich selbst, als den ersten und einzigen Zuchtverband, der aktiv etwas gegen DCM unternimmt.
Hört sich erst mal gut an, ist es aber nicht. Mit 2 Jahren zeigen die allermeisten Hunde noch keine Symptome und mit 5 Jahren sind manche schon über dem Jordan. Aber o.k., aller Anfang ist schwer. Kürzlich kam es zu einem Deckakt mit einem ausländischen Rüden, der die Voraussetzungen im Hinblick auf die DCM-Untersuchung nicht erfüllt.
Die "Präsidentin" und die Hauptzuchtwartin sind der Auffassung, dass die Zuchtordnung nur für österreichische Hunde bindend ist und zwar im krassen Gegensatz zur Zuchtordnung des ÖKV, das Äquivalent zum VDH, die ausdrücklich vorsieht, dass ausländische Hunde die selben Voraussetzungen erfüllen müssen wie Inländische.
Zum Wegfall der ZTP: Der DV hält ein Monopol auf die deutsche ZTP. Nur der DV ist befugt, Richter auch ausländische, auszubilden und einzusetzen. ZTP-Richter zu sein ist ein beliebtes Privileg, beschert es doch einem kostenlose Reisen in ferne Länder. Auch die österreichische "Präsidentin" war Inhaberin dieses Privilegs. Sie hat es sich aber vermasselt, weil sie, aus unbestätigten Quellen, einer tragenden Hündin die ZTP quasi nachträglich abgenommen hat.
So, nun wisst Ihr, dass es um die Rasse geschehen ist, weil jene, die sie beschützen und fördern sollen, genau das Gegenteil davon tun.
Passt auf Eure Hunde auf!
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DDR-Dogs,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163459#post163459 schrieb:Hunde die zuviel Probleme vererbt haben sind mit Zuchtsperren belegt worden. Aber die Maßnahmen vom Grundgedanken her war doch toll? Die Hunde, auch wenn belastet, konnten sich beweisen. Wer förderlich war blieb drin. Wer nicht flog raus. Zusammen mit der heutigen Erkenntnis würde ich solch ein System begrüßen. Vielleicht im Zusammenhang mit begrenzter Deckanzahl bis eine verwertbare Anzahl der Nachkommen beurteilt werden kann. Idee oder Mist?
Die Idee hat für mich kleine Haken.
In der DDR war die Zucht von staatlicher Seite gesteuert, hier haben wir in der Entscheidung weitestgehend freie Zuchtvereine die Mitglieder und Welpenzahlen wollen.
Wie weiter oben schon geschrieben ist eine Nachzuchtbeurteilung nicht vorgesehen.
Bei der bewussten Verpaarung von belasteten Tieren wird es ein Problem mit dem Tierschutzgesetz geben, von der Haftung des Züchters mal abgesehen.
Ein weiterer Punkt ist was passiert mit den kranken Nachzuchten?
Ein angepasstes Zuchtsystem wie in der DDR für den DSH ist sicherlich wünschenswert aber in absehbarer Zeit reines Wunschdenken.
potius stans mori quam vivere posito genu
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@falkner
Es gibt ja auch noch eine übergeordnete "Institution", den VDH, der verpflichtet wäre, wenn massive Probleme auftauchen, zuchtlenkend einzugreifen.
Aber die halten ja auch die Füße still und schauen lieber weg.
Die Zuchtverbände wären gut beraten sich der Probleme ihrer Rassen anzunehmen und dagegen zu steuern. Andernfalls finden sie sich schnell in einer Abwärtsspirale, wenn die Öffentlichkeit davon Wind bekommt, die dann kaum noch zu stoppen ist.
Im Zeitalter der Social Networks verbreiten sich Nachrichten im Sekundentakt um den gesamten Globus.
Im Fall des Dobermanns ist das bestimmt nicht dienlich, was den Welpenabsatz betrifft.
Wenn die Zuchtverbände nicht langsam ihren Allerwertesten hoch kriegen und aktiv gegen die Probleme und ohne Wenn und Aber, die ihre jeweilige Rasse betrifft angehen, sehe ich schwarz für so manche.
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Und noch was, heute lassen sich Mischlinge wie Labradoodels und andere , als Designhunde bezeichnet, zu wesentlich höheren Preisen und ohne Papiere verkaufen, als die Zuchtprodukte geradliniger Züchter, die ihre Hunde zu moderaten Preisen anbieten.
Systeme, die reformunfähig sind, schaffen sich selbst ab.
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