Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Moderne Hundeausbildung
#41
Die Einstellung, dass es in Hundeschulen nur auf Lob und Spaß hingeht, finde ich grundverkehrt. Ich habe viele 'normale Bürger/innen gerade in Hundeschulen kennegelernt, welche händeringend Ausschau halten nach fachkundigen Menschen, welche ihnen aufzeigen, wie sie beides richtig anwenden - Lob und Tadel.
Das Problem besteht höchstens darin, dass die Kunden nicht vergrault werden sollen und deshalb keine klaren Ansagen gemacht werden.
Ich kenne einen Hundetrainer, welcher Erziehungsstunden anbietet (leinere Gruppen), aber sich auch um Problemfälle kümmert. Dieser Mann wird durch eine sehr klare Sprache ausgezeichnet. Er erklärt die Sicht des Hundes, spricht aber furchtlos die Fehler der Menschen an, ohne respektlos zu werden. Manche Kunden mochten das nicht und sind weggeblieben, doch er blieb so, wie er ist. DAS ist Hundeschule.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
Zitieren
#42
Kimmy.. dein Problem ist.. das du Texte nicht richtig lesen kannst... Dann munter drauf los plapperst und dich im eigenen Wald verläufst.
Gruß Steffi ...
Zitieren
#43
Steffi, ich habe den Text gelesen und verstanden. Ich plappere nicht munter darauf los, verlaufe mich nicht. Ich habe auch die Dissertation gelesen und verstanden.
Ich habe meine Meinung. Und wie Uwe Junker es bereits an einer anderen Stelle treffend formulierte, herrscht Meinungsfreiheit.
Aber vielleicht gehörst Du ja zu den Menschen, welche gerne türkische Verhältnisse hätten. Allerdings sollte dann berücksichtigt werden, dass die Freunde von heute, die Folteropfer von morgen sind.
Und ich habe mit Hundeschulen nicht die besten Erfahrungen, da sie zu allgemein gehalten, nicht allein mir, vielmehr auch anderen Besuchern keine Hilfe boten. Ich habe dort Besitzer erlebt, welche ihre Hunde einschläfern ließen, da ihnen nur ein ''Wissen-wir-nicht'' entgegenkam.
Gerne möchte ich Dich daran erinnern, dass ich in Mondio bin. Und ja, ich arbeite 'modern', da in dem Verein, in welchem ich nun bin, nicht Modio nach IPO-Maßstäben ausgebildet wird, wie in dem Vorgängerverein. Und, oh Wunder, es funktioniert.
Weißt Du Steffi, Du gehörst mit zu den Menschen, die selbst nicht all zuviel wissen, dieses Manko aber durch Sticheleien auszugleichen versuchen.
Meine Antwort bezog sich auf Hundeschulen. Nicht auf sportliches Training.
Und die Ansprüche, gerade in den Hundeschulen, wachsen gewaltig. Aber vielleicht ist das nur im Elsaß so, da dort jahrelang ein Dornröschenschlaf diesbezüglich herrschte.
Dir noch einen schönen Tag.

Mit freundlichem Gruß,
KImmy
Kimmy
Zitieren
#44
Für mich bist du an dieser Stelle ziemlich weit unter die Gürtellinie gegangen, vergleichst mich mit einem Erdogan? Ich glaube es hackt. ..
Wenn du so super bist und modern ausbildest.. dann verstehe ich deine ganzen Threads nicht in denen du mit deinem Hund nicht klar kommst.
Alles andere lasse ich jetzt mal unkommentiert und bleibe oberhalb der Gürtellinie...
Gruß Steffi ...
Zitieren
#45
kimmy,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174483#post174483 schrieb:Aber vielleicht gehörst Du ja zu den Menschen, welche gerne türkische Verhältnisse hätten. Allerdings sollte dann berücksichtigt werden, dass die Freunde von heute, die Folteropfer von morgen sind.

Wohl dem der niemandes Freund ist! Oder ist das jetzt auf den besten Freund des Menschen bezogen?
Zitieren
#46
Die Quintessenz dessen, was ich schreiben wollte, ist , dass Konsequenz bei der Hundeerziehung unerläßlich ist und daß ein gewisses Maß an "Gewalt" nicht zu vermeiden ist - je nach Hund - Problem .... in unterschiedlicher Intensität. "Gewalt" kann für manchen Hund schon lautes ansprechen oder Kette rasseln sein.

