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redtool,'index.php?page=Thread&postID=152511#post152511' schrieb:genau hierfür war der erfahrungsaustausch gedacht, um mal zu schauen was geht... was geht mit welchem hund... unsw....
und genau dafür macht es sinn erstmal darüber nachzudenken, was geht ohne jegliches (manuelles) hilfsmittel.
und dann sich zu überlegen in welchem kontext (hund / ziel / problem) dann welches hilfsmittel eventuell sinnvoll ist oder ggfs. eben nicht. bzw. was muss ich tun (vorbereiten - anbahnen - konditionieren) um möglichst sparsam hilfsmittel / hilfen einzusetzen.
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hallo gabi,
auch wohl off-topic...
vor einem hund in diesem erregungszustand würde ich persönlich mich ersteinmal schützen wollen.
ich würde auch jetzt beide hundetypen nicht unbedingt von einander trennen. denn beide habe das selbe problem: wie gehen sie mit frust um?
der stark engagierte hund wird über den frust seine aktivität erhöhen, sowohl bei negativer oder auch positiver bestrafung, während der sensiblere, nicht so belastbare irgendwann bei überforderung in die technik meidet osder gar einstellt. darüber dann auch die wahl des weges.
ich persönlich würde bei beiden hunden an der frusttoleranz arbeiten. bei dem engagierten hund mehr an der impulskontrolle, also über die ruhe in die arbeit zu kommen, ihn darüber dann langsam immer mehr in einen höheren erregungszustand bringen. das würde überall stattfinden, wo ich merke, daß er probleme in der selbstkontrolle bekommt. und bei dem anderen typ genau im gegenteil, über den frust immer engagierter zu werden. das verhalten selbst würde bei mir ersteinmal eine untergeordnete rolle spielen.
sie sollen einfach zuhören und merken, daß es sich lohnt zu kommunizieren, nicht hochfahren oder meiden der weg ist. und dann gehen sie auch mit manuellen hilfen im allgemeinen besser um.
das gilt für den jungen hund, der sich noch entwickelt. bei erwachsenen muß ich erkennen und entscheiden, ob ich in der lage bin den hund, ohne gegen ihn arbeiten zu müssen, aus diesem chaos beständig herausholen kann.
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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lusna,'index.php?page=Thread&postID=152512#post152512' schrieb:redtool,'index.php?page=Thread&postID=152511#post152511' schrieb:genau hierfür war der erfahrungsaustausch gedacht, um mal zu schauen was geht... was geht mit welchem hund... unsw....
und genau dafür macht es sinn erstmal darüber nachzudenken, was geht ohne jegliches (manuelles) hilfsmittel.
und dann sich zu überlegen in welchem kontext (hund / ziel / problem) dann welches hilfsmittel eventuell sinnvoll ist oder ggfs. eben nicht. bzw. was muss ich tun (vorbereiten - anbahnen - konditionieren) um möglichst sparsam hilfsmittel / hilfen einzusetzen.
claudia,
jeder hat auch seine individuelle trainingsphilosophie !
ich z.b. will garnicht auf manuelle hilfsmittel verzichten, im gegenteil.
ich führe und leite den jungen hund so viel wie möglich damit der spielraum für unerwünschtes verhalten so gering wie möglich gehalten wird....
ich benutze sehr viel barrieren z.b. damit der hund übungen gerade und direkt erlernt und von anfang an ideallinien hat...
und auch zur einwirkung benutze ich, wenn der hund eine übung erlernt hat, sehr früh manuelle möglichkeiten. damit der hund sich an diese einwirkungen gewöhnt und ich diese später benutzen kann wenn nötig...
mal darüberhinaus bin ich erstaunt wie sehr sich doch einige in die wenig praxisbezogene, reine theorie verfangen !!!
klar gibt es x verschiedene hundetypen, x methoden und x philosophien, aber da jetzt hängen zu bleiben bringt MIR zumindestens sehr wenig...
und ich hoffe das nicht dieses extreme vertheorisieren genau der grund ist warum im thema vorbereitung / konzentration / grundstellung keiner was schreibt, weil bedenken vorliegen das es dort genauso laufen würde........
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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ich will auch nicht auf manuelle trainingsmittel verzichten. ganz und garnicht.
es geht um den gedankengang mit dem man für sich hilfsmittel evaluiert.
und meiner meinung nach macht es sinn da erstmal davon auszugehen, was geht ohne.
dann kann man meiner meinung nach sinnvoll evaluieren, was dann mit hilfsmitteln umgesetzt wird, weil es das bessere ergebnis bringt.
die leine ist für mich dabei ein gutes beispiel. natürlich nutze ich leinen. aber ich versuche wo immer sinnvoll auf die leine zu verzichten. was ich nicht nutze, muss ich später nicht abbauen bzw.
ich arbeite allerdings grundsätzlich nach einem anderen grundkonzept:
sowenig (körperliche) einwirkungen wie nötig.
