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Antijagdtraining
#31
kimmy,'index.php?page=Thread&postID=161895#post161895' schrieb:Wie aber baust Du dann erneut das Vertrauen auf, bzw. welche Möglichkeiten räumst Du dann dem Hund ein, dass er erkennt, dass Du ihm nicht schaden möchtest, sondern einfach nur, dass er gehorcht? Denn ohne dieses wieder gewonnene Vertrauen ist ein weiteres Zusammenleben, Trainieren ja nicht gerade fruchtbar.

vertrauen ist leider bei uns menschen ein sehr subjektives wort, nahezu jeder interprätiert es für sich persönlich anders.
daher benutze ich mal lieber dein "erkennen das ich ihm nicht schaden will" !!!

ich hole mal ein stück aus, eine mutterhündin ist im umgang mit ihren welpen rigeros. parieren sie nicht gibts richtig keule :whistling:
wenn eine hündin nicht mehr will das die kleinen saugen und sie machen es dennoch beißt sie die auch schonmal deftig, wenn sie untereinander zu streßig sind oder anderswie nerven ballert sie einfach rein, und jetzt kommts: OHNE das die kleinen würmer verstehen warum sie den arsch voll kriegen :nope:

SO will es mutter natur, alles andere ist geäffel des menschens !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
auch ich bin meistens ein mensch Big Grin und unterliege natürlich auch gewissen menschlichen sichten, ABER versuche soweit es machbar ist in der alltagserziehung, rudelführung (derzeit 11 hunde am hof) mich sehr an den natürlichen strukturen des hundes zu orientieren.

das heißt vorallem SOUVERÄNITÄT !
- ich behandel die hunde entsprechend ihres alters und stärke, aber IMMER gleich. ich halte alle regelungen konsequent aufrecht und mache im grunde nie zugeständnisse oder ausnahmen.
- das führt dazu das meine hunde ein EINDEUTIGES bild haben, wenn dann...
- und dieser umgang bringt sehr, sehr, sehr viel sicherheit in das leben meiner hunde, weil sie IMMER wissen wo sie dran sind, zumindestens dann wenn sie die dazugehörige lektion gelernt haben, ganz gleich ob die pos. oder neg. ist

jetzt kommen wir zum sog. vertrauen !!!
vertrauen ist eine übertragbare angelegenheit. sprich wenn ich als mensch jemandem vertraue dann HOFFE ich das er es in verschiedenen situationen immer einhält.
SOETWAS simuliere ich meinen hunden NICHT !
ich bringe prinzipien bei, wenn du tust, wenn du lässt, DANN verhalte ich mich so. und das gilt NUR für entsprechende situationen, WEIL der hund dann auch punktgenau unterscheiden kann....

er soll mir nicht vertrauen das ich ihn schohne, sondern er soll WISSEN wie ER es erreichen kann das es so ist wie er es sich wünscht !!!


verstehst du den unterschied zum vertrauen Huh

jetzt zum "dass er erkennt, dass Du ihm nicht schaden möchtest":
- meine hunde lernen sehr früh absolute prinzipien
- tust du mir weh tue ich es dir mal 2 (beißhemmung)
- sage ich nein dann ist das gesetz, befolgst du es nicht mache ich dir richtig streß
- die hunde lernen hier schon das das zusammenleben im rudel nicht immer sonnenschein ist und werden erst garnicht illusioniert vom friede-freude-eierkuchen-prinzip
- andererseits lernen sie auch das es um die entsprechende sache geht dadurch aber nicht die welt zusammen bricht, sprich wenn der streß vom tisch ist das leben seinen gewohnten gang geht

und so läuft es dann auch beim komm-kommando. natürlich sind die auch mal ne zeitlang angepisst oder sogar meidig. das ignoriere ich gepflegt und gehe zur tagesordnung über. spätestens wenn sie merken wie sie der komm-einwirkung entgehen können, gelernt haben das kein ausweichen möglich ist und durch befolgen streßfrei sind und auschließlich belohnt werden wackeln die schwänze wieder vom feinsten und papa ist der beste :thumbup:

