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Erklärung??
#31
Gillou,'index.php?page=Thread&postID=155179#post155179' schrieb:Hallo Sören,
die Griffvölle ist wie du richtig bemerkt hast in den meisten Fällen eine rein technische Sache.Wenn ein Hund dieses Griffmachen gelernt hat, und dann durch was auch immer, mal einen schlechteren Griff setzt entsteht ein Konflikt.
Bei entsprechender Hundequalität wird gerade durch diesen entstandenen Konflikt die Kampfhandlung sehr intensiv und energisch.Davon abgesehen wird die Griffvölle tatsächlich total überbewertet.

LG
Thomas Müller

Hallo,

ein philosophisches Thema... ich denke, hier wird auch viel falsch interpretiert. Es ist richtig, nach meiner Beobachtung ist ebenfalls ein Hund mehr am "drehen", wenn er mal einen Griff nicht voll setzen kann. Aber ist das wirklich ein Zeichen von Stärke? Du hast es ja selber geschrieben: Der Hund wird aktiv aus dem Konflikt. Ist das wünschenswert? Kommt diese Aktion denn wirklich aus einer Selbstsicherheit, oder eher aus Unsicherheit und Panik, weil er ja nun den Ärmel nicht optimal erwischt und daher in "blinden Aktionismus" verfällt? Und ist das wirklich wünschenswert und macht das einen guten Hund aus?

Ich denke, hier läuft auch bei vielen Richtern was falsch. Ein Hund versemmelt aufgrund schlechter Technik den Griff, frisst sich dann etwas spitz am Gelenk fest und macht dann Aktion ohne Ende. Fühlt der sich da wohl? Arbeitet er an der Stelle wirklich selbstsicher und dominant? Strahlt er das dann auch aus, ebenfalls im Hinblick auf Ohrenstellung und gesamter Souveränität? Ich sehe das anders... meistens fassen die Hunde spitz, drehen in den Nerven hoch und versuchen dann zu retten was zu retten ist. Aber ist das nun wirklich positiv und macht das einen guten Hund aus?

Nimm mal das Beispiel von der Vanja auf dem von mir verlinkten Video. Da ist das klar zu sehen. Bei der VDH-DM erwischt sie den Arm spitz und macht dann deutlich mehr Aktion als bei der BSP. Aber wo strahlt die Hündin mehr Sicherheit aus? Wo wirkt sie souveräner? Klar, Aktion in der Kampfhandlung macht sie bei der VDH-DM mehr, aber passiert das wirklich aus Selbstsicherheit und Dominanz? Beachte mal die Trennphase und das Bannen, das zählt ebenfalls in die Kampfhandlung mit rein. Wo fühlt sich die Hündin offensichtlich wohler? Wo beherrscht sie die Situation und wo agiert sie nur?

Viele Grüße

Sören
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#32
moin zusammen,

der volle griff ist gefordert und beim sportarm mit dem beißkeil kommt das dem scherengebissler ja entgegen. aber ob das nun tatsächlich nun ein zeichen von souveränität ist?

wenn dem so wäre, dann würde es im umkehrschluß heißen, daß ringhunde, die es viel schwerer haben aufgrund der voluminöse anzüge volle griffe zu setzen, in der regel auch nur die fangzähne dann einsetzen, unsouverän wären...

tatsächlich denke ich persönlich, wie der hund sich insgesamt gegen den helfer zeigt sagt aus, ob der hund tatsächlich im griff belastet ist oder einfach nur eine schlechte technik hat. ein konflikt hier kann natürlich auch dadurch entstehen, daß der volle griff über den gehorsam abgefordert wird. wenn der hund weiß, daß nur der volle griff ihm ruhe gibt, dann wird er im spitzen natürlich sehr unruhig. und das grade dann, wenn er ihn in der kampfhandlung, und grade in der fluchtvereitelung nicht mehr voll machen kann.

ich persönlich finde es super, wenn der hund im rechten winkel zur anbissfläche angreift, denn damit sorgt man schon alleine dafür, daß er nicht übermotiviert von hinten ersteinmal in die rückenansicht und somit in beine des helfers springt um den ärmel zu erreichen.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#33
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=155141#post155141' schrieb:frage an die leistungsrichter. würde dieser weg zu einer entwertung der übung führen? geht der hund noch genügend direkt in den helfer??
Bei mir eine absolute Entwertung. Der Hund geht weder direkt noch selbstsicher in den Helfer, somit muss entwertet werden :hallo: Hiermit wird ein wichtiger Punkt der Übung "Fluchtvereitelung" nicht erbracht!!

