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Dominanztraining
#21
Dina,index.php?page=Thread&postID=106933#post106933' schrieb:Scherkl hat uns auf einem Seminar erzählt, daß Cayman das erste mal mit 15 Monaten beissen durfte - Vorher wurde nur das Verbellen/Vertreiben trainiert
Gruß
Dina

Hallo Dina,

das kommt mir etwas spät vor, aber der Ansatz stimmt: beissen sollte im SD nicht aus der Motivation des Beuteerwerbs sondern aus der Motivation der Dominanz geschehen.

In der Regel, dürfen die Hunde viel zu früh beissen. Da freut sich dann der stolze HF, daß sein Junghund schon so geil auf den Ärmel ist. Dann muß später wieder „triebgewechselt“ und „kanalisiert“ werden.

Gruß Alf
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#22
Hallo Alf,

ansich habe ich verstanden, aber nun habe ich eine Frage, die vielleicht hier nicht ganz richtig ist, mich aber brennend interessiert:
wie löst ihr das beim Verbellen im Versteck, der Helfer kann ja kaum weg... und sich ergeben eigentlich auch nicht...wir lösen das nach Glöckner, aber das ist ja schon wieder Beutetrieb...und eigentlich sollte der Hund die Beute fallen lassen und sich wieder auf den Helfer konzentrieren, wie löse ich das dann auf?

LG Uwe
Gewalt beginnt dort, wo Wissen aufhört
und wo Verzweiflung ihren Anfang nimmt!
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#23
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=106937#post106937' schrieb:
Alf,'index.php?page=Thread&postID=106934#post106934' schrieb:Der Trieb, der Antrieb bleibt immer gleich: den vertreibe ich, von dem lasse ich mir nichts bieten.
... aber wie kommt der welpe oder junghund dazu so zu empfinden?? warum sollte ein hund generel jemanden vertreiben wollen?? wodurch kommt sein motiv?

Hallo Detlef,

warum bellen Hunde am Zaun? Sie freuen sich, wenn der andere sich erschreckt, weitergeht, also "die Flucht ergreift". Hunde haben Spass am Dominieren, es gefällt ihnen, wenn sie einen "großen, bösen Helfer" anbellen und sich dieser in die Flucht schlagen lässt. Natürlich kommt bei einem jungen Hund das erste "Wuff" aus einer Unsicherheit heraus, wenn in einiger Entferung ein Helfer komische Bewegung macht. Lässt der sich aber sofort beeindrucken und rennt weg, hat der Hund nach eingen Einheiten einen riesigen Spass daran. Es macht so einem kleinen, halbstarken, 4 Monate alten Jungspund riesigen Spass, einen großen, erwachsenen Helfer über den Platz zu treiben. Das ist alles an Motivation, und das klappt auch bei Hunden, die sicherlich von der Genetik her nicht viel mitbringen.

Die "Beute" kommt erst viel später ins Spiel, wenn der Hund vor lauter Selbstbewußtsein schon gar nicht mehr weiß wo oben und unten ist.

Viele Grüße

Sören
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#24
Also ich mag mich ja täuschen und es ist auch schon ein paar Jahre her - aber auf dem Scherkl-Seminar, das ich besucht habe, hat der eher als Helfer die Hunde dominiert und nicht anders rum. Genau genommen habe ich keine sehr guten Erinnerungen daran...

LG

Bine
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#25
Sören,'index.php?page=Thread&postID=106943#post106943' schrieb:warum bellen Hunde am Zaun? Sie freuen sich, wenn der andere sich erschreckt, weitergeht, also "die Flucht ergreift". Hunde haben Spass am Dominieren, es gefällt ihnen, wenn sie einen "großen, bösen Helfer" anbellen und sich dieser in die Flucht schlagen lässt.
hallo sören, .... danke! das ist mal eine aussage, da kann ich auch was mit anfangen.
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#26
Bine DSH,index.php?page=Thread&postID=106928#post106928' schrieb:Hallo Alf,

habe ich das richtig verstanden, dass es dabei eher um die Vertreibung des Unterlegenen geht - so weit wie möglich wie in der Natur durch Imponiergehabe, in letzter Konsequenz aber auch durch Kampf??!!