Gegenwärtig wird in der "modernen" Hundeerziehung jegliche Form einer disziplinierender oder letztlich zu etwas zwingenden Einwirkung vermieden - zumindest offiziell - was nicht haltbar ist - es sei denn, man hat eine Schlaftablette mit zu niedrigem Blutdruck als Hund oder alle Zeit der Welt und sonst nichts zu tun, dann kann man mit einem rosa Wattebausch wedeln.

Kürzlich saßen wir auf dem Hundeplatz und die Schafe darauf gingen ihrer Arbeit nach. Das kleinste Schaf folgte Mama und beide standen plötzlich vor einem Gasthund. Mama düste los, Lamm traute sich nicht so recht und tippelte auf der Stelle. Dann schoß es los und bei Mama war aller Streß vorbei. Mama rührte sich dabei nicht wirklich.

Der Streß zwang das Lamm zur zielgerichteten Aktivität, um wieder Ruhe zu haben. Dieses Prozedere geschah keinem erwachsenen Tier, sondern einem Jungtier - in völligem Gegensatz zur positiven Belohnung.

An Tag eins lernt der Welpe bei uns, nicht an der Leine zu ziehen. Es kann sein, daß er es auch im Schutzdienst später nicht tun will☺

Beim Klettern auf dem Parcour kommt es immer wieder vor, daß Welpen sich fürchten. Da sie wissen, wie der Streß an der strammen Leine abgeschaltet wird, gehen sie auf die Klettergerüste zu. Bei der 1. Berührung, auch wenn sie sich eigentlich dagegen stemmen wollten, hört der Streß auf und es gibt gutes Futter. Nach dem 3. Versuch geht's dann rüber. Alle weiteren Probleme unterwegs werden in immer kürzerer Zeit gelöst. Die meisten Hunde toben bei Playtime freiwillig zum Parcours zum Klettern. Brauchen sie den Kick?

Sprünge trainieren die jungen Hunde, indem sie über Hindernisse müssen, wenn sie auf den Spielplatz wollen. Kein Sprung, kein play.

Das Sein besteht aus Konflikten. Routine im Lösen von Problemen kann man nur entwickeln, wenn Konflikte vorgesetzt werden. Das machen wir hier auch mit den verhaltensauffälligen, zu "therapierenden" Hunden. Denn die vorhandene Neurose ist lediglich die Vermeidung des Seins.

Manche Sachen clicker / shape ich immer. Clickern ist auch Konflikttraining. Es wird aber der Tag kommen, wenn man nun schon mit den großen Jungs unterwegs ist, daß der Hund seine Bezahlung nicht will und andere Interessen hat. Dann kommt sofort die negative Belohnung. Die ist imo ein streßstabiler und unter Belastung ein sicherer, funktionierender Verstärker.

Ein Hund, der viele Konflikte kennengelernt und selbständig gelöst hat, dürfte eine robuste, nicht immer leicht zu erschütternde Persönlichkeit sein. Wenn sie wissen, daß sie ihre Aufgabe erfüllt haben und nun freigegeben werden z.B. zum Beißen, dann ist es ihnen scheißegal, ob Du im Weg stehst - sie rennen Dich um, anstatt außen rum zu gehen. Sie nehmen auch mal eine Auseinandersetzung → Ohrfeige in Kauf, lassen es drauf ankommen, um ihrem Interesse zu frönen. Das stelle ich mir unter dem Begriff "ohrfeigenreif" vor. Er meint, es gibt Klärungsbedarf.

Dies mag als Widerspruch zum fehlerfreien Lernen erscheinen. Imo meint es, daß am Anfang der Hund nicht Quark lernen oder sich selbst beibringen soll (wie bei Kindern in der ersten Klasse, die nach Gehör irgend etwas hinschreiben dürfen, aber dann in der 4. Klasse plötzlich richtig schreiben sollen. Unter Druck kommt im Gymnasium Kl. 5 immer wieder die falsche Rechtschreibung durch, die die Note runterziehen wird. Anstatt Konflikte zu vermeiden, wurden viele unnötige geschaffen.). Sondern daß auf die Festplatte gebrannt wird, achte auf Papa, ziehe niemals an der Leine, gehe auf Deinen Korb und bleibe dort, egal was passiert und komme immer, wenn Du gerufen wirst. Damit bleiben nicht mehr viele Konflikte übrig, die möglich werden können.