das problem kimmy ist folgendes, daher geht das auch oft schief (wahrschl. auch bei deinem rüden damals):
- der hund muß wissen was ich von ihm will. das heißt aber er muß es quasi im schlaf abrufen können. ERST dann kann ich rapiad einwirken und der hund trotz streß seine aufgabe lösen. HIER passieren sicher die allermeisten grundlagenfehler !!!
- die einwirkungen müssen ABSOLUT konsequent erfolgen. jedes minimale ausweichen führt eher ins gegenteil. HIER passieren ebenfalls meist gravierende fehler in der nachgibigkeit !!!
- und man muß sachlich bleiben und darf nicht nachtragend sein. ist die lektion beendet dann ist sie beendet. auch HIER sind viele hf einfach zu emotional, werden hysterisch, aufbrausend, uns, uns, uns.......... was dem hund eher schadet weil er dann nicht mehr sachlich lösen kann
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
#32
Zitat:ich halte alle regelungen konsequent aufrecht und mache im grunde nie zugeständnisse oder ausnahmen.


Hallo Redtool,

und genau das ist NICHT hündisch, sondern äußerst menschlich. Hunde sind untereinander willkürlich und launisch - mal geht's und mal eben nicht, je nach Tagesform. Hunde sind alles mögliche, aber ganz und gar nicht in der Form konsequent, dass sie eine Regel aufstellen und sie immer in gleichem Maße durchsetzen. Hunde sind nur insofern konsequent, als dass sie ihre gerade angesagte Vorstellung ohne viel Federlesens auch in dem Moment ohne Selbstzweifel und große Rücksichtnahmen in die Tat umsetzen sofern sie sich dazu in der Lage sehen. Zu Beginn sicher auch mit ordentlich Krawall, irgendwann reicht im Normalfall ein kurzes Blitzen eines Reißzahns. So jedenfalls habe ich es in meinem Rudel kennen gelernt (und nicht nur dort).

LG

Bine
#33
Hallo Uwe,
schön, dass Du Dich 'einmischst'! Von meiner Seite aus kannst Du das ruhig des öfteren tun!
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#34
Hallo Redtool!
Meine Güte, Du gibst Dir ja wirklich Mühe mir meine Fragen zu beantworten! Hast Du noch Freiraum zu atmen?
Aber nun ist der Groschen gefallen und ich habe verstanden, was Du mir sagen wolltest. Konsequentes Handeln führt zum Ziel.
Und der Hund soll selbstständig an diesem Ziel mitarbeiten. Vor mir liegt noch einiges an Arbeit...Denn etwas muss ich der 'Wahrheit halber' zugeben.
Ich gehöre zu den nachgiebigen Charakteren. Ich kann es nicht ertragen, wenn es Gino 'nicht-gut-geht', ihm etwas weh tut.
Aber mir wurde schon desöfteren vorgeworfen, dass ich meine Hunde zu sehr verzärteln, in Watte packen würde....da werde ich wohl grundsätzlich mein Denken ändern müssen....meiner Art entsprechend. Aber es ist schon so, dass ich zu schmelzen beginne, wenn ich Gino, oder DSH, nur sehe. Von daher ist es ganz gut, wenn klare Worte gesprochen werden.
Letzten Endes geht es ja auch darum, dass Gino kein Leben in Freiheit wird haben können, wenn er jagd.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#35
Bine DSH,'index.php?page=Thread&postID=161916#post161916' schrieb:Hallo Redtool,

und genau das ist NICHT hündisch, sondern äußerst menschlich.

Zitat:auch ich bin meistens ein mensch Big Grin und unterliege natürlich auch gewissen menschlichen sichten, ABER versuche soweit es machbar ist in der alltagserziehung, rudelführung (derzeit 11 hunde am hof) mich sehr an den natürlichen strukturen des hundes zu orientieren.

ich sag ja meistens bin ich auch ein mensch :whistling:
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
#36
kimmy,'index.php?page=Thread&postID=161918#post161918' schrieb:Letzten Endes geht es ja auch darum, dass Gino kein Leben in Freiheit wird haben können, wenn er jagd.

und genau DAS vergessen eben viele wenn sie ihrem hund scheinbar einen gefallen tun wollen, oder noch besser mit dem belehrungsfinger deuten !!!