Wenn man sich das Video genau anschaut (10x) sieht man, dass der Hund nicht in Richtung Helfer läuft sondern weit links raus. Eventuell wird er erst mit der Leine in Richtung des Helfers gelenkt (achtet mal auf Sekunde 3)

Zitat:Ich persönlich halte speziell bei dieser Übung die Technik - sprich Griffvölle- für überbewertet. Wichtiger ist für mich die Energie, die der Hund in das Einholen setzt und wie er seinen ganzen Körper einsetzt, um den Lauf des Helfers zu stoppen.
Siehe z B Schutzdienstvideo BSP 2013 Djuke vom Steinteich
Genau so sehe und bewerte ich dieses auch. Der im Anfangsthreat gezeigte Hund, würde bei diesem Verhalten maximal ein "Gut" für diese Übung bekommen, bei weiterer perfekter Arbeit
beste Grüße

Uwe
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#34
doghunter,'index.php?page=Thread&postID=155197#post155197' schrieb:Bei mir eine absolute Entwertung. Der Hund geht weder direkt noch selbstsicher in den Helfer, somit muss entwertet werden :hallo: Hiermit wird ein wichtiger Punkt der Übung "Fluchtvereitelung" nicht erbracht!!

Wenn man sich das Video genau anschaut (10x) sieht man, dass der Hund nicht in Richtung Helfer läuft sondern weit links raus. Eventuell wird er erst mit der Leine in Richtung des Helfers gelenkt (achtet mal auf Sekunde 3)


Genau so sehe und bewerte ich dieses auch. Der im Anfangsthreat gezeigte Hund, würde bei diesem Verhalten maximal ein "Gut" für diese Übung bekommen, bei weiterer perfekter Arbeit

und das ist genau der grund warum ich viele richter in ihrer fachlichen bewertung überhaupt nicht ernst nehmen kann !!!
(gerade im sv. übrigens eine meinung mit der ich nicht alleine da stehe, im gegenteil)

sei mir nicht böse uwe, aber das zeugt von null ahnung.
der hund geht nicht selbstsicher in den helfer ? das siehst du auf dem video, in der perspektive ? absoluter quatsch, sorry........

und er wird auch nicht eventuell mit der leine zum helfer gezogen, sondern garnicht gezogen, leine hängt ganze zeit durch !

das der hund hier aufgrund der leinentechnik sehr extrem links raus geht ist unbestritten. das ist nunmal häufig als "gegenreaktion" auf leinenarbeit das ein hund extrem in die gewünschte richtung tendiert. ist die leine eine zeitlang unten sollte sich das wieder relativieren...........
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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#35
Zitat:ei mir nicht böse uwe, aber das zeugt von null ahnung.
der hund geht nicht selbstsicher in den helfer ? das siehst du auf dem video, in der perspektive ? absoluter quatsch, sorry.

Sorry, wenn ich null Ahnung habe. :mods: Muss ich wohl immer mit Zufall dort geführt und gerichtet haben, wo du immer Eintritt bezahlst :biglaugh: :biglaugh:

Der Hund auf dem Video geht nicht direkt in den Helfer, oder nicht? Die Ohrenstellung zeugt von Konflikten in einer reinen Beutephase. Beides für mich ein absolutes Kriterium für eine nicht voll bewertbare Übung. Aber möglicherweise ist mein "ahnungsloses" Auge auch unklar!!! :lachschlapp:

Zitat:ist die leine eine zeitlang unten sollte sich das wieder relativieren..
Gefragt war die Bewertung des "Ist", nicht des möglichen in Zukunft. Leider ist meine Glaskugel im Moment trüb, so kann ich nicht in die Zukunft dieser Ausbildung schauen :nope: Möglicherweise beißt das Tierchen aber auch garnicht mehr in 1 Jahr. Wer weiß es schon. :lol3
Für mich ist hier wieder mal Schluss, mit solchen "Luftnummern" wie dir verschwende ich nicht meine Zeit.

Zitat:sei mir nicht böse uwe
bin ich nicht :prost2 Dafür bist du zu unbedeutend
beste Grüße

Uwe
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#36
doghunter,'index.php?page=Thread&postID=155197#post155197' schrieb:
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=155141#post155141' schrieb:frage an die leistungsrichter. würde dieser weg zu einer entwertung der übung führen? geht der hund noch genügend direkt in den helfer??
Bei mir eine absolute Entwertung. Der Hund geht weder direkt noch selbstsicher in den Helfer, somit muss entwertet werden :hallo: Hiermit wird ein wichtiger Punkt der Übung "Fluchtvereitelung" nicht erbracht!!
danke uwe für deine einschätzung. ich habe jetzt auch schon von anderer seite (mehrmailige BSP & WUSV teilnehmerin) gehört das diese art der fluchtvereitelung entwertet wurde.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=155198#post155198' schrieb:und das ist genau der grund warum ich viele richter in ihrer fachlichen bewertung überhaupt nicht ernst nehmen kann !!! (gerade im sv. übrigens eine meinung mit der ich nicht alleine da stehe, im gegenteil)
thomas, nicht nur die leistungsrichter sollte man ernst nehmen, sondern unter dem strich jeden der sich zu einem thema äußert.

redtool,'index.php?page=Thread&postID=155198#post155198' schrieb:sei mir nicht böse uwe, aber das zeugt von null ahnung. der hund geht nicht selbstsicher in den helfer ? das siehst du auf dem video, in der perspektive ? absoluter quatsch, sorry........
wie kann jemand, der eine ausbildung als leistungsrichter hat, sein halbes leben diensthunde trainiert und geführt hat und darüber hinaus unzählige male auf LGA und BSP geführt hat, NULL AHNUNG haben?? weit übers ziel hinaus geschossen, das ist einmal mehr sehr plumb. du hast mir ja auch schon des öfteren ahnungslosigkeit unterstellt, ich denke deine einschätzungen sind manchmal nicht ganz richtig.
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#37
Mein Gott redtool,

gehts noch?

Selbst wenn du anderer Ansicht bist als Uwe, musst du doch nicht gleich so beleidigend werden. Uwe hat das bewertet, was er auf dem Video zu erkennen glaubt, und da geht der Hund nun einmal nicht direkt in den Helfer, zeigt sogar eher ein unsicheres Umlaufen, also ist das nach PO ein Fehler und entsprechend zu entwerten.

Wenn du das nicht erkennst, dann fehlt dir dazu die Beurteilungskompetenz.

Natürlich kommt dieses Verhalten durch die Leinenarbeit, darüber waren sich doch schon alle einig, und natürlich wird sich dieses Verhalten nach angemessener Übung wieder auf ein Normalmaß reduzieren und wird dann entsprechend selbstsicher aussehen, aber darum ging es doch nicht bei der Frage, ob das im Video gezeigte Verhalten aus Richtersicht fehlerhaft ist.

Du hast eine absolut inakzeptable Diskussionskultur, weshalb du dich über kurz oder lang mit dir selbst unterhalten musst.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#38
Hmmm....

dazu sage ich nur: http://www.working-dog.eu/dogs-details/4...indelbrunn

Video Schutzdienst VDH-DM und FCI-WM. Der Hund läuft ein Stück parallel und geht dann in den Helfer. Haben also beide Richter Unrecht, die dafür nichts entwertet haben? Ist das also mangelnde Selbstsicherheit? Sollte der Hund besser ein "vorhanden" bekommen?

Ich dachte immer, der Kern der Fluchtverhinderung ist der "Einschlag" beim Anbiss, die Griffqualität und das Engagement in der Kampfhandlung. Wenn nun ein kleiner Bogen schon mangelnde Selbstsicherheit etc. bedeutet... naja, dann gebe ich zu, sind irgendwie meine Bewertungskriterien verschoben. Dafür zwei Prädikate zu entwerten halte ich für gelinde gesagt völlig überzogen.

Und wo stimmt denn nun die Ohrenstellung nicht? Verstehe das nicht? Worin unterscheidet sich die Ohrenstellung des Hundes im Ausgangsbeitrag zu der Ohrenstellung von der Vanja, die auf der BSP immerhin 97 Punkte bekommen hat?

Stehe gerade völlig auf dem Schlauch...

Viele Grüße

Sören
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#39
Sören,'index.php?page=Thread&postID=155209#post155209' schrieb:Video Schutzdienst VDH-DM und FCI-WM. Der Hund läuft ein Stück parallel und geht dann in den Helfer. Haben also beide Richter Unrecht, die dafür nichts entwertet haben? Ist das also mangelnde Selbstsicherheit? Sollte der Hund besser ein "vorhanden" bekommen?
sören, ich finde das der von dir benannte hund auf den beiden videos der fci und vdh veranstaltung eine sehr geradlinige und direkte vereitelung der flucht zeigt, für mich keine entwertung. im gegensatz zu dem hund im video des eingangsbeitrages, der nicht direkt anäuft.
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#40
Die PO erscheint mir manchmal praxisfremd.

Gerade bei der Fluchtvereitelung ist es doch so, dass der Hund, wenn er direkt auf den Helfer geht, meist hinter diesen gerät und wenn der Schutzarm nicht ausgestellt ist, er kaum die Möglichkeit hat, einen korrekten Anbiss zu setzen. Das führt häufig dazu, dass der Hund letztlich in der Armbeuge landet, oder bei manchen, sehr direkten Hunden im Gesäß des Helfers.

Deshalb scheint es mir notwendig zu sein, dass man Strategien entwickelt, die dem Hund ermöglichen, aus einem anderen Winkel den Helfer anzugreifen, um den gewünschten vollen Anbiss zu gewährleisten.

Also werden Hunde z. B. in einem, dem Helfer abgewandten Winkel abgelegt. Oder man trainiert, dass der Hund einen Bogen läuft, um zu einen besseren Anbiss zu kommen.

Ich denke, hier gibt es bei der Bewertung des Szenarios Reformbedarf.

Wenn Wölfe einen Elch jagen, Muss immer einer aus dem Rudel anfangen und der trägt das größte Risiko. Er wird sich hüten, in die Nähe der Hinterläufe oder des Geweihs zu kommen. Der Angriff wird aus einem Winkel um die 45° von hinten, auf den Vorderlauf erfolgen. Genau das wäre auch der ideale Angriffswinkel für die Fluchtvereitelung.

Bei der gegenwärtigen Aufstellung von Helfer/Hund ist das auf direktem Wege nicht möglich.

Somit sehe ich nur 2 Möglichkeiten, entweder man stellt Hund und Helfer anders auf, oder man akzeptiert eine strategisch indirekte Angriffsvariante.
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