Was ich besonders schätze, sind die etablierten Zwangseinwirkungen, die lebenslang auf Kindergartenstärke bleiben werden. Unseren Odin (11 Monate) tippe ich nur noch (mit dem Stöckchen) am Halsband an, wenn er sich hinlegen soll, er aber nicht kann, weil er gedanklich schon unterwegs ist. In manchen Stunden bleibt der Dicke in der Übungsstunde auf seiner Kiste, während der Rest tobt, zetert, randaliert, Ball spielt.




Steffi Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174428#post174428 schrieb:Eigentlich geht es doch um diesen Passus am Themenstart oder? Du möchtest ein Konzept für deine Hundeschule in der du mit "moderner Hundeausbildung" einen grundstein legen kannst und darauf aufbaust. Hundeschule ..bedeutet für mich, nicht Hundesportplatz...sind für mich ein wenig "2 Welten" da die Ziele ganz unterschiedliche sind.
Moderne Hundeausbildung in einer Hundeschule .. die dann ja auch laufen soll, muß meiner Meinung nach, dem Hundebesitzer angepasst werden ist viel im "weißen"Bereich" also geht Lob und Spass ganz vorrangig in der Basisausbilung vor "schwarz" Tadel. Da sollte angesetzt werden und ein Konzept entwickelt werden. Aber davon gibt es mehr als reichlich im Netz zu finden..

Unser Konzept ist, mit Clicker zu arbeiten, wenn es geleistet werden kann. Alle Kunden lernen, mit negativer Belohnung zu arbeiten. Ich sehe am Anfang auch keinen Unterschied zwischen Sport- und anderen Hunden. Die Leute begreifen schnell, daß sie so aus dem Streit rauskommen und der Hund sich selbst reguliert.

Steffi Arpe,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174429#post174429 schrieb:Wenn man jetzt anfängt, das Tele als modern in der Ausbildung zu betiteln, sind wir meiner bescheidenen Meinung nach ..schon am Thema vorbei, da in einer Hundeschule sowas zu einem Lynchmob führen würde;-) und es ist verboten.

Das Tele schafft vielen Leuten die Basis, den Hund anders führen zu können (alte Erwartungshaltung vs. neue Gelassenheit → Macht in der Hand und keinen Kampf mehr). Sie bedanken sich.

kimmy,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174422#post174422 schrieb:zu dem Thema 'Moderne Hundeausbildung' fällt mir noch ein, dass wie in der Tat wesentlich mehr Kenntnis über Hunde haben. Über ihr Verhalten. Wie sie unsere Körpersprache bewerten. Das Hunde uns 'lesen können'. Wie Hunde lernen.

So ist es. Wenn man nicht die DM gewinnen will, ist es nicht erforderlich, seinen Hund lesen zu können, sondern nur, selber deutlich zu sprechen, damit der Hund überhaupt wissen kann, was verlangt wird.

So, damit dürften wir bald auf der DIN A 4 Seite angekommen sein☺
Zitieren
#47
Colonia,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25483-Moderne-Hundeausbildung/?postID=174384#post174384 schrieb:Und, sollte es am Nichteinsatz des Gerätes liegen, dass mein Hund kein Tophund wird - sei`s drum, ich bleib grade für den Rest meiner Zeit hier auf dem Planeten.

