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Antijagdtraining
#21
kimmy,'index.php?page=Thread&postID=161883#post161883' schrieb:Was bitte meinst Du mit 'Absicherung'? Ein Abbruchsignal? Und wie wird dann die 'Untermauerung' befestigt? Könntest Du mir das vielleicht erklären??

kimmy,

abbruchsignale gibt es für mich nur eins und das ist nein, ansonsten arbeite ich NICHT mit abbruchsignalen, bzw. nein würde bei meinen auch nicht dazu führen das sie bei extrem großer ablenkung (z.b. wild) nicht weiter laufen....

absicherung bedeutet nur das etwas erlerntes auf extreme situationen vorbereitet wird, sprich den ernstfall !
was bringt dir der ganze käse an übungen im nicht tatsächlich relevanten bereich WENN der hund dann später am wild durch die erhöhte trieblage verweigert Huh

ICH habe in den ersten 2 hunden jäger gehabt, einer davon wurde beinahe überfahren. der andere hat mich über lange zeit (bestimmt 1 1/2 jahre) richtig auf trapp gehalten und mich viiiiiiiiiiiele nerven gekostet ;( Big Grin
mittlerweile haben wir 8 eigene hunde und davon geht keiner jagen, zumindestens nur über meine leiche :whistling:
und das nur deshalb weil ich im gegensatz zu den ersten zwei hunden bei den nachfolgenden VORAUSSCHAUEND abgesichert habe. sprich ich warte nicht bis sie jagen gehen sondern kläre das KOMM im vorfeld ! bis dahin gehe ich gegenüber wild kein risiko ein, sprich hund ist in gefährlichen bereichen an der flexi oder schleppleine (erst nach der absicherung-untermauerung des komm-kommandos lasse ich meine hunde auch in wildbereichen frei laufen)

wie ich schon beschrieben habe provoziere ICH das versagen des komm-kommandos nicht, im gegenteil versuche ich es so lange wie möglich positiv zu motivieren. nur wenn der hund auch NUR EINMAL das kommando ignoriert (sag ja so gegen den 8ten monat) dann zieh ich rigeros durch.

ich reiß dir das jetzt nur kurz an und bitte dich es NICHT alleine zu machen (such dir einen kernigen hundetrainer oder erfahrenen hundesportler dazu) weil wenn es nicht gut gemacht wird der hund einwirkungen schlucken muß und das ergebniss nicht stabil sein wird. und sowas ist in meinen augen UNFAIR ! wenn dann muß der lohn des zwanges tadelloser gehorsam sein.....

vorausgegangen ist das nicht provozierte, einmalige verweigern des kommens !!!!!
ich sichere meinen einfluß gegenüber dem hund mit einer 20 meter leine ab und rufe komm.
am anfang kommt er ggf. auch noch gut weil er es ja von klein auf gut gelernt hat. ich rufe aber so oft hintereinander bis er irgendwann verweigert.
DANN fliegt er quasi dank schleppleine zu mir.
und jetzt fängt der kreislauf an ! der hund wird aufgrund der negativen erfahrung noch schneller verweigern und ich werde mit meiner leine immer energischer....
ICH will das der hund richtig trotzig wird, alle register nach und nach zieht um mir irgendwann sogar auszuweichen, und dennoch setze ich mich durch.
ggf. wird der hund auch meidig, DAS ignoriere ich und ziehe mein vorhaben sachlich durch.
(das ist jetzt für einen 8 monate alten hund, bei älteren hunden untermauer ich ggf. mit stachel oder elektronik wenn sie sich von der normalen kette nicht genügend beeindrucken lassen)
ich wiederhole diese übung dann 2 mal täglich mit ein paar komm-abrufen bis es sitzt !
NATÜRLICH könnte ich dem hund auch streß rausnhemen, aber genau das will ich nicht. ich will das er alle register zieht die er hat um zu verweigern, und ich will ihm demonstrieren das er damit nicht durchkommt (und hier spielt der einsatz des zwanges nicht die größte rolle, sondern die konsequenz sich von keinem verhalten des hundes beeindrucken zu lassen und sein kommando souverän durchzusetzen), NUR DANN wird er es respektieren und auch bei wildkontakt stabil durchführen.......................