was denkst du wieviel hunde in tierheimen sitzen deren besitzer nur das beste für ihren hund wollten. dann werden sie nicht mehr herr der lage, der hund wird unbequem, im schlechtesten falls o frech das er beißt :thumbdown:

ich behaupte mal unsere hunde haben ein sehr freies und angenehmes leben. wir haben riesen ausläufe (pferdekoppel größen) und unsere hunde können ALLE tag und nacht raus. sind zwar in 3 gruppen geteilt, was aber je nach sport, läufigkeit unsw. variiert.
sie haben sie untereinander im rudel und bis auf die sporthunde die ihr training machen können sie 24 std. am tag genießen und erleben.
DAS geht aber nur bei nahezu 100 % gehorsam !!!!!
wieviele MÜSSEN ihre hunde isolieren weil sie sich sonst gegenseitig massakrieren...
wieviele hunde hängen bis aufs gassi gehen in zwingern weil sie ansonsten unbequem werden....
wieviele hunde verbringen ihr ganzes leben ohne artgenossen weil ein mehrhunde den halter überfordern....

ne, ne, dann lieber zug auf der meute und ihnen andererseits ideale bedinungen bieten können :thumbup:
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
#37
Hallo Redtool,
ich werde mich im kommenden Jahr nach einem guten Hundeplatz umschauen. Denn eines wird mir immer klarer - ohne fachliche Hilfe ist es sehr schwierig, einen DSH artgerecht zu erziehen. Und gerade als Anfänger ist es gut 'an-der-Hand-genommen-zu-werden'. Gerade die Leistungslinien sind doch, meiner Meinung nach, sehr anspruchsvoll. Zudem ist es für mich wirklich wichtig, dass Gino ein Leben in Freiheit lebt.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#38
Hallo Bine,
Du hast damit Recht, dass Hunde absolute Opportunisten sind. Ihnen geht es ausschließlich um ihr eigenes Wohlergehen, was nicht böse gemeint ist, vielmehr einem natürlichen Überlebenswillen entspringt. Dennoch finde ich es wichtig, dass es einen Rahmen gibt, wo unsere tierischen Freunde sich zurechtfinden.
Unsere menschliche Welt ist mittlerweile so kompliziert geworden, dass selbst der Mensch daran zerbrechen kann - wieviel mehr Hunde.
Nun, auch ich gehöre zu der Fraktion 'Schattenparker', aber dennoch bin ich gewillt, um Gino's willen, ihm eine feste Struktur zu bieten, in dem Rahmen, den ich fähig bin, zu geben.
Letzen Endes muss jeder sein Handeln selbst verantworten, die dafür entstanden Kosten bezahlen, sei es zum Guten, oder aber zum Bösen.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#39
So, vielleicht könnten sich nun ALLE, welche sich gekränkt fühlen, beruhigen. Ich möchte nicht, dass es meinetwegen zu Unstimmigkeiten kommt.
Mir liegt das Thema 'Antijagdtraining' wirklich auf dem Magen. Gerne höre ich mir viele Meinungen an.
Soeben hatte ich ein Erlebnis mit Gino. Ich muss mich momentan ja überall hinfahren lassen. Der Supermarkt liegt nicht weit entfernt und da Gino noch mit Autos unerfahren ist, packten wir ihnm kurz in den Kofferraum - ohne seine Box. Dabei fiel mir auf, dass, sobald das ein Auto an uns vorbeifährt, er nach ihm schnappt.
Ist das nun aus der Sequenz 'Jagen' oder aber 'Meiden'? Er jammerte und winselte, sah mit geschliffenen Augen den Autos entgegen.
Normalerweise hat er eine Box, über welche eine Decke hängt. Meine Frage hört sich vielleicht 'dumm an'. Aber bessert sich das mit dem Fortschreiten des AJT-Trainings oder ist das wieder eine andere Baustelle?

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#40
Das ist jagen von Bewegunsgreizen und das macht ihm auch ohne Erfolg Spaß, arbeitet also gegen dein Antijagdtraining. In Zukunft also nur noch mit Box ins Auto, sodass er die anderen Autos nicht sehen kann.


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