LG

Bine

Hallo Bine,

Schutzdienst darf nicht als konkurrenzorientierte Ressourceneroberung oder –verteidigung aufbebaut werden. Solche Spielchen kann man ja mit dem Welpen im Garten machen.

Der Helfer bedroht den jungen Hund durch eine minimale drohende Bewegung (lugt aus dem Versteck hervor und macht einen Schritt mit drohend wirkender Köperhaltung vorwärts),
der Hund wird aufmerksam, spitzt die Ohren (das kann schon ein Welpe) – der Helfer zeigt sich beeindruckt und geht hinter das Versteck)
der Hund strafft die Leine, Reaktion des Helfers s.o.
der Hund bellt, Reaktion des Helfers s.o.
usw.

Was lernt der Hund dabei?
Ich kann durch mein Verhalten den Helfer beherrschen, in Schach halten. Ich bin hier der Chef. Ich schütze erfolgreich!
Das ist das Prinzip des gesamten Aufbaus im Dominanztraining.
Schutzdienst ist eben Schutzdienst und nicht Beutespiel oder eine Mischung daraus mit „Triebwechseln“ und „Kanalisierung“.

Gruß Alf
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#27
Bine DSH,index.php?page=Thread&postID=106944#post106944' schrieb:Also ich mag mich ja täuschen und es ist auch schon ein paar Jahre her - aber auf dem Scherkl-Seminar, das ich besucht habe, hat der eher als Helfer die Hunde dominiert und nicht anders rum. Genau genommen habe ich keine sehr guten Erinnerungen daran...

LG

Bine

Menschen können sich und ihre Methoden ändern.
Dann vergiss einfach die erwähnten Namen Scherk und Scherkl und beurteile, ob dich meine Art des SD Aufbaus überzeugt oder nicht. Wenn du dir noch nicht sicher bist, dann kannst du ja weitere Fragen stellen.

Gruß Alf
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#28
Doch, ich finde es total schlüssig. So ähnlich fangen wir mit dem jungen Hund an - nur bisher natürlich immer recht früh doch mit der Beute im Spiel.

LG

Bine
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#29
Greg
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#30
Uwe,index.php?page=Thread&postID=106941#post106941' schrieb:Hallo Alf,

ansich habe ich verstanden, aber nun habe ich eine Frage, die vielleicht hier nicht ganz richtig ist, mich aber brennend interessiert:
wie löst ihr das beim Verbellen im Versteck, der Helfer kann ja kaum weg... und sich ergeben eigentlich auch nicht...wir lösen das nach Glöckner, aber das ist ja schon wieder Beutetrieb...und eigentlich sollte der Hund die Beute fallen lassen und sich wieder auf den Helfer konzentrieren, wie löse ich das dann auf?

LG Uwe

Hallo Uwe,

nach Glöckner ist ok und sehr bewährt. Aber es ist nicht automatisch Beutetrieb, denn er kann ja dominanzaufgebaut und von speziellem Wesen auch am liebsten den Helfer sonst wohin beißen wollen, wenn er nicht gelernt hätte, daß der ruhig stehende Helfer nicht gebissen werden darf.

Der Hund kriegt für das Verbellen aber einfach nur die Bestätigung: geworfener Ball, geworfenes Kissen, geworfener Ärmel.
Nun kann er diese Bestätigung als Ersatz annehmen oder nicht. Es gibt Hunde, die ansonsten total ballverrückt in einer solchen Situation den geworfenen Ball usw. einfach immer wieder völlig ignorieren und weiter verbellen. Ist doch auch nicht schlecht. In solchen Fällen lasse ich durch Anbiss bestätigen, weil mir bisher keine andere Art der Bestätigung eingefallen ist.

Gruß Alf
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