wieviel und was das dann ist, ist natürlich - da geb ich dir vollkommen recht - auch immer vom hundetyp abhängig.
ich persönlich mag dabei auch nicht mich begrenzen auf methoden der einen oder anderen schule. je mehr man kennt und selber in der lage ist umzusetzen, desto grösser sind die eigenen möglichkeiten auf den speziellen hund einzugehen, mit dem man es zu tun hat.
redtool,'index.php?page=Thread&postID=152521#post152521' schrieb:mal darüberhinaus bin ich erstaunt wie sehr sich doch einige in die wenig praxisbezogene, reine theorie verfangen !!!
falls du mich damit meinst: ich arbeite durchaus real mit hunden. und das was ich hier schreibe, hat genau damit was zu tun.
lg l.
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Zitat: ich persönlich würde bei beiden hunden an der frusttoleranz arbeiten.
bei dem engagierten hund mehr an der impulskontrolle, also über die ruhe
in die arbeit zu kommen, ihn darüber dann langsam immer mehr in einen
höheren erregungszustand bringen. das würde überall stattfinden, wo ich
merke, daß er probleme in der selbstkontrolle bekommt.
@reinhard. Danke, genau so gehen wir vor. Da die Probleme mit der Selbstkontrolle schon vor dem Platz angefangen haben, wird erst mal Ruhe geübt, bevor es überhaupt auf den Platz geht. Keine Ruhe - keine Arbeit - keine Bestätigung. Triebmittel gibt es nicht, höchstens ein ruhiges Lob, denn sie fährt schon hoch, wenn ein bisschen zu enthusiastisch gelobt wird.
Das Problem existiert aber tatsächlich nur auf dem Platz, draußen ist sie eine coole Socke.
Gruß Gaby
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Hi,
ich finde es gut, wenn sich hier über das Thema Ausbildung Gedanken gemacht wird, das ist sicher einer der sinnvollsten Threads der letzten Zeit.
Eigentlich kann man aber dieses Thema deutlich abkürzen und vereinfachen, wenn man die Begrifflichkeiten erklärt.
Hund ist ein Rudeltier und Egoist, Lerngesetze sind gleich, egal welche Typ oder Rasse. Lediglich der Weg kann unteschiedlich lang sein. Stichwort operrante und klassische Konditionierung
Ausbildung ist bewußte Manipulation seitens des Hundesführer auf den Hund, der die Resoursen des Hundes ensprechend verwaltet und Ihm so indirekte Wege beibringt.
Verhalten und Ausführen der Übungen durch den Hund können vom Hundeführer über Aktion,Motivation und Frustration ensprechend "kreiert" werden.
Dazu benötigt man mauelle Hilfsmittel, von der Leine, Halsbänder über Futter, Kisten, Zäune ..usw.aktiv oder passive Hilfen oder Begrenzungen, alles was dem Hund hilft zu lernen und entsprechendes Verhalten später sicher und auf Abruf zu zeigen.
Manuelle Ausbildung und Verständigung steht immer am Anfang, wann, wie und ob man es überhaupt auf ein TIG umbaut, ist individuelle Verantwortung.
Ich würde das TIG als positiv oder Negativverstärker nutzen, IMMER mit VORARBEIT über die Leine und vorallen ganz wichtig MIT VERKNÜPFUNG auf der Leine.
Wenn der Hund die Zeichen oder Hilfen durch die Leine nicht versteht und ausschalten kann, wird er das auch nicht über den TIG umsetzen und verstehn können!!
Ansonsten steht am Ende das TIG als humanes Überwachungegerät meiner eignen Ausbildung zu Verfügung. Wenn man es dann will,....es funktioniert allerdings nur so gut, wie ich selber bei der Vermittlung der Ausbildung war ;-)
DAS WICHTIGSTE meiner Meinung ist das man sich bewußt wird, das es sich um HILFSMITTEL handelt, wie der Name schon sagt, Mittel die über einen gewissen Zeitraum helfen, Verhalten und Lerninhalte zu vermitteln. UND dann nicht mehr benötigt werden.
Genial ist für mich, wenn der Hund alle Hilfmittel die er für sich persönlich benötigte, um mich zu verstehn bekommen hat, und später nichts mehr davon braucht, denn er hat das Gefühl er kontrolliert mich.
Das wäre so ein Tag, wo du merktst, das dein TIG schon vor Wochen hätte aufgeladen werden müssen....;-)) weil du ihn garnicht mehr brauchst.
Hilfmittel sind nötig, allerdings begrenzt und müssen abbaubar sein, ansonsten ist das keine Ausbildung, sondern tricksen.
tschüü mit üüüüüü
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lusna,'index.php?page=Thread&postID=152525#post152525' schrieb:es geht um den gedankengang mit dem man für sich hilfsmittel evaluiert.
und meiner meinung nach macht es sinn da erstmal davon auszugehen, was geht ohne.....
falls du mich damit meinst: ich arbeite durchaus real mit hunden. und das was ich hier schreibe, hat genau damit was zu tun....
lg l.
das kann sicher sinn machen, ist aber z.b überhaupt nicht mein ding. ich versuche bewußt so viel wie möglich MIT hilfen / hilfsmitteln im aufbau / lernen zu machen. damit ich dann später, wenn diese hilfsmittel wegfallen eben so viel wie möglich perfekt stehen habe und kaum noch einwirken muß...
ich meinte mit vertheorisieren nicht das jemand nicht real mit seinem hund arbeitet, sondern das die diskussion sehr allgemeingültig gehalten wird. mir wäre lieber konkrette übungen, noch besser ganz bestimmter hund (nicht typ hund, sondern der hund x mit dem wesen und den übungen) !
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
Ich bin da wohl eher bei lusna: was geht ohne?!
Ich nutze weder Kisten noch Stacheln noch großartig Leinen (außer den jungen Hund daran zu hindern zu evtl. anderen, fremden Hunden in Trainingsnähe zu laufen), Schlingen usw.
Ich möchte, dass mein Hund sowohl auf das "echte" HZ reagiert als auch auf Körpersprache. Mir ist das Abbauen der vielen Hilfsmittel ein kleiner Dorn im Auge; aber nur für meine PERSÖNLICHE Ausbildung.
Ich möchte aus allen Gangarten und jederzeit eine beliebige Position abrufen können.
Der Hund soll beim Wechsel vom Platz ins Steh nicht durch Zäune oder Kisten daran gehindert werden vorzugehen sondern soll VERSTEHEN, dass er dabei nicht vorgehen darf.
Demnach stehe ich vorm Hund und setze ihm zur Not auch 1000x die Pfote zurück; gleichzeitig mit Abbruchsignal, das der Hund zuvor kennen gelernt hat.
HUND will Ball...dann darf er eben nicht vorgehen! ER hat es in der Hand bzw. Pfote! Nicht ein Brett. Verständlich?
Das dauert zwar ggf. etwas länger (wobei ich das beim letzten Hund nicht sagen kann) - der Effekt eines wirklich zuhörenden Hundes, dem ich mit dem Rücken zugewandt die Positionen angeben kann und der sie zuverlässig aufführt...das ist mein Wunsch.
Und es macht uns beiden ungeheuren Spaß, zusammen und mit- und voneinander zu lernen und das dann in die Prüfungen umsetzen zu können.
Beschreibung des Hundes: sehr aktive, beutetriebige Hündin, viel Bewegungsdrang, schnell, wendig, groß und kräftig. Sehr auf mich fixiert; wobei ich nicht nur die Ausbildung dafür verantwortlich mache, sondern ihren ganzen Typ Hund.
Sie will die Familie immer zusammen haben und ist extrem dabei auf mich fixiert.
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redtool,'index.php?page=Thread&postID=152530#post152530' schrieb:ich versuche bewußt so viel wie möglich MIT hilfen / hilfsmitteln im aufbau / lernen zu machen. damit ich dann später, wenn diese hilfsmittel wegfallen eben so viel wie möglich perfekt stehen habe und kaum noch einwirken muß...
wir beide wollen im endeffekt das gleiche ziel erreichen: einen hund so ausbilden, daß am ende auf der prüfung der richter ein v vergibt.
und wir möchten beide dabei sowenig wie möglich auf den hund einwirken.
du verwendest dafür soviele hilfsmittel wie möglich.
ich dafür sowenige wie nötig.
ich weiss, daß ein hund ein perfektes steh zeigen kann, ohne daß in der ausbildung mehr hilfmittel verwendet werden, als der hundeführer mit seiner stimme, seiner körpersprache und seiner hand vor der nase. (insofern also manuell - ich habe meine hand verwendet. wenn auch minimal.)
abgesichert wurde das ganze mithilfe des hundeführers durch veränderung der position des hundeführers - umlaufen des stehenden hundes und durch hilfspersonen, die sich dem stehenden hund annäherten und um ihn liefen. dies jeweils ohne positionsveränderung des hundes. bei der steigerung der ablenkung wurde langsam vorgegangen, so daß der hund jeweils in der lage war seine position (noch) zu halten und zunehmend sicherheit in der position erhielt. augenmerk hierbei war immer, daß der hund möglichst keine fehler macht und in der selbstbewussten ausführung der übungen bestätigt wurde.
das ganze hat im aufbau sicherlich seine zeit in anspruch genommen, aber zu einer perfekten stehübung in den prüfungen geführt.
der hund wurde auf og-niveau geführt, keine gebrauchshunderasse, mittleres temperament, stark führer orientiert.
lg l.
Das habe ich bei der Beschreibung vergessen: Ausbildung ergab bisher immer V oder SG (einmal nach 4 Wochen Pause B  ) im IPO und RH bis hin zur RHDM.
Sowohl UO als auch SD mit Kettenhalsband trainiert.
Rasse: DSH
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