Natürlich. Ich arbeite auch wieder mehr mit Leine und Stöckchen zum Dirigieren, etc. Strafen gibt es schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Den Sinnlosärger kann niemand gebrauchen. Ärgerlich bleibt dann aber doch, daß andere dopen.
Zitieren
#48
Hm... also Reisender.. wir haben uns ja persönlich kennen lernen dürfen und ich kenne auch deine Arbeit, habe auch dich und deinen Odin bei der Arbeit auf unserem Platz sehen können. Uns hat dieser Tag auch viel Spass gemacht und viel gebracht.
Nur so ganz bin ich nicht bei dir, nach diesem Thread.
Du machst dir unheimlich viele Gedanken zur Ausbildung, hast ein riesiges theoretisches Wissen und ganz tolle praktische Lösungen in gewissen Bereichen. Chapeau!
Bitte Bitte... da ich dich wirklich schätze, missverstehe mich jetzt nicht : " Meiner Beobachtung" nach und das wie du mit den Hunden arbeitest, sieht man eine auf negativ Reize aufgebaute Arbeit an, auch das du mehr im Diensthunde Bereich arbeitest sieht man sehr.. aber.. für den IPO-Sport den wir heute betreiben wäre z.B. dieser Weg nicht optimal da ein klemmiger Hund in der UO auf einer Prüfung nicht mehr gewünscht ist, sogar Abzug bekommen würde.
Nehmen wir deinen Odin (den ich echt toll finde) Odin steht für einen so jungen Hund absolut (schon fast zu sicher) im Gehorsam.. ist aber durch negativ geprägte Ausbildung auch sehr klemmig.
Im Privaten Bereich also Hundeschule, wäre mir das total Wurst und ich wäre wohl als (Otto-normalo Hundegassibespasser supidupiglücklich).. obwohl aus meiner bescheidenen Erfahrung heraus, die meisten Hundebesitzer eher den Spass mit dem Hund suchen und einfach auf positive Art ihrem Hund etwas beibringen (lassen wollen) .. In unseren Gefilden wird man ja schon fast gelyncht.. wenn man einen Stachler am Hund hat, nun packe ich noch das Tele aus und bei uns wäre es aus mit der Ausbildung.. (und nochmal das TELE ist verboten...) Klar.. auch ich mußte mich mal wieder dran erinnern, das man nicht nur positiv ausbilden kann, sondern auch negative Reize setzen muß (obwohl mir mal ein Züchter einer meiner DSH vorwarf ich wäre zu "negativ"... schmunzel ).. aber ich bin IPO-Ler und habe einfach eine andere Zielsetzung als ein Ottonormalohundebesitzer der mit Fiffi klar kommen möchte. Fiffi soll ja nicht auf einem 1 Stunde Gassigang wie ein Dressurpferd neben mir hertraben und keine 100 Punkte für ein gestrecktes Bein bekommen... daher würde meine Wertigkeit eben dort eine andere sein , den Leuten eben den Spass mit der Arbeit am Hund zu lehren, seinen Hund lesen zu lernen um eventuell auch mal Gefahren checken zu können und sinnlose Raufereien zu vermeiden, den Hund auch mal Hund zu lassen und nicht unerzogener Babyersatz, der ab Rüpelater als "Problemhund" gilt und Herrchen überfordert dazu nötigt ihn mit nicht mal 1 Jahr abzugeben.
Das wäre für mich ein Ansatz...

Aber da ich keine Ahnung habe und zum Frühstück zu Erdogan fahre...liege ich damit wohl falsch..
Gruß Steffi ...
Zitieren
#49
Steffi, wer austeilt, muss auch einstecken können. Nicht wahr? Du sprichst Menschen,welche eine andere Sichtweise haben, ab, dass sie weder lesen, noch verstehen können, sie darauflos plappern. DAS ist auch unter der Gürtellinie.
Mag sein, dass ich am Anfang nicht sogleich begriffen habe, was mir gesagt wurde, doch ich komme aus dieser Ecke, welche Frank hier anspricht. Nur Positiv! Keine Strafen! Kein Schutzdienst! Nur Motivation! Nur positiv bestätigen! Das Umdenken benötigt Zeit.
Gino ist mein erster, gesunder DSH. Er war mein erster Welpe.
Kranke Hunde, ob körperlich, oder seelisch, kannte ich. Natürlich war ich am Anfang überängstlich. Überbesorgt.
Nun trainiere ich mit meinem jungen Mann. Wir lernen beide.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
Zitieren
#50
Kimmy... ich kann sehr gut einstecken. Ich habe nicht "Menschen" angesprochen, sondern dich persönlich, nicht in der Ihr-Form..ist für mich eine Unterschied.
Natürlich herrscht Meinungsfreiheit, aber auf Fehlinterpretation oder "Nicht-verstehen" weise auch ich hin, welches mir in deinem Fall des öfteren aufgefallen ist wie jetzt schon wieder.
Ist doch alles super wenn du jetzt den richtigen Weg gefunden hast, und ich bin gespannt wie es bei Euch weiter geht ::..
Gruß Steffi ...
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste