17-11-2014, 19:11
kimmy,'index.php?page=Thread&postID=161895#post161895' schrieb:Wie aber baust Du dann erneut das Vertrauen auf, bzw. welche Möglichkeiten räumst Du dann dem Hund ein, dass er erkennt, dass Du ihm nicht schaden möchtest, sondern einfach nur, dass er gehorcht? Denn ohne dieses wieder gewonnene Vertrauen ist ein weiteres Zusammenleben, Trainieren ja nicht gerade fruchtbar.
vertrauen ist leider bei uns menschen ein sehr subjektives wort, nahezu jeder interprätiert es für sich persönlich anders.
daher benutze ich mal lieber dein "erkennen das ich ihm nicht schaden will" !!!
ich hole mal ein stück aus, eine mutterhündin ist im umgang mit ihren welpen rigeros. parieren sie nicht gibts richtig keule :whistling:
wenn eine hündin nicht mehr will das die kleinen saugen und sie machen es dennoch beißt sie die auch schonmal deftig, wenn sie untereinander zu streßig sind oder anderswie nerven ballert sie einfach rein, und jetzt kommts: OHNE das die kleinen würmer verstehen warum sie den arsch voll kriegen :nope:
SO will es mutter natur, alles andere ist geäffel des menschens !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
auch ich bin meistens ein mensch
und unterliege natürlich auch gewissen menschlichen sichten, ABER versuche soweit es machbar ist in der alltagserziehung, rudelführung (derzeit 11 hunde am hof) mich sehr an den natürlichen strukturen des hundes zu orientieren.das heißt vorallem SOUVERÄNITÄT !
- ich behandel die hunde entsprechend ihres alters und stärke, aber IMMER gleich. ich halte alle regelungen konsequent aufrecht und mache im grunde nie zugeständnisse oder ausnahmen.
- das führt dazu das meine hunde ein EINDEUTIGES bild haben, wenn dann...
- und dieser umgang bringt sehr, sehr, sehr viel sicherheit in das leben meiner hunde, weil sie IMMER wissen wo sie dran sind, zumindestens dann wenn sie die dazugehörige lektion gelernt haben, ganz gleich ob die pos. oder neg. ist
jetzt kommen wir zum sog. vertrauen !!!
vertrauen ist eine übertragbare angelegenheit. sprich wenn ich als mensch jemandem vertraue dann HOFFE ich das er es in verschiedenen situationen immer einhält.
SOETWAS simuliere ich meinen hunden NICHT !
ich bringe prinzipien bei, wenn du tust, wenn du lässt, DANN verhalte ich mich so. und das gilt NUR für entsprechende situationen, WEIL der hund dann auch punktgenau unterscheiden kann....
er soll mir nicht vertrauen das ich ihn schohne, sondern er soll WISSEN wie ER es erreichen kann das es so ist wie er es sich wünscht !!!
verstehst du den unterschied zum vertrauen
jetzt zum "dass er erkennt, dass Du ihm nicht schaden möchtest":
- meine hunde lernen sehr früh absolute prinzipien
- tust du mir weh tue ich es dir mal 2 (beißhemmung)
- sage ich nein dann ist das gesetz, befolgst du es nicht mache ich dir richtig streß
- die hunde lernen hier schon das das zusammenleben im rudel nicht immer sonnenschein ist und werden erst garnicht illusioniert vom friede-freude-eierkuchen-prinzip
- andererseits lernen sie auch das es um die entsprechende sache geht dadurch aber nicht die welt zusammen bricht, sprich wenn der streß vom tisch ist das leben seinen gewohnten gang geht
und so läuft es dann auch beim komm-kommando. natürlich sind die auch mal ne zeitlang angepisst oder sogar meidig. das ignoriere ich gepflegt und gehe zur tagesordnung über. spätestens wenn sie merken wie sie der komm-einwirkung entgehen können, gelernt haben das kein ausweichen möglich ist und durch befolgen streßfrei sind und auschließlich belohnt werden wackeln die schwänze wieder vom feinsten und papa ist der beste :thumbup:
das problem kimmy ist folgendes, daher geht das auch oft schief (wahrschl. auch bei deinem rüden damals):
- der hund muß wissen was ich von ihm will. das heißt aber er muß es quasi im schlaf abrufen können. ERST dann kann ich rapiad einwirken und der hund trotz streß seine aufgabe lösen. HIER passieren sicher die allermeisten grundlagenfehler !!!
- die einwirkungen müssen ABSOLUT konsequent erfolgen. jedes minimale ausweichen führt eher ins gegenteil. HIER passieren ebenfalls meist gravierende fehler in der nachgibigkeit !!!
- und man muß sachlich bleiben und darf nicht nachtragend sein. ist die lektion beendet dann ist sie beendet. auch HIER sind viele hf einfach zu emotional, werden hysterisch, aufbrausend, uns, uns, uns.......... was dem hund eher schadet weil er dann nicht mehr sachlich lösen kann
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!