ICH breche in dieser phase, also sobald ich das erste neg. komm gebracht habe ALLE anderen ausbildungs- und erziehungsübungen ab und stelle sie auf eis bis das komm abgesichert ist und bis eine evtl. meidigkeit mir gegenüber wieder aufgelöst ist. hier betüddel ich den hund aber nicht für sondern warte bis er sich selbst "frei gearbeitet" hat. das heißt er soll sein vorheriges vertrauen in mich, was durch die neg. einwirkungen erstmal belastet wurde, wieder von sich aus gewinnen. das geht nur ehrlich und stabil wenn der hund versteht: tue ich ist alles wie früher. tue ich nicht gibt es NUR fürs komm streß !!!
in meinen augen gaaaaanz wichtig das der hund einen altersangemessenen rahmen hat den streß zu verarbeiten.
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
#22
Hund fliegt dank Schlepp zu Dir? Na da bedanken sich die Wirbel *hust*, oder arbeitest Du am Geschirr?.. und was machst Du bei einem leinenschlauen Hund? Smile
#23
Kröte,'index.php?page=Thread&postID=161888#post161888' schrieb:Hund fliegt dank Schlepp zu Dir? Na da bedanken sich die Wirbel *hust*, oder arbeitest Du am Geschirr?.. und was machst Du bei einem leinenschlauen Hund? Smile

kröte ich habe noch HUNDE, also robuste tiere die ihrem ursprung als arbeitshund gerecht werden und kein problem haben mal ein stück unfreiwillig zu fliegen :whistling:

ich glaube ja in deinem profil einen dobi zu erkennen Huh
das ist natürlich keine rasse mehr der man sooooooooo was zumuten kann, kaput gezüchtet zum sofahund :thumbdown:

im gegensatz zu den schleppleinenanbetern benutze ich die schleppleine auser in diesem fall nicht um impulse zu geben, also hat der hund bis dato keinerlei erfahrungen mit langer leine. das reine passive absichern des jungen hundes an der schleppleine draußen nimmt dem hund nicht den irrglauben der hf habe keine kontrolle über ihn. zumal ich in dem alter sowieso draußen das meiste über flexi mache oder wo es geht ganz frei....

und das unterscheidet meine rapiade methode von den "ich mach mal bischen leine und hoffe das der hund es irgendwann VERSTEHT, und im günstigsten fall auch respektiert-methoden" !
IN DEM MOMENT wo ich die leine einsetze kläre ich das ding innerhalb tagen, max. 2 wochen bei ganz, ganz, sturen eseln !!!
durch das gezielte herausfordern des hundes nach seiner verweigerung gebe ich ihm ja garnicht die chanse "schlau zu werden".
er wird definitiv unbeugsam sein, was ich ja auch dann will, und ich werde wenig behutsam mein kommando einfodern. ERST wenn alle türen zu sind und der hund das verstanden hat das es NUR EINEN WEG gibt da rauszukommen, nämlich zu folgen, dann lasse ich die leine noch paar tage pro forma dran und dann ist sie auch wieder weg kröte :whistling:

wo bliebe hier luft zur "leinenschlauheit" ?
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
#24
Hallo Kröte,
eine Bekannte, welche selbst schwierige Hunde hatte, riet mir zu dem Wurfkettentraining und hat es mir auch erklärt. Doch war ich unsicher, da ich es unter allen Umständen vermeiden möchte, dass Gino einen zusätzlichen 'Macken erhält'. Das Jagen reicht mir momentan. Ich werde versuchen mit ihm an der Impulskontrolle zu arbeiten. (Das geht auch mit Krüken). Oder am Rückruf aus dem Laufen heraus. Teilweise geht es, doch zum Teil rennt er einfach weiter.
Zugegeben - im Moment mache ich diese Übungen im Garten, ohne Leine. Ich habe auch schon versucht ihn aus dem Laufen in das 'Sitz' zu bringen - doch das scheint zu verfrüht zu sein. Gino sieht mich dann mit großen Augen an und versteht nicht so wirklich, was ich von ihm möchte....
Danke für Deine Ratschläge. So wie es aussieht muss ich in kleinen Schritten arbeiten und nicht mit 'Siebenmeilenstiefel'.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#25
kimmy: Ja das musst Du. Und wie gesagt, er ist erst 6 Monate alt, es wird noch bis zu einem Jahr mindestens dauern, bis da wirklich von Zuverlässigkeit zu sprechen ist. Und wenn Du weißt, Du hast im Zweifelsfall keinen Einfluss, Deinem Hund zu dem zu bringen, was er machen soll (sitz aus dem Laufen bzw zurückkommen), dann fordere es nicht. Er lernt nur, dass er Deine KOmmandos ignorieren kann. Oder sichere ihn ab mit Leine, was in der ersten Zeit ohnehin gemacht werden sollte

