17-11-2014, 09:11
kimmy,'index.php?page=Thread&postID=161883#post161883' schrieb:Was bitte meinst Du mit 'Absicherung'? Ein Abbruchsignal? Und wie wird dann die 'Untermauerung' befestigt? Könntest Du mir das vielleicht erklären??
kimmy,
abbruchsignale gibt es für mich nur eins und das ist nein, ansonsten arbeite ich NICHT mit abbruchsignalen, bzw. nein würde bei meinen auch nicht dazu führen das sie bei extrem großer ablenkung (z.b. wild) nicht weiter laufen....
absicherung bedeutet nur das etwas erlerntes auf extreme situationen vorbereitet wird, sprich den ernstfall !
was bringt dir der ganze käse an übungen im nicht tatsächlich relevanten bereich WENN der hund dann später am wild durch die erhöhte trieblage verweigert
ICH habe in den ersten 2 hunden jäger gehabt, einer davon wurde beinahe überfahren. der andere hat mich über lange zeit (bestimmt 1 1/2 jahre) richtig auf trapp gehalten und mich viiiiiiiiiiiele nerven gekostet ;(
mittlerweile haben wir 8 eigene hunde und davon geht keiner jagen, zumindestens nur über meine leiche :whistling:
und das nur deshalb weil ich im gegensatz zu den ersten zwei hunden bei den nachfolgenden VORAUSSCHAUEND abgesichert habe. sprich ich warte nicht bis sie jagen gehen sondern kläre das KOMM im vorfeld ! bis dahin gehe ich gegenüber wild kein risiko ein, sprich hund ist in gefährlichen bereichen an der flexi oder schleppleine (erst nach der absicherung-untermauerung des komm-kommandos lasse ich meine hunde auch in wildbereichen frei laufen)
wie ich schon beschrieben habe provoziere ICH das versagen des komm-kommandos nicht, im gegenteil versuche ich es so lange wie möglich positiv zu motivieren. nur wenn der hund auch NUR EINMAL das kommando ignoriert (sag ja so gegen den 8ten monat) dann zieh ich rigeros durch.
ich reiß dir das jetzt nur kurz an und bitte dich es NICHT alleine zu machen (such dir einen kernigen hundetrainer oder erfahrenen hundesportler dazu) weil wenn es nicht gut gemacht wird der hund einwirkungen schlucken muß und das ergebniss nicht stabil sein wird. und sowas ist in meinen augen UNFAIR ! wenn dann muß der lohn des zwanges tadelloser gehorsam sein.....
vorausgegangen ist das nicht provozierte, einmalige verweigern des kommens !!!!!
ich sichere meinen einfluß gegenüber dem hund mit einer 20 meter leine ab und rufe komm.
am anfang kommt er ggf. auch noch gut weil er es ja von klein auf gut gelernt hat. ich rufe aber so oft hintereinander bis er irgendwann verweigert.
DANN fliegt er quasi dank schleppleine zu mir.
und jetzt fängt der kreislauf an ! der hund wird aufgrund der negativen erfahrung noch schneller verweigern und ich werde mit meiner leine immer energischer....
ICH will das der hund richtig trotzig wird, alle register nach und nach zieht um mir irgendwann sogar auszuweichen, und dennoch setze ich mich durch.
ggf. wird der hund auch meidig, DAS ignoriere ich und ziehe mein vorhaben sachlich durch.
(das ist jetzt für einen 8 monate alten hund, bei älteren hunden untermauer ich ggf. mit stachel oder elektronik wenn sie sich von der normalen kette nicht genügend beeindrucken lassen)
ich wiederhole diese übung dann 2 mal täglich mit ein paar komm-abrufen bis es sitzt !
NATÜRLICH könnte ich dem hund auch streß rausnhemen, aber genau das will ich nicht. ich will das er alle register zieht die er hat um zu verweigern, und ich will ihm demonstrieren das er damit nicht durchkommt (und hier spielt der einsatz des zwanges nicht die größte rolle, sondern die konsequenz sich von keinem verhalten des hundes beeindrucken zu lassen und sein kommando souverän durchzusetzen), NUR DANN wird er es respektieren und auch bei wildkontakt stabil durchführen.......................
ICH breche in dieser phase, also sobald ich das erste neg. komm gebracht habe ALLE anderen ausbildungs- und erziehungsübungen ab und stelle sie auf eis bis das komm abgesichert ist und bis eine evtl. meidigkeit mir gegenüber wieder aufgelöst ist. hier betüddel ich den hund aber nicht für sondern warte bis er sich selbst "frei gearbeitet" hat. das heißt er soll sein vorheriges vertrauen in mich, was durch die neg. einwirkungen erstmal belastet wurde, wieder von sich aus gewinnen. das geht nur ehrlich und stabil wenn der hund versteht: tue ich ist alles wie früher. tue ich nicht gibt es NUR fürs komm streß !!!
in meinen augen gaaaaanz wichtig das der hund einen altersangemessenen rahmen hat den streß zu verarbeiten.
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!