@Redtool: Lass gut sein, bei Dir scheint ja alles super perfekt zu klappen, und was das Thema Dobis angeht, habe ich wenig bis gar keinen DiskussionsbedarfWink
#26
Hallo Redtool,
ich habe schon zuvor von dem 'Leinenruck' gehört. Wenn ich es richtig verstanden habe, treibst Du das Verweigern schon an die Spitze, um klarzustellen, dass Du unnachgiebig bleibst. Wie aber baust Du dann erneut das Vertrauen auf, bzw. welche Möglichkeiten räumst Du dann dem Hund ein, dass er erkennt, dass Du ihm nicht schaden möchtest, sondern einfach nur, dass er gehorcht? Denn ohne dieses wieder gewonnene Vertrauen ist ein weiteres Zusammenleben, Trainieren ja nicht gerade fruchtbar.
Ich frage dies deshalb, da ich einmal eine sehr negative Erfahrung mit dem 'Leinenruck' machte. Es war mir bei einem meiner letzten Rüden geraten worden. Kräftig an der Leine ziehen, 'Aus' rufen und der Hund würde begreifen, was verlangt wurde. Doch irgendwie ging es ziemlich schief. Der Rüde wollte nicht mehr neben mir gehen, versuchte ständig von mir weg zu laufen und schien jedes Vertrauen in mich verloren zu haben. Er hechelte stark an der Leine und wäre am liebesten gar nicht mehr mit mir spazieren gegangen. Das hat mich wirklich schokiert. Irgenwie war etwas 'aus-dem-Ruder-gelaufen'. Das ist der Grund, weshalb ich nochmals nachfrage. Selbst auf dem Hof, duckte er sich dann und kam nur in geduckter Haltung zu mir. Ich habe damals die Übung sofort abgebrochen. Leider hat der Rüde niemals wieder dieses entspannte Gehen an der Leine erhalten. Er war und blieb nervös.
Wie also wird danach ein Fundament des Vertrauens aufgebaut??

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#27
Das ist die Kunst bei der Arbeit mit Druck -egal in welcher Form. Mit einer starken positiven Strafe kann man den Hund schnell in ein "Loch" befördern, aus den es ihn wieder rauszuholen gilt. Idealerweise krabbelt der Hund selbst wieder raus, weil er gelernt hat, mit welchem Alternativverhalten er die Strafe vermeiden kann (z.B. mit dem Hören aufs Herrchen, wenn er ruftWink) Anfangs sind die Hunde aber auch mal so beeindruckt, dass man ihnen helfen muss, wie sie sich retten können. Und natürlich sollte das Alternativverhalten, so es denn gezeigt wird, entsprechend belohnt werden. So erhält man sich die MOtivation und auch das Vertrauen des Hundes.
#28
Hallo Kröte,
ja, dass mit der Leine ist momentan etwas schwierig. Ich habe es versucht, aber irgendwie habe ich doch nicht den richtigen Halt. Zurück zu dem Rüden.
Ohne Leine war er sehr anhänglich. Die Fährte suchte er zuverlässig. Doch sobald er 'bei Fuß' gehen sollte, war es 'Aus und Vorbei'. Irgendetwas habe/hatte ich falsch gemacht. Bis heute zerbreche ich mir darüber den Kopf. Allerdings hatte ich jemand 'neben mir stehen'. Vielleicht war das der Fehler.
Doch ich denke generell darüber nach nächstes Jahr einen anderen Hundeplatz zu besuchen, wo das Wesen des DSH mehr verstanden wird. Der jetzige Hundeplatz bietet nur Obidience und Agility an. Natürlich können auch DSH darin arbeiten, doch entspricht es nicht meinem Interesse. Dadurch, dass es dort die unterschiedlichsten Rassen gibt - vom Zappelphillip bis zur 'Schlaftablette' - ist Gino meines Erachtens nach beides- unterfordert, durch ständige Pausen, aber auch durch die Obidience Übungen überfordert. Wie Du es selbst sagst, ist er gerade einmal sechs Monate.
Aber etwas kann ich jetzt schon tun - darauf verstärkt zu achten, ob und welches Alternativverhalten er zeigt.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#29
ich möchte mich hier in diesem Thread nicht sonderlich einmischen....aber vielleicht ist es ja auch opportun, dem Hund vor einem "Rückrufsignal" ein "Bewegung abrechen Signal" zu konditionieren. Das ist sicherlich erst einmal etwas einfacher; wenn überhaupt von "einfach" gesprochen werden kann.
Bye Uwe
#30
Kröte,'index.php?page=Thread&postID=161894#post161894' schrieb:und was das Thema Dobis angeht, habe ich wenig bis gar keinen DiskussionsbedarfWink

wundert mich jetzt nicht wirklich :whistling:
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!


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